Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einleitung 2
2 Praktische Anwendung 2
2.1 Hierarchie 3
2.2 Sequenzierung der Aufgabenklassen 5
2.3 Unterschied zwischen Aufgabenklassen und Lernaufgaben 7
2.4 Unterstützende Information und Just-in-time-Information 10
3 Theoretische Grundlagen 12
3.1 Lerntheoretische Überlegungen und situiertes Lernen 12
3.2 Anwendung didaktischer Szenarien auf 4C/ID Modell 13
3.3 Geeignete Medien zur Unterstützung des Blueprints 14
4 Zusammenfassung und Fazit 16
5 Literaturverzeichnis 18
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1 Einleitung
Die Tätigkeit des Bildungswissenschaftlers im Bereich der Sozialarbeit besteht darin, bedürftige Menschen anzuleiten, wie sie gemeinschaftlich ihr Leben und Zusammenleben sukzessiv besser bewältigen können (vgl. URL: http://www.dbsh.de/html/hauptteil_wasistsozialarbeit.html). Das Erlernen dieser Tätigkeit bedeutet für die heutige Wissensgesellschaft komplexe Lernprozesse. Daher stellt sich die Frage, ob sich die Komplexität des Lernprozesses von komplexen, kognitive Fertigkeiten, mit Hilfe eines Modells vereinfachen lässt (vgl. Bastiaens, Deimann, Schrader, Orth, 2006, S. 89). Van Merriënboer, Jelsma, & Paas entwickelten am Ende der 80er Jahre das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell für E-learning, kurz 4C/ID Modell, womit ganze Lehrpläne gestaltet und komplexe, kognitive Fertigkeiten vereinfacht vermittelt werden können. Dieses Modell ist Gegenstand der Hausarbeit.
In Kapitel 2 beginnt der praktische Teil mit einer Anwendung. Darin soll mit Hilfe des 4C/ID Modells für einen angehenden Bildungswissenschaftler im Bereich der Sozialarbeit das Erlernen der für ihn in diesem Tätigkeitsfeld benötigten Kompetenzen dargestellt werden. In Kapitel 3 wird auf den theoretischen Teil eingegangen, woran sich Kapitel 4 mit einer Zusammenfassung und einem Fazit anschließt.
Der Text ist aus Gründen besserer Lesbarkeit in männlicher Form geschrieben, was aber keine Wertung darstellt. In der praktischen Anwendung soll nun zunächst eine Hierarchie erstellt werden.
2 Praktische Anwendung
Die wesentlichen Punkte des 4C/ID Modells sollen anhand der Beschreibung einer authentischen und komplexen Tätigkeit veranschaulicht werden. Das Ziel der Beschreibung soll der Aufbau des Modells, sowie seine lernerzentrierte Anwendung zum Aufbau von komplexen, kognitiven Fertigkeiten sein. Als Beispiel dafür, wird das Erlernen eines bildungswissenschaftlichen Berufs im Bereich der Sozialarbeit dargestellt. In dieses Tätigkeitsfeld wird er mit immer komplexer werdenden Lernschritten eingearbeitet und erlangt zuletzt das vollständige Handlungswissen.
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2.1 Hierarchie
In der Hierarchie sind die zu erlernenden Tätigkeitsbereiche in ihrer gesamten Komplexität dargestellt. Für den Lernenden sind die Tätigkeitsbereiche in einzelne Lernschritte unterteilt und aufeinander aufbauend formuliert. Für diesen Aufbau wird eine Fertigkeitenhierarchie erstellt, in der die Aufgabenklassen und Lernaufgaben mit zunehmender Kompetenzsteigerung formuliert sind. Siehe hierzu Abb.1 auf Seite 4. Im ersten Lernschritt werden die Kompetenzen analysiert und das zu erreichende Lernziel definiert, also das angestrebte Verhalten, das der Lernende am Ende des Lernprozesses erreicht haben soll. Wichtige vertikale Zusammenhänge (konditionale Relationen) werden in der Hierarchie von oben nach unten dargestellt. Voraussetzung für die Anwendung der Fertigkeiten in der nächst höheren Ebene ist, dass die Fertigkeiten der unteren Ebene angewendet werden können. Horizontale Zusammenhänge (temporäre Relationen) sind im zeitlichen Ablauf von links nach rechts angeordnet. Beispielsweise muss zuerst ein Lernprozess organisiert (2) werden, bevor er durchgeführt (3) werden kann. Will man die Nachbetreuung organisieren, so sind die vorhergehenden Tätigkeitsbereiche (1), (2) und (3) mitsamt ihres gesamten Tätigkeitsfeldes erforderlich, um diese Fertigkeit anwenden zu können. Die Tätigkeitsschritte beim Protokollieren sind ebenfalls sequenziell angeordnet, weil zuerst Kenntnisse darüber vorhanden sein müssen, bevor man über die erhaltenen Informationen recherchieren und anschließend aus den Informationen Termine für die Übungsphasen planen kann. Simultane Fertigkeiten müssen parallel angewendet werden. In der Hierarchie wären solche simultanen Fertigkeiten das erkennen der Schwächen und das gleichzeitige Protokollieren in einem Informationsgespräch. Außerdem wird zwischen wiederkehrenden und nicht- wiederkehrenden Fertigkeiten unterschieden. Wiederkehrende Fertigkeiten (blau hinterlegt) werden durch mehrmalige Anwendung nach einiger Zeit automatisiert. Bei den nicht- wiederkehrenden Fertigkeiten wird der Lernende bei der Bearbeitung von Aufgaben vor immer neue Anforderungen gestellt. Er muss sich für jede Situation die Zusammenhänge neu erschließen.
Das Lernziel des hier dargestellten Anwendungsbeispiels ist es, dass der angehende Bildungswissenschaftler selbständig alle Tätigkeiten im Bereich der Sozialarbeit ausführen kann.
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2.2 Sequenzierung der Aufgabenklassen
Der Lehrende entwickelt nach der Analyse der Kompetenz eine Reihe von Aufgabenklassen, welche in gleichmäßige Lernschritte unterteilt sind. Die gleichmäßige Unterteilung geschieht, um eine Überforderung des Lernenden auszuschließen. In der ersten Aufgabenklasse soll darauf geachtet werden, dass vom Lernenden bereits in diesem Lernschritt eine ganzheitliche Kompetenz erlernt wird.
In dieser Tabelle ist eine Reihe von drei Aufgabenklassen sequenziell dargestellt, wobei die erste Aufgabenklasse den niedrigsten Schwierigkeitsgrad, die dritte den höchsten Schwierigkeitsgrad einnimmt.
Tab. 1: Sequenz der Aufgabenklassen (Stefanie Pfeiffer)
Die erste Aufgabenklasse beschreibt die einfachste Kompetenzstufe. Für ihre Umsetzung muss der Lernende anhand der Bewährungsauflagen durch ein In-formationsgespräch das Thema, das Lernziel, sowie die Problemorientierung
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Arbeit zitieren:
Stefanie Pfeiffer, 2008, Bildungswissenschaftler im Bereich der Sozialarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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