I
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
1 Problemstellung und Ziele 1
2 Die Grundlagen der Unternehmensbesteuerung 1
2.1 Der Dualismus der Steuersubjekte 2
2.2 Die Besteuerung der Kapitalgesellschaft 3
2.3 Die Besteuerung der Personenunternehmen 4
3 Einfluss der Besteuerung auf die Ausschüttungspolitik
von Unternehmen 5
3.1 Gewinnausschüttung 5
3.1.1 Der Ausschüttungsfall bei Kapitalgesellschaften 5
3.1.2 Der Ausschüttungsfall bei Personenunternehmen 7
3.2 Gewinnthesaurierung 8
3.2.1 Der Thesaurierungsfall bei Kapitalgesellschaften 9
3.2.2 Der Thesaurierungsfall bei Personenunternehmen 9
3.3 Vergleich der Gewinnverwendungsalternativen 11
3.4 Der Endvermögensvergleich einer Investition 12
3.4.1 Vorteilhaftigkeitsvergleich der Kapitalgesellschaften 13
3.4.2 Vorteilhaftigkeitsvergleich der Personenunternehmen 16
3.5 Vergleich der Ausschüttungsalternativen
nach dem Endvermögensvergleich 19
3.5.1 Die Kapitalgesellschaft im Endvermögensvergleich 20
3.5.1.1 Betrachtung identischer Renditen 20
3.5.1.2 Betrachtung divergierender Renditen 20
3.5.2 Die Personenunternehmen im Endvermögensvergleich 20
4 Kritische Analyse der Ergebnisse 21
Anhang V
Literaturverzeichnis XII
II Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kapitalwert einer Investition in eine Kapitalgesellschaft in
Abbildung 2: Kapitalwert einer Investition in eine Kapitalgesellschaft in
Abbildung 3: Kapitalwert einer Investition in ein Personenunternehmen in
Abbildung 4: Kapitalwert einer Investition in ein Personenunternehmen in
Abbildung 5: Kapitalwert einer Investition in ein Personenunternehmen in
Abbildung 6: Kapitalwert einer Investition in ein Personenunternehmen in
III Tabellenverzeichnis
Tabelle 4: Gesamtbelastung thesaurierter Gewinne bei Kapitalgesellschaften 9
IV Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
bzw. beziehungsweise
EStG Einkommenssteuergesetz
G zu versteuernder Gewinn GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts GewStG Gewerbesteuergesetz GewSt HZ Hebesatz der Gewerbesteuer
I Investitionssumme
KStG Körperschaftssteuergesetz
OHG Offene Handelsgesellschaft
R(nSt) t Rendite (nach Steuern) in Periode t
s e persönlicher Einkommenssteuersatz s GewSt Prozentuale Gesamtbelastung der Gewerbesteuer S GewSt effektive Gewerbesteuerbelastung S KG Steuerbelastung der Kapitalgesellschaft auf Unternehmensebene s KSt Steuersatz der Körperschaftssteuer s Soli Steuersatz des Solidaritätszuschlags S ThB Gesamtsteuerbelastung bei Anwendung der Thesaurierungsbegünstigung S Unt KG Steuerbelastung des Anteilseigners eine Kapitalgesellschaft auf Unternehmerebene
T max Maximale Thesaurierungsquote Tab. Tabelle
1
1 Problemstellung und Ziele
Die vorliegende Bachelor Abschlussarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der Besteuerung auf die Ausschüttungspolitik von Unternehmen.
Diese Arbeit soll einen Einblick in die Problematik der Gewinnverwendungsentscheidung unter steuerlichen Gesichtspunkten bieten.
Dabei wird zunächst kurz auf die aktuelle steuerliche Situation in Deutschland eingegangen um die Grundstrukturen der nationalen Unternehmensbesteuerung heraus zu arbeiten, da dessen Feinheiten für die späteren Ausführungen von entscheidender Bedeutung sind.
Den Mittelpunkt der Thesis bildet die Analyse der Auswirkungen der Besteuerung auf die Gewinnverwendungspolitik von Unternehmen. Im Rahmen dieser Betrachtung wird zuerst die nominale Steuerbelastung der Kapitalgesellschaften und Personenunternehmen untersucht. In einem zweiten Schritt wird die Steuerbelastung im Rahmen eines realitätsnahen Kapitalwertmodells untersucht. Dabei wird die Höhe des Kapitalwerts einer Investition in Abhängigkeit vom Einkommenssteuersatz des Investors, dem Verhältnis von interner und externer Rendite und dem Thesaurierungszeitraum untersucht. Es sollen hierbei Unterschiede zwischen den theoretischen und den realen Effekten der Steuergesetzgebung herausgearbeitet werden.
Die Ergebnisse werden in einem letzten Schritt auf ihre Bedeutung für die Steuersituation in Deutschland kurz analysiert. Dabei soll das Augenmerk auf der Bedeutung der Besteuerung für die Gewinnverwendungspolitik liegen. Es werden im Rahmen der Arbeit Vereinfachungen vorgenommen, die dem knappen Umfang Rechnung tragen und wesentliche Aspekte der Modellierung in den Vorder-grund rücken. Dazu zählen zum Beispiel das Ausklammern der Kirchensteuer und die Aufteilung der Rechtsformen in zwei zentrale Bereiche, die Personenunternehmen und die Kapitalgesellschaften.
2 Die Grundlagen der Unternehmensbesteuerung
Der Einstieg in das Thema führt notwendigerweise über eine Einführung in die Grundstrukturen der Besteuerung nationaler Unternehmen. Dabei sollen die Grundprinzipien der Unternehmensbesteuerung erläutert werden. Besondere Beachtung erfährt hierbei der Dualismus der Steuersubjekte und daran anknüpfend das Transparenz- und Trennungsprinzip. Diese Einführung ist Voraussetzung um spätere Ausführungen zur Aus- schüttungspolitik und deren steuerrechtlichen Konsequenzen nachvollziehen zu können.
2
2.1 Der Dualismus der Steuersubjekte
Die Besteuerung der Unternehmen orientiert sich an der zivilrechtlichen Rechtsfähigkeit der Steuersubjekte und unterscheidet grundsätzlich zwischen natürlichen und juristischen Personen. 1 „Aufgrund dieser Grundsatzentscheidung des Gesetzgebers bilden das Einzelunternehmen und die Kapitalgesellschaft die beiden Eckpunkte der Unternehmensbesteuerung.“ 2
Die Einzelheiten der Besteuerung von Unternehmensgewinnen werden von der zivilrechtlichen Form des Unternehmens bestimmt. „Die Besteuerung der Unternehmen ist nicht rechtsformneutral. Die Höhe und die Zusammensetzung der Steuerbelastung richtet sich in einem hohen Maße nach der gewählten Rechtsform.“ 3 Dabei ist grundsätzlich zwischen dem Einheits- oder Transparenzprinzip und dem Trennungsprinzip zu unterscheiden. Die Personenunternehmen (Einzelunternehmer und Personengesellschaft) unterliegen dabei dem Einheits- oder Transparenzprinzip während bei der Besteuerung von Kapitalgesellschaften das Trennungsprinzip zum Tragen kommt. 4 Die Idee dahinter ist, dass bei Personenunternehmen direkt auf den Gesellschafter abgestellt wird, es also eine Einheit zwischen Gesellschaft und Gesellschafter gibt, während bei Kapitalgesellschaften das Unternehmen und der Anteilseigner zwei getrennte Steuersubjekte darstellen. 5
Die weitere Arbeit konzentriert sich aus Vereinfachungsgründen auf den Vergleich zwischen Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften. Eine weitergehende Betrachtung für alle Rechtsformen ist nicht zwingend notwendig, da die entscheidenden steuerrechtlichen Unterschiede zwischen den Grundformen Personenunternehmen und Kapitalgesellschaft zu finden sind und grundsätzlich auch die Regelungen für Personengesellschaften auf die Einzelunternehmung übertragen werden können. 6
1 Vgl. Jacobs, Unternehmensbesteuerung und Rechtsform, 2009, S. 543.
2 Vgl. Jacobs, Unternehmensbesteuerung und Rechtsform, 2009, S. 543.
3 Vgl. Herzig/Kessler, Steuerorientierte Wahl der Unternehmensform, 1992, S. 232 zitiert nach Holt, Besteuerung und unternehmerische Entscheidungsprozesse, 2001, S. 31.
4 Die Ausführungen zum Trennungs- und Transparenzprinzip sind übernommen aus Kraft/Kraft, Grund lagen der Unternehmensbesteuerung, 2009, S. 219 -220.
5 Vgl. Schreiber, Besteuerung der Unternehmen, 2008, S. 189 - 190.
6 Vgl. Jacobs, Unternehmensbesteuerung und Rechtsform, 2009, S. 548.
3
2.2 Die Besteuerung der Kapitalgesellschaft
Bei Kapitalgesellschaften handelt es sich im Gegensatz zu Personenunternehmen um selbstständige Steuersubjekte. Hier orientiert sich die Besteuerung am Trennungsprinzip und es erfolgt eine steuerliche Belastung sowohl auf Ebene der Anteilseigner als auch auf Ebene der Gesellschaft. 7
Die Kapitalgesellschaft unterliegt auf Gesellschaftsebene nach §1 Abs.1 Nr.1 KStG der Körperschaftssteuer in Höhe von 15% und dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% und nach §2 Abs. 2 Satz 1 GewStG als Gewerbebetrieb kraft Gesetzes der Gewerbesteuer. Bei Ausschüttung des Gewinns wird dieser nach §32d Abs. 1 EStG beim Anteilseigner mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25% und Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% belastet. Liegt der persönliche Einkommenssteuersatz des Anlegers unter 25%, kann nach §32d Abs. 6 EStG eine Veranlagungsoption gewählt werden (Günstigerprüfung).“ 8
Ist der Anteilseigner mit mehr als 25 Prozent an der Kapitalgesellschaft beteiligt, oder beruflich für das Unternehmen tätig und mit mehr als ein Prozent an der Kapitalgesellschaft beteiligt besteht für den Gesellschafter ein Wahlrecht nach §32d Abs. 2 Nr. 3 EStG. Er hat dann die Möglichkeit das Teileinkünfteverfahren zu nutzen und 60 Prozent des Gewinns mit seinem persönlichen Einkommenssteuersatz zu versteuern. 9 Das Trennungsprinzip erfordert eine gesonderte Betrachtung der zwei Ebenen. Während die steuerliche Belastung auf Gesellschaftsebene von der Körperschafts- und Gewerbesteuer abhängt, bestimmt bei Anwendung des Teileinkünfteverfahrens die Abgeltungssteuer bzw. der persönliche Steuersatz die Steuerbelastung des Gesellschafters. Diese Trennung ist bei den Personenunternehmen in diesem Maße nicht vorhanden und erhält bei der Betrachtung von Ausschüttungsszenarien große Bedeutung. Erst mit der Unternehmensteuerreform 2008 nahm der Gesetzgeber eine Angleichung der Thesaurierungsbelastung vor und wollte damit zumindest im Thesaurierungsfall eine weitgehende steuerliche Belastungsgleichheit erreichen. 10
7 Vgl. Holt, Besteuerung und unternehmerische Entscheidungsprozesse, 2001, S. 31 - 32.
8 Vgl. Tonidis, Unternehmensteuerreform 2008; Auswirkungen auf die Besteuerung von Personenunternehmen, 2009, S. 16.
9 Vgl. Dinkelbach, Ertragssteuern, 2009, S. 98.
10 Vgl. Houben/Maiterth, Finanz Rundschau Ertragssteuerrecht, 2008, S. 1044.
Arbeit zitieren:
Matthias Beck, 2010, Einfluss der Besteuerung auf die Ausschüttungspolitik von Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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