Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS I
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS II
1 EINLEITUNG 1
2 HAUPTTEIL 2
2.1 MECHANISMEN DER KRIEGSBERICHTERSTATTUNG 2
2.1.1 Entwicklungen in der Kriegsberichterstattung ab dem 19. Jahrhundert im historischen Wandel
2
2.1.2 Zensur 4
2.1.3 Public Relations und Propaganda 5
2.1.4 Kriegskommunikation im Zeitalter des Internets 7
2.2 EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE KRIEGSBERICHTERSTATTUNG DER JOURNALISTEN 9
2.2.1 Die journalistische Arbeit in Kriegs- und Krisengebieten 9
2.2.2 Die Beziehung zwischen Korrespondent und Heimatredaktion. 11
2.2.3 Nachrichtenfaktoren 12
2.2.4 Stereotype, Vorurteile und Feindbilder in der Auslandsberichterstattung 14
3 FAZIT 17
4 LITERATURVERZEICHNIS. I
4.1 BÜCHER I
4.2 AUFSÄTZE UND ARTIKEL I
I
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise
CNN Cable News Network
Ebd. Ebenda
Hg. Herausgeber
Hrsg. Herausgeber
o.V. ohne Verfasser
Public Relations PR
Vgl. Vergleiche
ZDF Das Zweite Deutsche Fernsehen
II
Einleitung
1 Einleitung
Berichte aus dem Ausland nehmen heutzutage einen großen Raum in den täglichen Nachrichten ein. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, ob und inwieweit die Medien über eine Krise oder einen Krieg objektiv berichten können.
in allen medialen Darstellungen von Krieg die Grenze zwischen Information, Desinformation und Nicht-Information also Zensur 1 Sicher-
lich spielt der Aktualitätsdruck, dem die Journalisten fortwährend ausgesetzt sind, eine entscheidende Rolle bei ihrer Arbeit. Dadurch bleibt des Öfteren nicht die Zeit, diese Grenze zwischen Information, Desinformation und Nicht-Information ziehen zu können. Die Arbeit eines Kriegsjournalisten gilt als Sonderform des Journalismus. 2
Für die Arbeitsweise der Auslandsjournalisten gibt es keine genaue Definition. Üblich ist, dass der Korrespondent für seinen Auftraggeber oder seine Heimatredaktion im Ausland tätig ist und von dort berichtet. Bei ihrer Berichterstattung stecken die Auslandskorrespondenten in einem Dilemma. Sie können keine objektiven Beobachter der Gegebenheiten vor Ort sein, weil sie in einem Land länger leben müssten, um es wirklich kennen zu lernen. Aber ein längerer Aufenthalt in einem Land führt zwangsläufig zur Verzerrung der eigenen Perspektive des Journalisten. 3 Im Folgenden werden die Begriffe (Auslands- bzw. Krisen-) Journalist, -korrespondeten synonym verwendet.
Die zentralen Werke, die dieser Arbeit zu Grunde liegen sind von Martin Löffelholz, Christian F. - und Kriegsberichterstattung. Ein k- tuellenÜberblick zur Kriegspropaganda und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit in Krisensituationen gibt. Ergänzend dazu ist das Werk von Barbara Korte und Horst Tonn (2007) Zudem
verschafft Deutsche Auslandskorrespondenten. Ein Handbuch Oliver Hahn, Julia Lönnendonker und Roland Schröder (2008) einen Einblick in die Beziehung der Auslands-korrespondenten zu den Heimatredaktionen. Ferner dokumentieren es die Verwendung der Stereotypen, Vorurteile und Feindbilder in der Auslandsberichterstattung. Zudem geben die
1 Büttner, Christina & Kladzinski, Magdalena (2004): Krieg und Medien Zwischen Information, Inszenierung und Zensur. In: Der Bürger im Staat, 54. Jahrgang, Heft 4 2004. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, S. 223.
2 Vgl. Mangold, Christoph & Ultzsch, Lars (2004): Kontrollierte Berichterstattung? Der Irak-Krieg 2003 aus der Sicht beteiligter Journalisten. München: kopaed, S. 42.
3 Vgl. Hahn, Oliver & Lönnendonker, Julia & Scherschun, Nicole (2008): Forschungsstand Deutsche Aus-landskorrespondenten und Korrespondenz. In: Hahn, Oliver & Lönnendonker, Julia & Schröder, Roland: Deutsche Auslandskorrespondenten. Ein Handbuch. Konstanz: UVW Verlagsgesellschaft mbH, S. 21 f..
1
Mechanismen der Kriegsberichterstattung
verschiedenen Aufsätze von Michael Kunczik einen guten Einblick in die Mechanismen der Kriegspropaganda und Öffentlichkeitsarbeit.
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob Journalisten heutzutage in ihrer Krisen- und Kriegsberichterstattung objektiv sein können. Dazu werden die Mechanismen der Kriegsberichterstattung im Näheren erläutert. Nach einem historischen Abriss über die Entwicklungen der Kriegsberichterstattung, wird besonders auf die Themen Zensur, Public Relations (PR) und Propaganda eingegangen. Zudem werden im Weiteren die Einflussfaktoren auf die Kriegsberichterstattung erörtert. Ein abschließendes Fazit fasst die Ergebnisse nochmals zusammen und gibt Hinweise und Meinungen, ob und inwieweit Journalisten heutzutage in ihrer Krisen- und Kriegsberichterstattung objektiv sein können.
2 Hauptteil
2.1 Mechanismen der Kriegsberichterstattung
2.1.1 Entwicklungen in der Kriegsberichterstattung ab dem 19. Jahrhundert im his-torischen Wandel
Die Medien sind in der modernen Kriegsberichterstattung aufgrund ihres Inhalts, ihrer Struktur und Funktion nicht nur Berichterstatter über Kriege, sondern sind als Produzent und Vermittler von Informationen ein Teil der Kriege. 4 Die Zeitspanne zwischen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhun Epoche erlebte die Massenpresse einen
Aufschwung, der durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der Groß- und Kolonialmächte getragen wurde. Eine politisch-militärische Zensur war kaum vorhanden. Überall auf der Welt gab es Konflikte und Kriege, über die berichtet wurde. 5
wurde zum Inbegriff instrumentalisierter Massenmedien. Mit der Aufhebung der Pressefreiheit und der Einführung der Zensur sollte auf beiden Seiten eine umfassende Lenkung der 6 Eine annähernd sachliche oder neutrale Kriegsbe-
richterstattung war unter diesen Umständen kaum möglich. Mit der Einführung der Propa-gandakompanien durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 hatten diese die deutsche
4 Vgl. Beham, Mira (2007): Kriegsberichterstattung Vom Telegrafen zum Echtzeitkrieg und Internet. In: Roithner, Thomas: Gute Medien Böser Krieg? Medien am schmalen Grad zwischen Cheerleadern des Militärs und Friedensjournalismus. Wien [u.a.]: LIT Verlag, S.39.
5 Vgl. Beham a.a.O. 2007, S. 43.
6 Mangold & Ultzsch a.a.O. 2004, S. 39.
2
Mechanismen der Kriegsberichterstattung
Kriegsberichterstattung fest unter ihrer Kontrolle. 7 Die nationalsozialistische Medienpolitik beinhaltete eine schrittweise verlaufende Gleichschaltung der Presse. Das Propagandaministerium ließ nie Zweifel an den Aufgaben der Presse aufkommen und machte mit einem Satz
auf 8
Der Vietnamkrieg gilt als nächster Meilenstein in dem geschichtlichen Verlauf der Kriegsberichterstattung. Zum einen wurde das Fernsehen sehr wichtig für die Berichterstattung.
Krieg der bis heute erste und einzige Krieg bei dem es keine offiziellen Zensurmaßnahmen gab. Daher berichteten sehr viele Journalisten direkt von dem Kriegsschauplatz und beeinflussten die amerikanische Öffentlichkeit. 9 n-
wirkenmit dem Umstand, dass der Vietnamkrieg der erste Krieg war, den die USA verloren haben, zur Bildung einer Art amerikanischer Dolchstoßlegende geführt, wonach eine freie, unkontrollierte und unpatriotische Presse die amerikanische Öffentlichkeit demoralisiert, gegen die eigene Regierung aufgebracht und diese bis zur militärischen Aufgabe ge- 10
Im Golfkrieg wurde die Arbeit der Auslandskorrespondenten durch die Einrichtung sogenannter National Media Pools unter amerikanischer Leitung erschwert. Durch Restriktionen wurde es den Journalisten beispielsweise untersagt bestimmte Informationen zu veröffentlichen. Der amerikanische Fernsehsender Cable News Network (CNN) war der einzige Fernsehsender vor Ort in Bagdad und hatte somit eine Monopolstellung. Seit dem Golfkrieg ist sichtbar, dass sich Kriege für die Medien allein schon deshalb rechtfertigen lassen, weil sie deren Programme füllen und Quoten bringen. Die elektronische Vermarktung von Kriegen ist mittlerweile zur Routine für die Medienplaner der Fernsehsender geworden. 11
Die historische Entwicklung der Kriegsberichterstattung zieht sich wie ein roter Faden durch die Kriegsgeschichte. Die zunehmenden Innovationen in der Kriegs- und Waffentechnik gingen mit der Modernisierung der Medien einher. Die Medien stehen in einem ständigen Gewissenskonflikt zu den Militärs und Regierungen nicht instrumentalisiert zu werden. Die Glaubwürdigkeit des Kriegsberichterstatters schwindet, weil er den Rezipienten
7 Vgl. Beham a.a.O. 2007, S. 47.
8 Köpf, Peter (1995): Schreiben nach jeder Richtung. Goebbels Protagonisten in der westdeutschen Nachkriegspresse. Berlin: Ch. Links Verlag, S. 19.
9 Vgl. Beham a.a.O. 2007, S. 48; Mangold & Ultzsch a.a.O. 2004, S. 38. 10 Beham a.a.O. 2007, S. 48.
11 Vgl. Mangold & Ultzsch a.a.O. 2004, S. 40.
3
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts (B.A.) in Medien und Kommunikation Michaela Buchner, 2009, Die Krisen- und Kriegsberichterstattung von heute, München, GRIN Verlag GmbH
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