INHALT
I Einleitung 1
II Eine kurze Einführung. 2
1 Klärung einiger notwendiger Begriffe. 2
1.1) Oralität und Oralphilosophie. 2
1.2) Schriftlichkeit. 3
1.3) Die Konvergenz. 3
2 Von der Idee der Konvergenz 5
III Konvergenzphilosophie 8
1) Die Methoden der Oralität. 8
1.1) Primäre Methoden der Oralität. 9
1.1.1) Mediation. 10
1.1.2) Inspiration. 11
1.1.3) Initiation. 13
2) Die Konvergenzprinzipien. 14
IV Schluss 16
2
I Einleitung
Diese Arbeit wird sich mit einer neuen Art und Weise des philosophischen Denkens befassen, welches von seinem Urheber Jacob Emmanuel Mabe als „Konvergenzphilosophie“ oder „Konvergentialismus“ bezeichnet wird. Die Gründe, warum die Propagierung einer neuen Art des Denkens notwendig wurde und wie sich dieser von Mabe angebotene Weg nun methodisch zusammensetzt, wird in seinem Buch „Mündliche und schriftliche Formen philosophischen Denkens in Afrika“ umfassend erörtert, welche jedoch lediglich in grobem Umrisse zu besprechen die Aufgabe dieser Arbeit sein wird.
In „grobem Umrisse“ soll heißen, dass ich mein Augenmerk auf die Wege der Etablierung der Konvergenzphilosophie und ihrer Methoden richten werde, wobei die Explikation der Gründe für die Notwendigkeit dieser neuen Denkrichtung nur kurz angeschnitten werden soll. In Besprechung eines Buches, dass tatsächlich drei viertel seiner Kapazität durch die Begründung eben dieser Notwendigkeit der angebotenen Denkrichtung ausschöpft, heißt es nun wirklich grob Umrissen, wenn man sich allein auf das methodische dieses Denkens konzentriert. Dieses kann aber bei einer Arbeit mit beschränkten Rahmenbedingungen, wie sie meines ist, nicht anders gehandhabt werden. So sollen also zur Einführung einige Begrifflichkeiten im Sinne Mabes erörtert werden, da ohne ihr korrektes Verständnis kein vorankommen möglich ist, wonach kurz die Rahmenbedingungen für die Entstehung und die Notwendigkeit der Konvergenzphilosophie erläutert werden sollen. Nachdem somit die Grundlage für das Verständnis des Konvergentialismus gegeben wurde, wird auf die Methode, insbesondere auf die seiner oralphilosophischen Komponente einzugehen sein. Mein bestreben wird dabei sein die Theorie in all ihrer Komplexität mit einfachen, greifbaren Sätzen darzulegen.
Dieser Arbeit liegt einzig das Werk Mabes zugrunde. Ich werde mich also lediglich an seinen Ausführungen orientieren, ohne andere Positionen zu berücksichtigen.
1
II Eine kurze Einführung
1 Klärung einiger notwendiger Begriffe
Die im vorab zu klärenden Begriffe sind nicht nur notwendig, da ohne ihre Rechte Erfassung kein gesundes Verständnis der Ausführungen möglich ist, sondern auch und besonders darum, weil Mabe die wichtigen Begriffe mit denen er operiert stets selbst bestimmt, daher es für unsere Zwecke angemessen scheint sie vorab zu erläutern.
1.1) Oralität und Oralphilosophie
Unter Oralität wird die mündliche Artikulation der Gedanken verstanden. Allerdings ist zu bemerken, dass hierbei die mündliche Aussprache der einzige Weg ist seine Gedanken zu formulieren. Das Denken, dass sich allein auf die Mündlichkeit und auf mündlich getroffene Urteile stützt, heißt Oralphilosophie. Der Begriff der Oralphilosophie wird als Neologismus von Mabe eingeführt und dadurch spezifiziert, dass sie vom Oraltraditionellen Denken abgegrenzt wird. Während unter Oraltraditionellem Denken das Denken verstanden wird, dass sich allein auf die oralen Überlieferungen der Ahnen stützt und sie jeweils als unumstößliche Dogmen auffasst, wird unter Oralphilosophie ein Denken verstanden, dass stets kritisch ist. Ihnen beiden ist gemein, dass sie keine anderen Quellen als die mündlichen kennen, sich also nicht auf das Buchwissen berufen. Jedoch hebt sich die Oralphilosophie dadurch hervor, dass sie keine Dogmen kennt. Sie zeichnet sich durch Kritikfähigkeit und Kreativität aus. Kreativität dahingehend, dass sie stets nach neuen Lösungen für gegebene gegenwärtige Probleme sucht und dabei weder Neologismen, noch auch ungewohnte Denkansätze scheut.
„Das Oraltraditionelle Denken speist sein Wissen überwiegend aus Märchen, Sprichwörtern, Chroniken, Erzählungen, Legenden etc., die zu den wichtigsten oralen Gattungen zählen. Die hier verstandene Oralphilosophie hingegen suggeriert ein autonomes Denken, das den Dialog im Sinne von vitalem Austausch und Streit der Meinungen fördert. Sie ist zwar keine Gelehrtenphilosophie, folgt jedoch methodisch und stilistisch eigenen Gesetzen bei der Gewinnung oder
2
Weitergabe von Erkenntnis. Man kann sie auch als ein Moment bezeichnen, in dem der allgemeine Volksmund endet.“ 1
1.2) Schriftlichkeit
Unter Schriftlichkeit ist nicht alles das gemeint, was wir gemeinhin als Literatur bezeichnen. Also Literatur im weitesten Sinne als Sammelbegriff für alles schriftlich niedergeschriebene. Unter Schriftlichkeit ist eine Art und Weise des Denkens gemeint, welches die Schrift als Werkzeug der Gedankenübermittlung benutzt und sich dabei einer der Schriftlichkeit eigenen Methode bedient. Auch die Begriffe mit denen die Schriftlichkeit operiert sind natürlich Begriffe, die sich während der schriftlichen Diskussionen als Fachbegriffe etabliert haben. Ferner ist keinem Schriftphilosophen gestattet Ideen zu formulieren ohne sich auf andere Schriftphilosophen zu berufen, oder zumindest ihre Sichtweisen zu kennen. Denn, will man etwas Fundiertes sagen, so ist es unumgänglich über den aktuellen Stand der Forschung informiert zu sein. Die Schriftgelehrten kennen und akzeptieren kein Wissen, dass sich nicht auf etwas Niedergeschriebenes stützen kann. So kann es während einer mündlichen Diskussion passieren, dass einem Menschen nicht zugehört oder geglaubt wird, obwohl er die Wahrheit sagt. Und zwar aus dem Grunde nicht, weil er sein Wissen nicht auf etwas Niedergeschriebenes stützt. Hätte er bei seinen Reden auf bestimmte Textstellen verweisen können, so würde er vielleicht als ein weiser Mensch gelten. Spontanität ist bei Schriftgelehrten Tabu und Kreativität nur erlaubt, insofern man diese Kreativität auf dem Blatt demonstriert.
1.3) Die Konvergenz
„Oralität und Literalität konvergieren, das heißt harmonisieren, kombinieren, auf dieselbe methodische Grundlage stellen, zwecks gemeinsamen Ziels zusammenführen.“ 2
1 Mabe, J. E. (2005). Mündliche und schrifltiche Formen philosophischen Denkens in Afrika. Frankfurt am Main: Europäischer Verlag der Wissenschaften. S.335
2 Ebd., S.14
3
Arbeit zitieren:
Hureyre Kam, 2009, Neue Wege des Denkens - die Konvergenzphilosophie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart: Neue Wege des Denkens - die Konvergenzphilosophie ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart: neuer Titel erschienen: Neue Wege des Denkens - die Konvergenzphilosophie
Hureyre Kam hat einen neuen Text hochgeladen
New Pathways in the Professional Development of Teachers. Neue Wege in...
Tomás Janík, Petr Knecht
Neue Wege zur Schlüsselqualifikation Schreiben
Autonome Schreibgruppen an der...
Katrin Girgensohn
Ambulante Pflege: Neue Wege und Konzepte für die Zukunft
Professionalität erhöhen - Wet...
Martina Hasseler, Martha Meyer
0 Kommentare