Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 2
2. Vorstellung der Unterrichtseinheit
„Einführung in das Thema Wetter“
Seite 2
2.1. Sachanalyse Seite 2
2.2. Didaktische Analyse Seite 3
2.3. Angestrebte Lernziele Seite 4
2.4. Allgemeiner Ablaufplan Seite 5
3. Vorstellung des Experiments
„Wasserdicht oder wasserdurchlässig?“
Seite 7
3.1. Sachanalyse Seite 7
3.2. Methodisches Vorgehen / Durchführung Seite 8
3.3. Didaktische Analyse Seite 9
3.4. Angestrebte Lernziele Seite 10
4. Reflexion Seite 11
4.1. Allgemeine Reflexion der Unterrichtseinheit Seite 11
4.2. Reflexion des Experiments „Wasserdicht oder wasserdurchlässig?“
Seite 11
5. Literatur- Quellenverzeichnis Seite 13
6. Anhang
- Fotos des selbst erstellten Unterrichtsmaterials
- Fotos der Durchführung des Experiments „Wasserdicht oder wasserdurchlässig?“
- Arbeitsblatt „Wasserdicht oder wasserdurchlässig?“
1
1. Einleitung
In diesem Semester nahm ich an dem Tutorium teil, das von Nicole Ramp zum Basismodul 1 der interdisziplinären Sachbildung (Sachunterricht) angeboten wurde. Gemeinsam mit neun Kommilitoninnen bereiteten wir in diesem Rahmen eine Unterrichtseinheit zum Thema Wetter vor, um diese im Februar 2006 in der Klasse 2x der Grundschule XY zu halten. Im Vorfeld der Unterrichtseinheit hospitierten wir am 5. Dezember 2005 für eine Doppel-stunde in der betreffenden Klasse, um uns einen ersten Eindruck von den Schülern und den Gegebenheiten vor Ort zu machen. Unter Zuhilfenahme dieser Informationen und unter der Leitung von unserer Tutorin Nicole entwickelten wir den Unterrichtsentwurf, stellten Materialien selbst her oder organisierten diese und unterrichteten schließlich am 6. Februar die von uns entwickelte Sachunterrichtsdoppelstunde.
Im Folgenden werde ich ferner eine zweite Doppelstunde anführen, da drei Kommilitoninnen und ich am 7. Februar unseren Unterrichtsentwurf erneut in der Parallelklasse 2y in die Tat umsetzen durften. Die dabei erworbenen Erfahrungen möchte ich deshalb in den Vergleich zur ersten Unterrichtseinheit stellen, um somit den Unterricht fähiger reflektieren zu können.
Die Klasse 2x setzt sich aus 10 Mädchen und 9 Jungen, also insgesamt aus 19 Schülern, zusammen. Zwei Jungen der Klasse besitzen ein Hörgerät. Damit sie dem Unterricht voll und ganz folgen können, sprechen Lehrer wie Mitschüler während des Unterrichtsgeschehens in ein Mikrofon, das per Funk mit den Hörgeräten verbunden ist. Dieser Umstand erforderte erhöhte Sorgfalt bei der Planung bzw. Durchführung. So musste bei der Einteilung von Gruppen darauf geachtet werden, dass beide Jungen in eine Gruppe kommen. Zudem musste verstärkt auf die eigene Aussprache geachtet werden, etwa bei der Verwendung des Mikrofons.
2. Vorstellung der Unterrichtseinheit „Einführung in das Thema Wetter“
Aufgrund des Termins unseres Unterrichts in der Klasse 2x und des laufenden Lehrplans des Fachs Sachunterricht wurden wir mit dem Entwurf für die Einführung(-sstunden) in das Thema Wetter beauftragt.
2.1. Sachanalyse
Das Wort „Wetter“ stammt von dem althochdeutschen Wort „wetar“ ab, das soviel bedeutet wie „Wind“, „Wehen“. 1 Der Experte verwendet den Begriff Wetter als den „Zustand der At-
1 vgl.www.adlexikon.de/Wetter.shtml (08.03.2006)
2
mosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt.“ 2 In Abgrenzung dazu unterscheidet man noch Witterung („Das Wetter an einem Ort über einen längeren Zeitraum betrachtet“ 3 ) und Klima („Zustand der Atmosphäre in einer Region (z. B. einer Klimazone) im langjährigen Mittel“ 4 ).
Das Wetter wird anhand von Elementen, den Wetterelementen, bestimmt und charakterisiert.
Man unterscheidet folgende Wetterelemente: 5
- Temperatur - Taupunkt
- Luftfeuchtigkeit - Luftdruck
- Niederschlagsmenge - Bewölkung (Wolkenart)
- Sichtweite (Dunst, Nebel) - atmosphärische Dynamik
- Winde und Windsysteme (Windrichtung, Windstärke)
- Niederschlagsarten (Regen, Nieselregen, Eiskörner, Schnee, Hagel, Graupel)
- Besondere Erscheinungen (Gewitter, Fata Morgana, Regenbogen, Unwetter, Wirbelstürme)
2.2. Didaktische Analyse
Das Wort „Wetter“ ist wohl jedem Kind bekannt und ohnehin ständig präsent in der kindli- chenLebenswelt. „Das ist aber wieder ein Sauwetter da draußen“, sagen beispielsweise die Geschwister. „Das Wetter morgen wird wieder herbstlich schön“, sagt der Meteorologe in den Nachrichten.
Die Definition von Wetter („Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem
bestimmten Zeitpunkt.“ 6 ) und der Umstand, dass Wetter über die o.g. Wetterelemente charakterisiert wird, zeigen auf, dass Wetter allgegenwärtig ist und dass unser alltägliches Leben dadurch stets in irgendeiner Weise geprägt wird. Dem Menschen und im Besonderen auch Kindern ist diese Allgegenwärtigkeit des Wetters nur zu oft nicht bewusst. Vor allem dann, wenn einem das Wetter genehm ist, also keinem Vorhaben im Weg steht (z.B. Sonnenschein beim Ausflug, Schnee im Skiurlaub). Zwar beschäftigen sich Kinder im Allgemeinen oft indirekt mit dem Begriff Wetter, und sprechen beispielsweise darüber, z.B. wenn sie sich über den Schnee freuen, ihnen der Gegenwind zu heftig ist oder die Pfütze am Straßenrand zum Hineinspringen einlädt. Am Beispiel von Schnee, Gegenwind und der Pfütze aus Regenwasser wird klar, dass Kinder ständig in Kontakt mit Wetterelementen stehen und in Bezug auf sie handeln, diese Elemente und die Antworten auf die Fragen, wie und warum diese auftre-
2 Microsoft®Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998 Microsoft Corporation
3 ebd
4 ebd
5 vgl. www.adlexikon.de/Wetter.shtml (08.03.2006)
6 Microsoft® Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998 Microsoft Corporation
3
ten, den Kindern aber nicht bewusst sind oder von ihnen nicht gewusst werden. Das Thema Wetter ist indessen von großer Wichtigkeit für Menschen, sein es Erwachsene oder Kinder, denn es ist untrennbar verbunden mit anderen Themen wie Verkehrssicherheit oder Gesundheit. Das Wetter beeinflusst das Verkehrsgeschehen und besonders die Sicherheitslage von Kindern als Teilnehmer im Straßenverkehr (z.B. durch Einflüsse von Nebel, Glätte, Platzregen etc.). Zudem hängt die Gesundheit von Kindern stark von der Wahl der Kleidung ab, die dem Wetter angepasst ist. Folglich geht es bei der Vermittlung von Wetter, Wetterelementen und Wetterphänomenen nicht nur um bloße Wissensvermittlung, sondern um die Vermittlung von Kompetenzen zur eigenen Lebensbewältigung. Das Wissen soll Kindern helfen, das Wetter und seine Auswirkungen einzuschätzen und ihnen somit Handlungsfähigkeit mit auf den (Lebens-)Weg geben, mit der sie sicherer (z.B. Straßenverkehr) und selbstbestimmter (z.B. Kleidung) werden und Wetter als Element in ihre Zukunftsplanungen (z.B. Spielen, Ausflug, Geburtstag) mit aufnehmen.
Nicht zu vernachlässigen ist zudem die Tatsache, dass Wetterkatastrophen zunehmen und Kinder in wachsendem Maße direkt oder über die Medien davon betroffen sind (z.B. Tsunamie in Asien, Flut in New Orleans, Schneechaos in Süddeutschland). Hier bedarf es nicht nur der Aufklärung über die Entstehung und Eigenschaften dieser Phänomene, sondern auch der Bearbeitung der damit verbundenen realen Ängste.
2.3. Angestrebte Lernziele
Die hier beschriebene Unterrichtseinheit ist, wie bereits erwähnt, die Einführung in das Thema Wetter und dient deshalb zum einen der Feststellung der Lernvoraussetzungen der Kinder.
Des Weiteren werden folgende Grobziele verfolgt:
- Lenken der Aufmerksamkeit der Kinder auf das Thema Wetter
- Motivation und Interesse für das Thema wecken bzw. verstärken
- Betreffendes Vorwissen aktivieren
- Vorhandenes Wissen über Wetter (Beispiele, Vorstellungen etc.) sollen malerisch dargestellt und benannt werden
- Einige Wetterelemente experimentell erfahren
- Kinder sollen eine differenziertere Sicht auf das Wetter erhalten bzw. ihnen soll vermittelt werden, dass Wetter ein vielschichtiges Themengebiet ist
4
Arbeit zitieren:
M.Ed. Georg Rabe, 2006, Einführung in das Thema Wetter, München, GRIN Verlag GmbH
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