Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung. 1
2 Grundlagen 2
2.1 Unternehmensnetzwerke 2
2.2 Steuerung von Unternehmensnetzwerken 7
2.3 Der Institutionenökonomische Ansatz 10
3 Analyse der neuen Institutionenökonomie zur Steuerung von
Unternehmensnetzwerken. 15
3.1 Implikationen aus der Transaktionskosten-Theorie 15
3.2 Implikationen aus der Property-Rights-Theorie 16
3.3 Implikationen aus der Principal-Agent-Theorie 17
3.4 Bewertung der einzelnen Faktoren 19
4 Zusammenfassung und Ausblick 20
Anhang 21
Literaturverzeichnis 23
Abbildungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2.1: Ausbildung von Netzwerkstrukturen als Hybrid zwischen Markt
und Hierarchie und Alternativen der Leistungserbringung ........ 3 Abbildung 2.2: Netzwerktypen auf Grundlage der Leistungsunsicherheit und
des Leistungsvolumen ........................................................ 5 Abbildung 2.3: Funktionen des Management interorganisationaler Netzwerke . 8 Abbildung 2.4: Vertragsformen, Kontrollinstrumente und
Koordinationsmechanismen ................................................ 10 Abbildung 0.1: Typisierungsmöglichkeiten von Netzwerken .......................... 21 Abbildung 0.2: Optimum zwischen Wohlfahrtsverlusten durch externe Effekte
und Transaktionskosten ..................................................... 22 Abbildung 0.3: Vergleich der drei Theorien der Neuen Institutionenökonomie 22
Abkürzungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis
KuI .......... Kontroll- und Informationssysteme NIÖ .......... Neue Institutionenökonomie
Einleitung 1
1 Einleitung
Unternehmensnetzwerke beeinflussten und beeinflussen die Managementlehre in den letzten 20 Jahren wesentlich und sind aus der heutigen Praxis der Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Begriffe wie strategische Allianzen, Kooperationen, Partnerschaften, Bündnisse, Joint Ventures u.v.m. prägen die Unternehmenswelt und sind allgemein bekannt. Die Netzwerkorganisation wird dabei als hybride Organisationsform zwischen Markt und Hierarchie betrachtet und soll die Vorteile beider Organisationsalternativen in sich vereinen (vgl. Sydow 2010 (1)). Bei der Wahl und Bildung eines Unternehmensnetzwerkes als geeignete Organi-sationsform müssen das Netzwerk an sich, aber auch die Form der Steuerung definiert und ausgestaltet werden. Unternehmensnetzwerke als Zusammenschluss von rechtlich und wirtschaftlich eigenständigen Unternehmen stellen eine besondere Form der Organisation dar. Der Steuerung und Stabilität von Unternehmensnetzwerken muss daher eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Dabei müssen die Interessen aller am Netzwerk beteiligten Unternehmungen berücksichtigt und die Ziele des Netzwerks erreicht werden (vgl. Sydow / Möllering 2009).
Zu den Zielen eines Unternehmensnetzwerkes zählt auch der effiziente Betrieb der Kooperation. Im Rahmen des institutionenökonomischen Ansatzes werden die Auswirkungen von Institutionen auf das menschliche Handeln z.B. in Unternehmen, mit dem Ziel der Effizienzsteigerung untersucht. Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung und Analyse der Faktoren des institutionenökonomischen Ansatzes, die wesentlichen Einfluss auf die Steuerung von Unternehmensnetzwerken haben. Dabei soll insbesondere der Einfluss von impliziten Mechanismen wie Reziprozität, Vertrauen, Loyalität und Reputation auf die Effizienz der Steuerung von Unternehmensnetzwerken anhand des institutionenökonomischen Ansatzes herausgearbeitet werden. Vor diesem Hintergrund werden im zweiten Kapitel Unternehmensnetzwerke, die Steuerungsmöglichkeiten eines Unternehmensnetzwerks und der institutionenökonomische Ansatz dargestellt. Im dritten Kapitel werden die Implikationen der einzelnen Theorien des institutionenökonomischen Ansatzes auf die Steuerung von Unternehmensnetzwerken herausgearbeitet und anschließend die einzelnen Faktoren bewertet. Im vierten Kapitel erfolgt eine Zusammenfassung und ein kurzer Ausblick, welche Aspekte noch zu untersuchen wären.
Grundlagen 2
2 Grundlagen
Im nachfolgenden Absatz werden Grundlagen für die Betrachtung des institutionenökonomischen Ansatzes zur Steuerung von Unternehmensnetzwerken dargestellt. Dabei wird im Einzelnen auf Unternehmensnetzwerke, ihre Ziele und beispielhafte Typen, die Möglichkeit der Steuerung von Unternehmensnetzwerken und den institutionenökonomischen Ansatz eingegangen. Ein wesentlicher Begriff in dieser Arbeit, der sich bereits aus der Aufgabenstel- e- kannt,jedoch wird er, sowohl im täglichen Sprachgebrauch, als auch in der Lite- a verbreitet. In vielen Arbeiten
wird zwischen den einzelnen Begriffen differenziert. Im Folgenden soll in Anleh-Begriffe verwendet werden (vgl. Wohlgemuth 2002).
2.1 Unternehmensnetzwerke
Eines der wesentlichen Ziele einer Unternehmung ist die nachhaltige Gewinnmaximierung. Dies kann durch die Generierung von Wettbewerbsvorteilen gelingen. Diese Wettbewerbsvorteile basieren u.a. auf einem effizienten Einsatz der Ressourcen und einer Anpassung an die Umgebungsbedingungen. Kernkompetenzen stellen eine spezifische Ausprägung strategischer Ressourcen dar. Diese strategischen Ressourcen sind von besonderer Bedeutung, da sie wertvoll, nicht dauerhaft, nicht vervielfältigbar und knapp sind und deshalb von Grant auch als
entscheidenden und lebenswichtigen Wettbewerbsvorteile dar (vgl. Grant 1991). Durch den Austausch bzw. die unternehmensübergreifende Nutzung dieser Kernkompetenzen kann es zu kooperativen Wettbewerbsvorteilen der beteiligten Unternehmen kommen (vgl. Duschek / Sydow 2002). Dieser Austausch basiert auf einer zwischenbetrieblichen Kooperation. Definition des Unternehmensnetzwerkes
Unternehmensnetzwerke stellen eine Möglichkeit der unternehmensübergreifenden, effizienten Nutzung der knappen und besonders bedeutsamen Kernkompetenzen dar. Diese Netzwerke basieren auf der Abstimmung unternehmensexterner Beziehungen und verfolgen das Ziel der Realisierung eines Wettbewerbsvorteils. Eine grundlegende Definition des Unternehmensnetzwerks erfolgte durch Sydow:
Grundlagen 3
e- werbsvorteilenzielende Organisationsform ökonomischer Aktivitäten dar, die sich durch komplex-reziproke, eher kooperative, denn kompetitive und relativ stabile Beziehungen zwischen rechtlich selbständigen, wirt-
(Sydow1992, S. 79)
Die wesentlichen Merkmale eines Unternehmensnetzwerks sind neben dem gemeinsamen Ziel des Wettbewerbsvorteils und der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der rechtlich selbständigen Unternehmen, die kooperativen und relativ stabilen Beziehungen. Dabei wird auf eine hierarchische Kontrolle durch vollständige Eingliederung verzichtet. Die Netzwerkorganisation kann somit als Gegenmodell zur tief integrierten oder breit diversifizierten Unternehmung, oder als hybride Organisationsform ökonomischer Aktivitäten zwischen Markt und Hierarchie betrachtet werden (vgl. Abbildung 2.1).
Aufgrund der Bündelung der Ressourcen mehrerer Unternehmen kommt es zu einer Quasi- Internalisierung und Externalisierung, wodurch für das gemeinsame Ziel, für die Dauer der Zusammenarbeit die Vorteile der Organisationsalternativen Markt und Hierarchie genutzt werden können (vgl. Sydow / Möllering 2009). In der Literatur existieren verschiedene Unterscheidungskriterien für Unternehmensnetzwerke. Eine Möglichkeit der Einordnung ergibt sich über die zwischenbetriebliche Kooperationsform. Hess unterscheidet die drei Kooperationsformen Joint Venture, Strategische Allianz und Unternehmensnetzwerk (vgl. Hess 1999 (1)). Hess und Wohlgemuth differenziert hierbei anhand der Dauer und der Form der Koordination zwischen den drei genannten, zwischenbetrieblichen Kooperati-
Grundlagen 4
onsformen und grenzt somit das Unternehmensnetzwerk von den anderen beiden genannten Kooperationsformen ab (vgl. Hess 1999 (1) und Wohlgemuth 2002). Siebert und Hensel s-
StrategischeAllianz als einen Typus des Unternehmensnetzwerkes (vgl. Siebert 1991 und Hensel 2007). Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird das Unternehmensnetzwerk in Anlehnung an Siebert als Netzwerk verstanden. Klassifizierung von Netzwerken
Netzwerke werden hinsichtlich verschiedener Kriterien wie Steuerungsform, Stabilität, Dauer, Wertschöpfungskette u.v.m. differenziert. Im Nachfolgenden werden einige Netzwerktypen beispielhaft dargestellt, da ein bestimmter Netzwerktyp Rückschlüsse auf die Abhängigkeiten der Beteiligten und die Machtstrukturen im Netzwerk zulässt und somit Einfluss auf die Steuerungsmöglichkeiten innerhalb dieses Netzwerkes hat.
Eines der bedeutendsten Netzwerktypen ist das strategische Netzwerk. Es handelt sich dabei um eine auf die Erzielung von Wettbewerbsvorteilen ausgerichtete Organisationsform, die im Wesentlichen durch relativ stabile und kooperative Beziehungen, mit einem oder mehreren fokalen Akteuren gekennzeichnet ist. (vgl. Scherm / Süß 2001). Der oder die fokalen Akteure steuern das Netzwerk, das typischerweise aus Unternehmen unterschiedlicher Größe besteht (vgl. Sydow 2010 (2)).
Klein z.B. unterscheidet anhand der Zielstellung in Tausch-Netzwerke, Fokale Netzwerke, Clubs und Lern-Netzwerke (vgl. Klein 1996). Eine weitere Möglichkeit der Unterscheidung von Unternehmensnetzwerken kann hinsichtlich ihrer Zugehörigkeit zu den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette geschehen. Die Unternehmen werden hierbei einzelnen Stufen eines Wirtschafts- und Wertschöpfungsprozesses zugeordnet und entsprechend ihrer Wertschöpfungsstufen in horizontale, vertikale und laterale Unternehmensnetzwerke unterschieden (vgl. Picot / Reichwald / Wigand 2003).
Horizontale Netzwerke bestehen dann, wenn die beteiligten Unternehmen in der gleichen Branche und auf der gleichen Stufe der Wertschöpfungskette tätig sind. Es kann sich dabei um Unternehmen handeln, die in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung und Produktion von Komponenten oder Subsystemen, die anschließend von den Beteiligten in deren jeweiligen Produkten genutzt werden.
Vertikale Netzwerke bestehen dann, wenn die beteiligten Unternehmen aufei- nander folgenden Stufen einer Wertschöpfungskette angehören. Dabei kann wei-
Arbeit zitieren:
Mario Haim, 2010, Institutionenökonomische Auswirkungen auf die Steuerung von Unternehmensnetzwerken, München, GRIN Verlag GmbH
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