Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1 EINLEITUNG 3
2 INFORMELLES LERNEN 3
2.1 Ein Auszug aus der Begriffsgeschichte des Informellen Lernens 4
2.2 Informelles Lernen vs. formales Lernen und ihre Definitionen 6
2.3 Zunehmende Bedeutungen des Informellen Lernens in der Gesellschaft 7
2.3.1 Informelles Lernen in der Familie 8
2.3.2 Informelles Lernen in der Peergroup 9
3 LERNEN MIT NEUEN MEDIEN - WEB 2.0 UND E-LEARNING 10
3.1 Medien - neue Medien 10
3.2 Technologien für Informelles Lernen - „Social Software“ 12
3.3 E-learning 12
4 INFORMELLES LERNEN UND E-LEARNING 13
4.1 Informelles Lernen erzielt Medienkompetenz 13
4.2 Förderung informellen Lernens durch das Internet - Web 2.0 13
4.3 Lernumgebung - förderliche Maßnahmen 14
4.4 Informelles Lernen im Web 2.0 14
5 ALLGEMEINE ANALYSE VON WIKIs 14
6 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT 18
7 LITERATURVERZEICHNIS 19
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1 EINLEITUNG
Informelles Lernen wird in der Debatte um das lebenslange Lernen stark diskutiert. Es erfasst alle Lernvorgänge, die im Alltag stattfinden. Darunter fallen das Lernen in der familiären Kommunikation, am Arbeitsplatz, sowie „Lernen im Rahmen von Multimediaanwendungen oder dem Internet...“ (vgl. http://www2.tu-berlin.de/fak1/gsw/gl/dok/il3w.html).
Ziel dieser Arbeit soll die Verknüpfung von Informellem Lernen mit dem neuen Medium Internet sein. Dabei soll gezeigt werden, wie durch eine geeignete E-learning Umgebung informell gelernt werden kann.
In Kapitel 2 wird explizit auf das Informelle Lernen eingegangen. Darin wird eine Abgrenzung zum formalen Lernen vorgenommen und gezeigt, wie es in der Gesellschaft immer bedeutsamer wurde. Kapitel 3 befasst sich mit der Begriffsbestimmung und Abgrenzung von Medien und neuen Medien. Es wird speziell auf das neue Medium Internet eingegangen, sowie auf die Technologien für informelles Lernen, die „social software“. Im Rahmen dieser Arbeit sollen „Wikis“ näher erläutert werden, da sie im Anwendungsteil analysiert werden. Anschließend wird das Verständnis von E-learning für diese Arbeit festgelegt. Die Verbindung von Kapitel 2 und 3 findet in Kapitel 4 statt: im E-learning wird das Internet mit dem informellen Lernen kombiniert. Beim E-learning wird Medienkompetenz angeeignet. Für erfolgreiches informelles Lernen sind die Kriterien des informellen Lernens nach Marsick et al. notwendig, auf die in Kapitel 4.3 eingegangen wird. Daran schließt sich die Analyse von „Wikis“ in Kapitel 5 an, wonach die Arbeit in Kapitel 6 mit einer Zusammenfassung und einem Fazit ihren Abschluss findet. Informelles Lernen, Wikis, Weblogs und Web 2.0 gelten in dieser Arbeit als Eigenname, weshalb keine Anführungszeichen gesetzt werden. Aus Gründen besserer Lesbarkeit ist der Text in männlicher Form geschrieben, was aber keine Wertung darstellt.
2 INFORMELLES LERNEN
Im nun folgenden Kapitel Informelles Lernen, soll zuerst auf den Begriff des In-formellen Lernens eingegangen und seine Definition und eine Abgrenzung zum formalen Lernen vorgenommen werden. Hieran schließt sich die Frage an, wieso das Informelle Lernen heute in der Gesellschaft an Bedeutung gewonnen hat.
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2.1 Ein Auszug aus der Begriffsgeschichte des Informellen Lernens
Ursprünglich ist Informelles Lernen ein Begriff nach Dewey (1997), der später zur us-amerikanischen Erwachsenenbildung gehörte, wobei schon hier Informelles Lernen und „informelle Bildung“ unscharf verwendet wurden (vgl. Rauschenbach et al., 2007, S. 37). In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass es zwischen Informellem Lernen und „informeller Bildung“ eine Abgrenzung gibt. Wenn von Informellem Lernen gesprochen wird, sollte es keinesfalls durch den Begriff der „informellen Bildung“ ersetzt werden. Overwien (1999) geht davon aus, dass Informelles Lernen von „informeller Bildung“ unterstützt wird. Bei „Bildung“ kann man meistens davon ausgehen, dass sie zielgerichtet erfolgt. In-formelles Lernen muss jedoch nicht zielgerichtet sein. Geht es aber darum, Lernumgebungen für das Informelle Lernen zu erstellen, so sollte hier der Begriff der „informellen Bildung“ verwendet werden (vgl. http://www2.tu-berlin.de/fak1/-gsw/gl/dok/il3w.html).
Wie oben bereits Informelles Lernen von „informeller Bildung“ abgegrenzt wurde, soll jetzt eine Trennung zwischen Informellem Lernen, seiner Subkategorie dem „inzidentellem Lernen“, und dem „implizitem Lernen“ vorgenommen werden (vgl. Rauschenbach, 2007, S. 43; S. 45).
Informelles und inzidentelles Lernen unterscheiden sich voneinander im Grad der Absicht (vgl. Watkins et al., 1990, S. 215), wobei inzidentelles Lernen bei Watkins und Marsick ein Teil des Informellen Lernens ist (vgl. Watkins, Marsick, 1990, S. 12 ff.).
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Das wichtigste Kennzeichen des Informellen Lernens war für Watkin und Marsick in den ersten beiden Studien, dass es hauptsächlich in einem nicht organisierten Lernkontext stattfindet, in dem der Lernende selbst seine Erfahrungen macht und diese auch ohne das Zutun anderer verarbeitet (vgl. Dohmen, 2001, S. 18). Ihre erste Sichtweise des Informellen Lernens, in der die Kontextbezogenheit noch nicht berücksichtigt wurde, unterziehen sie einer Revidierung, wobei sie vor allem von der Arbeit von Cesh (1998) inspiriert wurden (vgl. Rauschenbach et al., 2007, S. 42). Durch die anschließende stärkere Einbindung der Kontextbezogenheit (vgl. Cesh, 1999), kommen zur vorherigen Problembestimmung und Erfahrungsreflexion (vgl. Watkins et al., 1999; Marsick et al., 1990), die für die Analyse wichtige Lern- und Handlungsbedingungen als weiteres Merkmal hinzu (vgl. Rauschenbach, 2007, S. 43). Erfolgreiches Informelles Lernen bei Lernenden, hängt nicht nur von ihrem aktiven, kreativen, qualitativen, reflexivem Einsatz, sondern auch von den anregenden, oder unterstützenden Potentialen ihrer Umwelt ab (vgl. Dohmen, 2001, S. 19).
Durch den Einfluss neuer Medien gewinnt die Wissensvermittlung außerhalb der Schule heute größere Bedeutung. Durch diese Vormachtstellung der neuen Medien, die sich durch eine „Dynamisierung der Wissensbestände“ und „die Vielfalt der möglichen Anwendungen aus[zeichnen]“, büßt die Schule, als organisierte
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und sehr institutionell aufgebaute Qualifikationsvermittlung, ihre Monopolstellung allmählich ein (Tully, 1994, S. 14). Dieses institutionell organisierte Lernen in Schulen wird als formales Lernen bezeichnet, das dem Informellen Lernen gegenübersteht. Dieser Sachverhalt soll im nächsten Kapitel behandelt werden.
2.2 Informelles Lernen vs. formales Lernen und ihre Definitionen
Nach der Faure-Kommission (1973), soll das Informelle Lernen zirka 70% des menschlichen Lernens umfassen, was aber nur eine Schätzung darstellt (vgl. Overwien, 2005, S. 340). In der einschlägigen Literatur findet sich nach Garrick keine einheitliche Definition zu Informellem Lernen, da jeder, der einen Versuch zu einer Theorie des Informellen Lernens unternimmt, seine eigene Perspektive und seine individuelle Ansicht hat und durch „implizite und explizite Deutungsmuster bestimmt und begrenzt [ist]“ (Dohmen, 2001, S. 24f). Das häufig noch erwähnte „nicht-formale Lernen“ wird in dieser Arbeit nicht behandelt. Für diese Arbeit sollen deshalb die allgemein anerkannten Definitionen des Informellen und „formalen Lernens“ nach der Europäischen Kommission 2001 gelten:
„Informelles Lernen: Lernen, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfindet. Es ist (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) nicht strukturiert und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung. Informelles Lernen kann zielgerichtet sein, ist jedoch in den meisten Fällen nichtintentional (oder inzidentell/beiläufig)“. Formales Lernen: Lernen, das üblicherweise in einer Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung stattfindet, (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) strukturiert ist und zur Zertifizierung führt. Formales Lernen ist aus der Sicht des Lernenden zielgerichtet“ (Europäische Kommission, 2001, S. 9, S. 32f.).
Informelles Lernen lässt sich nach „Marsick, Volpe und Watkins (1999) durch folgende Faktoren kennzeichnen: Es ist in der Arbeit und täglichen Routine integriert und wird durch innere sowie äußere Anregungen verursacht. Es ist ein unbewusster Vorgang und entsteht ungeplant. Der darin vorhandene Vorgang von Reflexion und Aktion basiert auf dem Prinzip der Induktion. In der Form einer „Community of practice“ besteht eine Beziehung zwischen anderen Lernern (vgl. Marsick et al., 1999, S. 90). Diese Kennzeichen sind für die Analyse von Bedeu-
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Arbeit zitieren:
Stefanie Pfeiffer, 2008, Informelles Lernen mit dem neuen Medium Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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