Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis I1
Darstellungsverzeichnis II1
11 Einleitung 11
21 Kapitalbedarfsplanung 21
2.11 Gründungsnebenkosten 21
2.21 Investitionskosten 21
2.31 Betriebsmittel 31
2.3.11 Personalkosten 31
2.3.21 Fahrzeugkosten 51
2.3.31 Übrige Betriebsmittel 61
2.41 Gesamtbedarf 71
31 Umsatzplanung 81
3.11 Ertragsmodell 81
3.1.11 Projektklassifikation 91
3.1.21 Kalkulation des Basispreises 101
3.1.31 Projektabschlussrechnung 121
3.1.41 Projektmindestgrößen 131
3.21 Auftrags- und Umsatzentwicklung 141
3.2.11 Ermittlung des Absatzpotential 151
3.2.21 Umsatzrelevante Basisgrößen 161
3.2.31 Planungsszenarien 171
3.2.3.11 Worst-Case Szenario 181
3.2.3.21 Base-Case Szenario 181
3.2.3.31 Best-Case Szenario 191
41 Rentabilitätsplanung 211
4.11 Kostenplanung 211
4.21 Rentabilitätsvorschau 231
4.2.11 Worst-Case Szenario 231
4.2.21 Base-Case Szenario 241
4.2.31 Best-Case Szenario 251
4.31 Gewinnbedarfsplanung 251
Literaturverzeichnis 271
Anhangverzeichnis 301
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung I
Abkürzungsverzeichnis
AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen BMWI Bundesministerium für Wirtschaft bzw. beziehungsweise CRM Customer Relationship Management DATEV Datenverarbeitungszentrale der steuerberatenden Berufe ERA Expense Reduction Analysts EStG Einkommensteuergesetz EUR Euro GEZ Gebühreneinzugszentrale GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GuV Gewinn und Verlust GWA Gemeinkostenwertanalyse GWG Geringwertiges Wirtschaftsgut i.d.R. in der Regel i.H.v. in Höhe von IHK Industrie- und Handelskammer inkl. Inklusive Kap. Kapitel km Kilometer kWh Kilowattstunde max. maximal mind. mindestens Mio. Millionen OHC GmbH OverHeadConsulting GmbH p.a. per anno p.m. per month PMH Handbuch für Projektmanagement Pos. Position sog. so genannt TK Telekommunikation URL Uniform Ressource Locator USP Unique selling proposition USt Umsatzsteuer VBG Verwaltung Berufsgenossenschaft VPI Verbraucherpreis-Index z.B. zum Beispiel
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung II
Darstellungsverzeichnis
Darst. 1:1 Erforderliches Mindestgehalt der Geschäftsführer 41
Darst. 2:1 Durchschnittliche Treibstoffkosten pro Monat 51
Darst. 3:1 Übrige Betriebsmittel 61
Darst. 4:1 Gesamtbedarf an Kapital 71
Darst. 5:1 Projektklassifizierung 91
Darst. 6:1 Ermittlung des Gemeinkostenzuschlags der OHC GmbH 101
Darst. 7:1 Ermittlung der projektbezogenen Selbstkosten. 111
Darst. 8:1 Ermittlung des Basispreises 111
Darst. 9:1 Zusätzliche Beraterhonorierung 121
Darst. 10:1 Beispiel-Projekt 131
Darst. 11:1 Projektmindestgrößen 131
Darst. 12:1 Mindest-Einsparquote 141
Darst. 13:1 Marktpotential 151
Darst. 14:1 Vertriebserfolgsquoten 151
Darst. 15:1 Unterjährige Absatzverteilung 161
Darst. 16:1 Umsatzrelevante Basisgrößen 171
Darst. 17:1 Aufträge und Umsätze im Worst-Case Szenario 181
Darst. 18:1 Aufträge und Umsätze im Base-Case Szenario 191
Darst. 19:1 Aufträge und Umsätze im Best-Case Szenario 201
Darst. 20:1 Struktur der fixen Kosten 211
Darst. 21:1 Entwicklung der fixen und variablen Kosten (Base-Case Szenario) 221
Darst. 22:1 Rentabilitätsvorschau im Worst-Case Szenario 231
Darst. 23:1 Rentabilitätsvorschau im Base-Case Szenario 241
Darst 24:1 Rentabilitätsvorschau im Best-Case Szenario 251
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 1
1 Einleitung
Der quantitative Teil der Unternehmensplanung beinhaltet die Umsetzung der zuvor beschriebenen Geschäftsidee in Zahlen und orientiert sich an typischen Elementen des betrieblichen Rechnungswesens. Zudem dient die quantitative Planung der sorgfältigen Planung und Überprüfung des Gründungsunternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung im Hinblick auf seine wirtschaftliche Tragfähigkeit. Des Weiteren wird der
1 Finanzbedarf ermittelt, um die Geschäftsidee finanziell umsetzen zu können .
Der quantitative Teil des Business Plans der OHC GmbH besteht aus zwei getrennten Bereichen. Der erste Bereich ist Bestandteil dieser Ausarbeitung und umfasst die Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung. Im zweiten Bereich, der sich dieser Ausarbeitung anschließt, werden die Liquidität und die Finanzen des Unternehmens geplant.
Für die gesamte quantitative Planung wurde zunächst eine gemeinsame Datenbasis geschaffen. Dafür wurden alle Kosten nach ihrer Art, Höhe und Häufigkeit ermittelt. Anschließend wurden sie nach dem Bilanzrichtlinien-Gesetz in DATEV-Konten
2 zugeordnet .
Auf Grundlage dieser Daten wird im zweiten Kapitel der Kapitalbedarf geplant. Die Kapitalbedarfsplanung besteht aus den Gründungsneben- und Investitionskosten sowie den Kosten für die Betriebsmittel. Aus deren Summe wird der erforderliche Investitionsbetrag für die betriebliche Anlaufphase ermittelt. Im dritten Kapitel werden die Umsätze in unterschiedlichen Szenarien geplant. Zunächst wird das Ertragsmodell der OHC GmbH eingehend erläutert. Anschließend werden das Absatzpotential und die umsatzrelevanten Basisgrößen ermittelt. Das Kapitel schließt mit der Darstellung der Umsatz- und Auftragsentwicklungen in alternativen Szenarien ab. Im vierten und letzten Kapitel wird die Rentabilitätsplanung behandelt. Zunächst erfolgt eine Planung der fixen und variablen Kosten. Gemeinsam mit den zuvor geplanten Umsatzdaten und den Kosten wird die Rentabilitätsvorschau in verschiedenen Szenarien betrachtet. Im letzten Punkt wird noch auf die Gewinnbedarfsplanung des Unternehmens eingegangen.
1 Vgl. Klandt, H., Gründungsmanagement, 2. Aufl., München 2006, S. 234. 2 Vgl. o.V., DATEV-Kontenrahmen SK03, abgerufen 18.12.10, URL: http://www.smixx.de/ra/Links_S- T/DATEV-Standardkontenrahmen.pdf.
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 2
2 Kapitalbedarfsplanung
Bei einer Unternehmensgründung muss zunächst einmal Geld in das Vorhaben investiert werden. Der Kapitalbedarfsplan ermittelt die Höhe der erforderlichen Investitionssumme. Zudem wird bei der Kapitalbedarfsplanung festgestellt, ob die eigenen Mittel ausreichen
3 oder ob bzw. wie viel noch durch fremde Mittel finanziert werden muss . Die Kapital-
und Ausgaben für Betriebsmittel in den ersten drei Monaten. Es werden üblicherweise
4 drei Monate für die Berechnung einer sog. Liquiditätsreserve angesetzt . Bei den
nachfolgend aufgeführten Kosten handelt es sich um Ausgaben, daher enthalten die Beträge die USt von 19%.
2.1 Gründungsnebenkosten
Die Gründungsnebenkosten sind einmalige Kosten, die während der Gründungs- 5 vorbereitungen anfallen . Bei der OHC GmbH betragen die Gründungsnebenkosten 2.424
Euro. Größtenteils entstehen die Kosten für den Notar, für die Erstellung und Beratung der AGB und für die Mietkaution der Büroräume. Die Kosten betragen zusammen 2.059 Euro und stellen etwa 85% der Gründungsnebenkosten der OHC GmbH dar. Die übrigen Kosten entstehen für die Eintragung im Handelsregister, für die Anmeldung bei der Handelskammer und für die Gewerbeanmeldung. Um unvorhergesehene Ereignisse aufzufangen, wird auf die Gründungsnebenkosten eine Sicherheitsreserve von 10%
6 hinzugerechnet . Mit dieser Sicherheitsreserve betragen die gesamten Gründungsnebenkosten 2.666 Euro.
2.2 Investitionskosten
Die Investitionskosten stellen im Rahmen der Kapitalbedarfsplanung die Kosten für Anschaffungen dar, die zum Betrieb des Unternehmens benötigt werden. Aufgrund des Dienstleistungscharakters des Geschäftsmodells der OHC GmbH, werden keine Großinvestitionen für den Betrieb benötigt. Lediglich setzen sich die Investitionskosten aus den Kosten für Betriebsausstattung, Büroeinrichtung und Erstausstattungen für Marketing und Büromaterial zusammen. Insgesamt betragen die Investitionskosten 8.852 Euro. Zu der Betriebsausstattung gehören die Notebooks der beiden Geschäftsführer und die Anmeldegebühr der Telefonanlage. Die Büroeinrichtung setzt sich aus den Büromöbeln, dem Aktenvernichter und dem erste Hilfe Koffer sowie dem Feuerlöscher zusammen. Den größten Teil der Investitionskosten stellt die Erstausstattung für Marketing mit 5.584
3 Vgl. BMWi (Hrsg.), Kapitalbedarf und Rentabilität, in: GründerZeiten Nr. 7 vom Februar 2008, S. 4.
4 Vgl. Nolte, Test & Training Existenzgründung, 1. Aufl., Freiburg 2006, S. 117.
5 Vgl. BMWi (Hrsg.), Kapitalbedarf und Rentabilität, in: GründerZeiten Nr. 7 vom Februar 2008, S. 4.
6 Vgl. Wächtler, F., Business Plan Vorlage, abgerufen 18.12.10, URL: http://www.gruenderdomain.de/images/ stories/Existenzgruendung/excel-vorlage-businessplan-gruendungszuschuss-3.1.xls.
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 3
Euro dar. Der hohe Betrag hängt mit den erforderlichen Aufwendungen für den Internetauftritt und für das Grafik-Design des Logos und des Layouts zusammen.
2.3 Betriebsmittel
Der Begriff Betriebsmittel entstammt aus der Produktionswirtschaft und wird dort wie folgt definiert:
"Betriebsmittel sind Inputfaktoren, die dem Produktionsprozess
7 zugeführt werden, um produzieren zu können."
Mit anderen Worten handelt es sich bei den Betriebsmitteln um Faktoren, die in den wertschöpfenden Leistungsprozess eingehen. In Beratungsunternehmen ist für die Leistungsschaffung das Personal verantwortlich. Die weiteren Betriebsmittel unterstützen sie lediglich dabei. Daher wird im Folgenden bei der Beschreibung der einzelnen Betriebsmittel der Fokus auf die Personalkosten gelegt. Anschließend werden noch die Fahrzeugkosten detailliert erläutert. Denn die Firmenfahrzeuge gehören in einem Beratungsunternehmen ebenfalls zu den wichtigen Betriebsmitteln, da sie Kundenbesuche ermöglichen und einen positiven Eindruck bei Kunden vermitteln. Zuletzt werden noch die übrigen Betriebsmittel der OHC GmbH erläutert.
2.3.1 Personalkosten
Die OHC GmbH beschäftigt außer den beiden Geschäftsführern keine weiteren Angestellten. Daher setzen sich die Personalkosten lediglich aus den beiden Geschäftsführergehältern zusammen. Die Arbeitsverträge der Geschäftsführer sehen in den ersten drei Jahren keine Gewinnbeteiligung vor. Lediglich wird ihnen ein festes Gehalt von jeweils 40.000 Euro gezahlt. Zudem ist eine jährliche Gehaltssteigerung um 5% vorgesehen. Die Geschäftsführergehälter wurden unter Berücksichtigung der erforderlichen Lebenshaltungskosten, der gesetzlichen und privaten Versicherungsbeiträge sowie der steuerlichen Aufwendungen ermittelt. Außerdem wurde dabei noch der marktübliche Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen berücksichtigt. Nachfolgend wird die Ermittlung des Geschäftsführergehalts beschrieben.
Beide Geschäftsführer leben und wohnen in Bremen. Deren Lebenshaltungskosten werden jeweils auf monatlich 1.459 Euro geschätzt. Diese Kosten steigen jährlich im
8 an. Die Beiträge für die gesetzlichen Versicherungen setzen sich Durchschnitt um 1,11%
aus der freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung sowie der freiwilligen Renten- und Arbeitslosenversicherung zusammen. Insgesamt betragen die monatlichen
7 Nebl, T., Produktionswirtschaft, 6. Aufl., München 2007, S. 146.
8 Die jährliche Steigerung von 1,11% errechnet sich aus dem Mittelwert des VPI von 2006 bis 2010 auf Basis der Daten des statistischen Bundesamtes (vgl. o.V., Verbraucherpreisindex für Deutschland, abgerufen
18.12.10, URL: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/
Content/Statistiken/Zeitreihen/WirtschaftAktuell/Basisdaten/Content50/vpi110a,templateId=render).
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 4
Versicherungsbeiträge an gesetzliche Träger 896 Euro. Die freiwillige Krankenversicherung beträgt 14,30% vom Bruttoarbeitsentgelt. Der Krankenversicherungsbeitrag wird auf Grundlage des Höchstbemessungsbetrags von 1.916,25 Euro berechnet, da angenommen wird, dass das Gehalt deutlich darüber liegen wird. Daraus errechnet sich ein monatlicher Versicherungsbeitrag von 274 Euro. Des Weiteren beträgt die Pflegeversicherung 2,2% und beträgt damit 73 Euro im Monat. Für die gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung werden monatlich Beiträge von 531 Euro bzw. 18 Euro fällig. Die Beiträge für private Versicherungen belaufen sich auf monatlich 89 Euro. Damit sichern sich die Geschäftsführer gegen Berufsunfähigkeit und gegen privaten, beruflichen sowie verkehrsbezogenen Rechtsrisiken ab. Des Weiteren unterliegen die Gehälter der Geschäftsführer der Einkommensteuer, die sich aus der Formel nach §32a
9 errechnet. Aufgrund der Steuerprogression in Deutschland steigt der Steuersatz EStG
mit den Einnahmen progressiv an. Da die Geschäfts-führergehälter zwischen 2011 und 2013 steigen, wächst auch damit der Steueraufwand von 22,5% auf 23,3%. In der folgenden Darstellung werden alle bereits erläuterten Positionen zusammengefasst und das Mindestgehalt ermittelt.
Darst. 1: Erforderliches Mindestgehalt der Geschäftsführer
* Steigerungsfaktor jährlich 5,00% 5,00%
Quelle: Eigene Darstellung.
Auf Basis des ermittelten Mindestgehalts und unter Berücksichtigung des aktuellen und
10 marktüblichen Einstiegsgehalts von Hochschulabsolventen , wurde das anfängliche
Geschäftsführergehalt der OHC GmbH auf 40.000 Euro festgelegt. Die Gehaltshöhe mag
9 Vgl. o.V., Formel nach §32a EStG, abgerufen 18.12.10, URL: https://www.abgabenrechner.de/ekst/ekst.jsp? in_einkommen=50000&in_verheiratet=0&in_jahr=2010&berechnen=.
10 "Das jährliche Brutto-Durchschnittsgehalt für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss (Median über alle) liegt in diesem Jahr bei 39.339 €" (Vgl. o.V., Gehälter Blog, abgerufen 18.12.10, URL:
http://www.gehaelterblog.de/2010/06/einstiegsgehaelter-von-hochschulabsolventen-gehaltsstudie/).
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 5
zunächst niedrig für eine Geschäftsführerposition erscheinen, allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass zum Einen das Gehalt jährlich um 5% steigt und zum Anderen, der Geschäftsführer zusätzlich eine Gewinnbeteiligung entsprechend seiner Einlagenquote nach Etablierung des Unternehmens (nach drei Geschäftsjahren) erhält.
2.3.2 Fahrzeugkosten
Den Geschäftsführern der OHC GmbH werden zur Erfüllung ihrer betrieblichen Aufgaben Firmenfahrzeuge bereitgestellt, die auch privat genutzt werden dürfen. Aufgrund der
11 erwarteten hohen Nutzung, wird die jährliche Fahrleistung auf 40.000 km geschätzt .
Daher sind Fahrzeuge mit niedrigem Treibstoffverbrauch erforderlich. Bei den Recherchen wurde das Fahrzeugmodell Audi A4-Avant Attraction als günstig und passend für ein Firmenfahrzeug eines Geschäftsführers empfunden. Daher wird die Anschaffung von zwei Fahrzeugen vom Typ Audi A4-Avant Attraction als Mietleasing geplant. Die monatlichen Kosten betragen dafür jeweils 764 Euro (inkl. USt) und enthalten neben der eigentlichen Leasingrate die Gebühren für Reifenersatz, Wartung, GEZ, Steuern und Versicherung. Für die Bereitstellung werden keine Überführungskosten durch den Leasinggeber berechnet. Die laufenden Treibstoffkosten lassen sich aus der angesetzten Laufleistung von 40.000 km pro Jahr bzw. 3.333 km pro Monat berechnen. Zusammen mit dem fahrzeug-spezifischen Treibstoffverbrauch von 6,3 Litern pro 100 km und mit dem Dieselpreis werden die durchschnittlichen Treibstoffkosten pro Monat ermittelt:
Darst. 2: Durchschnittliche Treibstoffkosten pro Monat
Quelle: Eigene Berechnung in Anlehnung auf der Preisentwicklung des Dieseltreibstoffs von 2006 bis 2016, abgerufen 18.12.10, URL: http://auto.pege.org/2006/preisentwicklung-treibstoff.htm.
Für beide Fahrzeuge entstehen damit voraussichtlich monatliche Leasingkosten von 1.528 Euro und durchschnittliche Treibstoffkosten von 588 Euro. Die private Nutzung der Fahrzeuge wird über die 1% Regelung erfasst. Diese Regelung sieht vor, dass bei unentgeltlich überlassenen Firmenfahrzeugen, der Beschäftigte lediglich den Privaten-Nutzungsanteil (geldwerter Vorteil) an die Firma zahlt. Die Berechnung erfolgt mit 1% des
11 Die durchschnittliche jährliche Fahrleistung eines Diesel-PKWs betrug in 2008 etwa 18.500 km. Als Berechnungsgrundlage wird etwa das 2-fache angenommen (vgl. o.V., Kraftstoffverbrauch, abgerufen
18.12.10, URL: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/
STATmagazin/Umwelt/2010__01/2010__01Kraftstoffverbrauch,templateId=renderPrint.psml).
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 6
12 . inländischen Bruttolistenpreises des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Erstzulassung Davon werden 20% als umsatzsteuerfreie Kosten abgezogen und die USt von 19% hinzugerechnet. Als Ergebnis ergibt sich der monatliche Private-Nutzungsanteil. Damit zahlen die Geschäftsführer zusammen monatlich 594 Euro an die OHC GmbH für die private Nutzung ihrer Firmenfahrzeuge.
2.3.3 Übrige Betriebsmittel
Die übrigen monatlichen Betriebsmittelkosten setzen sich aus unterschiedlichen Positionen zusammen:
Darst. 3: Übrige Betriebsmittel
Quelle: Eigene Berechnung.
Neben den erläuterten Personal- und Fahrzeugkosten stellen die Fortbildungskosten mit 3.570 Euro einen erheblichen Anteil an den übrigen Betriebsmittelkosten dar. Allerdings entfallen sie einmal jährlich zu Anfang eines jeden Jahres und nicht monatlich. Zudem betragen die eigentlichen Fortbildungskosten das Doppelte, da sie zu 50% staatlich bezuschusst wurden. Ebenfalls einmal jährlich werden die betrieblichen Versicherungen i.H.v. 632 Euro fällig. Die Mietkosten (inkl. Heizung, Strom und Nebenkosten) betragen 710 Euro monatlich und wurden unter der Annahme berechnet, dass jährlich bis zu 3.000 kWh an Strom verbraucht wird. Des Weiteren werden für die Instandhaltung der Büroräume und der benötigten Reinigungsmittel monatlich 125 Euro eingeplant. Die Beratungskosten stellen laufende Kosten für die steuerliche Buchführung dar. Vereinbarungsgemäß berechnet die Steuerberatung für sechs Monate einen Betrag von 1.190 Euro. Damit ergibt sich ein Jahresbetrag von 2.380 Euro, dass in den ersten vier Monaten eines Jahres in vier Raten gezahlt wird. Dadurch errechnet sich die monatliche Rate von 595 Euro. Des Weiteren werden für den Sekretariatsservice 568 Euro im Monat geplant. Da die OHC GmbH kein eigenes Personal für Sekretariatsaufgaben beschäftigt,
12 Vgl. o.V., Geschäftswagen 1% Regelung bzw. Versteuerung für angestellte Arbeitnehmer, abgerufen 18.12.10, URL: http://steuer-abenteuer.de/steuerlexikon/einkommensteuer/1-regelung.html.
Business Plan OHC GmbH - Teil IV: Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung 7
wird die Leistung von einem externen Dienstleister erbracht, das neben der Korrespondenz mit den Kunden auch verschiedene Büroaufgaben übernehmen wird. Für die Telekommunikation werden monatliche Kosten i.H.v. 160 Euro geplant. Darin sind zum einen das Nutzungsentgelt für die Festnetz- und Internetverbindungen und zum anderen die Kosten der Mobilfunkverbindungen beider Geschäftsführer enthalten. Bei allen Anschlüssen sind sog. Flatrate-Tarife enthalten, wodurch keine weiteren nutzungsabhängigen Kosten entstehen. Der Aufwand für Büromaterial und Porto wird voraussichtlich monatlich 179 Euro betragen. Neben den üblichen Büromaterialien wie Druckerpapier, Stiften, Akten oder Ordnern werden in dieser Position noch die Portogebühren für den geschäftlichen Briefverkehr miterfasst. Im letzten Punkt Sonstiges sind der jährliche Betrag für die VBG i.H.v. 300 Euro und die durchschnittlichen Kontonutzungsgebühren bei der Sparkasse Bremen i.H.v. 36 Euro enthalten.
2.4 Gesamtbedarf
Der gesamte Kapitalbedarf ergibt sich aus der Zusammenrechnung der Gründungsnebenkosten, der Investitionskosten und der Betriebsmittelkosten für drei Monate:
Darst. 4: Gesamtbedarf an Kapital
Quelle: Eigene Berechnung.
Der gesamte Kapitalbedarf beträgt für die ersten drei Monate 49.486 Euro und kann vollständig durch die Barmittel von 150.000 Euro bedient werden. Damit ist auch keine weitere Kapitalaufnahme notwendig. Nach Abzug der Ausgaben stehen noch eigene Mittel von über 100.000 Euro zur Verfügung.
Arbeit zitieren:
Süleyman Yücel, 2011, Kapitalbedarfs-, Umsatz- und Rentabilitätsplanung, München, GRIN Verlag GmbH
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