Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Das Sexualverhalten in der DDR (Kurzfassung) Seite 5
3. Die Bedeutung von Arbeit und Familie in Seite 7
der DDR- Gesellschaft
3.1 Familie und Sexualität in der DDR Seite 6
3.2 Sexualität und Arbeit in der DDR- Gesellschaft Seite 14
4. Fazit Seite 19
5. Quellenverzeichnis Seite 21
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1. Einleitung
Das Thema „Sexualität in der DDR“ kann als sehr umfassendes Thema betrachtet werden, je nachdem in welche Richtung man den Schwerpunkt seiner Arbeit legt.
Durch die Suche im Internet nach einschlägiger Literatur wurde ich zuerst enttäuscht, da ich wenige Quellen fand, die ich für meine Hausarbeit verwenden konnte. Nach weiterer Recherche im Internet fand ich dann per Zufall einen Artikel von Oswald Kolle, welcher in seinem Artikel einen kurzen Vergleich zwischen der Aufklärung in der BRD und der DDR zog. Kolle verweist darin auf den ostdeutschen Sexualwissenschaftler Siegfried Schnabl. (siehe Quellennachweis, Online- Quellen Nr.6).
Durch Lesen in Schnabls Sexualratgeber „Mann und Frau intim“ wurde ich auf die Beziehung zwischen der Sexualität der DDR- Gesellschaft und der Familie, sowie der Arbeit aufmerksam.
Interessant fand ich hierbei die Überlegung, wie die Ratschläge von Schnabl in der Gesellschaft umgesetzt wurden, dass heißt vielmehr, wie die Vorschläge Schnabls mit dem Sexualverhalten der DDR- Bürger in Realität übereinstimmten oder umgesetzt wurden.
Zur Verdeutlichung und Erläuterung der Beziehung zwischen dem Sexualverhalten in der DDR und der Familie, beziehungsweise der Arbeit habe ich unter anderem mehrere Zitate von Sexualforschern herangezogen.
Nach diesem Vorgang habe ich daher meine Hausarbeit auf die folgenden Aspekte begrenzt:
Das Kapitel 2 der Hausarbeit mit dem Titel „Das Sexualverhalten in der DDR“ soll als Einleitung in das Thema dienen und den Leser einen Überblick über das Sexualverhalten in der DDR- Gesellschaft im geschichtlichen Kontext geben. Hierbei soll kurz auf die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten der BRD und der DDR eingegangen werden, welche den Umgang mit der Sexualität in der DDR beeinflusst haben. Auf diesen Gesichtspunkt wird unter 3. noch speziell eingegangen werden.
Die Kapitel 3.1 und 3.2 umfassen den Schwerpunkt der Arbeit. Im Laufe meiner Recherche für das Thema „Sexualität in der DDR“, wie oben schon benannt, bin ich auf den Aspekt gestoßen, dass die Familie und der Faktor Arbeit großen Einfluss auf die Sexualität der DDR- Bürger hatte. Dementsprechend habe ich die Suche nach
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Informationen auf diese Gesichtpunkte gelegt, um zu zeigen welcher Einfluss auf die Sexualität ausgeübt wurde.
Diese Untersuchung der Wechselbeziehung wird unter Punkt 3. erfolgen. Unter 3.1 möchte ich daher die Wechselbeziehung zwischen der Familie und dem Sexualverhalten der DDR- Bürger. Gleichzeitig wird die Lebensplanung der DDR-Bürger und der Einfluss des DDR- Regimes auf das Sexualverhalten dargestellt werden.
Das Kapitel 3.2 soll zeigen, welcher Zusammenhang zwischen der Arbeit und der Sexualität der DDR- Bürger besteht. Hierbei soll die wichtige Stellung der Frau als Hausfrau und Arbeitskraft in der DDR- Gesellschaft ebenfalls beleuchtet werden.
Insgesamt möchte ich herausarbeiten, wie genau die Einstellung der DDR- Gesellschaft zu ihrer eigenen Sexualität war, welche Faktoren das Sexualverhalten geprägt und beeinflusst haben und welche Rolle hierbei das sozialistische Regime gespielt hat.
Kapitel 4 enthält das Resümee meiner Arbeit.
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Sexualität in der DDR
2. Das Sexualverhalten in der DDR (Kurzfassung)
Ein Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland lässt erkennen, dass es vor allen Dingen Unterschiede zwischen der Ost- und Westbevölkerung hinsichtlich der Ausübung ihrer Sexualität, Pflegen sexueller Kontakte zum anderen Geschlecht, sowie Variationen in sexuellen Vorlieben und Praktiken gibt. Zwar werden einige Unterschiede zwischen der BRD und der DDR angesprochen werden, dennoch wird es nicht Thema dieser Hausarbeit sein, diese Unterschiede im ganzen herauszuarbeiten.
Ein Grund für den Unterschied des Sexualverhaltens zwischen der DDR und BRD liegt auch darin, dass beide Länder durch verschiedene G esellschaftsschichten und unterschiedliche soziale Hintergründe geprägt wurden. So lässt sich erkennen, dass in der DDR vorwiegend die mittlere Unterschicht und untere Mittelschicht, d.h. also folglich der ärmere Teil der Bevölkerung, die Arbeitergesellschaft repräsentiert wurde.
Vor dem Mauerbau 1961 erfolgte ein „sozialer Wandel“, indem viele Menschen, besonders die der Oberschicht aber auch ein großer Teil Mittelschicht, den Osten verließen, um in den Westen überzusiedeln. Dieser soziale Wandel liegt d arin begründet, dass viele Bildungswillige, Arbeits- und Geschäftstüchtige auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Aufgaben waren, die sie im Westen vermuteten. Der übrige Teil der deutschen Bevölkerung, welcher im Osten blieb, waren vor allem allein erziehende Frauen, die nach dem Krieg im Westen keine bessere Zukunft für sich sahen. 1
Dieses führte dazu, dass statistisch gesehen, der Anteil der weiblichen DDR-Bevölkerung wesentlich größer war als in der BRD. Er lag 1946 bei circa 7,9 Millionen Männern und 10,6 Millionen Frauen. 2
Nach dem Ende des Krieges war die DDR- Gesellschaft vermehrt durch Armut gekennzeichnet, so dass viele Bürger, dass heißt sowohl Männer als auch Frauen, hart arbeiten mussten, um sich und ihre Familie zu ernähren. Diesen Aspekt könnte man als sogenanntes „Unterschichtenphänomen“ 3 bezeichnen.
1 Vgl. Mühlberg, Dietrich, in: Sozialwissenschaftliche Informationen/ SOWI 24, H.1, 1995, S.54.
2 Vgl. Mühlberg, Dietrich, in: Sozialwissenschaftliche Informationen/ SOWI 24, H.1, 1995, S.54.
3 Mühlberg, Dietrich, in: Sozialwissenschaftliche Informationen/ SOWI 24, H.1, 1995, S. 54.
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Dementsprechend blieb innerhalb der Partnerschaften, abgesehen von den sowieso geringen Möglichkeiten zur Verbesserung des Sexuallebens, wenig Zeit für die Erfüllung sexueller und erotischer Wünsche. Auf diesen Aspekt wird unter Punkt 3.1 noch weiter eingegangen werden.
Die Entfaltung der Sexualität wurde nicht nur durch Zeitmangel, sondern auch durch Raummangel begrenzt. Aufgrund der Raumnot mussten sich viele Familienmitglieder häufig ein Zimmer teilen, welches letztendlich nur wenige ungestörte Momente zuließ. Ebenfalls gab es neben der anstrengenden Arbeit wenig zeitliche Möglichkeiten, sich sexuell zu betätigen. Die Partnerschaft wurde auch als Arbeitsteilung gesehen: Das Auskommen i n der Partnerschaft stand im Vordergrund, so dass häufig, unter Einfluss anderer Faktoren, sexuelle Wünsche in den Hintergrund traten. Auf diesen Gesichtspunkt wird unter Punkt 3.2 näher eingegangen werden.
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Anne Mareike Schwarz, 2002, Sexualität in der DDR, Munich, GRIN Publishing GmbH
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