Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Einleitung 1
1 Preisbildung am Aktienmarkt anhand der traditionellen
Kapitalmarkttheorie 2
1.1 Idealistische Prämissen zur Abbildung des Aktienmarktes 2
1.2 Preisbildung auf der Grundlage der Kapitalmarkteffizienzhypothese 4
1.3 Grundzüge der Kapitalmarktmodelle 6
2 Preisbildung am Aktienmarkt anhand der Behavioral Finance 8
2.1 Verhaltenspsychologische Prämissen zur Abbildung des Aktienmarktes 8
2.2 Marktanomalien induziert durch Verhaltensanomalien 10
2.3 Grundzüge der Behaviorale Modelle 12
3 Kritischer Vergleich der traditionellen Kapitalmarkttheorie und der
Behavioral Finance 14
3.1 Theoretische Mindestanforderungen an die Theorien 14
3.2 Kritik am Abstraktionsgrad. 17
3.3 Finanzwissenschaftlicher Kompromiss zwischen der Behavioral Finance
und der Kapitalmarkttheorie 21
Fazit 22
Literaturverzeichnis 23
II
Abkürzungsverzeichnis
A. Anomalien Aufl. Auflage bzw. beziehungsweise CAPM Capital Asset Pricing Model DAX Deutsche Aktienindex et al. et alii f. folgende ff. fortfolgende Hrsg. Herausgeber html Hypertext Markup Language http Hypertext Transfer Protocol Nr. Nummer u.a. unter anderem VaR Value at Risk Vgl. Vergleiche
III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Gegenüberstellung der Theorien (In Anlehnung an Rapp
(2000): 92.)…...………………………………………...14
Tabelle 3: Ergebnisse der Untersuchung (Eigene Darstellung)…....21
V
Einleitung
Die Finanzmärkte haben im Laufe des gegenwärtigen und vergangenen Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung gewonnen. Charakteristisch für die Finanzwirtschaft in der jüngeren Vergangenheit scheint dabei eine zunehmende Unabhängigkeit von der Realwirtschaft zu sein. Vermehrt setzt sich sogar die Erkenntnis durch, dass die Realwirtschaft sich den Aktivitäten auf den Finanzmärkten fügt. 1 Das Auftreten von Finanzkrisen wird hierbei nicht selten als Beleg für solche These angeführt. Wie auf dem Realmarkt, setzt sich auf den Finanzmärkten der Marktpreis aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage zusammen. Jedoch unterliegen Angebot und Nachfrage aufgrund des computergestützten, dynamischen Handelns und des abstrakten Handelsobjektes anderen Rahmenbedingungen.
Um die komplexe Zusammenhangsstruktur zwischen dem Anlegerverhalten und der Preisbildung, sowie ihre Ausprägungen zu erklären, werden im 21. Jahrhundert zwei unterschiedliche, gerade zu gegensätzliche Theorien herangezogen. Zum einen ist es die Kapitalmarkttheorie und zum anderen die Behavioral Finance, die versuchen, die Beziehung zwischen den betrachteten Größen aufzuzeigen und erkenntnisreiche Erklärungsansätze für die Praxis abzuleiten. Inwiefern welche der beiden genannten Theorien bessere Erkenntnisse liefert, ist zu untersuchen.
Die vorliegende Arbeit unterteilt sich in drei Hauptkapitel. In Kapitel 1 wird die Kapitalmarkttheorie vorgestellt, indem sowohl die Eigenschaften des Marktes gekennzeichnet durch das Verhalten der Marktteilnehmer, als auch die daraus folgenden Probleme in der Preisbildung herausgegriffen werden. Kapitel 2 widmet sich im gleichen Ausmaß dem Konzept der Behavioral Finance. Der kritische Vergleich zwischen der Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance erfolgt in Kapitel 3. Die aufgestellten Prämissen, sowie ihre abgeleiteten Modelle unterliegen einer kritischen Würdigung in Bezug auf die Mindestanforderungen und ihrem Wahrheitsgehalt in der Praxis. Das Fazit fasst die Erkenntnisse aus den beiden Theorien zusammen und liefert einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung hinsichtlich Beurteilung und Verwendung dieser Theorien.
1 Vgl. Spremann/Gantenbein (2005): vii.
1
1 Preisbildung am Aktienmarkt anhand der traditionellen Ka-pitalmarkttheorie
1.1 Idealistische Prämissen zur Abbildung des Aktienmarktes
Im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre gilt Kapital als ein essentielles Instrument dem Konsum und der Investition. Insbesondere Unternehmen benötigen hohe Summen finanzieller Mittel, um den Betrieb aufzunehmen, fortzuführen oder um zu wachsen. Um diese Finanzierung aufzubringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Alternative ist die Beteiligungsfinanzierung, bei der ein börsennotiertes Unternehmen Eigenkapital von seinen Aktionären zugeführt bekommt. 2 Die Existenz des Aktienmarktes ist folglich darin bergründet, dass ein Transfer von Kapital zwischen Anbietern und Nachfragern ermöglicht wird.
Der Aktienmarkt ordnet sich dem Kapitalmarkt unter, in dem im Gegensatz zum Geldmarkt mit längerfristigen Finanzkontrakten gehandelt wird. In diesem Sinne bilden Geld- und Kapitalmarkt den Finanzmarkt. 3
Die Kapitalmarkttheorie untersucht auf den Finanzmarkt 4 bezogen, die Beziehungen zwischen den Kapitalgebern und Kapitalnehmern, um dadurch Aussagen über die Preisstrukturen und -entwicklungen der Finanzprodukte abzuleiten. 5 Hierzu stellt der kapitalmarkttheoretische Ansatz Erklärungshypothesen über die am Markt herrschenden Bedingungen auf, um anschließend durch geeignete Modelle Investitionsentscheidungen abzuwägen und Finanzierungsmaßnahmen zu ermitteln. Zur Darstellung eines vollkommenen Kapital- bzw. Aktienmarktes wird ein allgemeingültiges Axiomensystem verwendet. Es folgt die Auflistung zentraler Prämissen der traditionellen Kapitalmarkttheorie, aus denen wiederum weitere Annahmen ableitbar sind: 6
Vollständige Information steht allen Marktteilnehmern kostenlos und gleichzeitig zur Verfügung. (Markteffizienz im engeren Sinne)
2 Vgl. Wöhe/Döring (2008): 590f.
3 Bei den längerfristigen Finanzkontrakten handelt es sich um Verträge mit einer Laufzeit von
mehr als einem Jahr. Vgl. Spremann/Gantenbein (2005): 37.
4 Im weiteren Verlauf dieser Arbeit liegt der Fokus auf dem Aktienmarkt, sodass die Begriff-lichkeiten Kapital- und Finanzmarkt sich nur auf diese Handelsplattform beziehen.
Vgl. Spremann/Gantenbein (2005): 33ff.
5 Vgl. Rudolph (1993): 2113.
6 Für weitere ableitbare Annahmen vgl. Steiner/Bruns (2007): 3; Laux/Schabel (2009): 156;
Rapp (2000): 92.
2
Arbeit zitieren:
Aylin Dogan, 2010, Preisbildung am Aktienmarkt - Ein kritischer Vergleich von traditioneller Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance, München, GRIN Verlag GmbH
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