Inhaltsverzeichnis
Abbildungen. 3
1 Einleitung. 4
2 Flusslaufentwicklung im Überblick 5
2.1 Flussterrassen. 5
3 Heutiger Flussverlauf. 6
4 Flusslaufentwicklung der oberen Donau. 7
4.1 Entstehung der Urdonau 7
4.2 Gewässersystem der Urdonau. 8
4.3 Flusslaufverlegungen 10
4.3.1 Aaredonau 10
4.3.2 Alpenrhein. 11
4.3.4 Flussanzapfung durch die Wutach 16
4.3.5 Ausblick 17
5 Entwicklung des mittleren und unterem Flusslaufes 18
6 Einfluss des Menschen. 19
7 Schlussbemerkungen. 20
Internetquellen 21
Literaturverzeichnis 22
Anhang. 23
2
Abbildungen
Abb. 1: Schematische Darstellung der Terrassenbildung durch Einschneidung und
Aufschotterung...........................................................................................................5
während des Obermio-/Pliozän im Alpenvorland......................................................9
Tabellen
1 Einleitung
Die Donau ist einer der längsten und wasserreichsten Flüsse Europas. Sie hat ein riesiges Einzugsgebiet und entwässert große Teile des südlichen Mitteleuropas und Südosteuropas. An vielen Stellen ist deutlich sichtbar, dass die Donau nicht immer ihr heutiges Flussbett durchfloss, sondern eine ereignisreiche Vergangenheit hat, die ihren Lauf häufig und einschneidend verändert hat.
„Von wann ab können wir in der Erdgeschichte einen Flusslauf nachweisen, welcher im allgemeinen demjenigen entspricht, den wir jetzt Donau nennen?“ (Zenetti, 1919, S. 7) Wie sah dieser aus? Wie hat sich die Donau weiter entwickelt und welche Umstände führten zu den Laufverlegungen? Ich möchte mich in der vorliegenden Arbeit diesen Fragestellungen widmen und dabei den heutigen Erkenntnisstand zum Thema darlegen. Der Schwerpunkt meiner Betrachtung soll auf dem oberen Teil der Donau liegen. In diesem Bereich, der sich hauptsächlich im Alpenvorland Süddeutschlands befindet, fanden die wichtigsten Prozesse und Veränderungen statt, welche die Entstehung der Donau in ihrer heutigen Form geprägt haben.
Nach einigen kurzen Erläuterungen zu Flusslaufentwicklungen im Allgemeinen werde ich, ausgehend vom gegenwärtigen Verlauf, die Flussgeschichte seit dem oberen Miozän darstellen. Ich gebe einen kurzen Überblick zum heutigen Forschungsstand, bevor ich auf die Entstehung und das Gewässersystem der Urdonau eingehe. Danach betrachte ich speziell die Geschichte des oberen und kurz die Geschichte des mittleren und unteren Flussabschnitts. Abschließend werde ich kurz den Einfluss des Menschen auf den Flusslauf aufzeigen und meine Ausführungen in den Schlussbemerkungen noch einmal zusammenfassen.
Die Flussgeschichte der Donau fand in einem ausgedehnten Zeitraum statt. Zum Zwecke der Verdeutlichung befindet sich im Anhang eine Zeittafel. Dort sind die wichtigsten Abschnitte der Entwicklung noch einmal geordnet dargestellt. Mit dieser Hilfe kann man die im Text verwendeten Angaben zeitlich besser einordnen.
4
2 Flusslaufentwicklung im Überblick
Die Laufentwicklung von Flüssen im Tertiär und Quartär kann heutzutage durch verschiedene Möglichkeiten nachvollzogen werden. Beweise für die Flussgeschichte lassen sich unterscheiden nach Groß- und Kleinformen. Großformen sind zum Beispiel Mäandertäler, Durchbruchsberge, Prall- und Gleithänge oder vom Fluss aufgeschüttetes Lockermaterial, die sogenannten Schotterterrassen. Zu den Kleinformen zählt eben dieses Lockermaterial, das aus Kiesen und Geröllen besteht und in seiner Gesamtheit als Schotter bezeichnet werden kann. Die Untersuchung dieses abgelagerten Materials, durch geeignete Methoden, kann Aufschluss über seine Herkunft geben und damit die Rekonstruktion der Flussgeschichte ermöglichen (Niedermeier 1995).
2.1 Flussterrassen
Flussterrassen sind eine der besten Möglichkeiten, um die Geschichte eines großen Stromes nachvollziehen zu können. Die Entstehung von Flussterrassen ist dabei das Ergebnis eines mehrfachen Wechsels zwischen Erosion und Akkumulation. Verantwortlich für diesen Wechsel sind im Wesentlichen zwei Faktoren: die tektonisch bedingte Änderung der Gefällsverhältnisse und die klimatisch bedingte Änderung der Abflussmenge (Ehlers, 1994, S. 112).
Wenn sich ein Fluss bis zu einer bestimmten Tiefe eingeschnitten hat, bewirkt Seitenerosion eine Verbreiterung der Talaue. Hier werden Kies, Sand und Ton als Sedimente abgelagert. Wenn das Gebiet nun tektonisch gehoben wird, muss sich der Fluss daran anpassen und Tiefenerosion setzt ein, bis die Hebung kompensiert ist. Der mehrfache Wechsel zwischen diesen beiden Prozessen führt dazu, dass man heute noch Terrassenreste an den Hängen findet. Die obersten Terrassen sind demzufolge auch die ältesten und die unteren entsprechend jünger (Wagenbreth & Steiner, 1990, S. 20).
Abb. 1: Schematische Darstellung der Terrassenbildung durch Einschneidung und Aufschotterung (aus Wagenbreth & Steiner, 1990, S. 20)
5
Eine weitere, besonders für Mitteleuropa zutreffende, Ursache für die Terrassenbildung hängt mit der Vergletscherung im Pleistozän zusammen. Mit dem Vorrücken der Talgletscher gelangten große Mengen groben Gesteinsschutts in das Flusssystem. Die breiten Talsohlen wurden daraufhin mit großen Mengen aufgeschüttetem Alluvium gefüllt. Als eine Klimaerwärmung nun zum Abschmelzen des Inlandeises führte, ließ die Lieferung grober Geröllfracht nach. Die reichlichen Abflussmengen, verbunden mit geringer Geröllfracht, bedingten nun eine Erosion des Flussbettes, welches nun tiefer und schmaler wurde. Wie in Abbildung 1 zu sehen, bleiben auf beiden Seiten des Tals stufenartige Formen, die sogenannten Aufschüttungsterrassen, bestehen (Strahler & Strahler, 2005, S. 390).
Mit Hilfe von petrographisch-sedimentalogischen Parametern können die Schotter der Flussterrassen auf ihre Herkunft, Ablagerungszeit und Sedimentationsbedingungen hin untersucht werden. Geeignete Parameter sind dabei unter anderem „Korngröße, Gefüge, lithologische Zusammensetzung und Verwitterungsgrad der Kies- oder Sandfraktion, oder Schwermineralanalysen“ (Ehlers, 1994, S. 113).
3 Heutiger Flussverlauf
Nach der Wolga ist die Donau der zweitlängste Strom Europas. Ihre Länge beträgt 2857 km bei einer mittleren Wasserführung von 6450 m³/s. Der Zusammenfluss der beiden Flüsse Brigach und Breg, sowie einer eigenständigen Quelle in Donaueschingen lässt die Donau am Rande des Schwarzwaldes entstehen.
Abb.
2: Donau-Karte (aus Ullrich, D. (2005) unter
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Arbeit zitieren:
Frank Herzer, 2010, Die Flussgeschichte der Donau, München, GRIN Verlag GmbH
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