INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG. 2
I. THEORIE „WISSENSMANAGEMENT“ 3
1. WISSEN PER SE 3
1.1 Wissensbegriff. 3
1.2 Wissen als interdisziplinärer Gegenstand 5
1.3 Biologische Grundlagen des Lernens 6
1.4 Stufen der Informationsverarbeitung 10
1.5 Resümee. 11
2. EINBLICK IN DAS WISSENSMANAGEMENT. 12
2.1 Wissen als wertvolle Ressource. 12
2.2 Wissensspirale nach Nonaka 13
2.3 Philosophie, Aufgaben und Ziele des Wissensmanagements. 14
3. WISSENSMANAGEMENT IN LERNENDEN ORGANISATIONEN. 15
3.1 Der Regelkreis des organisationalen Lernens 15
3.2 Wissensgenerierung 17
3.3 Wissensspeicherung 17
3.4 Wissenstransfer 18
3.5 Wissensanwendung 18
II. PRÄSENTATION 19
1. QUIZ 19
1.1 Vorbereitung und Intention. 19
1.2 Ablauf. 20
1.3 Ergebnis. 21
2. THEORIETEIL. 22
3. FALLBEISPIEL ZUR ANWENDUNG VON WISSENSMANAGEMENT BEI XEROX 23
3.1 Ablauf. 23
3.2 Angabetext 25
3.3 Ergebnis. 30
III. FEEDBACK 31
IV. RESÜMEE. 32
QUELLENNACHWEIS 33
1
EINLEITUNG
Zunächst soll in dieser Hausarbeit ein grundlegender und zum Teil auch etwas anderer Einblick in die Theorie des Wissensmanagements gegeben werden: eine genaue Erklärung des Wissensbegriffes an sich und ein Überblick über das menschliche Gedächtnis, ein Einblick in die Konzepte des Wissensmanagements und das Wissensmanagement in der Praxis.
Im anschließenden Präsentationsteil wird näher auf die Gestaltung des Nachmittags eingegangen und dem Leser Intention und Zweck der gewählten Präsentationsteile und -formen vorgestellt.
Vor einem abschließenden Gruppenresümee sollen noch die Erfahrungen und Rückmeldungen der übrigen ProseminarteilnehmerInnen in einem eigenen Feedbackteil Gehör finden.
2
I. THEORIE „WISSENSMANAGEMENT“
1. Wissen per se
Das derzeitige Zeitalter wird als das Informationszeitalter schlechthin bezeichnet. Die Erfindung des Computerchips hat gleichsam eine neue Revolution ausgelöst. Daten und Informationen sind in einer noch nie da gewesenen Menge vorhanden. Wissen besitzen aber nicht nur Individuen. Auch soziale Verbände wie Gruppen, Institutionen, Kulturen und Gesellschaften haben ein Gedächtnis, in dem sie Wissen speichern. Der französische Soziologe Maurice Halbwachs (1877-1945) hat dafür
den Begriff „Memoire collective“ 1 entwickelt.
Wissen, das sich jeder Mensch im Laufe seines Lebens aneignet, geht, wenn er stirbt, nicht vollständig verloren - vorausgesetzt dieses Wissen wurde im Laufe des Lebens an andere mündlich weitergegeben. In diesem Zusammenhang lässt sich ermessen, welch gewaltigen kulturellen Entwicklungsschub die Erfindung der Schrift hatte. Daten konnten von nun an gespeichert werden und ohne persönlichen Kontakt verbreitet werden. Dadurch konnte im Laufe der Jahrhunderte eine Unmenge an Wissen akkumuliert werden. Dies erklärt den Umstand, dass 90% aller Wissenschaftler, welche die Menschheit jemals gesehen hat, in der heutigen Zeit leben und arbeiten. 2
Diese Unmenge an Daten und Information hat aber auch negative Seiten. Man denke nur an den Straßenverkehr: die enorm große Dichte an Verkehrsregeln führt dazu, dass viele Menschen die Straßenverkehrsordnung nicht zu 100% beachten. Manager sehen sich einer Informationsflut gegenüber, die das Treffen von Entscheidungen vielfach erschwert, weil sehr viele Daten und Informationen nicht wichtig und zweckdienlich sind. Was ist nun mit Wissen gemeint und wie entsteht es?
1.1 Wissensbegriff
Im Zusammenhang mit der Definition von Wissen muss zwischen folgenden Begriffen unterschieden werden:
1 Vanecek (2002), S. 31
2 Vgl. Gelb (2002), S. 12
3
• Daten „sind alle in gedruckter, gespeicherter, visueller, akustischer oder sonstiger Form verwertbaren Angaben über die verschiedensten Dinge und
Sachverhalte.“ 3 Prinzipiell kann jeder Daten wahrnehmen und auch verwerten.
• Information ist die nächste Stufe im Wissensaneignungsprozess. Subjektiv verarbeitete Daten stellen Information dar.
• Wissen hingegen ist der Abschluss des Lernprozesses. Neu erworbenes Wissen, welches aus der Verarbeitung neuer Daten und Informationen resultiert, wird mit altem, vorhandenem Wissen verglichen und gespeichert.
An dieser Stelle ist anzumerken, dass Auswendig-Lernen kein Lernen im eigentlichen Sinne darstellt, welches darin besteht, dass man Zusammenhänge erkennt, Sachverhalte selbständig erklären und Beispiele nennen kann (z.B. die Erkenntnis, dass runde Dinge rollen, lässt sich auf jeden beliebigen runden Gegenstand übertragen). Im Vergleich dazu stellt Auswendig-Lernen nur ein Aneignen von Sprachketten dar.
3 von Eckardstein ... (Hrsg.), 1999, S. 523
4
1.2 Wissen als interdisziplinärer Gegenstand
Der Begriff „Wissen“ wird, da er Gegenstand verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen ist, sehr unterschiedlich definiert. Dieser Beitrag erwähnt einige dieser Wissenschaften und deren Wissensbegriff, ohne dabei ins Detail zu gehen.
• Philosophie: Einige Autoren gehen von einer strukturierten „Sammlung in sich geordneter Aussagen über Fakten oder Ideen“ 4 aus. Andere wiederum beziehen auch „informelles Alltagswissen“ und „Kenntnisse, Fähigkeiten, Sinn- und Motivationsstrukturen, praktische Handlungen und soziale
Kompetenz“ 5 in den Wissensbegriff mit ein. Innerhalb der Philosophie wird die Theorie des Wissens im Fachgebiet der Epistemologie abgehandelt.
• Betriebswirtschaftslehre: Im Laufe der Jahre hat Wissen in der Betriebswirtschaft immer mehr an Bedeutung gewonnen. Das Know-how eines Unternehmens wurde vor allem in der New Economy in vielen Bilanzen sehr hoch bewertet (das dies in der Realität vielfach keine Deckung fand, steht auf einem anderen Blatt Papier). Der Wissensbegriff in der Betriebswirtschaft ist je nach Autor ein sehr vielfältiger und unterschiedlicher. Eine genaue Auflistung und Erklärung der verschiedenen Konzepte würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
• Neurobiologie: Diese beschäftigt sich vor allem mit den chemischphysikalischen Prozessen, welche sich im Zusammenhang mit Lernen und Wissensaneignung im Gehirn abspielen. Im folgenden Abschnitt werden die biologischen Grundlagen des Wissens und Lernens erläutert.
• Psychologie: Diese Disziplin erarbeitet anhand des Wissens der Neurobiologie Gedächtnistechniken. Diese werden ebenso im folgenden Abschnitt genau erklärt.
Da der Mensch, also das Individuum, der Ausgangspunkt im Wissensmanagement ist, erscheint eine Einführung in die Funktionsweise der menschlichen Festplattedem Gehirn nicht nur sinnvoll sondern unerlässlich.
4 Bell (1973), S. 180; zitiert in von Eckardstein ... (Hrsg.), 1999, S. 525
5 von Eckardstein ... (Hrsg.), 1999, S. 525
5
1.3 Biologische Grundlagen des Lernens
Die Neurobiologie definiert Wissen als „Speicherinhalt der einzelnen Neuronen
[Nervenzellen]“ 6 . Die Theorie des Konnektionismus erklärt die Verflechtung dieser einzelnen Speicherinhalte: ausgehend von der Information „Hühnerei“ wird im Laufe der Kindheit sehr viel neues Wissen erworben, welches manchmal auch mit dem eben erwähnten Begriff verbunden wird: „Papa isst in der Früh immer zwei Eier“, „der Osterhase bringt zu Ostern bunte Eier“, „es gibt auch Eier aus Schokolade“, „auch Vögel legen Eier“, „zu Halloween wirft man alte Eier auf Haustüren von bösen Leuten, die einem keine Schokolade geben“ etc. Diese Liste wird im Laufe des Lebens endlos erweitert und mit anderen Begriffen verbunden. Die Theorie des Konnektionismus erklärt auf verständliche Art und Weise, warum manche Menschen bei dem Wort „Ehe“ oder „Arbeit“ Panikattacken bekommen: an jede Information, die in unserem Gehirn gespeichert ist, werden nicht nur andere Informationen geknüpft, sondern auch Gefühle, Erfahrungen, Eindrücke, Gerüche, Klänge, Bilder aber auch Erwartungen. Diese Assoziationen können eben dazu führen, dass ein Heiratsantrag aus Angst vor Freiheitsverlust abgelehnt wird, oder im Falle der Arbeit ein Student sein Studium als letzte Freiheit vor den Fesseln der Arbeit empfindet.
Hierin liegt aber auch eine enorme Chance. Da unser Gehirn in Bildern denkt, machen sich z.B. Sporttrainer eben dieses Prinzip zunutze: ein Skifahrer muss seinen Sieg nicht nur bildlich vor sich sehen - er muss ihn spüren, riechen, hören und sich quasi im Tagtraum schon als Sieger fühlen. Die Abfahrt auf der Skipiste ist im Prinzip nur noch reine Formalität. Mit diesem kleinen aber effektiven Geheimnis des Erfolges lässt sich sehr viel Geld machen. Bücher zu diesem Thema gehören praktisch zu den Bestsellern. Erfolgsseminare können auch nicht über das Ausbleiben von hoch motivierten und interessierten Kunden klagen. Zu Recht: diese Methode des Visualisierens ist tatsächlich ein Garant für Erfolg. Michael J. Gelb beschreibt in seinem Buch „Discover your genius“, das jeder Mensch die Grundlagen dafür mitbringt, ein Genie zu sein. Ausgehend von 10 großen Persönlichkeiten der Menschheit (darunter Albert Einstein, Platon, Brunelleschi und Darwin) erklärt er, dass jeder, der Erfolg haben will, zuerst eine Vision, ein Ziel haben muss. Anhand dieser Vorstellung lenkt er sein Verhalten und sein weiteres Vorgehen, um eben dieses Vorhaben zu verwirklichen. Mit dem entsprechenden Bild im Kopf, wird das
6 Konecny (1995), S. 79
6
Arbeit zitieren:
MMag. CEMS MIM Marta Agnieszka Marciniak, Stephanie Schumann, Michael Stöckel, 2002, Wissensmanagement - Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag GmbH
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