VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN
AGPh Archiv für Geschichte der Philosophie Gaiser, PUL K. Gaiser, Platons Ungeschriebene Lehre Halfwassen, AE J. Halfwassen, Der Aufstieg zum Einen Krämer, APA H.-J. Krämer, Arete bei Platon und Aristoteles Mus. Helv. Museum Helveticum Reale G. Reale, Zu einer neuen Interpretation Platons Szlezák, PSP T. A. Szlezák, Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie Szlezák, Pl T. A. Szlezák, Platon lesen Test. Plat. Testimonia Platonica, ed. K. Gaiser, PUL, S. 441 - 557 ZphF Zeitschrift für philosophische Forschung
Alle Hervorhebungen in Zitaten stammen vom zitierten Autor.
INHALTSVERZEICHNIS
Verzeichnis der Abkürzungen 3
1. Einleitung 4
I. TEIL
2. Schleiermachers Platoninterpretation 8
2.1 Der Platon F. Schlegels 9
2.2 Der Platon F. Schleiermachers 10
2.3 Die Kritik der Schleiermacherschen Platon-Deutung durch H.-J. Krämer 17
2.4 Die Kritik der Schleiermacherschen Platon-Deutung durch K. Gaiser 21
2.5 Die Kritik T. A. Szlezáks an der modernen Dialogtheorie 23
II. TEIL
3. Die Schriftkritik in Platons Selbstzeugnissen 27
3.1 Die Interpretation der Phaidros-Stelle 274 B - 278 E durch die „Tübinger Schule“ 31
3.2 Die Deutung der philosophischen Stelle im VII. Brief durch die „Tübinger Schule“ 40
45
3.4 Die Kritik an einer Spätdatierung von durch H.-J. Krämer
48
51
3.6 Eine Untermauerung der Gaiserschen These 54
III. TEIL
4. Von der Ideenlehre zur Prinzipienlehre 57
4.1 Die wichtigsten Zeugnisse der Ungeschriebenen Lehre Platons 61
4.2 Exkurs: Die Auseinandersetzung Platons mit Parmenides 66
69
4.4 Die Erzeugung der Idealzahlen aus den Prinzipien 73
4.5 Die Ableitung des Seins aus den Idealzahlen 77
IV. TEIL
5. Die Anwendung der Ungeschriebenen Lehre in den Dialogen Platons 80
5.1 Die Neuinterpretation der „Politeia“ im Lichte des neuen Paradigmas 84
5.2 Das Verhältnis des Einen und des Vielen im „Parmenides“ 90
5.2.1 Die Ideenkritik im „Parmenides“ 91
5.2.2 Die Hypothesen im „Parmenides“ 94
5.2.3 Die Negationen der ersten Hypothese 95
5.2.4 Die Hypothesen zwei bis acht 102
5.3 War Platon Monist oder Dualist? 105
6.Schlußbemerkungen 112
Literaturverzeichnis 116
1. Einleitung
Über Platon und seine Philosophie scheint man sich seit der ersten vollständigen Übersetzung ins Lateinische durch Marsilio Ficino (1433 - 1499) nicht einig werden zu können. 1 Die Flut an Büchern zu bestimmten Themata dieses wohl facettenreichsten Philosophen überhaupt will nicht abbrechen. Mit Beginn der Kontroverse um eine „Ungeschriebene Lehre“ 2 Platons läßt sich sogar eine Verschärfung der Debatte um die richtige Platon-Deutung konstatieren.
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1 Marsilius Ficinus, Plotini Opera. Latina interpretatio. Florentiae 1492.
2 Maßgeblich hierfür waren: Hans-Joachim Krämer, Arete bei Platon und Aristoteles. Zum Wesen und zur Geschichte der platonischen Ontologie, Heidelberg 1959. Konrad Gaiser, Platons ungeschriebene Lehre. Studien zur systematischen und geschichtlichen Begründung der Wissenschaften in der Platonischen Schule, Stuttgart 1963. Thomas A. Szlezák, Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie. Interpretation zu den frühen und mittleren Dialogen, Berlin - New York 1985. Ders., Platon lesen, Stuttgart - Bad Cannstatt 1993. Jens Halfwassen, Der Aufstieg zum Einen. Untersuchungen zu Platon und Plotin, Stuttgart 1992. Giovanni Reale, Zu einer neuen Interpretation Platons. Eine Auslegung der Metaphysik der großen Dialoge im Lichte der „ungeschriebenen Lehren“, Paderborn etc. 1993. Diese Autoren trugen zu speziellen Problemen der „Ungeschriebenen Lehre“ Platons ihre Auffassungen in zahlreichen Aufsätzen vor. Einige dieser Aufsätze werden an den entsprechenden Stellen angegeben.
3 Vgl. Max Wundt, Die Wiederentdeckung Platons im 18. Jahrhundert, Blätter für deutsche Philosophie, 15 (1941/42), S. 149 - 158.
4 Jacob Brucker, Historia critica philosophiae, Bd. 2. Leipzig 1742, S. 189 - 462.
5 Brucker interpretierte den Neuplatonismus negativ und unterstellte ihm, er verderbe den Zugang zu Platon. Diese Deutung Bruckers wird dem Neuplatonismus nicht gerecht, was gerade jüngere Forschungsarbeiten zeigen. Siehe Halfwassen, AE, S. 17 - 33.
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6 Friedrich Schleiermacher, Platons Werke. Einleitung, Bd. I 1, Berlin 1804 (3. Aufl. 1855). Jetzt in: Das Platonbild, K. Gaiser (Hrsg.), S. 1 - 32. (Nach dieser Ausgabe von Gaiser wird auch zitiert). 7 Siehe dazu Halfwassen, AE, S. 197 - 209.
8 Leon Robin, La théorie Platonicienne des Idées et des Nombres d´ après Aristote, Paris 1908.
9 Julius Stenzel, Studien zur Entwicklung der platonischen Dialektik von Sokrates zu Aristoteles, Breslau 1917. Ders., Zahl und Gestalt bei Platon und Aristoteles, Leipzig 1924.
10 Paul Wilpert, Zwei aristotelische Frühschriften über die Ideenlehre, Regensburg 1949. 11 Heinrich Gomperz, Platons Selbstbiographie, Berlin - Leipzig 1928.
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Diese Arbeit stellt den Versuch dar, das neue Platonbild der „Tübinger Schule“ in seinen Grundzügen darzustellen. Da sich die Fronten der Diskussion zwischen den Gegnern und den Fürsprechern einer „Ungeschriebenen Lehre“ in den letzten Jahren verhärtet haben, und die meisten themenbezogenen Beiträge in Fachzeitschriften abgedruckt sind, hat eine Arbeit mit dem Grundanliegen einer systematischen Darstellung auch ihre Berechtigung. Diese Arbeit wird folglich die Themenschwerpunkte der gegenwärtigen Diskussion einzeln darstellen, um einen Überblick über den heutigen Forschungsstand zu vermitteln. Dabei geht es weniger um eine kritische Betrachtung der Auffassungen der „Tübinger Schule“, als vielmehr um eine aufgeschlossene Darbietung des neuen Platonbildes. Kritische Stimmen sollen zwar zu Wort kommen, aber in Anbetracht dessen, daß die Kritiker des neuen Platonbildes kaum Gelegenheiten auslassen gegen die Platon-Deutung der „Tübinger Schule“ vorzugehen, sollen in dieser Arbeit fast ausnahmslos die Vertreter der „Tübinger Schule“ zu Wort kommen. 13
12 Reale, S. 25 - 131.
13 Wichtige Bücher, welche gegen die Positionen der „Tübinger Schule“ Stellung bezogen, finden sich jeweils in den Anmerkungen und natürlich in der Literaturliste, wobei diese keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Dabei kann man sich einen Vorteil zunutze machen: Zu den wichtigsten Schwerpunkten der gegenwärtigen Diskussion nehmen die Hauptvertreter der „Tübinger Schule“ in ähnlicher Weise Stellung. Dies hängt damit zusammen, daß die Anhänger des neuen Platonbildes in den letzten Jahrzehnten ihre Arbeiten gegenseitig ergänzten und aufeinander bezogen, was insgesamt ein sehr ausgewogenes Gesamtbild ergibt. Deshalb ist es möglich, mehrere Vertreter gleichzeitig zu einem Themenschwerpunkt zu konsultieren, was in dieser Arbeit auch häufig praktiziert werden soll. ss
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Der IV. Teil unternimmt es, in zwei der wichtigsten Dialogstellen des platonischen Gesamtwerkesdem Sonnengleichnis der „Politeia“ und der Dialektik des Einen im zweiten Teil des „Parmenides“ -, Spuren der Ungeschriebenen Lehre nachzuweisen und auszuwerten. Gerade diese inhaltlich und kompositorisch so bedeutenden Stellen des platonischen Œvres bleiben nämlich ohne die Kenntnis und Einbeziehung der Ungeschriebenen Lehre unverständlich. Deshalb soll hier gezeigt werden, wie die „Politeia“ und der „Parmenides“ im Lichte der Ungeschriebenen Lehre besser als im Schleiermacherschen Bezugsrahmen verständlich werden.
Abschließend wird noch gefragt, ob Platon seine Prinzipienlehre monistisch oder eher dualistisch konzipierte. Es handelt sich hier letztlich um die Frage, ob das erste Prinzip nicht doch eine höhere Dignität als das zweite hat, oder ob beide als gleichwertig einzustufen sind. Die Antwort darauf wirft bereits ein helles Licht auf die plotinische Konzeption des überseienden Einen. Deshalb soll in der
Schußbetrachtung auch die Nähe zwischen Platon und Plotin betreffs zentraler Inhalte ihrer Lehre angesprochen werden.
I. TEIL
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14 An Henriette Herz, 10.8.1802, Aus Schleiermacher´s Leben. In Briefen. Bd. 1, Berlin 1860 - 1863, S. 312. Biographisches findet sich bei W. F. Katzenbach, Friedrich Daniel Schleiermacher, Hamburg 1967. 15 Dazu im folgenden Peter M. Steiner, Über die Philosophie Platons, Hamburg 1996, S. VII - LVIII.
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16 Ebd., S. XII.
17 Die Platonische Philosophie ist nach Schleiermacher weder systematisch noch fragmentarisch. Sie ist im wesentlichen nur als Einheit zu verstehen. Vgl. Schleiermacher, Einleitung..., S. 4 f. 18 Wilhelm Dilthey, Leben Schleiermachers, Bd. I.2, 3. Aufl., Berlin 1970, S.47. 19 Zur Deutung der Ideenkritik im „Parmenides“ siehe Kap. 5.2.1 S. 91 ff. 20 Dilthey, Leben Schleiermachers, S. 49.
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21 Ebd., S. 49.
22 Steiner, Über die Philosophie Platons, S. XVII f. 23 Dilthey, Leben Schleiermachers, S. 45 f.
24 August Boeckh, Kleine Schriften, Bd. VII, Leipzig 1872, S. 1 - 38.
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25 Die erste fundamentale Kritik erhielt die Einleitung Schleiermachers erst durch das Buch von Hans-Joachim Krämer, Arete bei Platon und Aristoteles. Der hier eingeschlagene Weg einer neuen Platon-Deutung war so richtungsweisend, daß sich noch heute die Vertreter der „Tübinger Schule“ ausnahmslos auf dieses Buch berufen. 26 Boeckh, Kleine Schriften, S. 3. 27 Schleiermacher, Einleitung..., S. 4.
28 Unter systematischer Philosophie versteht Schleiermacher in Anschluß an den deutschen Idealismus einen Erklärungsversuch, der das gesamte Sein unter eine Idee subsumiert. Er steht diesem Ansatz der Welterklärung skeptisch gegenüber.
29 Schleiermacher, Einleitung..., S. 6 f. 30 Siehe dazu Szlezák, Pl, S. 152 - 155.
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31 Schleiermacher, Einleitung..., S. 7.
32 Ebd., S. 8.
33 Schleiermacher setzt hier „Geheimhaltung“ von Wissen vor Außenstehenden mit „Esoterik“ im platonischen Sinn (als personenbezogenes Philosophieren) gleich. Zur Aufklärung dieses Mißverständnisses siehe Szlezák, Pl, S. 152 - 155. 34 Dies wird sich im Laufe der Arbeit herausstellen. Siehe dazu Kap. 4.1 ff. 35 Schleiermacher, Einleitung..., S. 9.
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36 Ebd.
37 Ebd., S. 24 f.
38 Tatsächlich ging es in den Auseinandersetzungen zwischen Schlegel und Schleiermacher vor allem um das Thema der Chronologie der Dialoge und der sich daraus ergebenden Konsequenzen sowohl für einzelne Dialoge als auch Platons Gesamtwerk. Vgl. Steiner, Über die Philosophie Platons, S. VII-XXII.
39 Schleiermacher zählt konkret dazu „den Phaidros, den Protagoras, den Parmenides, den Theätetos, den Sophist und Politikos, den Phaidon, den Philebos, und den Staat, nebst dem damit in Verbindung gesezten Timaios und Kritias.“ Siehe Schleiermacher, Einleitung..., S. 22. Vgl. auch Boeckh, Kleine Schriften, S. 11. 40 Schleiermacher, Einleitung..., S. 22. 41 Ebd., S. 30 f. 42 Ebd., S. 31.
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43 Ebd., S. 11.
44 Ebd. 45 Ebd. 46 Ebd., S. 12. 47 Ebd. 48 Ebd., S. 13.
49 Dies ist einer der wichtigsten Kritikpunkte von Szlezák an der Platon-Deutung Schleiermachers. Siehe dazu Kap. 2.5 S. 23 ff.
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50 Schleiermacher, Einleitung..., S. 14.
51 Ebd., S. 15. 52 Ebd., S. 16. 53 Ebd., S. 17. 54 Ebd. 55 Ebd., S. 13 f.
56 In dieser Frage folgte ihm die Platonforschung lange Zeit und ist ihm zu Dank verpflichtet. 57 Dies ist natürlich auch als Seitenhieb gegen F. Schlegel zu werten. Schleiermacher, Einleitung..., S. 19 f. 58 Ebd., S. 20. 59 Ebd., S. 31 f.
60 Ebd., S. 23. Schleiermacher zielt hiermit wohl auf sprachstilistische Kriterien ab. 61 Ebd., S. 23.
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62 Ebd., S. 24.
63 Ebd.
64 Ausnahmen sind die „Apologie“ und der „Timaios“. 65 Schleiermacher, Einleitung..., S. 26.
66 Die Künste wären: wiederholtes Beginnen der Diskussion an einem anderen Punkt; entschuldigendes Fortschreiten des Gesprächs; Verbergen des eigentlichen Ziels; das Herausgreifen von Einzelproblemen und schließlich der dialektische Gebrauch von Begriffen. Vgl. Ebd., S. 26. 67 Ebd. 68 Ebd.
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69 Siehe dazu in Kap. 3 S. 28 - 31.
70 Dies ist eine Anspielung auf das Höhlengleichnis der „Politeia“ (509 C - 518 C), in dem die Höhle für die sinnenfällige Welt, die Schatten künstlicher Gegenstände für gemalte Bilder und die Schatten natürlicher Dinge für mathematische Gegenstände stehen. Vgl. Thomas A. Szlezák, Das Höhlengleichnis. Buch VII 514 a - 521 b und 539 d - 541 b, in: Klassiker Auslegen, Otfried Höffe (Hrsg.), S. 211 f.
71 Dieser Aufstieg () durch einen Abstieg () von den Prinzipien in die sinnenfällige Welt ergänzt. Die Philosophenkönige der „Politeia“ kehren deshalb nach der Schau der Ideen immer wieder in die Werdewelt zurück, um den Staat zu regieren. Vgl. Ebd. S. 218.
72 Man muß immer in seiner dreifachen Bedeutung sehen: Anfang, Grund/Ursprung und Herrschaft. Siehe Greek-
English Lexicon, compiled by H.G. Liddell and R. Scott, Oxford 1968, S. 252.
73 Deshalb läßt sich diese Art der Metaphysik auch als „Ursprungsmetaphysik“ bezeichnen. In Abgrenzung davon prägten das griechische Denken noch die „Einheitsmetaphysik“ Platons/Plotins, die „Seinsmetaphysik“ Aristoteles´ und die „Geistmetaphysik“ Plotins. Siehe Der Neue Pauly, Hubert Cancik und Helmuth Schneider (Hrsg.), Bd. 8, Stuttgart - Weimar 2000, S. 81 - 85.
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74 Diese Aufzählung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Siehe Michael Grünwald, Die Anfänge der abendländischen Philosophie. Fragmente der Vorsokratiker, München 1991, S. 47 - 61. 75 Siehe Kap. 4.2 S. 66 - 68. 76 Krämer, APA, S. 41 - 145.
77 Dies deutlich genug aufzuzeigen, ist ein Grundanliegen dieser Arbeit. 78 Siehe S. 4 Anm. 2. 79 Ebd. 80 Krämer, APA, S. 17 ff.
81 Ebd., S. 381 f. Siehe auch Halfwassen, AE, S. 197 - 209
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82 Krämer, APA, S. 18.
83 Er meint vor allem die Arbeiten von L. Robin, J. Stenzel, W. Jaeger, W. Ross., H. Comperz und P. Wilpert. Ebd., S. 380 ff. 84 Hier spielt Krämer auf die Arbeiten von W. G. Tennemann, K. F. Hermann und Ch. A. Brandis an. Ebd., S. 282 f. 85 Vgl. Karl Friedrich Hermann, Über Platos schriftstellerische Motive, in: Das Platonbild, S. 33 - 57. In diesem Aufsatz aus dem Jahre 1849 (!) akzeptiert Hermann grundsätzlich die Bedeutung der Schriftkritik im „Phaidros“ und im VII. Brief. Außerdem beurteilt er die Aussagen des Aristoteles zugunsten einer Esoterik bei Platon (S. 35 f). Schließlich erkennt er die obersten Prinzipien der mündlichen Lehre als Begründungsebene für die Ideen der Dialoge an (S. 44). 86 Gemeint sind vor allem E. Zeller, G. Teichmüller, P. Shorey, P. Natorp, U. v. Wilamowitz-Moellendorff und C. Ritter. Gerade Zeller räumte dem esoterischen Platon ein Minimum an Berechtigung ein. Die mündlichen Lehrgespräche Platons wurden von ihn ans Lebensende Platons gesetzt. Darin sind Zeller wiederum viele Forscher gefolgt. Vgl. dazu Krämer, APA, S. 384 f.
87 Siehe dazu ausführlich Kap. 4.1 S. 61 - 66.
88 Siehe Testimonia Platonica. Quellentexte zur Schule und mündlichen Lehre Platons, ed. K. Gaiser, PUL, S. 441 - 557. Hier: Test. Plat. 22 A. Siehe dazu ausführlich Kap. 3.3 ff. 89 Siehe dazu ausführlich Kap. 3.4 S. 48 - 50. 90 Krämer, APA, S. 20 Anm. 15 a.
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91 Ebd.
92 Krämer, APA, S. 29 f. 93 Ebd., S. 31. 94 Ebd., S. 30.
95 „In der Tat ist der Protreptiker, Problematiker und Aporetiker Platon, als den wir ihn uns angesichts der Dialoge ausschließlich vorzustellen gewöhnt haben nur der halbe Platon.“ Ebd., S. 479. 96 Ebd., S. 38.
97 Krämer, Platons Ungeschriebene Lehre, in: Platon. Seine Dialoge in der Sicht neuer Forschungen, T. Kobusch und B. Mojsisch (Hrsg.), Darmstadt 1996, S. 268 - 272.
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98 Vgl. dazu im folgenden: Krämer, Fichte, Schlegel und der Infinitismus in der Platon-Deutung, Deutsche Vierteljahresschrift 62 (1988), S. 583 - 621. 99 Ebd., S. 583. 100 Ebd., S. 585 - 588. 101 Ebd., S. 592. 102 Ebd., S. 608.
103 Hierzu ist maßgebend die Arbeit von Karl Albert, Über Platons Begriff der Philosophie, Sankt Augustin 1989. Hier wird der Philosoph als Fährmann beschrieben, der zwischen dem Ufer der Menschen und der Götter pendelt. Sein Wissen um die obersten Ideen bzw. und die Idee des Guten macht ihn, wenn auch immer nur kurzzeitig, göttergleich. Im Grunde aber bleibt er Mensch, denn zu ihnen kehrt er stets zurück, um sein Wissen praktisch anzuwenden (S. 45 ff). Vgl. auch dazu Krämer, Zur aktuellen Diskussion um den Philosophiebegriff Platons, Perspektiven der Philosophie 16 (1990), S. 85 - 107. 104 Konrad Gaiser, Protreptik und Paränese bei Platon. Untersuchungen zur Form des platonischen Dialogs, Stuttgart 1959. 105 Siehe S. 4 Anm. 2.
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106 Gaiser, PUL, S. 1. 107 Gaiser, Protreptik..., S. 10. 108 Ebd. 109 Ebd., S. 12 f. 110 Ebd., S. 12. 111 Ebd., S. 13. 112 Ebd., S. 14.
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113 Gaiser, PUL, S. 3.
114 Ebd.; Vgl. auch Thomas A. Szlezák (Hrsg.), Der Staat. Politeia, Düsseldorf - Zürich 2000, S. 929. Hier zeigt Szlezák exemplarisch wie die „Politeia“ durch die Ungeschriebene Lehre nicht entwertet, sondern inhaltlich bereichert wird. 115 Gaiser, Protreptik..., S. 13. 116 Siehe S. 4 Anm. 2.
117 Szlezák, PSP, S. 21 f., 60 f., 67 - 71, 80, 104, 168, 172, 234, 279 f., 289., 293., 296 f., 328 f. 118 Siehe dazu die Vorgehensweise von Sokrates in der „Politeia“ und ihre Bewertung in Kap. 5. 1 S. 84 ff.
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119 Dies zeigt schon die enge Verbindung zwischen Siehe Szlezák, PSP, S. 19 - 23. 120 Ebd., S. 330. 121 Ebd. S. 20 - 22, S. 327 - 330. 122 Ebd., S. 331 - 385.
123 Ebd., S. 331. Einen anderen Ausdruck, den Szlezák dafür verwendet, ist „Dialogformtheorie“. Ebd., S. 331 Anm. 2. 124 Ebd., S. 332. 125 Ebd., S. 331 - 385.
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126 Ebd., S. 339 - 342.
127 Zur Schriftkritik siehe vor allem Kap. 3.1 und 3.2. 128 Szlezák, PSP, S. 342 - 347. 129 Ders., Pl, S. 137. 130 Ders., PSP, S. 347 - 352.
131 Paul Friedländer, Platon, Bd. I, Berlin 1964, S. 177. 132 Szlezák, PSP, S. 353 - 358. 133 Ebd., S. 339.
134 Z.B. Hermann Gundert, Der platonische Dialog, Heidelberg 1968, S. 16 und Theodor Ebert, Meinung und Wissen in der Philosophie Platons. Untersuchungen zum `Charmides´, `Menon´ und `Staat´, Berlin 1974, S. 23 - 31. Platon verwende, so Ebert, deshalb die Dialogform, um „die Mängel der geschriebenen Rede dadurch aus dieser zu tilgen, (so) daß das mimetische Gespräch der Dialogpersonen zum Medium eines Fragens und Antwortens zwischen Autor und Leser wird“ (S. 31). Vgl. auch Eduard Zeller, Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung, 5. Aufl., Bd. II.1, Leipzig 1922, S. 569 - 578.
135 Z.B. Heitsch bei seiner Interpretation des „Phaidros“. Siehe Ernst Heitsch, Platon über die rechte Art zu reden und zu schreiben, Stuttgart 1987, S. 3 f. Siehe auch Kap. 3 S. 29 f.
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Detlef, Dr. Thiel, 2000, Die Platon-Deutung der "Tübinger Schule", München, GRIN Verlag GmbH
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