I
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG. 1
2 BEGRIFFLICHKEITEN UND BEGRIFFSABGRENZUNGEN 3
2.1 INFORMATIONSSICHERHEIT 3
2.2 INFORMATIONSSICHERHEITSMANAGEMENT 4
2.2.1 Funktion und Ziel des Informationssicherheitsmanagement. 4
2.2.2 Überblick über die Standards 6
3 GESTALTUNGSELEMENTE DER
INFORMATIONSSICHERHEITSMANAGEMENTSYSTEME IN AUSGEWÄHLTEN
STANDARDS 9
3.1 BESTANDTEILE VON INFORMATIONSSICHERHEITSMANAGEMENTSYSTEMEN. 9
3.2 VORGEHENSWEISE BEI DER UNTERSUCHUNG DER AUSGEWÄHLTEN STANDARDS. 10
3.3 DIE ISO/IEC 17799 UND ISO/IEC 27001 DER INTERNATIONAL ORGANIZATION FOR
STANDARDIZATION (ISO) 10
3.3.1 Art und Funktionsweise 10
3.3.2 Vorgaben und Hinweise zur Implementierung eines ISMS nach ISO/IEC 17799 und
ISO/IEC 27001. 12
3.4 DIE IT INFRASTRUCTURE LIBRARY (ITIL) VON CENTRAL COMPUTER AND
TELECOMMUNICATION AGENCY (CCTA) UND OFFICE OF GOVERNMENT COMMERCE
(OG)C 14
3.4.1 Art und Funktionsweise 14
3.4.2 Vorgaben und Hinweise zur Implementierung eines ISMS nach ITIL. 16
3.5 DIE CONTROL OBJECTIVES FOR INFORMATION AND RELATED TECHNOLOGY (COBIT)
DER INFORMATION SYSTEMS AUDIT AND CONTROL ASSOCIATION (ISACA) 17
3.5.1 Art und Funktionsweise 17
3.5.2 Vorgaben und Hinweise zur Implementierung eines ISMS nach COBIT. 19
3.6 ZUSAMMENFASSENDE KONZEPTIONALISIERUNG. 20
4 FAZIT UND AUSBLICK 21
II
Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: IT-SICHERHEITSPROZESS.
ABB. 2: KLASSIFIKATION VON STANDARDS IN BEREICHE.
ABB. 3: BESTANDTEILE DES INFORMATIONSSICHERHEITSMANAGEMENTSYSTEMS.
ABB. 4: DER ISMS PLAN-DO-CHECK-ACT-ZYKLUS
ABB. 5: FRAMEWORK DER ITIL-DOKUMENTATIONEN NACH ITIL VERSION 3.
ABB 6: DAS COBIT FRAMEWORK
Tabellenverzeichnis
TAB. 1: SYNOPTISCHE GEGENÜBERSTELLUNG.................................................................................21
Abkürzungsverzeichnis
BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. BS British Standard BSI Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik CCTA Central Computer and Telecommunication Agency COBIT Control Objectives for Information and Related Technology DIN Deutsches Institut für Normung e. V. IEC International Electrotechnical Commission ISACA Information Systems Audit and Control Association ISM Informationssicherheitsmanagement ISMS Informationssicherheitsmanagementsystem ISO International Organization for Standardization IT Informationstechnologie ITGI IT Governance Institute ITIL IT Infrastructure Library itSMF IT Service Management Forum Deutschland e. V. IuK Informations- und Kommunikationstechnologie OGC Office of Government Commerce PDCA Plan, Do, Check, Act RACI Responsible, Accountable, Consulted, Informed SLA Service Level Agreements
1 Einleitung
Beinahe täglich kann man den Medien neue Meldungen über Problematiken beim Schutz sensibler Daten, über Hackerangriffe auf Sicherheitslücken bei Banken etc. entnehmen. So wurde in jüngster Vergangenheit sogar die Bundesregierung im Vorfeld des Besuches der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, in China, vermeintlich Opfer solcher Angriffe. 1
In Zeiten einer stark gestiegenen Relevanz der Informationstechnik sowohl für öffentliche Einrichtungen (Behörden), als auch für privatwirtschaftliche Unternehmungen, gebührt dem Schutz vor unberechtigtem Zugriff auf Daten sowie der Unversehrtheit von Daten und Systemen eine besondere Aufmerksamkeit. Diese Organisationen „sind in immer höherem Maße auf eine funktionierende IT angewiesen“ 2 , denn schon ein temporärer Ausfall kann unter Umständen Existenz bedrohende Auswirkungen haben. 3 Dabei geht es nicht nur um technische Gesichtspunkte, um externe Gefahren zu minimieren, sondern vielmehr um ein Zusammenspiel aus technischen, personellen, organisatorischen, rechtlichen und infrastrukturellen Aspekten in einem umfassenden Sicherheitskonzept, welches einen Schutz gegenüber externen und internen Gefahren ermöglicht. 4 In einem sog. Informationssicherheitsmanagementsystem, kurz ISMS, werden diese Aspekte miteinander verbunden. 5 Bei der Implementierung und dem Betrieb eines solchen kann sich die Organisation an diversen Standards und Kriterienwerken zur Informationssicherheit orientieren. Hier liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit. Es soll untersucht werden, inwiefern ausgewählte Standards ökonomisch bedeutsame Angaben hinsichtlich der Implementierung eines ISMS beinhalten.
Dabei gilt es, zunächst im folgenden Kapitel einige relevante Begrifflichkeiten zu definieren und ggf. voneinander abzugrenzen.
1 Vgl. Kurbjuweit (2007), S. 48. Weiterführend zu Gefahren, Schäden und entstehenden Kosten
durch unzureichende Informationssicherheit sei der Leser exemplarisch auf Garg/Curtis/Halper
(2003) und Lobree (2003) verwiesen.
2 BITKOM/DIN (2006), S. 7.
3 Vgl. Duscha (2007), S. 41-48.
4 Vgl. Rebholz/Loth (2002), S. 30 sowie Fröschle (2004), S. 5f.
5 Vgl. Werners/Klempt (2005), S. 1.
Das dritte Kapitel bildet den Kern der Arbeit, in welchem exemplarisch an Hand von drei ausgewählten Standards zur Informationssicherheit überprüft werden soll, inwiefern diese Aussagen und Informationen zur Implementierung von ISMS enthalten. Darüber hinaus wird neben den eigentlichen Standards auch wissenschaftliche Sekundärliteratur zur Analyse hinzugezogen, um den Überblick über die Gestaltungselemente fundierter darlegen zu können. Das Kapitel wird abgerundet mit einer zusammenfassenden Konzeptionalisierung der herausgearbeiteten Erkenntnisse. Abschließend wird im vierten Kapitel ein Fazit zu den vorstehenden Ausarbeitungen gezogen sowie ein Ausblick auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Bereich der Informationssicherheit und deren Standards gegeben.
2 Begrifflichkeiten und Begriffsabgrenzungen
Im Rahmen dieses Kapitels soll zunächst der Begriff der Informationssicherheit geklärt werden. Dabei wird auch auf die zum Teil in der Literatur auftretende Trennschärfe in der Begriffsverwendung eingegangen.
An diese Darlegung schließt sich sodann eine Erläuterung des Begriffes Informationssicherheitsmanagement (ISM) sowie dessen Funktion und Ziel eingegangen. Zudem wird ausblickend auf das dritte Kapitel im Abschnitt 2.2.2 eine kurze Übersicht über existierende Standards geliefert.
Auf detaillierte Klassifizierungen und Erläuterungen wird jedoch bewusst verzichtet. Der interessierte Leser erhält an entsprechender Stelle weiterführende Literaturhinweise.
2.1 Informationssicherheit
In der Fachliteratur wird eine Vielzahl von synonym benutzten Begriffen parallel verwendet. So sind beispielsweise neben dem Terminus Informationssicherheit die Begriffe „IuK-Sicherheit, Datensicherheit, IT-Sicherheit oder Sicherheit der Informationstechnik“ 6 gebräuchlich.
Informationssicherheit hat den „Schutz von Informationen“ 7 als Ziel, welche „sowohl auf Papier, in Rechnern oder auch in Köpfen gespeichert sein“ 8 können. Gemäß der ISO/IEC 17799:2005 ist Informationssicherheit die „Aufrechterhaltung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen; andere Eigenschaften wie Authentizität, Zurechenbarkeit, Nicht-Abstreitbarkeit und Verlässlichkeit können ebenfalls berücksichtigt werden“ 9 .
Dem gegenüber beschäftigt sich IT-Sicherheit mit „dem Schutz elektronisch gespeicherter Informationen und deren Verarbeitung“ 10 , also dem technischen Aspekt. 11
6 Klempt (2007), S. 4.
7 BSI (2005a), S. 2.
8 BSI (2005a), S. 2.
9 DIN ISO/IEC (2006), S. 12. Zur weiteren Ausführung dieser sog. Schutzziele vgl. u. a. Klempt
(2007), S. 6f. sowie Collenberg/Wolz (2005), S. 47. Ein abweichendes Begriffsverständnis findet
sich bei Thiel (2004), S. 52.
10 BSI (2005a), S. 2.
Damit ist Informationssicherheit im Vergleich zu IT-Sicherheit der umfassendere Begriff, welcher sich nicht nur auf den technischen Bereich bezieht, sondern unabhängig von der Verarbeitungs- und Speicherungsform ist. 12
Allerdings wird in der Literatur der Begriff IT-Sicherheit überwiegend als Synonym zu Informationssicherheit verwendet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nennt als Grund hierfür profan die kürzere Schreibweise. 13 Diese Sichtweise wird, trotz der aufgezeigten Unschärfen, auf Grund des Gebrauches in den meisten einschlägigen Publikationen zum behandelten Thema auch in der vorliegenden Arbeit vertreten. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit dieser Problematik findet sich bei Pohl (2004) sowie Klempt (2007). 14 Ein wenig losgelöst von der Fachterminologie beschreiben Lippold/Stelzer/Konrad (1992) Informationssicherheit. Demnach ist sie „dann gegeben, wenn die Höhe der einzelnen Risiken die Risikohöhe nicht überschreitet, die gerade noch akzeptiert werden kann“ 15 , was den Schluss zulässt, dass eine vollständige Sicherheit weder realisierbar, noch gewünscht ist. Vielmehr soll durch entsprechende Kontrolle das Risiko auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß reduziert werden. 16
2.2 Informationssicherheitsmanagement
An dieser Stelle werden zunächst Funktion und Ziel des
Informationssicherheitsmanagement (ISM) erläutert. Abschließend erfolgt dann ein kurzer Abriss über die existierenden Standards zum ISM. Eine Auswahl daraus wird im anschließenden Kapitel eingehender einer Prüfung unterzogen.
2.2.1 Funktion und Ziel des Informationssicherheitsmanagement
Um die verschiedenen Gesichtspunkte technischer, personeller, organisatorischer, rechtlicher und infrastruktureller Art in einer übergreifenden Gesamtsicht im Unternehmen konform auf die Sicherheitsziele auszurichten, bedarf es einer zentralen
11 Vgl. Werners/Klempt (2005), S. 1.
12 Vgl. BSI (2005a), S. 2.
13 Vgl. BSI (2005a), S. 2.
14 Vgl. Pohl (2004), S. 678f. sowie Klempt (2007), S. 4-8.
15 Lippold/Stelzer/Konrad (1992), S. 367.
16 Vgl. Collenberg/Wolz (2005), S. 48; Klempt (2007), S. 95 sowie BITKOM/DIN (2006), S. 9.
Arbeit zitieren:
Diplom-Ökonom, Diplom-Verwaltungswirt (FH) Ralf Lindert, 2007, Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS), München, GRIN Verlag GmbH
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