Inhalt
A)Warum ist Max Weber so bedeutend? B)Leben Werk und Zeit Max Webers C)Weber und Marx Klasse bei Marx Klasse bei Weber Stand bei Marx Stand bei Weber Partei bei Weber andere Gemeinsamkeiten und Unterschiede D)Fazit
E)Neue weberianische Erklärungen: Frank Parkin F)Quellen
A)Warum ist Max Weber so bedeutend?
Als ich am Anfang meines Studiums stand, wurde mir Max Weber fast wie ein Heiliger präsentiert. Man hatte das Gefühl, dass Angriffe oder Kritik gegenüber ihm beinahe als Sakrileg abgetan werden. Universalgelehrt, unparteiisch und fast bis zur Selbstaufgabe im Dienste der Wissenschaft stehend, kam und kommt er mir vor wie der „Idealtypus“ eines rechtschaffenen Wissenschaftlers. Ich werde versuchen, auch durch die Erörterung seines Ungleichheitskonzepts, die Frage nach seiner Popularität zu beantworten. B)Leben, Werk und Zeit Max Webers
Heidelberg zu studieren, als gerade der Kapitalismus seinen ersten Dämpfer bekam. Monopole machten der freien Konkurrenz zu schaffen. Z.B.: bestand die gesamte Elektroindustrie aus zwei Konzernen (AEG und Siemens). Die Arbeiter machten die Erfahrung, dass Errungenschaften auch ohne Klassenkampf mit Hilfe der SPD zu erreichen sind. All dies wirkte sich auf sein Weltbild aus. Wie Marx begann er soziologische Beobachtungen von Klassen und Schichen auf eine ökonomische Perspektive zu stellen. Das Thema seiner Dissertation 1892 war die „Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter“. Zwei Jahre später habilitierte er mit der Schrift „Römische Agrargeschichte mit ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht“ und übernahm den Lehrstuhl für Nationalökonomie in Freiburg, obwohl er in diesem Fach keine „einschlägige Vorbildung“ genossen hatte.
Bei seiner Antrittsrede erklärte sich Max Weber als Unterstützer des nationalen Machtstaats, obwohl er mit Liberalismus und persönlichen Freiheiten auch etwas anfangen konnte. Ebenfalls hatte er ein für ihn typisches soziales Interesse. Er war Mitglied im „Verein für Sozialpolitik“, sein Interesse galt aber der reinen wissenschaftlichen Auswertung und nicht der emotionalen Besetzung des Themas. Max Weber stand auch kurz vor einem Mandat als Nationalliberaler, aber da er sich den Parteien weniger als dem Staat verpflichtet fühlte, wurde aus dem nichts. Auf die Zeit in Freiburg folgte eine längere Zeit von Depressionen, nachdem er nach Heidelberg
berufen wurde. Nach Überwindung seiner Krankheit konzentrierte sich Weber auf das Verfassen von Texten und ließ es mit Vorlesungen, die er immer als belastend empfunden hatte, sein. Er vertrat auch dann seine Idee der Werturteilsfreiheit in den Wissenschaft und stieß dabei auch innerhalb der 1909 gegründeten Soziologischen Gesellschaft auf Widerstand. Als der erste Weltkrieg begann, war Max Webers Haltung eindeutig. Er war für den Krieg, obwohl er bald an der Führung des Reichs verzweifelte. Nach dem Krieg entschied er sich nach einigem Zögern für die demokratische Republik. Nach einem kurzen Auftritt als Gastprofessor in München und Wien, verstarb er 1920 an der spanischen Grippe.(Mikl-Horke 2001, Klaus Henning in www.hausarbeiten.de) Überblick über die Werke (gekürzt):
• 1889: Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter
• 1892: Die Lage der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland
• 1895: Der Nationalstaat und die Volkswirtschaftspolitik.
• 1904: Die "Objektivität" sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis
• 1905: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus
• 1909: Agrarverhältnisse im Altertum
• 1913: Über einige Kategorien der verstehenden Soziologie
• 1915 bis 1919: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen
• 1919: Wissenschaft als Beruf
• ??1919: Politik als Beruf
• 1920: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie
• 1921/1922: Wirtschaft und Gesellschaft
Max Weber hat an „Wirtschaft und Gesellschaft“ von 1909 bis zu seinem Tod 1920 gearbeitet. Er konnte nur mehr die ersten vier Kapiteln persönlich redigieren. Die restlichen neunzehn stammen noch aus zum Teil unfertigen und unüberarbeiteten Manuskripten, die von seiner Witwe Marianne Weber zum ersten Mal herausgegeben wurden. Daraus resultieren heute noch
Arbeit zitieren:
Marian Berginz, 2002, Webers Ansatz zur Erklärung sozialer Ungleichheit, München, GRIN Verlag GmbH
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