Gliederung
Abbildungsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
1 Problemstellung 1
2 Treasury Management als finanzwirtschaftliche Unter-
2
nehmensf ührung
2
2.1 Treasury Management in der Konzernorganisation
3
2.2 Ziele des Treasury Managements
4
2.3 Funktionen des Treasury Managements
3 Liquiditäts- und Finanzrisikomanagement als zentrale
6
Funktion des Treasury Managements
6
3.1 Liquiditätsplanung
7
3.2 Liquiditätssteuerung
7
3.2.1 Kurzfristige Liquiditätssteuerung
9
3.2.2 Working Capital Management
3.3 Steuerung der finanziellen Risiken zur Liquiditäts-
10
sicherung
3.3.1 Steuerung von Währungsrisiken 10
3.3.2 Steuerung von Zinsänderungsrisiken 12
3.4 Finanzcontrolling 13
4 Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf das Konzern-
14
Treasury
5 Fazit 16
Literaturverzeichnis 17
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Organisation des Treasury Managements im Konzern
Abbildung 2: Magisches Dreieck der Finanzanlage
Abbildung 3: Business Mission des Konzern-Treasury
Abbildung 4: Finanzielle Risiken eines Unternehmens
Abbildung 5: Wesentliche Funktion des Treasury Management
I
Abkürzungsverzeichnis
BRZ Zeitschrift für Bilanzierung und Rechnungswesen
CFO Chief Financial Officer
FRA Forward Rate Agreement
JP Morgan AM JP Morgan Asset Management
KoR Zeitschrift für internationale und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung
MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement
TR Treasury Management
ZW Zins-Swap
1 Problemstellung
Noch immer sind die Auswirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise in den Unternehmen allgegenwärtig. Aufgrund äußerst knapper Liquiditätsressourcen sowie einer verteuerten, knappen Kreditversorgung sehen viele Unternehmen ihre wirtschaftliche Existenz bedroht.
So stieg in Deutschland die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 16% auf 34.300 Fälle an, 1 wobei nahezu jede zweite auf Liquiditätsprobleme zurückzuführen ist. 2 Aus diesem Grund rückt die nachhaltige Sicherstellung und dauerhafte Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit zunehmend in den Fokus der Unternehmen und steigt gegenüber den übrigen Unternehmenszielen enorm an. So gewinnt auch das Treasury Management (TM) als finanzwirtschaftliche Unternehmensführung zunehmend an Bedeutung, da die nachhaltige, konzernweite Liquiditätssicherung in der Verantwortung des Konzern-Treasury liegt.
Doch wie lassen sich finanzwirtschaftliche Risiken durch das konzernweite TM erfolgreich managen und die Liquidität und somit die wirtschaftliche Konzernexistenz langfristig sichern? Die Beantwortung dieser Fragestellung ist Ziel der vorliegenden Arbeit. Nachdem im folgenden Kapital zunächst die Organisation, die Zielsetzung und die wesentlichen Funktionen des Konzern-Treasury erörtert werden, werden im dritten Kapital die wesentlichen Steuerungsmaßnahmen zum erfolgreichen Management von Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken erarbeitet. Aufgrund der jüngsten, weltwirtschaftlichen Entwicklungen auf den Geld-und Kapitalmärkten, werden im 4. Kapitel die wesentlichen Auswirkungen der Finanzkrise auf das TM anhand einer globalen Studie des JP Morgan Asset Managements diskutiert. Im Anschluss darauf schließt diese Arbeit mit Fazit ab.
1 Vgl. Creditreform (Hrsg.) (2009), S. 1
2 Vgl. Berstorff, C. (2010), S. 1
2 Treasury Management als finanzwirtschaftliche Unternehmens-führung
2.1 Treasury Management in der Konzernorganisation
Das Treasury bezeichnet einen wesentlichen Bereich der Finanzwirtschaft eines Unternehmens. 3 Das TM stellt die finanzielle Unternehmensführung im Segment der finanz-und liquiditätsorientierten Funktionen dar 4 und ist der Managementteil, in dessen Verantwortung die effiziente Steuerung der Zahlungsmittelbestände und der korrespondierenden -ströme 5 sowie die Regulierung der damit verbundenen finanziellen Risiken liegt. 6
Als eigenes, zentral organisiertes Geschäftsfeld fungiert das TM als zentrale Schnittstelle zwischen Kapitalbeschaffung und -anlage in der Konzernorganisation 7 und ist i.d.R. direkt dem Chief Financial Officer (CFO) unterstellt. 8 Zur Sicherstellung der Wirtschaftskonformität wird das Konzern-Treasury - orientiert an den MaRisk, die als Empfehlung von Wirtschaftsunternehmen durchaus verwendet werden - idealtypisch in ein Front-, Middle- und Back-Office unterteilt. 9 Während im Front-Office die Disposition und der Handel auf den Geld- und Kapitalmärkten angesiedelt ist, ist das Middle-Office als Controlling-Bereich des Konzern-Treasury zum einen für die Identifikation, Analyse und Steuerung der Risiken und zum anderen für das regelmäßige Reporting der im Handeln eingegangen Risikopositionen und deren Entwicklung an den Vorstand verantwortlich. Die eigentliche Erfassung und Abwicklung erfolgt im Back-Office. Neben der Kontrolle des Abwicklungsgeschäfts, Zahlungsverkehrs und der Händler werden im Back-Office die Handelsgeschäfte umfassend dokumentiert und dem Management vorgelegt. 10 Durch die gezielte Trennung der organisatorischen und funktionalen Verantwortlichkeiten des TM-Prozesses, die bis zur Vorstandsebene erhalten bleiben sollte, wird gem. dem „Vieraugenprinzip“ die Risikokonformität gewährleistet und
3 Vgl. Geier, H. (2007), S. 439; Fahling, E. (2007), S. 280
4 Vgl. Donaht, P. (2000), S. 81
5 Vgl. Kaiser, D. (2008), S. 351; Thommen, J.-P. (2008), S. 649
6 Vgl. Reisch, R. D. (2009), S. 1
7 Vgl. Hennige, S. (2007), S. 496
8 Vgl. Thommen, J.-P. (2008), S. 649
9 Vgl. Gilg, G. (2008), S. 297; Verband Deutscher Treasurer e.V. (Hrsg.) (2008), S. 37
10 Vgl. Gilg, G. (2008), S. 297
Missbrauch und Korruption entgegengewirkt. 11 Die folgende Abbildung stellt die Organisation des TM im Konzern zusammenfassend dar. 12
Abbildung 1: Organisation des Treasury Managements im Konzern
2.2 Ziele des Treasury Managements
Aus der Unternehmensstrategie abgeleitet 13 variieren die Ziele des TM je nach Markt und Managementphilosophie innerhalb der Organisationen. 14 Weitestgehend jedoch decken sich die Ziele des TM mit den klassischen finanzwirtschaftlichen Zielen. 15 Wie in der folgenden Abbildung dargestellt, liegen somit die nachhaltige Liquiditätssicherung, Renditemaximierung sowie das Sicherheitsbestreben durch Risikooptimierung und wirtschaftlicher Unabhängigkeitserhaltung im Fokus des TM. 16
Abbildung 2: Magisches Dreieck der Finanzanlage
Zwar sind diese Zielsetzungen eng miteinander verknüpft, stehen sie stets in einer wechselwirkenden Beziehungen zueinander. 17 So impliziert hohe
11 Vgl. Ertl, A. (2009), S. 39
12 Eigene Darstellung, in Anlehnung an Gilg. G (2008), S. 298
13 Vgl. Kaiser, D. (2008), S. 353
14 Vgl. Pike, R./ Neale, B. (2006), S.324; Reisch, R. D. (2009), S. 1
15 Vgl. Silvio, A. (2003), S. 529
16 Vgl. Bonn, R. (2007), S. 73; Werdenich, M. (2008), S. 14 ff.
17 Vgl. Dillerup, R. (2009), S. 1
Arbeit zitieren:
Olga Sokolowski, 2010, Treasury Management im internationalen Konzern, München, GRIN Verlag GmbH
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