Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Einleitung 2 / 3
1. Biographie: Nikolaus Kopernikus 3 / 4
2. Die Weltbilder von Aristoteles und Ptolemäus 4 / 5
3. Das heliozentrische Weltbild von Kopernikus 6 / 7
4. Die Auswirkung Kopernikus auf die Öffentlichkeit und die Kirche 7 / 8
5. Vollendung und Weiterentwicklung des heliozentrischen Weltbildes durch 9
Kepler , Galilei und Newton
Fazit 9 / 10
Literaturverzeichnis / Quellenverzeichnis 11
1
Einleitung
Schon im alten Ägypten wusste man, dass es 365 Tage dauert, bis Tage und Nächte wieder identisch lang sind. Von Sternenbeobachtern wurden Kalendersysteme erstellt, die schon damals als wertvolle Orientierungshilfe galten und sogar eine Monatseinteilung ermöglichten. Die alten Griechen orientierten sich an Sternenbildern und nahmen schon damals wahr, dass sich Planeten bewegen. Im 4. Jahrhundert vor Christus entwickelte Aristoteles die Theorie von einem Weltbild, indem die Erde als ruhender Mittelpunkt des Universums gesehen wurde. Im 2. Jahrhundert vor Christus entstand das geozentrische Weltbild von Claudius Ptolemäus, welches auch Ptolemäisches System genannt wird. Das ptolemäische System ging davon aus, dass die Erde das Zentrum aller Dinge sei und alle Himmelskörper sich um die Erde drehen. Dieses der menschlichen Wahrnehmung entgegenkommende Weltbild wurde schließlich erst im 15. Jahrhundert durch Nikolaus Kopernikus in Frage gestellt. Kopernikus verwarf die Theorien von Aristoteles und Ptolemäus nicht vollständig, sondern entwickelte sie weiter, was schließlich in seinem heliozentrischen Weltbild mündete. Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich zunächst kurz mit der Person Nikolaus Kopernikus und enthält deshalb einen kleinen biographischen Teil über sein Leben. Weiterhin werden die bedeutungsvollsten Weltbilder der Antike von Aristoteles und Ptolemäus erläutert, da diese für sehr lange Zeit einen großen Einfluss auf das menschliche Bewusstsein und Denken hatten. Anschließend wird auf das heliozentrische Weltbild von Kopernikus eingegangen um dessen revolutionären Charakter zu veranschaulichen. Dabei ist es von großer Bedeutung wie das heliozentrische Weltbild auf die Öffentlichkeit wirkte und welchen Einfluss diese Theorie auf das menschliche Denken hatte. Die Kirche spielt hierbei eine besondere Rolle, denn gerade von dieser Seite aus wurde keinerlei Anerkennung für die wissenschaftlichen Theorien von Kopernikus entgegengebracht. Die Theorien von Kopernikus wurden von Kepler, Galilei und Newton weiterentwickelt, was auch in einem kurzen Beitrag dieser Ausarbeitung erläutert wird. Schließlich muss man sich die Frage stellen, wo die Menschheit heute ohne Anerkennung dieser
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Aufklärung stehen würde. Betrachtet man die Wissenschaftsverdrossenheit der Kirche, würde man heute wahrscheinlich immer noch davon ausgehen, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, und dass sich alle anderen Himmelskörper um die Erde drehen. Doch nicht nur die Kirche, sondern auch der Islam zeichnet sich dadurch aus, das Wissenschaft und Weiterentwicklung stets aufgehalten werden sollen um Entdeckungen, die Glaubens- oder Traditionsschädlich sein könnten aufzuhalten.
1. Biographie: Nikolaus Kopernikus
Nikolaus Kopernikus wurde am 19. Februar 1473 in Thorn an der Weichsel geboren. Im Alter von zehn Jahren verlor Kopernikus seinen Vater, weshalb er von seinem Onkel
Lukas Watzenrode großgezogen wurde. Watzenrode war geweihter Priester und außerdem sehr wohlhabend und einflussreich, was sich für den späteren Werdegang von Kopernikus als sehr vorteilhaft herausstellen sollte, denn 1491 konnte sich Kopernikus an der Universität in Krakau einschreiben, wo es für ihn schließlich die ersten Berührungspunkte mit der Astronomie gab. 1 Wenige Jahre später hatte Kopernikus seinem Onkel eine Position als Domherr zu verdanken, die ihm einen lebenslangen Unterhalt bescherte. Die Position als Domherr brachte allerdings auch Pflichten mit sich, die den Studienverlauf von Kopernikus erheblich erschwerte und in die Länge zog. 1496 studierte Kopernikus kanonisches Recht in Bologna und wohnte in dieser Zeit bei dem Astronomen Dominicus Maria de Novara, der großen Einfluss auf Kopernikus hatte. Erst neben Novara scheint Copernicus die Lust an Himmelsbeobachtungen bekommen zu haben. Da beobachtete er den Stern Aldebaran. Novara beobachtete die Sonne, Copernicus den Mond und Konjunktionen der Planeten. 2 Novara kritisierte das geozentrische Weltbild und brachte Kopernikus dazu eigene Beobachtungen anzustellen. In Bologna machte Kopernikus keinen Abschluss und versuchte sich später in Padua in der Medizin. Auch hier kam es nie zu einem Abschluss, weil Kopernikus immer wieder seinen Pflichten als Domherr nachgehen musste. Im Jahre 1503 gelang dann schließlich doch der Abschluss eines Studiums an der Universität Ferrara in
1 vergl. dazu Hermann Kesten; Copernicus und seine Welt, 1953, S.55
2 vergl. dazu Hermann Kesten; Copernicus und seine Welt, 1953, S.178
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Arbeit zitieren:
Marco Patzlaff, Gerd Bengner, 2011, Die Entstehung des Weltbildes, München, GRIN Verlag GmbH
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