Vorwort
Nachfolgende Arbeiten entstanden im Laufe des Schuljahrs 09/10 als Beiträge des
Goethegymnasiums Hildesheim zum 57. Europäischen Schulwettbewerb in den Klassen 9e
und 10e im Fach Politik/Wirtschaft zum Thema „Mit neuem Mut. 2010 - Europäisches Jahr
zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“. Alle Arbeiten wurden auf
niedersächsischer Landesebene ausgezeichnet. Der Beitrag von Anna-Lena Notka erhielt
zudem einen hohen Bundespreis!
Auch im Schuljahr 2010/11 wird das Goethegymnasium wieder am Wettbewerb teilnehmen.
Besonderer Dank gilt Laura Pöschel und Niklas Pfeifer für die Überarbeitung des
Manuskriptes.
Hildesheim im Dezember 2010
Dr. Matthias Loeding
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Inhaltsverzeichnis
Niklas Pfeifer
Kinderarmut als historisches und gesellschaftliches Phänomen 4
Marlene Straub
Migration und Integration in Deutschland und Europa 14
Anna -Lena Notka
Hildesheim , Migranten und Integration 28
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Niklas Pfeifer
Kinderarmut als historisches und gesellschaftliches Phänomen Einleitung/Definition Kinderarbeit
Ob in Fabriken, in der Landwirtschaft, in Handwerksbetrieben, im Bergbau oder im Haushalt, ob Jungen oder Mädchen, ob jung oder alt, überall wurden und werden Kinder und Jugendliche zu schwerster Arbeit gezwungen, die sie größten körperlichen und seelischen Belastungen aussetzt. Viele erliegen der Anstrengung und kommen qualvoll zu Tode, die meisten bleiben für den Rest ihres Lebens gezeichnet - physisch und mental. Die Arbeit ersetzt die Schule, verhindert Bildung und somit auch das Ausüben eines richtigen Berufes im Erwachsenenalter. Diese Kinder wurden arm geboren und werden immer arm bleiben, weshalb sie eines Tages wiederum ihre Kinder arbeiten lassen müssen, um zu überleben.
Wie lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen, diese Vererbung von Armut? Wie können die Staaten, die Hilfsorganisationen, aber auch jeder einzelne Mensch diese grauenvolle Verkettung des Leides durchbrechen? Welche Maßnahmen wurden dafür in Europa bereits ergriffen und waren diese erfolgreich?
Antworten auf all diese Fragen lassen sich in der Vergangenheit finden, in der Geschichte der Kinderarbeit bei uns - hier in Europa.
Europa - Kontinent der Vielfalt - blickt auf eine facettenreiche Geschichte voller Reformen, Rebellionen, Revolutionen zurück. Monarchien fielen, Konstitutionen wurden verfasst, Demokratien wuchsen … Kinder arbeiteten.
Heutzutage sind in Europa die Rechte der Kinder größtenteils gesichert, doch bis vor wenigen Jahrzehnten war die Kinderarbeit auch in diesem so aufgeklärten Kontinent fest verankert. Kinderarbeit hat es in Europa schon immer gegeben, in allen Epochen und in allen Kulturen. Ob in West-, Mittel-, Ost-, Nord- oder Südeuropa, in Spanien, Preußen, Polen, Großbritannien oder Italien, überall begegnete man Jungen, die in Steinbrüchen die Hämmer schwangen, Mädchen, die in Fabriken Textilien zusammennähten, solche, die mit gekrümmten Rücken auf Feldern arbeiteten und andere, die mühsam gewaltige Körbe mit Ziegelsteinen durch die Gegend trugen.
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Kinderarbeit vor der industriellen Revolution
Die meisten dieser Bilder lassen sich in die Zeit während der industriellen Revolution einordnen, also in den Zeitraum des 18. und 19. Jahrhunderts, einer Zeit, in der Europa seinen gewaltigsten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte, in der die großen europäischen Länder ihren Sprung zur wirtschaftlichen Macht mit weltweiter Bedeutung schafften - nicht zuletzt auch durch die Verfügbarkeit billiger Arbeitskräfte - der Kinder. Man sollte sich davon jedoch nicht zu dem Irrtum verleiten lassen, dass die Kinderarbeit erst zu dieser Zeit die Schaufläche Europa betrat.
Ganz im Gegenteil, mit der industriellen Revolution wurde bereits die zweite Runde der Kinderarbeit eingeläutet. Schon lange vorher war Kinderarbeit in der Landwirtschaft sowie im häuslichen Gewerbe selbstverständlich und wurde von nahezu jeder europäischen Familie der Unter- und Mittelschicht praktiziert. Die Kinder arbeiteten auf dem Feld der Familie, in deren Betrieb oder im Haushalt. Nach damaliger Sicht erfüllten sie damit lediglich ihre Pflicht dem Elternhaus gegenüber, indem sie halfen, wo sie konnten.
Das Wohlbefinden der Kinder interessierte damals wenig, ihr Leben war hart, beschwerlich und einsam. Die Arbeit stand im Mittelpunkt, machte familiäre und freundschaftliche Beziehungen nahezu unmöglich, Spiel und Spaß existierten kaum. Zum Einen resultierte aus diesem Verlust der Kindheit eine schwere seelische Belastung, die sich auf das gesamte weitere Leben auswirkte. Zum Anderen war die Entwicklung der Selbstständigkeit bei den betroffenen Kindern bereits sehr früh weit fortgeschritten. Im Vergleich dazu konnte ein Bürgerkind in dieser Zeit die Lebensphase der Kindheit zwar voll erleben, war gebildeter und gesellschaftsfähig, jedoch aufgrund seiner Erziehung deutlich unselbstständiger. 1 Die Arbeit für die Familie wurde nicht bezahlt, wurde jedoch allgemein als selbstverständlich angesehen und war somit fest in die Gesellschaft integriert. Kinderarbeit während der Industriellen Revolution
Zum Ende des 18. Jahrhunderts ging von England jener grundlegende wirtschaftliche Wandel aus, der nach und nach ganz Europa in die Zukunft katapultieren sollte.
1 http.//deutsche-geschichte.suite101.de/article.cfm/geschichte_der_kinderarbeit.
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Technische Errungenschaften, neue einheitliche Binnenmärkte, verbesserte Infrastrukturen und neuartige Arbeitssysteme gaben Europa die Kraft, in ein neues glorreiches Zeitalter der wirtschaftlichen Blüte und des Fortschritts einzutreten. Die Berichte und Geschichten vom wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung der Staaten können schnell zu dem Gedanken verleiten, dass es sich bei dieser bis ins späte 19. Jahrhundert hineinreichenden Epoche um eine Zeit des Wohlstands und der Zufriedenheit für alle Bewohner dieses ja so hoch entwickelten Kontinents handelte, doch dem war nicht so. Lediglich die soziale Oberschicht, also die Adligen und ehemaligen Adligen, die Unternehmer, die Führungsspitzen der Länder, deren Begünstigte und einige wenige Andere konnten von dieser wirtschaftlichen Revolution profitieren und taten dies auch. Der Mittel- und Unterschicht jedoch, den Bauern und Arbeitern, deren Frauen und vor allem deren Kindern schadete der Aufschwung teilweise eher. Zwar schuf die Entstehung von großen Fabriken und Manufakturen einige Arbeitsplätze, jedoch gingen diese an anderen Stellen aufgrund von Mechanisierung und der Schließung kleinerer Betriebe wieder verloren. Da die Bevölkerung aufgrund der extrem gestiegenen Geburtenrate und der aus Gründen des medizinischen Fortschritts gesunkenen Sterberate und gestiegenen Lebenserwartung geradezu explodierte und die Arbeit auf dem Land trotz des gestiegenen Bedarfs für gewöhnliche Bauern und Arbeiter immer weniger Ertrag abwarf, sah sich der Großteil der ländlichen Bevölkerung gezwungen, in die großen Städte zu ziehen und dort Arbeit in den Fabriken zu suchen. Die Urbanisierung nahm Überhand, Familien wanderten in die Städte - und nahmen ihre Kinder mit. Die großen Städte und Wohnsiedlungen sahen sich nun einem gewaltigem Problem gegenüber - der Platz wurde knapp. Gewaltige Slums entstanden und billige, anspruchslose Bauten wurden errichtet. Hier wurde die Arbeitskraft der Kinder erstmals in großem Maßstab für nicht subsistenzielle Zwecke genutzt. Auf großen und kleinen Baustellen erfreuten sich Kinder aufgrund ihrer Geschicklichkeit und ihren niedrigen Lohnansprüchen großer Beliebtheit. Die geringe Körperkraft verhinderte zwar die schwersten Arbeiten, aber dennoch wurde das, was sich an ihnen nutzen ließ, über alle Maße ausgebeutet. Die Kinder wurden in den häufig weit entfernten Steinbrüchen und Sägemühlen mit gewaltigen Mengen Ziegelsteinen oder Holzbalken beladen und trugen diese unermüdlich zu den Baustellen, wo sie stundenlang und nicht selten in halsbrecherischer Höhe auf klapprigen Leitern und Brettern stehend Stein auf Stein setzten und diese mit Mörtel verbanden, in der Hoffnung, am Ende des Arbeitstages eine oder zwei Münzen mehr in der Tasche zu haben, die selbstverständlich sofort dem Vater überreicht wurden, der davon nicht selten nach einem „harten Arbeitstag“ eine Flasche Alkohol erstand, um seinen Kummer zu ertränken. Die Kinder hingegen kehrten früh am Morgen zum Steinbruch zurück, um neue Steine für die nächste Baustelle abzuholen. Derartige Arbeit blieb nicht ohne
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Folgen. Nur wenige Kinder überstanden diese unbeschadet oder gingen gar gestärkt aus ihr hervor. Zahlreiche Kinder wurden von herab fallenden Gegenständen erschlagen, da sie nicht ausreichend geschützt waren, andere stürzten von den instabilen Gerüsten zu Tode. Die Meisten jedoch erlagen einfach der Anstrengung und kamen direkt oder in den folgenden Jahren zu Tode. Jene, die überlebten, erlitten meist schwerste körperliche Schäden, die sie für den Rest ihres Lebens zeichneten. Schnitte, Prellungen, Stauchungen und Knochenbrüche, die nicht richtig verheilten, waren an der Tagesordnung. Obwohl dieses Unrecht mit Sicherheit für eine gesamte Epoche ausgereicht hätte, ist mit der Arbeit auf den Baustellen nur einer von drei Hauptbereichen der Kinderarbeit in Europa während der industriellen Revolution abgehandelt. 2
Mit dem Aufschwung der Wirtschaft kamen die Fabriken und mit den Fabriken kamen deren habgierige Besitzer, die billige Arbeitskräfte suchten, welche sie in den Kindern fanden. In Fabriken, Manufakturen und Betrieben schufteten fortan zahlreiche Mädchen und Jungen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dieses Ziel haben sie nie erreicht. Die Fabrikkinder wurden ausgebeutet, unterbezahlt, ja oftmals um ihren Hungerlohn betrogen. Sie verrichteten schwerste Arbeiten, die Kraft und Geschick erforderten, so wuchteten sie zum Beispiel im Maschinenbau Bauteile an ihren Platz, arbeiteten in Textilfabriken als Näher oder überprüften die Waren, die von Maschinen bearbeitet worden waren, auf Fehler. Der Arbeitstag eines solchen Kindes begann häufig schon lange vor Sonnenaufgang und reichte bis spät in die Nacht hinein, dauerte also 10-16 Stunden am Tag. Die Kinder wurden nicht geschont. Wenn es eine Arbeit gab, die für die wirklichen Arbeiter zu gefährlich war, schickte man die Kinder. Wenn es darum ging, erniedrigende, demütigende Aufgaben zu erfüllen, schickte man die Kinder. In vielen Fabriken wurden sie giftigen Dämpfen ausgesetzt, die ihre Lungen verätzten. In anderen herrschte permanent ein derartiger Lärm, dass die Kinder innerhalb von Tagen taub wurden. Insgesamt kamen nicht selten so viele Verletzungen, Schäden und Behinderungen zusammen, dass sie nicht mehr arbeiten konnten und folglich auch kein Geld verdienten. Sie verhungerten, verdursteten, erfroren. Doch auch damit ist das Leid der Kinder im 18. und 19. Jahrhundert noch nicht ausreichend beschrieben, denn noch immer fehlt einer der Bereiche, in denen sich die Kinder zu Tode arbeiteten. Vielleicht konnten sich selbst jene jungen Menschen, die an der Oberfläche ihr Leben ließen, ein wenig glücklich schätzen, denn es gab andere, die in Dunkelheit starbendie Minenkinder. Der florierende Maschinenbau, die Gleisstrecken, die Bauwerke und Fahrzeuge, sie alle brauchten Metall, das nur unter der Erde zu finden war. Wer wäre nach Ansicht der Minenkonzerne besser geeignet, sich liegend in engen, stark
2 Ebd.
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einsturzgefährdeten Stollen zu bewegen und mit vergleichsweise primitiven Werkzeugen stundenlang die Wände zu bearbeiten - ohne Maske gegen den heimtückischen Feinstaub, ohne Gehörschutz, ohne Helm? Wahrlich, wer wäre dafür besser geeignet als die Kinder? Wozu sollte man Rücksicht auf die Sprösslinge der armen Leute nehmen, die diese Welt eh schon überschwemmen wie Heuschrecken das Feld?
Was ist schon dabei, sie bis zum letzten Quäntchen auszubeuten und sie dann verrecken zu lassen, drunten, wo sie niemand sucht?
Kaum einer kann beweisen, dass die Menschen tatsächlich so dachten - die Bauleiter, die Fabrikbesitzer,
die Vorsitzenden der Minenkonzerne und viele andere, aber widerlegen können es noch weniger, denn wie hätte es zu diesen Zuständen kommen können, wie hätten diese so viele Jahr bestehen können, wenn es die Leute interessiert hätte, was die Kinder fühlen, wie sie leiden. Nein, es kümmerte wirklich nahezu niemanden. Ganz einfach weil es normal war, von den Armen zwangsweise akzeptiert, von den Reichen gewünscht, von den Regierungen gebilligt zu werden.
Erste Maßnahmen der europäischen Staaten gegen die Kinderarbeit Doch … wieso ist die Kinderarbeit dann heute fast vollständig aus Europa verbannt? Wieso begegnet man heute keinen geplagten Sprösslingen? Warum sitzen bzw. saßen wir alle brav in Schule, anstatt zu arbeiten?
Der Grund dafür ist ebenso simpel wie banal. Die Regierungen mussten handeln. Im 19.Jahrhundert bestand die Bevölkerung Europas größtenteils aus Mitgliedern der Unter-und unteren Mittelschicht, was die Staaten gleich vor mehrere Probleme stellte. Zum Einen stellte diese Bevölkerungsgruppe eine gewaltige politische Macht dar. Wenn das gesamte arme Volk den Aufstand probte, konnten nur wenige Regierungen widerstehendenken wir dabei zum Beispiel an die französische Revolution. Zum Anderen basierte nahezu die gesamte europäische Ökonomie auf diesen Menschen. Mit ihren Steuern und ihrer Arbeitskraft hielten sie die Wirtschaft der Staaten am Leben. Was wäre nun passiert, wenn die Kinderarbeit so fortgesetzt geworden wäre wie bisher? Die jungen Generationen wären dezimiert worden - die Geburtenrate wäre später folglich gesunken - Steuern und Arbeitskräfte wären weggefallen. Die Länder wären zuerst wirtschaftlich und schließlich demographisch gestorben. Dies konnte man nicht zulassen. 3 1802 wurden in Großbritannien die ersten Gesetze gegen Kinderarbeit erlassen, 1810 auch in Frankreich und 1839 wurde
3 Ebd.
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ebenfalls das stark militärisch geprägte Preußen aufgrund eines Mangels an gesunden Soldaten erstmals aktiv. Friedrich Wilhelm III erließ das erste deutsche Gesetz zum Arbeiter-und Kinderschutz, das „Preußische Regulativ“ oder „Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter“, nachdem er bereits elf Jahre zuvor durch einen königlich preußischen Offizier auf die Problematik aufmerksam gemacht worden war. Das Gesetz wurde durch zahlreiche Gremien sowie die Industrie-Lobby aufs Stärkste abgelehnt, jedoch letztendlich dennoch verabschiedet.
Es besagte, das Kinder unter neun Jahren nicht mehr regelmäßig und Jugendliche bis 16 Jahre nur noch zehn Stunden am Tag in Fabriken, Berg-, Hütten- und Pochwerken arbeiten durften. Zudem mussten diese Jugendlichen eine dreijährige Schulbildung nachweisen können, um eine Arbeitsberechtigung zu erhalten. Wenn Fabriken und Betriebe z.B. durch eine angeschlossene Schule einen Bildungsanspruch garantieren konnten, waren sie von dieser Regelung ausgenommen. Ein weiterer Punkt des Regulatives verbot die Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit für Kinder und Jugendliche jeden Alters. 4 1853 wurde das Mindestalter für Kinderarbeit in Preußen von neun auf zwölf Jahre angehoben und 1883 auf 14 Jahre angehoben. Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert
Die verschiedenen Gesetze der unterschiedlichen Staaten schienen zu funktionieren, die Kinder blieben gesünder, lebten aber nicht unbedingt länger. Anstatt in Fabriken dahin zu siechen, starben sie auf den Schlachtfeldern des 19. und des 20. Jahrhunderts. Die zahlreichen Revolutionen, der 1. und 2. Weltkrieg und die vielen kleinen Konflikte forderten Millionen von Opfern, vor allem junge Leute.
Diese schwierige Zeit veränderte die Welt und vor allem Europa vollständig. Nachdem dieser Kontinent die größten Schrecken gesehen hatte, wurde er menschlicher, mitfühlender. Demokratie wurde die dominierende Staatsform, Gesetze wandten sich vom rein praktischen Nutzen ab, sicherten nun auch die Grundrechte der Menschen und schützten vor Grausamkeit und Ausbeutung. Die Vergangenheit hatte der Bevölkerung gezeigt, was sie alles falsch machen konnte und nun war sie bemüht, das Richtige für sich, ihre Welt und ihre Zukunft zu tun. 5
4 http://www.sragg.de/geschichte/geschichte/Web%20Industriealisierung/Kinderarbeit.htm.
5 http://de.wikipedia.org./wiki/EuropaeischeUnion.
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Dr. Matthias Loeding, 2010, Mit neuem Mut , München, GRIN Verlag GmbH
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