Inhaltsverzeichnis
Einleitung 4
Methodik 5
Topographische Situation- Lage des Untersuchungsgebietes 7
Teil A
1. Topographische Situation im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 8
2. Naturräumliche Einordnung 9
3. Geologie und Geomorphologie 10
4. Klima 10
5. Historische und derzeitige Nutzung 11
6. Gesetzliche Grundlagen für Totalreservate und Naturwaldzellen 12
7. Gesetzliche Grundlagen für das NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 12
Teil B
1. Ziele und Anforderungen an Totalreservate (TR) 13
2. Ziele und Anforderungen an Naturwälder (NW) 13
3. Anforderungen an eine Flächenauswahl im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 14
4. Biotopstrukturen im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 15
4.1 Methodik 15
4.2 Ergebnisse 16
5. Biotopvielfalt im NSG Nonnenfliess- Schwärzetal 17
5.1 Methodik 17
5.2 Ergebnisse 18
6. Standortsvielfalt im NSG Nonnenfliess- Schwärzetal 20
6.1 Methodik 20
6.2 Ergebnisse 20
7. Die Potentiell Natürliche Vegetation im NSG- Nonnenfliess-Schwärzetal 22
7.1 Methodik 22
7.2 Ergebnisse 22
8. Der Natürlichkeitsgrad der Vegetation auf waldbestockten Standorten im NSG
Nonnenfliess - Schwärzetal 23
8.1 Methodik 23
8.2 Ergebnisse 23
9. Altersstrukturen im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 24
9.1 Methodik 24
9.2 Ergebnisse 24
10. Letzte forstliche Eingriffe im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 25
10.1 Methodik 25
10.2 Ergebnisse 25
2
11. Entwicklungsphasen, Schwarzerlenvorkommen und Quellen im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 26 11.1 Methodik 26 11.2 Ergebnisse 27 12. Konzentration von Strukturvielfalt im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 29 12.1 Methodik 29 12.2 Ergebnisse 29 13. Potentielle Standorte für Naturwaldzellen im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 31 Teil C 1. Schwerpunktuntersuchung im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal 34 2. Methodik 34 2.1 Auswahl von Transekt und Probeflächen 34 2.2 Erstellung eines Geländeprofils 34 2.3 Wasser unter Flur 34 2.3.1 Ergebnisse 35 2.4 Bestimmung von Bodentypen 35 2.4.1 Ergebnisse 35 2.5 Aufnahme waldkundlicher Grunddaten 35 2.5.1 Ergebnisse 36 2.6 Bestockungsanalyse 36 2.6.1 Ergebnisse 36 2.7 Zeichnung eines Strukturprofils 36 3. Zusammenfassung 37 4. Literatur 38 Danksagung
3
Einleitung
Mit der Verordnung über das Naturschutzgebiet Nonnenfliess-Schwärzetal vom 12. November 1996 konnte eines der bedeutendsten Fliessgewässerökosysteme mit einer für Nordbrandenburg einmaligen Gewässermorphologie gesichert werden. Der Schutzzweck nach §3 dieser Verordnung bezeichnet den hohen Wert des Nonnenfliess-Schwärzetal aufgrund der komplexen und naturnahen Biogeozönosen, der besonderen Bedeutung für die wissenschaftliche Forschung und Lehre und wegen seiner strukturellen Vielfalt. Im Hinblick auf eine noch zu erstellende Behandlungsrichtlinie war es dem Naturpark Barnim wichtig, das Nonnenfliess-Schwärzetal dahingehend zu überprüfen, ob eine Flächeneignung für die Ausweisung von Totalreservaten und Naturwaldzellen im NSG bestünde. Unter Leitung von Prof. Dr. A. Stöckmann konnte am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz der Fachhochschule Eberswalde im Vernehmen mit dem Leiter der Lehroberförsterei Eberswalde Herrn Forstrat E. Luft und Dr. P. Gärtner als Leiter des Naturpark Barnim eine Arbeit erstellt werden, die auf Grundlage ausgewählter struktureller Untersuchungen die Bedeutung des NSG Nonnenfliess-Schwärzetal für eine Totalreservats-und Naturwaldzellenausweisung genauso darstellt, wie die Notwendigkeit angewandter, landschaftsökologischer Lehre und Forschung.
4
Methodik
Strukturvielfalt wird in dieser Arbeit nicht nur als die Schichtung und der Deckungsgrad der Vegetationsdecke (vgl. MARKS ET AL. 1992) verstanden, sondern als die Repräsentanz von verschiedenen Biotopen und Geotopen in horizontaler, räumlicher Abfolge, dem Vorhandensein bestimmter an Waldgesellschaften gebundener Entwicklungsphasen in vertikal- horizontal, räumlicher Abfolge und der Maturität einer Gesellschaft als zeitliche Dimension auf der topischen Ebene. In Verbindung mit in den unter Teil B, Kapitel 3 genannten Anforderungen sind nach diesem Ansatz Flächen mit höchster Strukturvielfalt am Geeignetesten für eine Ausweisung als Totalreservat oder Naturwaldzelle. Die Ermittlung der geeigneten Flächen (potentielle Naturwaldzellen bzw. Totalreservatsflächen) erfolgt durch kartografische Überlagerung verschiedener Themenkarten (Konzentration von Strukturvielfalt) mittels GIS und Untersetzung dieser mit schriftlichen Quellen.
Zur Eingrenzung der potentiellen Flächen wurden folgende Themenkarten erstellt:
- Biotopstrukturen
- Strukturvielfalt Biotope
- Potentiell Natürliche Vegetation
- Natürlichkeitsgrade der Vegetation
- Entwicklungsphasen, Quellen und Erlenvorkommen
- Strukturvielfalt Standorte
- Altersstrukturen
- Letzte forstliche Eingriffe
- Konzentration von Strukturvielfalt
Das Ergebnis der Untersuchungen stellt die Karte „Potentielle Flächen für Naturwaldzellen“ dar. Auf Grundlage dieser Flächenauswahl wurde dann eine Detailuntersuchung durchgeführt. Hierzu wurde ein 130 m langes Transekt von 20 m Breite in eine Fläche gelegt, wo neben einem Geländeprofil und der Aufnahme waldkundlicher Daten (Brusthöhendurchmesser und Höhe der Bäume) Bestockungsanalysen durchgefürt wurden (Grundrißaufnahme der Horizontalstruktur, Strukturprofil zur Darstellung der Vertikalstruktur), um diese mit hydrologischen (Wasser unter Flur) und bodenkundlichen (Bodentypenklassifizierung) Daten zu untersetzen. Die Darstellung dieser Ergebnisse erfolgt in der Karte 11„Strukturvielfalt im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal.“
Da jeder Karte eine andere Methodik zugrunde liegt wird hier nicht genauer darauf eingegangen, sondern diese jedem Einzelnen Komplex vorangestellt.
5
Diese Arbeit gliedert sich im Folgenden in drei Teile : In Teil A wird das Untersuchungsgebiet kurz beschrieben und auf die gesetzlichen Grundlagen im Allgemeinen (Totalreservate, Naturwaldzellen) und im Speziellen (NSG Nonnenfliess-Schwärzetal) eingegangen.
In Teil B werden nach einer kurzen Einführung über Ziele und Unterschiede von Totalreservaten und Naturwaldzellen verschiedene Thematiken mit jeweils einer Karte behandelt um am Schluß eine Flächenentscheidung unter Hinzunahme von schriftlichen Quellen zu treffen.
Teil C beschäftigt sich exemplarisch mit einer auf Teil B aufbauenden Detailuntersuchung gemäß dem Untersuchungsprogramm für Schwerpunkt- Reservate nach H.D. KNAPP und L.JESCHKE (1991) für eine ausgesuchte Teilfläche.
6
Teil A
1. Topographische Situation im NSG Nonnenfliess-Schwärzetal
Das 520 ha umfassende Naturschutzgebiet Nonnenfliess-Schwärzetal befindet sich in den Landkreisen Barnim, nur der südlichste Teil (Quellgebiet) befindet sich im Landkreis Märkisch-Oderland. Seit 1998 ist es Bestandteil des 12300 ha grossen Naturpark Barnim. Im Rahmen dieser Arbeit soll aber nur der Teil südlich von Spechthausen des NSG Nonnenfliess-Schwärzetal“, im weiteren Untersuchungsgebiet (UG) genannt, untersucht werden. Es umfasst 301 ha und wird im Folgenden als nördlicher, mittlerer sowie südlicher Teil unterschieden. Die grösste Nord-Süd-Ausdehnung des Teilgebiets vom NSG Nonnenfliess-Schwärzetal in der Topographischen Karte, M 1: 10 000, 3148 SO Eberswalde, 3248 NO Tuchen-Klobbicke, 3248 SO Freudenberg, beträgt 7700 m mit den Koordinaten nördlicher Punkt: südlicher Punkt: Hochwert
Rechtswert 54 17 80 Die grösste Ost-West-Ausdehnung beträgt etwa 1140 m mit den Koordinaten östlicher Punkt:
Hochwert Rechtswert 54 17 96 Rechtswert 54 19 11 Das UG ist in die Gemarkungen Spechthausen, Schönholz, Tuchen und Klobbicke (südlicher Teil) sowie Heckelberg (südlichster Teil) aufgeteilt und untersteht dem Amt für Forstwirtschaft/ Lehroberförsterei Eberswalde mit zwei Revieren (Eberswalde, Grüntal) sowie der Oberförsterei Steinbeck mit einem Revier (Heckelberg).
Nördlich bei Spechthausen teilt die Bundesstrasse 2 die NSG-Teilbereiche Schwärzetal im Norden und Nonnenfliess im Süden.
Das Nonnenfliess entspringt südlich der Ortschaft Tuchen-Klobbicke in einem grossflächigen Quellgebiet. Das Nonnenfliess, dessen Wassereinzugsgebiet weit in die Barnimer Hochfläche hinein reicht, wird zusätzlich in niederschlagsreichen Monaten von Gräben gespeist (Alter Tramper Graben und Brennergraben) welche vom ehemaligen Truppenübungsplatz Trampe kommen.
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Ing. Oliver Thaßler, Matthias Scala, 2002, Strukturvielfalt in Naturschutzgebieten, München, GRIN Verlag GmbH
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