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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
WI IDMUNG U DA ANK W UND D
Die vorliegende Diplomarbeit widme ich meiner Familie und meinen Freunden.
Sie haben mich in den vergangenen drei Jahren moralisch unterstützt und an mich geglaubt, auch wenn ich einmal ein Tief hatte. Ohne diese Unterstützung und das Verständnis wäre es nicht möglich gewesen, diese intensive Zeit durchzustehen.
Ein ganz grosser Dank geht an meine Eltern. Sie haben mir mit ihrer Unterstützung ermöglicht, die Ausbildung berufsbegleitend in so kurzer Zeit zu absolvieren.
Die Unterstützung meines Arbeitgebers Publicitas AG habe ich sehr geschätzt. So konnte ich im dritten und letzten Jahr meiner Ausbildung auf grosse Toleranz mit meiner Arbeitszeitregelung stossen. Herzlichen Dank dafür.
Auch der Schulleitung und den Dozenten der MBSZ - Marketing & Business School Zurich - möchte ich meinen Dank aussprechen. Obwohl ich sicherlich ein kritischer Student war, habe ich versucht meine Kritik stets konstruktiv zu äussern. Ich habe die persönliche Atmosphäre dieser Schule sehr geschätzt. Genau diese Atmosphäre hat es ausgemacht, dass die Mitglieder unserer Klasse es immer wieder schafften, sich gegenseitig zu motivieren.
Last but not least danke ich meinen Interviewpartnerinnen und -partnern für die Unterstützung meiner Recherchen sowie meinem Korrekturleser Markus Kleeb für die geopferte Zeit.
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VO ORWORT V
Schon immer war es ein grosser Traum von mir, im Bereich Marketing zu arbeiten. Nach meiner kaufmännischen Verwaltungslehre habe ich versucht im Marketing Fuss zu fassen. Da es eine wirtschaftlich unsichere Zeit war, wurde mir keine Möglichkeit dafür geboten.
Kurz nachdem ich meine Weiterbildung begonnen hatte, schien ein Licht an meinem Berufshimmel aufzugehen und ich fand den Branchenquereinstieg bei einer Unternehmung für Anzeigenmarketing. Nach einem intensiven Jahr bei dieser kleinen Firma wechselte ich zum Branchenleader, der Publicitas AG, bei welcher ich bis heute noch arbeite.
Für unser Unternehmen ist es wichtig, auch im Online-Geschäft Fuss zu fassen. Nachdem in den letzten Jahren dieser Bereich allerdings überschätzt wurde, versuchen wir dieses Standbein nun - wie viele andere Unternehmen - nachhaltiger aufzubauen.
Im Februar 2002 hat unser Unternehmen nun die Vollkooperation für den Verkauf von Online-Rubrikeninseraten der Swissclick AG übernommen. Hierfür wurde mir die Verkaufsleitung angeboten. Diese Herausforderung kam für mich nach meiner Ausbildung gerade richtig.
Das Thema meiner Diplomarbeit habe ich gewählt, weil ich in meinem Job häufig mit dieser Frage konfrontiert werde. Gerade in einem Unternehmen, welches seine Kernkompetenzen noch weitgehend im Printbereich hat, ist es wichtig, sich mit dieser Per- spektive zu beschäftigen.
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IN NH HA AL LT TS SV VE ER RZ ZE EI IC CH HN NI IS I
WIDMUNG UND DANK. 2
VORWORT 3
INHALTSVERZEICHNIS 4
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 6
TABELLENVERZEICHNIS 7
GLOSSAR 8
1. EINLEITUNG. 10
1.1. Aufbau und Ziel der Arbeit 10
1.2. Arbeitshypothesen 11
1.2.1. Arbeitshypothese 1 - Herausgabe von Internetzeitungen 11
1.2.2. Arbeitshypothese 2 - Blickwinkel Lesermarkt 11
1.2.3. Arbeitshypothese 3 - Blickwinkel Anzeigenmarkt 11
2. VORSTELLUNG BEIDER MEDIEN 12
2.1. Printland Schweiz - Ein Zeitungsland stellt sich vor 12
2.1.1 Eine Branche im Umbruch 14
2.2. Das Internet - ein neues Medium ist geboren. 16
2.2.1. Die Grösse des Internets. 16
3. PRINT-TAGESZEITUNG UND INTERNETZEITUNG - ZWEI VERSCHIEDENE KONZEPTE? 18
3.1. Konzept Print-Tageszeitung „Der Landbote“ 18
3.1.1. Das Produkt 18
3.1.2. Das Unternehmen 20
3.1.3. Finanzierung 20
3.1.3.1. Werbung 21
3.1.3.2. Einzelverkauf und Abonnement 21
3.1.4. Leser- und Anzeigenmarketing. 22
3.1.4.1 Lesermarketing. 22
3.1.4.2. Anzeigenmarketing 22
3.1.5. winti-guide.ch - der Internetauftritt 23
3.2. Konzept Internetzeitung „ezytig.ch“ 24
3.2.1. Das Produkt 24
3.2.2. Das Unternehmen 24
3.2.3. Finanzierung 25
3.2.3.1. Werbung 25
3.2.3.2. Abonnement. 25
3.2.4. Leser- und Anzeigenmarketing. 25
3.2.5. Die Meinung des Herausgebers 25
3.3. Vergleich der beiden Konzepte. 26
4. BLICKWINKEL LESERMARKT 28
4.1. Informationstool Print-Tageszeitung. 28
4.1.1. Die demografische Struktur der Print-Tageszeitungsleser. 28
4.1.2. Sinkende Zeitungsabonnements - Barometer der Lesertreue 30
4.2. Informationstool Internet. 32
4.2.1. Die demografische Struktur der Internetnutzer 33
4.2.2. Die Motive zur Nutzung des Internets 35
4.3. Vergleich Nutzermarkt 37
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4.3.1. Vergleich der demografischen Nutzerstruktur. 37
4.3.1.1. Der typische Zeitungsleser 37
4.3.1.2. Der typische Internetnutzer 37
4.3.2. Vergleich der Nutzungsmotive 37
5. BLICKWINKEL ANZEIGENMARKT. 41
5.1. Der Werbemarkt Schweiz 41
5.1.1. Das Werbevolumen - Aufteilung nach Medien. 41
5.1.2. Trends und Entwicklungen im Werbemarkt Schweiz. 43
5.1.2.1. Trend am Beispiel von Immobilienwerbung 45
5.1.3. Werbeformen in der Print-Tageszeitung und im Internet. 48
5.2. Offline-Werbemittel der Print-Tageszeitung 49
5.2.1. Das Inserat 49
5.2.2. Sonderwerbeform Prospektbeilagen 49
5.3. Online-Werbemittel im Internet 49
5.3.1. Bannerwerbung, das klassische Online-Werbemittel. 51
5.3.2. Sonder-Werbeformen. 53
5.4. Vergleich beider Werbeträger 53
5.4.1. Die Sicht von Experten (Mediaagenturen) 54
5.4.1.1. Einbezug von Online-Werbung in den Media-Mix. 55
5.4.1.2. Formen von Online-Werbung. 57
5.4.1.3. Einsatz nach Werbearten 57
5.4.2. Intermediavergleich Print-Tageszeitung / Internet 59
6. EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT UNTER EINBEZUG DER RECHERCHEN 60
6.1. SWOT-Analysen. 60
6.1.1. Print-Tageszeitung 61
6.1.2. Internet 63
6.2. Der zukünftige Stellenwert der Print-Tageszeitung
unter Einbezug der Recherchen im Leser- und Anzeigenmarkt 65
6.2.1. Mögliche Chancen unter Einbezug der Stärken und Chancen. 66
6.3. Der zukünftige Stellenwert des Internets
unter Einbezug der Recherchen im Leser- und Anzeigenmarkt 67
6.3.1. Chancen unter Einbezug der Stärken und Schwächen des Internets 70
6.4. Antworten auf die Arbeitshypothesen. 72
6.4.1. Arbeitshypothese 1 - Herausgabe von Internetzeitungen 72
6.4.2. Arbeitshypothese 2 - Blickwinkel Lesermarkt 72
6.4.3. Arbeitshypothese 3 - Blickwinkel Anzeigenmarkt 73
7. SCHLUSSWORT. 74
LITERATUR - UND QUELLENVERZEICHNIS. 75
B ücher und Artikel 75
Websites 76
Studien 76
Interviews 76
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 77
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
AB BB BI IL LD DU UN NG GS SV VE ER RZ ZE EI IC CH HN NI IS S A
Abbildung 1 - Anzahl Zeitungstitel pro Land im Jahr 2000 (Quelle: World Press Trends 2001)
Abbildung 2 - Entwicklung der Zeitungstitel der Schweiz (Quelle: Verband Schweizer Presse)
Abbildung 3 - Die neue Medienkarte (Quelle: Zeitschrift „persönlich“, Mai 2002)
Abbildung 4 - Anzahl der Internet-Hosts (Quelle: Internet Software Consortium, www.isc.org)
Abbildung 5 - Geschätzte Zahl der www-Nutzer weltweit (Quelle: Nua compilation, www.nua.com)
Abbildung 6 - Positionierung „Der Landbote“ (Quelle: Der Landbote, Winterthur)
Abbildung 7 - Probleme beim Einsatz neuer Medien - eine History (Quelle: in Anlehnung an
Abbildung 8 - Zeitungsleser nach Geschlecht (Quelle: MACH Basic)
Abbildung 9 - Zeitungsleser nach Alter (Quelle: MACH Basic)
Abbildung 10 - Zeitungsleser nach Haushalteinkommen (Quelle: MACH Basic)
Abbildung 11 - Veränderung Abo-Anteil 2000/2001 (Quelle: MT/JWEMF Auflagen-Bulletin 2002)
Abbildung 12 - Veränderung Totalauflagen 1996 - 2001 (Quelle: MT/JWEMF Auflagen-Bulletin 2002)
Abbildung 13 - Internetnutzer nach Geschlecht (Quelle: MA Net)
Abbildung 14 - Internetnutzer nach Alter (Quelle: MA Net)
Abbildung 15 - Internetnutzer nach Haushalteinkommen (Quelle: MA Net)
Abbildung 16 - Nutzungsmotive Internet in der Schweiz (Quelle: MA Comis)
Abbildung 17 - Regelmässiger Konsum der Medien (Quelle: Baromedia 2002)
Abbildung 18 - Vertrauen in die Medien (Quelle: Baromedia 2002)
Abbildung 19 - Nutzungszweck der Medien (Quelle: Baromedia 2002)
Abbildung 20 - Anzahl bezahlter Immobilieninserate im „Landboten“ (Quelle: Briefing für
Immostudie/Publicitas AG)
Abbildung 21 - Anzahl bezahlter Immobilien-Seiten im „Landboten“ (Quelle: Briefing für
Immostudie/Publicitas AG)
Abbildung 22 - Bedürfnisgerechtestes Produkt (Quelle: Immostudie 2001 D T Marketing AG)
Abbildung 23 - Das zukünftige Nutzerverhalten (Quelle: Immostudie 2001, D T Marketing AG)
Abbildung 24 - Die verbreitetsten Werbeformen im Internet (Quelle: webadvertising.ch)
Abbildung 25 - Der Skyscraper (Quelle: webadvertising.ch)
Abbildung 26 - Mediamix 2002 für die klassische Werbung (Quelle: Werbetrends 2002)
Abbildung 27 - Prognose Mediamix klassischer Werbung bis 2006 (Quelle: Werbetrends 2002)
Abbildung 28 - Medieneinsatz bei Personalsuche (Quelle: Werbetrends 2002)
Abbildung 29 - Typischer Verlauf einer Branchenentwicklung (Quelle: in Anlehnung an Kernstock)
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
TA AB BE EL LL LE EN NV VE ER RZ ZE EI IC CH HN NI IS S T
Tabelle 1 - Hauptmotive der Internetnutzung (Quelle: Internetstudie 2002) 36
Tabelle 2 - Vergleich Bruttowerbeaufwand 2000/2001 nach Medien (Quelle: Media Focus) 42
Tabelle 3 - Vergleich Bruttowerbeaufwand Januar bis April 2001/2002 (Quelle: Media Focus) 43
Tabelle 4 - Online-Werbemittel nach PWA (Quelle: webadvertising.ch) 50
Tabelle 5 - Typische Online-Werbemittel (Quelle: Netzguide E-Marketing 2002) 50
Tabelle 6 - Hauptkonzepte für Werbung in alten und neuen Medien (Quelle: Buch Internet-Marketing) 54
Tabelle 7 - Intermediavergleich Print-Tageszeitung und Internet (eigene Darstellung) 59
Tabelle 8 - SWOT-Analyse Print-Tageszeitung - Blickwinkel Nutzermarkt (eigene Darstellung) 61
Tabelle 9 - SWOT-Analyse Print-Tageszeitung - Blickwinkel Werbemarkt (eigene Darstellung) 62
Tabelle 10 - SWOT-Analyse Internet - Blickwinkel Nutzermarkt (eigene Darstellung) 63
Tabelle 11 - SWOT-Analyse Internet - Blickwinkel Werbemarkt (eigene Darstellung) 64
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GL LOSSAR G
Intermediavergleich Bewertung und Vergleich der Leistungsdaten zwischen verschiedenen Mediengruppen/-kategorien Klassische Werbung siehe kommerzielle Werbung Kommerzielle Werbung Werbung für Marken oder Produkte LpA Leser pro Auflage ist die durchschnittliche Anzahl Leser von Zeitungen. MACH Basic
MA Comis Jährlich durchgeführte Studie der WEMF zu Reichweiten- und Nutzerstrukturen von Internet-Sites. MA Net Studie der WEMF zur Ermittlung von Grundlagen-Informationen über die Entwicklung der Internet-Nutzung in der Schweiz Mediarena Mediarena ist ein Forum zum Thema Online-Marketing. Veranstalter ist die goldbach media ag mit Sitz in Küssnacht. Media Focus
Page Impression Sichtkontakt mit einer Website. Hiermit wird angegeben, wie viele komplette Seitenaufrufe stattgefunden haben. PWA publimedia webadvertising. Online-Agentur der PubliGroupe Rubrikenwerbung Werbeart von Inseraten, welche sich in einem Themengefäss zusammenfassen lassen. SWA Verband Schweizer Werbeauftraggeber mit Sitz in Zürich Targeting
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
1. EI INLEITUNG 1 E
1.1. Aufbau und Ziel der Arbeit
Wie entwickelt sich das Internet nach dem Internet-Hype? Haben wir schon sämtliche Möglichkeiten, welche uns die neuen Medien bieten ausgenutzt? Wird die Zeitung an Lesern verlieren und das Internet zukünftig unser Informationstool Nummer eins werden?
Mit diesen Fragen beschäftige ich mich in meiner Diplomarbeit. Es ist klar, dass auf die Veränderungen in der Medienwelt verschiedene Gruppen Einfluss nehmen können. Ich habe deshalb drei Gruppen herausgenommen und möchte somit auch drei verschiedene Blickwinkel aufzeigen. Im ersten Teil beschäftige ich mich mit zwei Konzepten typischer Zeitungsformen. Einerseits einer regionalen Print-Tageszeitung, andererseits einer „regionalen“ Internet-Zeitung.
Einen zweiten Teil widme ich dem Leser- resp. Nutzermarkt. Nebst dem Aufzeigen der Struktur wage ich auch einen Blick in die Zukunft. Interessant dabei ist sicherlich, ob die demografischen Merkmale der Leser einer Print-Tageszeitung sich anders darstellen als die der Internet-Nutzer.
Dem Blickwinkel Anzeigenmarkt widme ich den letzten Teil meiner Recherchen. Nebst dem Aufzeigen des Werbemarktes und Prognosen für die Zukunft zeige ich hier unter anderem am konkreten Beispiel Immobilienmarkt, wie ein Teilmarkt langsam von der Print-Tageszeitung ins Internet abwandert.
Anhand dieser Recherchen werde ich in einer SWOT-Analyse die Stärken resp. Schwächen sowie die Chancen resp. die Gefahren der beiden Medien aufzeigen. Im Schlussteil werfe ich einen Blick in die Zukunft. Ziel ist es, Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen, welche beiden Medien die Existenz resp. das Wachstum in der Zu- kunft ermöglichen werden.
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
1.2. Arbeitshypothesen
Natürlich habe ich, bevor ich mit den Recherchen beginne, auch eine gewisse Vorstellung, wie sich die beiden Märkte verändern könnten. Daraus folgen drei Arbeitshypothesen, auf welche ich am Ende der Recherchen nochmals zurückkommen werde.
1.2.1. Arbeitshypothese 1 - Herausgabe von Internetzeitungen
Ein dem Produkt der klassischen Print-Tageszeitung ähnliches Gefäss wird keine Konkurrenz für die Verleger darstellen. Die Technologien des Internets ermöglichen weitaus komplexere Kommunikationsformen, als das blosse Verbreiten statischer Nachrichten. Die Herausforderung der Verlage wird es sein, künftig eigene Websites dynamischer auszugestalten. Denn diese müssen auch für Verlage als Kommunikationskanal eingesetzt werden.
1.2.2. Arbeitshypothese 2 - Blickwinkel Lesermarkt
Mittelfristig werden typische Print-Tageszeitungs-Konsumenten das Internet lediglich komplementär nutzen. Spannend wird die Entwicklung von neuen Technologien sein, welche das Internet „mobiler“ machen. Je nach technologischer Entwicklung kann das Internet langfristig gewisse Formen der Print-Tageszeitung substituieren.
1.2.3. Arbeitshypothese 3 - Blickwinkel Anzeigenmarkt
Das Internet wird an Gewicht bei gewissen Werbeformen zu nehmen. Dazu gehören sicherlich die Rubrikenmärkte im Bereich Stellen- und Immobilienwerbung. Die kommerzielle Werbung 1 , welche heute in der klassischen Print-Tageszeitung erscheint, wird aber langfristig nur sehr wenig ins Internet verlagert.
1 Unter kommerzieller Werbung ist Marken- und Produktwerbung zu verstehen. Teilweise wird diese Art von Werbung auch als klassische Werbung bezeichnet.
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2. VO ORSTELLUNG B ME EDIEN 2 V BEIDER M
2.1. Printland Schweiz - Ein Zeitungsland stellt sich vor
Europaweit existieren in der Schweiz im Verhältnis zur Fläche und Bevölkerung die meisten Printmedien. Gemäss dem Verband Schweizer Presse 2 hatte die Schweiz im Jahre 2000 mit noch über 230 Zeitungstiteln eine einmalige Zeitungsdichte. Die internationale Studie „World Press Trends 2001“ der World Association of Newspapers erhob sogar im Jahre 2000, dass in der Schweiz 376 Titel erscheinen
Abbildung 1 - Anzahl Zeitungstitel pro Land im Jahr 2000 (Quelle: World Press Trends 2001)
Der Unterschied in den beiden Statistiken ist auf die unterschiedliche Messmethode zurückzuführen. Der Verband der Schweizer Presse misst seit 1995 mit einer neuen Methode, bei welcher die Gratiszeitungen, Amtsblätter, sowie Special-Interest- und Mitgliederzeitungen (bspw. Coop-Zeitung) nicht gezählt werden. Die World Association of Newspapers zählt diese Art von Titeln mit.
So oder so, die Vielfalt ist gewaltig, seit geraumer Zeit aber auch rückläufig. Der Ver-band Schweizer Presse misst die Entwicklung der Zeitungstitel und deren Gesamtauf-
2 www.schweizerpresse.ch
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
lage seit dem Jahre 1939. Allerdings wird erst seit 1995 die neue Messmethode an-gewandt, weshalb die früheren Jahre nicht vergleichbar sind.
Abbildung 2 - Entwicklung der Zeitungstitel der Schweiz (Quelle: Verband Schweizer Presse)
Die rückläufige Entwicklung der Titelvielfalt und Auflage in der Schweizer Printmedien-landschaft ist unter anderem auf die zahlreichen Fusionen der letzten Jahre zurückzuführen. Spontan kommt einem da die Fusion per Januar 2001 im Kanton Thurgau in den Sinn. Aus dem „Thurgauer Tagblatt“ und der „Thurgauer Zeitung“ wurde die „Thurgauer Zeitung - die Neue“. Aber auch die aktuellste Fusion im Mittelland per Januar 2002 mit der „Aargauer Zeitung“, der „Solothurner Zeitung“, dem „Oltner Tagblatt“ und dem „Zofinger Tagblatt“ lies wieder eigenständige Titel verschwinden. Mit dem sogenannten Kopfblattsystem - der Inhalt der Zeitung ist ausser dem Regionalteil bei sämtlichen Titeln der selbe, nur der Name der Zeitung ist anders - versucht man, den Leser nicht zu verunsichern.
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2.1.1 Eine Branche im Umbruch
In der Print-Tageszeitungsbranche der Schweiz war die unmittelbare Konkurrenz eigentlich nie gross. In jedem Gebiet haben sich in der Geschichte Zeitungen etabliert und die Einzugsgebiete haben sich nicht wesentlich überschnitten. Nicht nur die Welt sondern auch die Schweiz ist aber globaler geworden. Treffend hat es Albert P. Stäheli, Geschäftsführer der Espace Media Groupe anlässlich der Jahrestagung der Schweizer Werbeauftraggeber gesagt: „Die Überwindung von Distanzen ist nicht nur für uns Menschen einfacher geworden, sie stellt auch für jede Form von Informationsinhalten kein Problem mehr dar.“
Der Wandel der Zeit zeigt es deutlich. Die News dürfen nicht mehr von gestern sein. Aktualität ist gefragt. Dafür wollen wir aber auch weniger Zeit opfern, sprich kurze News werden favorisiert. Mit den neuen Formen der Tageszeitung - beispielsweise mit Pendlerzeitungen - können wir uns während der Fahrt zur Arbeit in Kürze informieren. Dieses Informationsverhalten führt zu neuen Formen und zur Schmälerung des Marktes der herkömmlichen Tageszeitungen. Daneben ist auch wichtig, dass die Print-Tageszeitungen nicht nur für die Erhaltung der bisherigen Leserschichten, sondern auch um junge Leser kämpfen. Stäheli trifft auch hier den Nagel auf den Kopf: „(...) so kämpft die Tageszeitung im Spagat darum, einerseits junge Leser zu gewinnen und andererseits bei den bestandenen Leserschichten keine Haare zu lassen! Mit jenen mittlerweile meist gratis anzutreffenden „General Interest Commodities“ geht das alles natürlich nicht mehr.“
Die Prognose 3 von Hanspeter Lebrument, Verleger der „Südostschweiz“ ist für die Zeitungsvielfalt Schweiz genau so schwarz. Lebrument sieht künftig die Einteilung der Medienlandschaft Schweiz in wenige Regionen. Diese Regionen um die grossen Medienhäuser werden von den derzeit grössten Titel der Schweiz beherrscht. Die nachstehende Abbildung zeigt Lebruments neue Medienkarte der Schweiz.
3 „persönlich“ Ausg. Mai 2002, S. 56 ff. „Hat die Schweiz nur noch Platz für wenige Medienhäuser?“
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
Abbildung 3 - Die neue Medienkarte (Quelle: Zeitschrift „persönlich“, Mai 2002)
Wohin führt diese Entwicklung? Die Ausführungen von Stäheli sind für die kleineren Zeitungen nicht sehr rosig. Stäheli glaubt, dass die Anzahl der Regionalzeitungen mit eigenständigen Komplett-Redaktionen weiterhin abnehmen werden. Die regionalen Marktkonsolidierungen gehen weiter, werden neu aber überlagert von einer zunehmend nationalen Dimension. Stäheli erwartet wie auch Lebrument eine neue „Medienkarte“. Den Gratisanzeigern gibt er eine grosse Chance und bei den Sonntagszeitungen glaubt Stäheli je nach Grösse der Sprachregion „an eine Zwei- bis Dreifal- tigkeit“.
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Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet
2.2. Das Internet - ein neues Medium ist geboren
Das Internet trägt den Beinamen „Netz der Netze“. Diese Bezeichnung beruht auf der weltweiten Verbreitung des Internets und auf der Tatsache, dass es eine unüberschaubare Anzahl von Teilnetzen weltweit miteinander verbindet.
Das Internet wurde 1969 unter dem Namen ARPANet 4 vom amerikanischen Verteidigungsministerium ins Leben gerufen und diente vor allem dazu, Wissenschaftlern und Militärs den Austausch von Informationen im Bereich der Verteidigung zu ermöglichen.
Die beträchtlich gestiegene Nutzung des Internets ist auf die Entwicklung des World Wide Web zurückzuführen. 1983 hatte der britische Wissenschaftler Tim Berners-Lee das ursprüngliche Konzept entwickelt und zehn Jahre später entstand daraus ein kommerzielles Projekt. Durch das World Wide Web wandelte sich das Internet von einem schwer zu handhabenden Hilfsmittel für Wissenschaftler und Techniker zu einem benutzerfreundlichen Tool für Unternehmen und Verbraucher.
2.2.1. Die Grösse des Internets
Wie gross ist das Internet? Messen wir die Grösse in Anzahl Hosts und Anzahl Nutzer weltweit, sind diese gigantisch.
Die folgende Abbildung zeigt das enorme Wachstum des Internets in Bezug auf die Hosts oder Server, die daran angeschlossen sind.
4 Advanced Research Project Agency Network
Arbeit zitieren:
Marcel Arnet, 2002, Der zukünftige Stellenwert der klassischen Print-Tageszeitung im Anzeigen- und Lesermarkt unter Berücksichtigung der Konkurrenzierung durch das Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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Anonym
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Diese Arbeit ist einfach genial und zeigt, dass die Schweiz künftig wohl an Tageszeitungen verlieren wird
am Wednesday, April 14, 2004-