Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
1 Einleitung und Ausgangssituation
2 Grundlagen des Ratings
2.1 Geschichte und Entwicklung des Ratings
2.2 Begriffsdefinitionen
2.3 Rating-Symbolik und Ausfallwahrscheinlichkeiten
2.4 Ratingansätze Ratingarten
3 Die wichtigsten Ratingagenturen im Überblick
3.1 Standard Poors
3.2 Fitch Inc.
4 Die Ratingagentur Moody’s
4.1 Geschichte und Entwicklung
4.2 Die Ratingmethodik bei Moody’s
4.2.1 Das Ratingkomitee
4.2.2 Das Ratingkomiteeverfahren
4.2.3 Der Klient im Ratingkomiteeverfahren
5 Moody s und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte
6 Kritik an Ratingagenturen und Ratings
7 Fazit und Ausblick
Literaturverzeichnis
Eigenst ändigkeitserklärung
Abbildungsverzeichnis:
Abb. 1: Rating-Symbole und ihre Bedeutung - Quelle: Müller, Kesting, Rau: Rating (S. 32)………………………………………………………………………………..........S. 6
Abb. 2: Rating-Symbolik der Moody’s Investors Service - Quelle: eigene Darstellung, angelehnt an
http://v3.moodys.com/researchdocumentcontentpage.aspx?docid=PBC_79004.S. 9
Abkürzungsverzeichnis:
i. d. R. in der Regel IOSCO International Organization of Securities Commissions SEC Securities and Exchange Commission sog. so genannt z. T. zum Teil Vgl. Vergleichend
1 Einleitung und Ausgangssituation
Das Thema „Rating“ berührt seit der öffentlich geführten Diskussion um Form und Inhalte des zweiten Baseler Konsultationspapier (Basel II) sowohl Banken, die die dort beinhalteten Anforderungen an ihre internen Rating-Verfahren umsetzen müssen, als auch Unternehmen, auf die diese Verfahren letztlich „wirken“. Seit Inkrafttreten der Regelungen 2007 sind Kreditgeber dazu verpflichtet, bei Kreditvergaben eventuell auftretende höhere Risiken durch erhöhtes Eigenkapital abzusichern. Daraus hervorgehend wächst die Bedeutung des Ratings. Für den Kreditgeber besteht die Möglichkeit, Bonitäten von möglichen Kreditnehmern eingehend, aber mit überschaubarem Arbeitsaufwand zu prüfen. Unter dem Begriff „Bonität“ ist die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers zu verstehen. 1 Hierdurch lassen sich mögliche Kreditausfallrisiken frühzeitig erkennen und aufzeigen.
Auch Kreditnehmer bekommen die Veränderungen deutlich zu spüren, da die Neuregelungen durch Basel II auch auf sie nachhaltige Wirkungen entfalten. So hat sowohl für Unternehmen als auch für Staaten bzw. staatliche Institutionen die Bedeutung einer guten Bonität deutlich zugenommen. Das Erzielen eines guten Ratings bedeutet, dass dem Kreditnachfrager eine gute Kreditwürdigkeit bescheinigt wird, was mit besseren Kreditkonditionen und damit niedrigeren Zinskosten einhergeht. Der Kreditnachfrager scheint demnach wirtschaftlich in der Lage zu sein, den Kredit zurückzuzahlen.
Die verschärfte Politik rund um die Basel II-Kriterien hat zu einem grundsätzlichen Umdenken bei Finanzierung und Kapitalbeschaffung geführt. Kreditvergaben wurden nicht mehr ausschließlich von Banken durchgeführt. Die Beschaffung von Mitteln an den Finanzmärkten rückt gegenüber der bankenorientierten Finanzierung mehr und mehr in den Fokus der Betrachtungen und Handlungen. Unternehmen und Staaten wägen mittlerweile immer öfter die Mittelbeschaffung an den Kapitalmärkten zur Finanzierung über Banken und Kreditinstitute gegeneinander ab.
Vergeben werden Ratings von Ratingagenturen, die mittlerweile auf allen Kontinenten der Welt tätig sind. Vor allem in den USA nehmen diese Agenturen eine viel beachtete und sehr wichtige Position ein. Auch in Deutschland versuchen sich seit den 1980er Jahren einige kleinere Ratingagenturen wie z. B. DWP in Berlin, Euler Hermes Rating in Hamburg oder Feri Finance in Bad Homburg, die jedoch international s
keine Rolle spielen und nicht mit den US-amerikanischen Agenturen konkurrieren können. Weitere kleinere Agenturen gibt es mittlerweile in Asien. Zu den Marktführern gehören Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s, die allesamt in den USA ansässig sind und ca. 85 % des Marktes unter sich aufteilen. 2 Die anderen, kleineren Agenturen machen den Rest des Marktes aus.
Grundsätzlich lässt sich ein Rating in ein internes und ein externes Rating unterteilen. Das interne Rating wird von einer Bank durchgeführt, im Rahmen eines externen Ratings wird eine Ratingagentur zu Rate gezogen.
Doch was bedeutet es überhaupt, anhand eines Ratings die Situation eines Unternehmens oder eines Staates zu beurteilen? Wie arbeitet eine Ratingagentur, und wie wirkt sich diese Arbeit auf die Lage an den globalen Börsen und Finanzmärkten aus? Gibt es Möglichkeiten, die Ergebnisse der Ratingagenturen zu beeinflussen?
Diese Arbeit soll zunächst einen grundsätzlichen Eindruck darüber vermitteln, was unter dem Begriff des Ratings zu verstehen ist, welche Definitionen für das Rating existieren und wie sich das Rating in den vergangenen Jahrzehnten entwickelte. Im Anschluss daran wird in einem Exkurs die historische Entwicklung des Ratings vorgestellt von der Zeit, als dieser Begriff das erste Mal in der Finanzwelt wahrgenommen wurde bis zu den Regelungen von Basel II aus den vergangenen Jahren. Fortfolgend wird diese Arbeit dann durch die Darstellung der Ratingansätze auf die Arbeit der Ratingagentur Moody’s einschwenken.
Hierzu wird in einem kurzen Überblick dargelegt, welches die wichtigsten weltweit tätigen Ratingagenturen sind.
Anschließend wird dann die US-amerikanische Ratingagentur Moody’s vorgestellt. Nach einem kurzen Einblick in die Historie des Unternehmens erfolgt eine Analyse der Arbeitsweisen von Moody’s, die bereits seit langer Zeit an den Kapitalmärkten der Welt unterwegs und etabliert ist. Der folgende Teil legt die Auswirkung der Arbeit von Moody’s auf die Kapitalbeschaffung an den internationalen Kapitalmärkten dar. Hierzu wird analysiert, wie sich die von Moody’s getroffenen Entscheidungen auf den globalen Finanzmärkten bemerkbar machen.
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Als Abschluss erfolgen als Schlussteil eine kritische Betrachtung der Ratings und Ratingagenturen sowie Fazit über die Tätigkeit von Moody‘s sowie der Ausblick auf mögliche zukünftige Szenarien an den Kapitalmärkten, die maßgeblich von den Ratingagenturen beeinflusst werden.
2 Grundlagen des Ratings
Befragt man beispielsweise mittelständische Unternehmer zum Thema Rating, so erfährt man, dass ganz unterschiedliche Vorstellungen und damit verbunden z. T. sehr divergierende Nutzenerwartungen zu dieser Thematik zu beobachten sind. 3 Ganz besonders häufig werden hinsichtlich der Erwartungen an gute Ratings eine Erweiterung des Finanzierungsrahmens und die Verbesserung der Finanzierungskonditionen genannt.
Die Banken haben im Rahmen des Ratings auch eine volkswirtschaftliche Aufgabe wahrzunehmen: die Transformation von Bonitätsrisiken bei der Kreditvergabe, eine Aufgabe, die die Kernfunktion von Banken widerspiegelt: die Bonitätsprüfung im Kreditvergabegeschäft. Dies ist auch das Hauptmerkmal eines Ratings an sich: die Kreditwürdigkeit von Unternehmen oder Ländern zu prüfen und die entsprechende Bonität zu beurteilen. 4 Das Ergebnis dieser Überprüfung führt zu einer Einstufung der Bonität, welche sich i. d. R. in einer der nachstehend gezeigten Ratingtabellen wiederfindet, die die wichtigsten und bekanntesten Ratingsymbole der weltweit tätigen Agenturen enthält: 5
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Arbeit zitieren:
Christian Lange, 2011, Die Arbeit der Ratingagentur Moody's und deren Auswirkung auf die Finanzmärkte, München, GRIN Verlag GmbH
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