Der ontologische Gottesbeweisam Beispiel von
Ren é Descartes Meditationen über die erste Philosophie
undImmanuel Kants Kritik der reinen Vernunft
0 E i n l e i t u n g 3
1 B e g r i f f s e r k l ä r u n g e n 4
1 1 O n t o l o g i e 4
1 2 S e i n 4
1.3 Entität 4
2. Geschichtlicher Abriss des Gottesbeweises 4
2.1 Der Gottesbeweis in der Antike 4
2.2. Der Gottesbeweis im Mittelalter 5
2.3 Der Gottesbeweis in der frühen Neuzeit 5
2.4 Der Gottesbeweis in der Neuzeit und heute 5
3 R e n é D e s c a r t e 6
3.1 René Descartes Leben 6
3 2 R e n é D e s c a r t e s W e r k 6
3.3 René Descartes ontologischer Gottesbeweis 7
3.3.1 Der Gottesbeweis durch die Definition von Gott 7
3.3.2 Der Gottesbeweis am Beispiel des Dreiecks 8
3.3.3 Resümee zu René Descartes Gottesbeweis 9
4. Immanuel Kant 10
4.1 Immanuel Kants Leben 10
4.2 Immanuel Kants Werk 10
4.3 Immanuel Kant und der ontologische Gottesbeweis 11
4.3.1 Gott existiert als synthetischer oder analytischer Satz 11
4.3.2 Sein -logisches oder reales Prädikat 12
4.3.3 Resümee zu Kants Darstellungen zum ontologischen Gottesbeweis 13
5. Resümee der Werke von René Descartes und Immanuel Kant 13
6 L i t e r a t u r l i s t e 1 4
6 4
2
René Descartes‘ Meditationen über die erste Philosophie
0. Einleitung
Eine der grundlegenden Fragen der Menschheit ist die nach einem höheren Wesen. Mag dieses höhere Wesen nun Gott, Jahwe, Allah, oder einen sonstigen Namen tragen, versuchen doch Menschen verschiedenster Herkunft, Bildung oder Standes, die Existenz dieses Wesens zu beweisen oder Beweise für die Existenz einer solch höheren, gar außerirdischen, oder besser überirdischen Macht zu finden.
Die Frage nach einem höheren Wesen ist seit je her eine interdisziplinäre Fragestellung, da man diese Fragestellung aus den verschiedensten Blickwinkeln und mit den unterschiedlichsten Motivationen betrachten kann. So fällt jedem bei der Betrachtung der Frage nach einem höheren Wesen natürlich sofort die Theologie als zuständige wissenschaftliche Disziplin ein. Jedoch kann man, wenn man etwas länger an der Frage, wer sich mit dieser Themenstellung befasst, verharrt und sich hierüber Gedanken macht, dass auch die Ethnologie, die Philosophie und ja selbst die Naturwissenschaften dieser Frage auf den Grund gehen. Jede sicherlich aus ihrer eigenen Motivation heraus und mit unterschiedlicher Intensität, jedoch kann jede Disziplin ihren Beitrag zu einem Gottesbeweis leisten. Diese Arbeit, die rein der philosophischen Disziplin Rechnung trägt, wird sich nach einer kurzen Einführung in die Begriffe der Ontologie und einem historischen Abriss der Gottesbeweise, im Kern mit dem ontologischen Gottesbeweis aus René Descartes´ „Mediationen über die Erste Philosophie“ und dessen Kritik aus Kants Werk „Kritik der reinen Vernunft“ befassen.
1. Begriffserklärung
1.1 Ontologie
Die Ontologie, abgeleitet vom griechischen on (dt. sein) und logos (Lehre), ist ein Teilbereich der theoretischen Philosophie und im Prinzip deckungsgleich mit der allgemeinen Metaphysik, welche sich mit der Grundstruktur der Realität befasst. Erstmals definiert wurde der Begriff Ontologie in „Philosophisches Lexicon“ von Johann Georg Walch im Jahre 1726 1 .
1.2 Sein
Der Begriff „Sein“ ist der zentrale Grundbegriff in der Ontologie. Dieser Begriff wurde in der Geschichte der Ontologie immer wieder erweitert und mit neuem Inhalt gefüllt, jedoch lassen sich drei Grundtypen des Seins darstellen: Existenz, Identität und Prädikation. Diese Grundtypen wurden in Ihrer grundlegenden Form seit Platonprinzipiell nicht geändert.
1.3 Entität
Die Entität (lat. ens) bezeichnet alles Seiende. Somit sind unter diesem Begriff nicht nur Individuen und Gegenstände, sondern auch Vorgänge zusammengefasst.
2. Geschichtlicher Abriss des Gottesbeweises 2.1 Der Gottesbeweis in der Antike
Schon in der Antike versuchte man Gottesbeweise zu ermitteln. Diese Versuche findet man v. A. in der griechischen Philosophie, in der jüdischen und der frühchristlichen Theologie. Hier wurde versucht, durch einen Gottesbeweis den Menschen einen Glauben näher zu bringen und diesen in der Bevölkerung zu etablieren. Diese Etablierung sollte
1 Walch, J. G.: Philosophisches Lexicon, Gleditschens J. F. (Verleger), Leipzig, 1726.
mit dem Beweis eines höheren Wesens, welches die Geschicke lenkt bzw. beeinflusst, leichter und schneller voranschreiten, da Menschen grundsätzlich eher das glauben, was sie sehen, bzw. was ihnen bewiesen wird, als das, was sie nur erahnen oder sich vorstellen können. 2.2 Der Gottesbeweis im Mittelalter
Im Mittelalter versuchte die katholische Kirche durch einen Gottesbeweis den Glauben der Massen weiter zu festigen und ihre Machtposition damit weiter auszubauen und Teile Osteuropas schneller zu christianisieren. Anders als in der Antike herrschte im Mittelalter unter den Menschen ein hohes Maß an Frömmigkeit und somit war der Gottesbeweis nicht unbedingt notwendig um die Macht der Kirche zu erhalten, jedoch hätte dieser die Position der Kirche gegen ihre weltlichen Gegenspieler, wie den Kaiser des hl. Römischen Reiches deutscher Nation oder den König von Frankreich weiter gestärkt.
2.3 Der Gottesbeweis in der frühen Neuzeit
Durch die gesellschaftlichen und geografischen Veränderungen, wie die Entdeckung Amerikas, die Reformation und die Aufklärung, nahm der Gottesbeweis zu Beginn der Neuzeit eine neue Rolle ein. So war er für die verschiedenen christlichen Strömungen, analog zur ersten christlichen Strömung in der Antike, unabdingbar um ihre Macht und ihren Einfluss zu stärken. Andererseits gab es zu dieser Zeit die ersten nicht theologisch geprägten Wissenschaftler nach der Antike, welche sich frei von dem Korsett eines religiösen Fundaments Gedanken über Gott und seine Existenz machen konnten. Hier kamen verschiedene Strömungen auf, welche natürlich auch von der Herkunft und den Interessen der Geldgeber dieser Wissenschaftler geprägt waren. So hätte ein Kant seine durchaus religionskritischen Texte in einem urkatholischen Herzogtum (z.B. Bayern) nie in einer solchen Härte formulieren können ohne seine wirtschaftliche Grundlage zu verlieren. Auch die Erfindung des Buchdrucks förderte ein Umdenken bei den Gottesbeweisen, denn nun konnten sich viele Menschen Bücher leisten und sich somit mit dem Thema befassen. Daher steigen auch zu dieser Zeit die Versuche eines Gottesbeweises rapide an, denn nun war das Nachvollziehen der bisherigen Ergebnisse nicht mehr nur den reichen vorbehalten, sondern auch den „normalen“ Menschen möglich. Diese konnten dann ihre eigenen Gedanken wieder weiter entwickeln und verbreiten.
Arbeit zitieren:
Nadine E. Schreiner, 2011, Der ontologische Gottesbeweis, München, GRIN Verlag GmbH
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