Literaturangaben:
- Bourne & Ekstrand ( 1992 ): Einführung in die Psychologie. 2. Aufl. Frankfurt a. M.: Klotz. - Burgel, A. u. a. (2006): Jo-Jo, Sprachbuch2, Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen und Lernstationen. Berlin: Cornelsen. S. 67. Silben - Lene Hille-Brandt. - Dudenredaktion ( 2006 ): Duden, die Grammatik. 7. Aufl. Bd 4. Mannheim: Dudenverlag. - Ende, M. : Schnurpsenzoologie: www.lindenhahn.de/referate/diverses/itg_kl56/schueler/ende.htm - Grasser, D., Haas, S. ( 1992 ): Unterrichtsstunden: Deutsch für das 3. Schuljahr. Kopiervorlagen. München: Oldenbourg.
- Häring, L. u. Ringeisen, F. ( 1980 ): Wer kennt sich aus? Lehrerbegleitheft. Donauwörth: Auer. S. 11. - Häring, L. u. a. ( 1997 ):Wer kennt sich aus? Teil 1. Donauwörth: Auer. - http://silbe.know-library.net/
- Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern e. V. [Hrsg.] (1990): Methodische Aspekte des Religionsunterrichts. 1. Aufl. Donauwörth: Auer.
- Kürschner, W. (2005): Grammatisches Kompendium. Systematisches Verzeichnis grammatischer Grundbegriffe. Stuttgart: UTB. S. 237ff. - Mietzel, G., Psychologie in Unterricht und Erziehung, 1993.
- Niedersächsisches Kultusministerium, Dannenmann- Warmbold u. a. (2006): Kerncuriculum für die Grundschule, Schuljahrgänge 1- 4, Deutsch. Hannover: Niedersächsisches Kultusministerium. ( http://db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/ ) (Stand: 20.07.2006).
- Reuter-Liehr, C. (2001): Eine Einführung in das strategiegeleitete Lernen zum Training von Phonemstufen auf der Basis der rhytmischen Silbensegmentierung. 1. Aufl. Bochum: Winkler. - Reuter-Liehr, C. (2000): Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung. Bd. 2. 2. Aufl. Bochum: Winkler. - Wahrig, G. (1997): Wörterbuch der deutschen Sprache. Wiesbaden: Deutscher Taschenbuch Verlag.
Eingeführtes Lehrwerk:
- Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Das Sprachbuch 2, Braunschweig: Schroedel. - Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Das Lesebuch 2, Braunschweig: Schroedel. - Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Die Werkstätten 2, Braunschweig: Schroedel. - Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Materialien, Anregungen, Informationen für Lehrerinnen und Lehrer, Braunschweig: Schroedel.
Medien und Arbeitsmittel:
- Sudokuspiel, Wortkarte: Ameisenbär, Silbenkarten zum Sudokuspiel: s. Anhang 1: Entnommen aus … - Tesafix, Tafel, Kreide, Edding, akustisches Signal, Schülermappen, Folienstifte: rot, grün - Unbeschriftetetes Plakat: s. Anhang 2: voraussichtliches Tafelbild. - Folie: Gedicht: Michael Ende: Schnurpsenzoologie: s. Anhang 3: zu finden unter: www.lindenhahn.de/referate/diverses/itg_kl56/schueler/ende.htm ( Stand: 19.10.2006 ) - Arbeitsblätter: s. Anhang 3 ( identisch mit der Folie ) - Zusatzmaterialien: s. Anhang 4: - Rapp (Plakat ): selbst erstellt: s. Anhang 5.
2
Lernvoraussetzungen:
Seit November 2005 bin ich an der Grundschule xxx als Lehreranwärterin tätig. Die Lerngruppe der Klasse 2c mit 22 Schülern 1 , 8 Schülern und 14 Schülerinnen unterrichte ich seit dem 01.02.2006 eigenverantwortlich in Deutsch mit 3 Stunden pro Woche. Betreut werde ich dabei von xxx, der Klassenlehrerin.
Alle Schüler sind altersgemäß eingeschult. Der Altersdurchschnitt liegt bei 7 Jahren. Laut Piaget befinden sich Schüler im Alter von 7 Jahren mit ihrer geistigen Entwicklung auf der Stufe des konkret-operativen Denkens. 2 Dies bedeutet, dass die Schüler in der Lage sind einzelne Sachverhalte zu verinnerlichen und diese kognitiv zu verarbeiten, aber dass sie an konkreten Handlungen und Anschauungen hängen bleiben. 3 Dies trifft nicht mit 100 % Wahrscheinlichkeit auf alle Schüler zu. So ist es bedeutsam Lerninhalte anschaulich und handelnd darzubieten. Darum führe ich die Stunde mit einem Sudoku Rätselspiel auf Wortkarten ein, auf welche Silben gedruckt stehen und unterstütze das Silbenlesen durch Klatschen 4 . Die Leistungen der Klasse entsprechen den Anforderungen des Lese- und Schreiblehrgangs. Jedes Kind beherrscht bis jetzt die notwendigen Fähigkeiten. Allerdings ist der Lehrgang erst Ende des 2. Schuljahres abgeschlossen. Die Leistungsstärke der einzelnen Schüler ragt weit auseinander. Leistungsschwächere Schüler sind xxx. Beim Bearbeiten von Arbeitsaufträgen stehe ich besonders ihnen als Beraterin und Helferin zur Verfügung. Des Weiteren bekommen die schwächeren Schüler von ihren leistungsstärkeren Mitschülern Hilfestellung. Aus diesem Grund sitzen sie neben leistungsstärkeren Schülern. Das Gespräch mit dem Nachbarn in Arbeitsphasen ist gestattet.
Auch das Arbeitstempo und die Lernfähigkeit der Schüler ragt weit auseinander, so dass ich den schnelleren Schülern Zusatzmaterialien bereitstelle. Besonders leistungsstark sind xxx. Es besteht grundsätzlich ein ausgewogenes Sozialverhalten in dieser Lerngruppe, kameradschaftlich und hilfsbereit. Die Schüler zeigen meistens große Motivation und Lernbereitschaft. Lediglich xxx spielen bei geeigneten Situationen gern den Klassenclown oder provozieren ihre Mitschüler durch bewertende, teilweise auch herablassende Kommentare. Vorzüglich zielen ihre Äußerungen auf xxx ab, welche ich ihnen verbiete, sie in Einzel- oder Gruppengesprächen auffordere dies zu unterlassen oder sie an einen leeren Tisch im hinteren Bereich der Klasse verweise.
Es zeigen sich bereits in der Motorik der Schüler Unterschiede, welche auf ihr Schriftbild Auswirkungen hat. Während xxx eine sehr ausgeprägte Feinmotorik haben, neigen xxx zur Grobmotorik. Beim Verfassen von Texten gibt es in sofern Differenzen, dass die leistungsstärkeren Schüler ganze Sätze in vereinfachter Ausgangsschrift schreiben können, während leistungsschwächere Schüler sich der Druckschrift bedienen. Durch Diktatübungen und einem Schreibheft in VA werden alle Schüler an die vereinfachte Ausgangsschrift herangeführt.
Besonders xxx lesen unbekannte Texte sinnerfassend und flüssig. xxx haben immer noch Schwierigkeiten mit bereits bekannten Texten. Um dies zu fördern, bietet die Schule einen Leseförderlehrgang an.
1 Um einen guten Redefluss zu gewährleisten wird im Folgenden für die Bezeichnung Schüler/-in (nen) das Wort „Schüler“ gewählt,
welches beide Geschlechter beinhaltet.
2 S. Bourne & Ekstrand ( 1992 ): Einführung in die Psychologie. 2. Aufl. Frankfurt a. M.: Klotz. S. 331 ff.
3 Vgl. Mietzel, G., Psychologie in Unterricht und Erziehung, 1993, S. 76 ff
4 s. meth. Begründung
3
xxx gelten als zurückhaltende Schüler, welche sich selten beteiligen, allerdings liefern sie bei ungemeldetem Aufruf gute Beiträge. Hieran haben sie sich gewöhnt. Auch das Arbeiten mit Schülerketten hilft ihnen die Sprechangst zu überwinden. In Einzelgesprächen motiviere ich sie zur aktiven Anteilnahme durch Lob und verweise darauf, dass ihre Beiträge produktiv sind. xxx beteiligen sich zwar rege, doch sind die Beiträge oft weniger produktiv.
Der Lerninhalt dieser Stunde dürfte von allen Schülern zu bewältigen sein. Ich erwarte, dass die meisten Schüler mühelos Silben auf akustische und visuelle Weise erfassen können und so in der Lage sind die gestellten Aufgaben zu lösen. Das Silben-Schreiten ist den Schülern aus der ersten Klasse vertraut. Bei dem produktiven Erarbeiten der Silbenregeln wird es unter anderem bedingt durch die Lesefähigkeit der Schüler Unterschiede geben. Einige Schüler benötigen mehrere Leseversuche teilweise unterstützt durch das Klatschen von Silben um die Anzahl von Silben innerhalb eines Wortes zu erkennen. Andere Schüler werden die Anzahl der Silben innerhalb eines Wortes bereits nach dem ersten Lesen nennen können. 5 Obwohl das selbstständige Auswählen von Aufgaben vom Materialtisch den Schülern vertraut ist und ihnen Freude bereitet, besitzen einige Schüler noch kein Einschätzungsvermögen ihrer Leistungsfähigkeit. So habe ich die Aufgaben nach ihrem Schwierigkeitsgrad markiert. Lieder oder Sprechgesänge zum Stundenausklang sind den Schülern bekannt, so dass der Rapp leicht von allen Schülern erfasst wird. Im Allgemeinen zeigen die Schüler am Fach Deutsch Interesse und sind leicht zu motivieren. Sie lassen sich durch den Einsatz von Medien motivieren und bearbeiten meist selbstständig ihre Aufgabenstellungen. 6
Sachanalyse:
Wörter, welche aus Buchstaben oder Lauten gebildet werden, bestehen aus einer unterschiedlichen Anzahl von Silben. Silbe wird vom griechischen Wort syllabe abgeleitet und bedeutet zusammennehmen, zusammenfassen = die zu einer Einheit zusammengefassten Laute. 7 So besteht die Wortgruppe Silben normalerweise aus mehr als einem Buchstaben oder Laut, aus einem Selbstlaut, Vokal oder Doppellaut und einem oder mehreren Mitlauten, Konsonanten. Eine Silbe kann aber auch keinen Konsonant umfassen: O-fen.
„Als sprachliche Einheit ist die Silbe zwischen dem Lautsegment und der Wortform angesiedelt.“ 8 Wichtig für Silben ist, dass sie einen vokalischen Silbengipfel besitzen, in der Umgangslautung kommen aber auch Konsonanten als Silbenkerne vor. Vom Endrand einer Silbe spricht man, wenn dem Kern mehrere Laute folgen, der Silbenreim. Folgt auf den Kern kein Laut, wird dies als nackte oder offene Silbe betitelt. 9 Sie ist eine phonetische und keine Sinneinheit, was bedeutet, dass die Einteilung in Silben häufig nicht mit der Einteilung in bedeutungstragende Einheiten Morpheme übereinstimmt. 10
5 Vgl. Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern e. V. [Hrsg.] (1990): Methodische Aspekte des Religionsunterrichts. 1. Aufl.
Donauwörth: Auer. S. 43. ( s. meth. Begründung ).
6 S. meth. Begründung.
7 Vgl. Dudenverlag ( 2006 ): Duden, das große Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn Bänden. 3. Aufl. Bd. 8. Mannheim: Dudenverlag.
S. 3564.
8 S. Dudenredaktion ( 2006 ): Duden, die Grammatik. 7. Aufl. Bd 4. Mannheim: Dudenverlag. S. 37
9 Vgl. ebd.
10 S. http://silbe.know-library.net/
4
Silben sind von entscheidender Bedeutung für den Sprachrhytmus. Sie können als Träger von Akzenten betont oder unbetont sein. Die Gliederung eines Wortes in Morpheme (Wortbausteine) und Silben darf nicht verwechselt werden. Silben sind Sprechsilben, Morpheme werden auch als Sprachsilben bezeichnet: Silbe: Rin - der Morphem: Rind - er 11 .
So gibt es einsilbige Wörter: Maus, Wörter mit zwei Silben: Af-fe und Wörter mit mehreren Silben: Kro-ko-dil, Meer-schwein-chen, To-ten-kopf-äff-chen. 12
Silben sind die kleinste phonologische Einheit, auch als Lautsegmente bezeichnet. Sie sind gut hörbar, wenn Wörter langsam und deutlich ausgesprochen werden, zum Beispiel: Gir-af-fe.
Sie werden in einem Atemzug ausgesprochen. Wenn beim Sprechen die erste Silbe eines Wortes mit einem Konsonanten endet und die zweite Silbe mit dem selben Konsonant anfängt, wird beim Schreiben dieser Konsonant verdoppelt. Um eine bessere Zugangsweise zum Erkennen der Anzahl von Silben innerhalb eines Wortes zu gewährleisten, bietet sich das Klatschen oder Schreiten beim Sprechen des Wortes an. 13 Es gibt im deutschen Sprachgebrauch Vorsilben, auch Präfixe genannt. Dies sind Silben wie ver-, ge-, ent-, un-. Sie werden vor einem Wortstamm geschrieben und können die Bedeutung des Wortes verändern. Im Satz kommt es gelegentlich vor, dass das Präfix nach hinten gestellt wird, zum Beispiel: Er rannte auf dem Weg in den Zoo vor. ( vorrennen )
Ebenso gibt es im deutschen Sprachgebrauch Nachsilben, auch Suffixe genannt, wie zum Beispiel -lich, -keit,- heit und -nis. Mit Hilfe der Suffixe oder Präfixe kann aus einer Wortart eine andere Wortart gebildet werden wie zum Beispiel Tier -> tierisch oder Gehör -> gehorsam. 14
Silben können lang und offen sein: Scha - fe, aber auch kurz und geschlossen: Af - fen. Dies liegt daran, ob das Wort einen Doppellaut besitzt wie Af-fen oder eben nicht wie Scha-fe. Im Regelfall wird, falls das Wort einen Doppellaut besitzt zwischen diesem getrennt. 15
Silben dienen unter anderem der Trennung von Wörtern am Zeilenende. Dabei werden Wörter nach einer Silbe getrennt. Diese Trennung wird mit einem Bindestrich oder auch als Trennstrich gekennzeichnet. Die Trennung hinter Silben berücksichtigt die gute Lesbarkeit, so dass nicht unbedingt sinntragend getrennt werden muss, s. o. So gibt es wichtige Regeln zur Silbentrennung: s. Anhang 2. Als inhaltliches Thema der Stunde habe ich das Thema „Tiere“ gewählt. So beziehen sich alle Medien auf Tiere, das Sudoku- Rätsel, die verschiedenen Arbeitsblätter, welche durch unterschiedliche Aufgabenstellungen die Förderung des lautgetreuen Lese-Rechtschreibens erzielen und das Silbenverständnis festigen, sowie der abschließende Rapp. 16
Zur Bearbeitung der Arbeitsblätter wird die Variante des Silbenbogens zur Silbenunterteilung verwendet, wobei ich mich hier nach Reuter-Liehr richte.
11 Beispiel, s. Dudenredaktion ( 2006 ): Duden, die Grammatik. 7. Aufl. Bd 4. Mannheim: Dudenverlag. S. 38.
12 Vgl. Häring, L. u. Ringeisen, F. ( 1980 ): Wer kennt sich aus? Lehrerbegleitheft. Donauwörth: Auer. S. 11.
13 Vgl. Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Das Sprachbuch 2, Braunschweig: Schroedel. S. 89.
14 Vgl. Häring, L. u. a. ( 1997 ):Wer kennt sich aus? Teil 1. Donauwörth: Auer. S. 9ff.
15 Vgl. Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Das Sprachbuch 2, Braunschweig: Schroedel. S. 82ff.
16 Vgl. Menzel,W.(2000), Pusteblume, Materialien, Anregungen, Informationen für Lehrerinnen und Lehrer, Braunschweig: Schroedel. S. 90.
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Stefanie Kinast, 2008, Wir lernen Silbenregeln kennen: Wörter lassen sich zerlegen, München, GRIN Verlag GmbH
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