Geschlechtsneutrale Formulierung
Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Arbeit auf die geschlechtsneutrale Differenzierung verzichtet. Sämtliche Bezeichnungen gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter.
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
1.1 Hintergrund 1
1.2 Problemstellung 1
1.3 Forschungsfragen 1
1.4 Zielsetzung 2
2 Problematik der Demografischen Entwicklung 3
2.1 Allgemeine demografische Entwicklung 3
2.2 Veränderung der Altersstruktur 4
3 Begriffserklärungen 6
3.1 Pflege 6
3.2 Pflegebedürftigkeit 7
4 Das System der österreichischen Pflegevorsorge 9
4.1 Ausmaß der Pflegebedürftigkeit 9
4.2 Staatliche Pflegevorsorge 10
4.2.1 Geldleistungsbereich 10
4.2.2 Sachleistungsbereich 12
4.3 Finanzierung 13
4.4 Systematische Problemfelder 16
4.4.1 Sachleistungen: Kriterien und Transparenz 16
4.4.2 Geldleistungen: Kompetenzaufteilung und Einstufungskriterien 16
5 Die Umsetzung der österreichischen Pflegevorsorge 17
5.1 Formelle Pflege 17
5.1.1 Ambulante Pflege 17
5.1.2 Stationäre Pflege 18
5.1.3 Kurzzeitpflege 19
5.1.4 Teilstationäre Pflege 19
5.1.5 Betreutes Wohnen 20
5.1.6 Senioren Wohngemeinschaft 20
5.2 Informelle Pflege 20
6 Österreich im europäischen Vergleich 22
6.1 Öffentliche versus private Verantwortung für die Pflege 22
6.2 Geldleistungen versus Sachleistungen 23
6.3 Zugangsmöglichkeiten 25
6.4 Ausgaben für Langzeitpflege 26
6.5 Form der Finanzierung 27
6.5.1 Steuerfinanzierung 27
6.5.2 Versicherungsfinanzierung 28
6.5.3 Private Kostenbeteiligung 28
7 Weiterentwicklung des österreichischen Pflegevorsorgesystems 30
7.1 Stärkere Anbindung der Sachleistungen an das Geldleistungssystem 30
7.2 Verbesserung der Rahmenbedingungen für informell Pflegende 30
7.3 Zukünftige Finanzierung 31
Literaturverzeichnis 34
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Bevölkerungspyramide per 1.1.2009 _____________________________________ 3 Abbildung 2: Bevölkerung nach breiten Altersgruppen 1950 bis 2050 (mittlere Variante) ___ 4 Abbildung 3: Bevölkerungspyramide 2008, 2030 und 2050 (mittlere Variante) _____________ 5 Abbildung 4: Gewichtung der Aktivitäten des täglichen Lebens im ADL-Konzept __________ 8 Abbildung 5: Bundespflegegeldbezieher in der Pensions- und Unfallversicherung im
Dezember 2008 __________________________________________________________________ 9 Abbildung 6: Stufen des Pflegegeldsystems _________________________________________ 11 Abbildung 7: Ambulante Dienste in den österreichischen Bundesländern (2002) _________ 12 Abbildung 8: Altenwohn- und Pflegeheimplätze in den österreichischen Bundesländern
(2002) __________________________________________________________________________ 13 Abbildung 9: Anstieg der Pflegegeldausgaben von 1997 bis 2007 ______________________ 14 Abbildung 10: Schematische Darstellung der Zahlungsströme im österr. Pflegesystem ____ 15 Abbildung 11: Nettoausgaben in Mio. Euro für ambulante und stationäre Pflege in Österreich
________________________________________________________________________________ 18 Abbildung 12: Wahrscheinlichkeit von familialer Betreuung bei persönlicher
Pflegebedürftigkeit _______________________________________________________________ 23 Abbildung 13: Dominanz von Sach- bzw. Geldleistungen in der Langzeitpflege __________ 24 Abbildung 15: Klassifikation europäischer Länder hinsichtlich der Zugangsmöglichkeit zu
Pflegeleistungen _________________________________________________________________ 25 Abbildung 16: Ausgaben für die Pflege älterer Menschen, 2005 (in % des BIP) 1 __________ 26 Abbildung 17: Korrelation zwischen den Ausgaben für Langzeitpflege und den
Bevölkerungsanteil ab 80 Jahren (2000) ____________________________________________ 27 Abbildung 18: Ausgaben für Langzeitpflege in % vom BIP, unterteilt in private und öffentliche
Finanzierungsanteile _____________________________________________________________ 29 Abbildung 19: Anstieg der Pflegekosten bis 2030 (Mittelszenario) ______________________ 32
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
BIP Bruttoinlandsprodukt BPGG Bundespflegegeldgesetz B-VG Bundesverfassungsgesetz bzw. beziehungsweise d.h. das heißt EU Europäische Union Mio. Millionen
ÖBIG Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen u. Ä. und Ähnliches z.B. zum Beispiel
1 EINLEITUNG
1.1 Hintergrund
Der demographische Wandel bewirkt, dass der Anteil der älteren Menschen in den Industrieländern stark steigt. Auch Österreich ist von der Problematik des ‚Double Agings‘, d.h. sinkende Geburtenzahlen bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebenserwartung, betroffen. So geht die Statistik Austria davon aus, dass in 20 Jahren die Einwohnerzahl in Österreich auf neun Mio. anwachsen wird, wobei 30 % davon über 60 und bereits jeder Neunte über 75 Jahre alt sein wird (Statistik Austria, 2010a).
Die veränderten Haushaltsstrukturen, wie z.B. der Anstieg an Ein-Personen-Haushalten und der Trend zur Kleinfamilie sowie die vermehrte Berufstätigkeit von Frauen, die den Hauptteil der familialen Pflege leisten, verschärfen die ohnehin prekäre Situation. Anlässlich dieser Entwicklung ist es unumgänglich Vorbereitungen zu treffen um dem zukünftigen Bedarf an Pflegeleistungen gerecht zu werden.
1.2 Problemstellung
Das österreichische Pflegevorsorgesystem muss weiter entwickelt werden, will es auch in Zukunft bestehen bleiben und vor allem finanzierbar sein. Dabei ist als erster Schritt eine Analyse des derzeitigen Systems unumgänglich. Einerseits sollen die bestehenden rechtlichen Grundlagen beleuchtet werden. Andererseits soll aber auch auf die Umsetzung dieser gesetzlichen Regelungen in die Praxis eingegangen werden.
Durch die Auseinandersetzung mit der Organisation, Koordination und Finanzierung von Pflegevorsorgesystemen in anderen europäischen Ländern sollen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des österreichischen Systems aufgezeigt und durch den direkten Vergleich Potentiale zur Weiterentwicklung identifiziert werden.
1.3 Forschungsfragen
Aus der vorangegangenen Problemstellung leitet sich folgende Forschungsfrage ab:
Wie gestaltet sich das österreichische Pflegevorsorgesystem im Vergleich zu anderen europäischen Ländern?
1.4 Zielsetzung
Ziel dieser Ausarbeitung ist es, einen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Pflegevorsorge in Österreich zu geben. Zusätzlich soll auch die Umsetzung dieser Gesetze in die Praxis beleuchtet werden. Durch einen Vergleich mit anderen europäischen Ländern sollen Möglichkeiten der Weiterentwicklung aufgedeckt werden.
2 PROBLE R DEMOGRAF FISCHEN EN EMATIK DER TWICKLUNG G
2.1 All lgemeine d demografis sche Entwic cklung
Die Einwo ohnerzahl im m Jahr 200 8 betrug im m Jahresdur rchschnitt 8 8,337 Mio. u und wird im Jahr 20 030 die 9 M Millionen Gr renze übers schreiten. B Bis 2050 wir rd Österreic ch sogar 9,5 Mio. Einwohner r zählen (S Statistik Au ustria, 2010 0a). Die G Gesamtbevö ölkerung wächst ste etig aufgrun nd von Zuw wanderung. Die österre eichische Be evölkerungs sstruktur unterlag im mmer scho n starken V Veränderun gen, wie au uch die nac chfolgende Darstellung der B Bevölkerung gspyramide e zeigt. Der r Ausdruck „Pyramide“ “ ist genau genommen nicht t mehr korr rekt, da die e geburtens starken Jah hrgänge de er 1950er u und 60er Jahre den n größten A Anteil der ö sterreichisc chen Bevölk kerung vert treten, wäh rend die Basis aufg grund der rü ückgängige n Geburten nzahlen star rk abgenom mmen hat.
Abbildung 1 : Bevölkerung gspyramide pe er 1.1.2009
Dieses Bil ld lässt die bevorstehe enden Zuwä ächse im Be ereich der ä älteren Bevö ölkerung erahnen u und zeigt, d dass beson nders bei de er Bevölker rung über 6 60 ein kräft tiger Anstieg zu e rwarten ist. Bedingt sin nd diese Zu uwächse ein nerseits dur rch den kon ntinuierlichen Anst tieg der dur rchschnittlic chen Leben nserwartung g, andererse eits spielt v vor allem der Übertr ritt in das P Pensionsalte er der Baby y-Boom-Ge enerationen der späten n 1950er und 1960e er Jahre ein ne entscheid dende Rolle e.
2.2 Ve eränderung g der Alters sstruktur
Die Zahl d der über 60--Jährigen in n Österreich h wird laut S Schätzunge en der Statis stik Austria (2010a a) von 1,88 8 Mio. im Ja ahr 2008 bis s 2015 um 10 % auf 2 ,07 Mio. an nsteigen. Bis zum J ahr 2030 w wird ein weit terer Anstie eg auf 2,81 Mio. (+49 % %) erwartet t und bis 2050 auf 3,24 Mio. (+72 %). D Die nachfolg gende Abbi ildung zeigt t sehr deut tlich den bevorsteh enden Anst tieg dieser Bevölkerun gsgruppe.
Abbildung 2 : Bevölkerung g nach breiten Altersgruppen n 1950 bis 205 50 (mittlere Va ariante)
Arbeit zitieren:
Maria Wurzer, 2010, Das österreichische System der Pflegevorsorge im europäischen Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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