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Inhaltsverzeichnis
1.Sachanalyse
1.1 Definitionen
1.2 Autor
1.3 Inhalt des Gedichts
1.4 Aufbau und Form des Gedichts
1.5 Sprachliche und literarische Mittel
1.6 Intention
2.Didaktische Analyse
2.1 Grundlegende didaktische Überlegungen
2.2 Bezug zum Bildungsplan
2.3 Lernvoraussetzungen der Schüler
2.4 Stundenziele
2.5 Methodisches Vorgehen
2.5.1 Einstieg
2.5.2 Textbegegnung
2.5.3 Texterschließung
2.5.4 Ergebnisvertiefung
3. Literaturverzeichnis
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1.Sachanalyse
1.1 Definitionen
Ein Gedicht hat ( nach Dieter Burdorf 1 ) folgende Eigenschaften: „ Es ist eine mündliche oder schriftliche Rede in Versen, ist also durch zusätzliche Pausen bzw. Zeilenbrüche von der normalen rhythmischen oder graphischen Er-scheinungsform der Alltagssprache abgehoben. Es ist kein Rollenspiel, also nicht auf szenische Aufführung hin angelegt.“
Laut Burdorf ist das eine „Minimaldefinition“, zu der eine Reihe weiterer Eigenschaften hinzu treten können, wie zum Beispiel:
- grammatische Abweichungen ( Reim, Metrum, klangliche Besonderheiten, unübliche Wortstellungen , Verformungen der Wortgestalt u.s.w.) - Kürze des Textes
- Wortgebrauch, der gekennzeichnet ist durch Wiederholungen (Leitmotive) und gezielte Variation. Große Bedeutung der Bildlichkeit ( Allegorie, Metapher, Symbol)
- Liedartiger Charakter; Nähe zur Musik
Burdorf merkt an, daß diese Liste nicht vollständig ist und weiter ausdifferenziert werden könnte.
Da es sich bei dem von mir gewählten Gedicht um ein Gedicht speziell für Kinder handelt, werde ich versuchen, den Begriff des Gedichts einzugrenzen und den Bezug zum Kindergedicht herzustellen. Nach Harald Reger 2 sind unter Kinderlyrik
1 aus: Dieter Burdorf: „Einführung in die Gedichtanalyse“
Verlag J.B.Metzler, Stuttgart 1997, S.15
2 aus: Harald Reger: „Kinderlyrik in der Grundschule“
Pädagogischer Verlag Burgbücherei Schneider, Baltmannsweiler 1990, S.
3
Texte zu verstehen, „die in gebundener, nicht unbedingt gereimter Sprache und in einer bestimmten Form von Kindern und Erwachsenen für Kinder vom Kleinkindalter bis zu etwa 10 Jahren verfaßt und von Heranwachsenden in der genannten Altersspanne rezipiert werden.“ Diese Texte sind zum Teil nicht nur sprech- und lesbar, sondern auch singbar. Die wichtigsten Ausdrucksformen sind: Kinderreim, traditionelles Kindergedicht, Kinderlied, Sprachspiel und das realitätskritische Kindergedicht.
Reger ordnet das Gedicht von James Krüss dem „erlebnisbezogenen (Natur-) Gedicht“ zu. Diese Art definiert er folgendermaßen: „Sie stellen häufig ihre „Gegenstände“ fast absichts- und kommentarlos dar; ihre Intention ist einerseits vorweisend, aufzeigend, unterhaltend; andererseits beabsichtigen viele Texte die Sensibilisierung für die Schönheit, Eigenart, Großartigkeit, aber auch Gefährlichkeit von Naturphänomenen.“
1.2 Autor 3
James Krüss (Pseud. Markus Polder, Felix Ritter ) wurde am 31.05.1926 auf Hel-goland geboren. Der aus einer Fischerfamilie stammende Krüss verbrachte die Kindheit auf Helgoland , dessen Ehrenbürger er inzwischen ist, wandte sich nach einem abgeschlossenen Lehrerstudium publizistischen Tätigkeiten für Presse und Rundfunk zu. In München wurde er von Erich Kästner zum Schreiben von Kinderbüchern angeregt und entwickelte sich in der Folgezeit zum auch international erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautor der Nachkriegszeit. Für sein umfangreiches und vielschichtiges Werk ist Krüss mit zahlreichen Literaturpreisen bedacht worden. Mit seinen Mitte der 50er Jahre erscheinenden ersten wichtigen Titeln bringt Krüss neue Dimensionen der „Frische“ und Verspieltheit in die Kinderlitera-
3 aus: Manfred Brauneck: „Autorenlexikon“
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tur ein. Spaß und Nonsens, Poesie und Phantasiefreudigkeit kennzeichnen seine Gedichte und Reime, wie seine Erzählungen.
1.3 Inhalt des Gedichts
Das Gedicht „Das Feuer“ von James Krüss stellt das Phänomen Feuer vom Auflodern bis zum Erlöschen dar. Dabei spricht Krüss alle fünf Sinne an. Der Inhalt der ersten Strophe nimmt Bezug zur akustischen Wahrnehmung von Feuer. Die zweite Strophe beschäftigt sich mit den visuellen Eindrücken. Die dritte Strophe beschreibt eindrucksvoll die Gerüche, außerdem deutet sie in der letzten Zeile auf den Geschmackssinn hin. Der Gefühlssinn wird in der vierten Strophe angesprochen. Schließlich faßt die fünfte Strophe die vier Sinne (der Geschmackssinn fehlt) zusammen, wobei die Reihenfolge der oben genannten entspricht. In dieser vorletzten Strophe wird das langsame Erlöschen des Feuers beschrieben. Die sechste und letzte Strophe bildet auch inhaltlich den Schluß des Gedichts, da das Feuer dort endgültig erlischt.
1.4 Aufbau und Form des Gedichts
Das Gedicht umfaßt sechs Strophen, wobei die ersten fünf aus vier Versen, die letzte aus sechs Versen besteht. Die ersten vier Strophen stellen das lodernde Feuer dar, indem sie die Wahrnehmung über alle fünf Sinne beschreiben. Eine Ausnahme bildet die dritte Strophe, die, wie oben erwähnt, den Geschmackssinn mit einbezieht, da dieser inhaltlich von geringer Bedeutung ist. Was den Satzbau betrifft bestehen die Strophen eins bis vier aus jeweils einem Fragesatz, der überall gleich aufgebaut ist. Die fünfte Strophe besteht aus vier einzelnen Fragesätzen, die in ihrer Form alle identisch sind. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH; Reinbek bei Hamburg 1984, S.435f.
Arbeit zitieren:
1999, Unterrichtsstunde: Lautmalerische Elemente im Gedicht „Das Feuer“ von James Krüss (2. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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