Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Anlagenverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Kindertagesstätte als Form der Gemeinschaftsverpflegung 2
3 Biologische Lebensmittel in der Kindertagesstätte 4
3.1 Produktion von biologischen Lebensmitteln 4
3.1.1 EG-Öko-Verordnung 6
3.1.2 Richtlinien der Bio-Anbauverbände 9
3.2 Vor- und Nachteile von biologischen Lebensmitteln. 11
3.3 Einsatzmöglichkeiten von Bio-Lebensmitteln in der
Kindertagesstätte 13
4 Wirtschaftliche Betrachtung des Einsatzes von biologischen
Lebensmitteln in der Kindertagesstätte. 15
4.1 Preisbetrachtung biologischer Lebensmittel. 15
4.2 Kostenträger des Mehraufwands 17
5 Fazit. 18
Anhang IV
Literaturverzeichnis. V
I
Abkürzungsverzeichnis
AHS Außer-Haus-Verpflegung BLE Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung BMELV
bzw. beziehungsweise EU Europäische Union GV Gemeinschaftsverpflegung kg Kilogramm Kita Kindertagesstätte o.g. oben genannt ÖGS Ökologischer Großküchen Service u.a. unter anderem vgl. vergleiche Vzfbdww
WE Wareneinsatz z.B. zum Beispiel
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Düngung im Ökologischen Landbau 6
Abbildung 2: Kontrollstellennummer eines Bio-Produkts 9
Abbildung 3: Deutsches Bio-Siegel. 1
Abbildung 4: Neues EU-Bio-Siegel 1
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Kostenvergleich von verschiedenen Produktgruppen 16
Anlagenverzeichnis
Anhang 1: Rechenbeispiel für ein Kita-Mittagsmenü IV
III
1 Einleitung
Da immer mehr Mütter halb- oder ganztags arbeiten gehen, soll in Zukunft jedem Kind ein Platz in einer Kindertagesstätte (Kita) zustehen. Viele dieser Kinder werden in der Kita mit einer warmen Mittagsmahlzeit und Zwischenmahlzeiten versorgt. Daher spielt die Kita eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Ernährungsgewohnheiten und kann dies als Chance nutzen, Grundbausteine für eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise zu legen. Da Kinder sich in einer körperlichen und geistigen Wachstumsphase befinden, ist eine optimale Versorgung mit Nährstoffen wichtig und es sollten ihnen vollwertige Lebensmittel zur Verfügung stehen. Doch auch das Wissen über Lebensmittel, zum Beispiel (z.B.) das Kennenlernen von Produktionsketten verschiedener Lebensmittel und was es bedeutet nachhaltige Lebensmittel zu konsumieren, sollte mehr gefördert werden. Viele Eltern wünschen sich zwar eine gesunde Ernährung für ihre Kinder, doch oft scheitert die Umsetzung einer Speiseplanumstellung auf Bio-Produkte an den befürchteten Mehrkosten (vgl. BLE und aid 2006, S. 5).
Das Thema Bio-Lebensmittel wirft viele Fragen auf: Machen Bio-Lebensmittel in Kitas Sinn? Welche Vor- und Nachteile haben Bio-Lebensmittel? Wie kann man sie im Speiseplan integrieren oder wie können Mehrkosten vermindert werden?
In der folgenden Hausarbeit sollen diese Fragen beantwortet werden. Im zweiten Kapitel wird die Kita in die Außer-Haus-Verpflegung eingeordnet. Anschließend (Kapitel 3) wird der biologische Landbau beschrieben, sowie seine Richtlinien und Ziele erläutert. Ferner werden Möglichkeiten zum Einsatz der Bio-Lebensmittel vorgestellt. Anschließend werden in Kapitel 4 wirtschaftliche Aspekte in Bezug auf die Mehrlosten in der Kita analysiert. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gegeben. Ziel dieser Hausarbeit ist es, Unterschiede zwischen ökologischem und konventionellem Landbau zu verdeutlichen und Möglichkeiten aufzuzeigen, trotz leichter Mehrkosten, Bio-Lebensmittel in der Versorgung von Kindertagesstätten zu ermöglichen.
1
2 Kindertagesstätte als Form der Gemeinschaftsverpflegung
Gemeinschaftsverpflegung (GV) ist ein Teilbereich der Außer-Haus-Verpflegung (AHV). Die AHV ist eine Verpflegungsdienstleistung, die außerhalb des Privathaushalts zubereitet wird (vlg. Steinel 2008, S.11). AHV gliedert sich zum einen in die Individualverpflegung, zum anderen in die Gemeinschaftsverpflegung. Zur Individualverpflegung gehören Gastronomie und Gaststätten, wo für individuelle Personen individuelle Speisen zu individuellen Zeiten zubereitet werden. Zur GV zählt man Betriebe und Anstalten, wo Speisen für definierte Personengruppen in bestimmten Lebenssituationen zubereitet werden (vgl. Steinel 2008, S.14, Abb.1.2).
Gastronomie wird von Unternehmern nach betriebswirtschaftlichen Regeln zum Zweck der Gewinnerzielung betrieben, Gemeinschaftsverpflegung dagegen hat eine von vornherein feststehende Zielgruppe und das Angebot ist auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten dieser Zielgruppe zugeschnitten (vlg. Kreutzer 2003, S. 21).
GV ist besonders von der Gleichartigkeit des jeweils aktuellen Angebots geprägt. Vielseitigkeit und Abwechslung sind damit keineswegs ausgeschlossen, treten aber vielmehr im täglichen Wechsel des Angebots in Erscheinung, als in der Breite der Wahlmöglichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt (vgl. Kreutzer 2003, S. 20). Die Versorgung kann sich dabei auf einzelne Mahlzeiten oder alle Tagesmahlzeiten beziehen (vgl. Zobel u.a. 2000, S. 133). GV ist immer an eine übergeordnete Organisationsform gebunden, deren Mitglieder auch die Zielgruppe der jeweiligen GV-Einrichtung darstellen. Als GV-Einrichtung bezeichnet man Stätten, an denen GV angeboten wird (vgl. Kreutzer 2003, S. 20). So kann man die GV zum Beispiel nach Institutionen einteilen, denen die jeweilige GV-Einrichtung angehört: Bildungs- und Freizeitstätten, Anstalten, Unternehmen und Betriebe.
Unter Bildungs- und Freizeitstätten versteht man unter anderem (u.a.) Schulen, Hochschulen sowie Jugendherbergen, mit Anstalten sind Heime aller Art, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gemeint. Unter Unternehmen und Betrieben werden alle Betriebe aus dem Industrie-und Dienstleistungssektor zusammengefasst (vgl. Bober 1990, S. 13). Diese Institutionen werden auch GV-Anbieter oder Träger genannt, da sie die übergeordnete Verantwortung für die Durchfüh-
2
rung der Versorgung übernehmen und auch für den aus der GV-Einrichtung entstehenden Verlust aufkommen müssen.
Letztendlich gibt es noch den Betreiber der GV-Einrichtung, unter dem man die verantwortliche Organisation und deren Repräsentanten versteht, die sich in der konkreten GV-Einrichtung mit der physischen Bereitstellung von GV beschäftigt. Betreiber sind z.B. Caterer, Pächter oder Abteilung „Betriebsverpflegung“ und deren Leiter, wenn die GV-Einrichtung in Eigenregie betrieben wird (vgl. Kreutzer 2003, S. 20). Bei der oben genannten (o.g.) Typologie wird zuerst nach dem Merkmal Institution eingeteilt und anschließend nach Alter, Tätigkeit und Ge-sundheitszustand unterschieden (vgl. Bober 1990, S. 13 f.). Je nach Institution und Zielgruppe werden die Aufgaben und Ziele der GV spezifisch angepasst. Wichtig für alle Teilnehmer ist die ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung, welche zur Sättigung und Erhaltung, beziehungsweise (bzw.) Verbesserung des Gesundheitszustandes führen soll (vgl. Bottler u.a. 1983, S. 1). Sowohl die Reproduktion der Leistungsfähigkeit, als auch die Erhöhung der Leistungsbereitschaft sind Ziele, die mit einer ausgewogenen Ernährung erreicht werden sollen (vgl. Zobel u.a. 2000, S. 134). Auch die psychische Regeneration, die über Entspannung, Essensfreude und Förderung der Kommunikation reicht, steht im Vordergrund, um das Wohlbefinden der Essensteilnehmer zu erhöhen (vgl. Bottler u.a. 1993, S. 9 f). Die GV hat somit indirekt auch Einfluss auf das Arbeitsklima und auf die Arbeitsproduktivität der Teilnehmer (vgl. Zobel u.a. 2000, S. 134). Die GV-Einrichtung ist weiterhin an der Vermittlung von Ess-Kompetenz und Ess-Kultur beteiligt, wozu auch die Ernährungserziehung undbildung gehören (vgl. Bottler u.a. 1983, S. 1). Die GV soll ein „beispielgebendes Modell für eine gesundheitlich zweckmäßige, schmackhafte und vollwertige Ernährung“ darstellen (vgl. Zobel u.a. 2000, S. 134).
Dies spielt besonders in der Verpflegung in Kitas eine wichtige Rolle, denn die körperliche und geistige Entwicklung hängt maßgeblich von der Ernährung ab. Vor allem ein ernährungsphysiologisch wertvolles Mittagessen nimmt im Hinblick auf die Gesundheitsförderung und -erhaltung eine wichtige Position ein (vgl. DGE 2007). Da rund 152.000 Kinder unter 3 Jahren und 529.000 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren ganztags betreut werden und in der Kita das Mittagessen und zum Teil auch eine weitere Mahlzeit einnehmen, bestimmt das Essensangebot der Einrichtung maßgeblich den Ernährungs- und Gesundheitszu-stand der Kinder und prägt ihre Essgewohnheiten (vgl. AID 2008, S. I 3). Daher
3
Arbeit zitieren:
Clarissa Philippi, 2011, Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Mahlzeitengestaltung von Kindertagesstätten, München, GRIN Verlag GmbH
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