Trailer machen Quote
Analyse und Vergleich der Formate
innerprogrammlicher Eigenwerbung mit Trailern bei
ARD, ZDF, RTL, SAT.1, PRO SIEBEN und ARTE
Hausarbeit zur Erlangung des
Akademischen Grades Magister Artium
vorgelegt dem Fachbereich Sozialwissenschaften
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
von Nicole Schneider
aus Darmstadt
1998
Vorwort
Als Gebrauchsmedium vermittelt das Fernsehen nicht nur soziales Wissen, es beeinflußt heute auch ganz konkret unsere ästhetischen Vorstellungen und gewöhnt uns aufgrund ritualisierter Präsentationsformen an bestimmte ästhetische Schmata.
Die Gewöhnung an Corporate-Identity-Formen der einzelnen Fernsehsender ist daher für die Zuschauer seit Beginn der 80er-Jahre selbstverständlich geworden. Im harten Verdrängungswettbewerb unter den zahlreichen Sendern entscheidet nicht mehr allein das Programm über Zuschauerzahlen und Marktanteile, dafür sind diese längst zu austauschbar geworden. Vielmehr kommt dem lange Zeit stiefmütterlich behandelten Fernsehdesign eine Schlüsselrolle im Konkurrenzkampf zu.
Vorrangig formuliert sich dieses Design an den Nahtstellen, den sogenannten Programmverbindungen. Darunter fallen Programmtafeln, Senderkennspots, Programmkennungen und vor allem die stetig zunehmende Zahl der Trailer. Sie sind die Eigenwerbespots der Sender, die in kurzen Ausschnitten auf ein kommendes Programmhighlight hinweisen. Wer mit der Welt der Trailer wenig vertraut ist, könnte leicht den Eindruck gewinnen, es handle sich dabei um relativ eindimensionale Gebilde, die lediglich Bildschnipsel aus einer Fernsehproduktion aneinanderreihen und deren Sendetermin nennen. Bei genauerem Hinsehen und Hinhören entpuppen sich Trailer aber in vielerlei Hinsicht als äußerst heterogener Stoff, sowohl formal-ästhetisch als auch narrativ. In den letzten Jahren haben sie sich zu einer eigenen Kommunikationsform im Fernsehen entwickelt, die es wert ist, näher untersucht zu werden.
In der vorliegenden Arbeit steht daher neben einer Programmbeobachtung von sechs Fernsehsendern, die den Bestand an ausgestrahlten Trailern innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfaßt, auch eine inhaltsanalytische Auswertung ausgewählter Trailer im Vordergrund, die deren visuelle Präsentation auf sender- und genrespezifische Eigenheiten sowie sonstige regelhafte Zusammenhänge hin untersucht. Es soll versucht werden, erstmals eine Trailertypologie nach formalen und ästhetischen Gesichtspunkten zu erstellen und Bezüge zwischen Senderimage und Selbstdarstellung herauszuarbeiten.
[...]
Arbeit zitieren:
Nicole Wittkopf, 1999, Trailer machen Quote - Analyse und Vergleich der Formate innerprogrammlicher Eigenwerbung mit Trailern bei ARD, ZDF, RTL, SAT.1, PRO SIEBEN und ARTE, München, GRIN Verlag GmbH
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