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Das Frauenbild in Friedrich Schillers "Maria Stuart"

Title: Das Frauenbild in Friedrich Schillers "Maria Stuart"

Term Paper , 2010 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Cindy Härcher (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Der Mann ist Familienoberhaupt und Haupternährer, die Frau lebt als zurückgezogenes Individuum und ist lediglich zuständig für Haushalt und Kinder. Dieses konservative Bild entspricht auch Friedrich Schillers Ansichten über die angemessene Rollenverteilung unter den Geschlechtern, wie es sich in vielen seiner Werke erkennen lässt. Entgegen seiner Ansichten lässt Schiller jedoch in Maria Stuart zwei Frauen die mächtige Rolle der Königin zukommen. Was will Schiller damit darstellen? Ist es den Frauen doch möglich die ihnen zugewiesene Rolle zu durchbrechen? Im Verlauf des Dramas zeigt sich, dass dies keinesfalls ein Bruch seines Frauenbildes ist, sondern es vielmehr belegt.
Die folgende Arbeit wird das Frauenbild Schillers genauer untersuchen und schließlich auf sein Drama Maria Stuart beziehen. Dafür sollen die Grundlegenden Begriffe der schönen Seele und des erhabenen Charakters analysiert und, anhand des Charakters der Maria, interpretiert werden. Anschließend sollen Schillers Frauenbild, sowie das Frauenbild welches er im Werk darstellt, erläutert und unter Zuhilfenahme der Charaktere Maria und Elisabeth bewiesen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Schöne Seele und Erhabener Charakter

2.1 Schöne Seele

2.2 Erhabener Charakter

2.3 Maria Stuart – Schöne Seele und Erhabener Charakter

3. Schillers Frauenbild

4. Das Frauenbild im Werk Maria Stuart

4.1 Maria – Eine Frau kann nicht zugleich Königin sein

4.2 Elisabeth – Verlust der Weiblichkeit

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Frauenbild in Friedrich Schillers Drama Maria Stuart vor dem Hintergrund seiner philosophischen Konzepte von der „schönen Seele“ und dem „erhabenen Charakter“. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob das Schicksal der beiden weiblichen Hauptfiguren, Maria und Elisabeth, einen Bruch mit Schillers konservativem Frauenbild darstellt oder dieses im Kontext der gesellschaftlichen Rollenverteilung bestätigt.

  • Analyse der Begriffe „schöne Seele“ und „erhabener Charakter“ in Schillers Werk.
  • Untersuchung von Schillers allgemeinen Ansichten über die Geschlechterrollen.
  • Charakterisierung von Maria Stuart als Verkörperung von Weiblichkeit und Moral.
  • Analyse der Figur Elisabeth und des Konflikts zwischen Machtanspruch und Verlust der Weiblichkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Schöne Seele

„Eine schöne Seele nennt man es, wenn sich das sittliche Gefühl aller Empfindungen des Menschen bis zu dem Grad versichert hat, daß es dem Affekt die Leitung des Willens ohne Scheu überlassen darf, und nie Gefahr läuft, mit den Entscheidungen desselben im Widerspruch zu stehen.“ Eine schöne Seele ist also ein Mensch bei dem, ohne das er es selbst will, Neigung und Pflicht übereinstimmen. Dieser Mensch handelt unbewußt sittlich, es ist dessen Natur Pflichten auszuführen und moralisch zu handeln. Es ist ein Trieb sittliche Taten auszuführen, da diese dessen Ansichten des Schönen und Angenehmen entsprechen.

Ein Beispiel hierfür stellt eine liebende Mutter dar, deren Leidenschaft es ist ihre Kinder zu umsorgen. Sie vereinigt unbewußt Pflicht und Neigung, denn ihr natürlicher Trieb lässt sie ihre Kinder lieben und diese Liebe lässt sie für ihre Kinder sorgen. Sie empfindet dies als angenehm und schön und handelt ohne sich selbst zwingen zu müssen.

„In einer schönen Seele ist es also, wo Sinnlichkeit und Vernunft, Pflicht und Neigung harmonieren, und Grazie ist ihr Ausdruck in der Erscheinung.“ Eine schöne Seele drückt sich aus durch Anmut, eine Eigenschaft die Schiller ausschließlich dem weiblichen Geschlecht zuschreibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die Thematik der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern bei Schiller und die Zielsetzung der Analyse anhand des Dramas Maria Stuart.

2. Schöne Seele und Erhabener Charakter: Theoretische Herleitung der Begriffe anhand von Schillers Schriften, um die philosophische Basis für die Charakteranalyse zu legen.

3. Schillers Frauenbild: Darstellung von Schillers konservativem Verständnis der Geschlechterrollen durch Zitate aus Werken wie Lied von der Glocke und Die Macht des Weibes.

4. Das Frauenbild im Werk Maria Stuart: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf das Drama und Untersuchung der weiblichen Charaktere.

5. Schlussbetrachtung: Fazit, das aufzeigt, dass Schillers Werk trotz der starken Frauenfiguren sein konservatives Frauenbild stützt, da diese an ihren politischen Rollen scheitern.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Maria Stuart, Frauenbild, schöne Seele, erhabener Charakter, Geschlechterrollen, Schillers Dramen, Moral, Pflicht und Neigung, Elisabeth, Klassik, Weiblichkeit, Herrschaft, Literaturwissenschaft, Anthropologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie das Frauenbild Friedrich Schillers in seinem Drama „Maria Stuart“ zum Ausdruck kommt und ob die Darstellung der Protagonistinnen seinem allgemeinen Menschen- und Geschlechterbild entspricht.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Mittelpunkt stehen Schillers ästhetisch-philosophische Begriffe der „schönen Seele“ und des „erhabenen Charakters“ sowie die zeitgenössische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob Schiller durch die Darstellung der mächtigen Königinnen Maria und Elisabeth seine konservative Rollenzuweisung bricht oder im Sinne seiner Anthropologie legitimiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse von Schillers Primärtexten, ergänzt durch relevante Forschungsliteratur zur Anthropologie und Philosophie Schillers.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe „schöne Seele“ und „erhabener Charakter“ sowie deren Anwendung auf die Charaktere Maria und Elisabeth im Drama.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Friedrich Schiller, Maria Stuart, Frauenbild, Geschlechterrollen, „schöne Seele“, „erhabener Charakter“ und deutsche Klassik.

Warum kann Maria laut der Argumentation der Autorin nicht zugleich Königin sein?

Die Autorin argumentiert, dass eine Frau gemäß Schillers Weltbild bei der Ausübung von Herrschaft zwangsläufig ihre „Weiblichkeit“ verliert, was eine Harmonie mit ihrer Natur als „schöne Seele“ ausschließt.

Welche Rolle spielt der „Verlust der Weiblichkeit“ bei der Figur Elisabeth?

Elisabeth wird als eine Frau dargestellt, die ihre weibliche Natur zugunsten eines männlich geprägten Machtstrebens unterdrückt, was letztlich zu ihrer moralischen Isolation und Einsamkeit führt.

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Details

Title
Das Frauenbild in Friedrich Schillers "Maria Stuart"
College
University of Bayreuth
Course
PS Schillers Dramen
Grade
2,7
Author
Cindy Härcher (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V167616
ISBN (eBook)
9783640842377
ISBN (Book)
9783640842155
Language
German
Tags
Maria Stuart Frauenbild Schiller Schillers Frauenbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cindy Härcher (Author), 2010, Das Frauenbild in Friedrich Schillers "Maria Stuart", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167616
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