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Inhaltsverzeichnis
Einf ührung Seite 4
I. Das Zeitalter der Kolonialisierung (1700-1870) Seite 4
1. Der Aufstieg des Bürgertums Seite 4
2. Kolonialisierung der Welt Seite 5
II. Das Zeitalter des Imperialismus (1870-1920) Seite 5
1. Monopolisierung der Wirtschaft Seite 5
2. Teilung der Welt in zwei großer Lager Seite 6
3. Zustände in den Kolonien und Halb-Kolonien Seite 6
III. Kommunistische Revolutionstheorien Seite 7
1. Revolutionstheorie bei Marx-Engels Seite 7
2. Lenins Revolutionstheorie Seite 8
IV. Die politische und gesellschaftliche Lage in China Seite 12
1. Halbkolonialer Zustand Seite 12
2. Revolutionäre Strömungen und Aufstände im 19. Jh. Seite 12
3. Abschaffung der Monarchie (1911) Seite 13
V. Kommunistische Bewegung in China (1919-1927) Seite 14
1. Sozialistische Strömungen bis 1919 Seite 14
2. Gründung der KPCh (1921) Seite 15
3. Basis in den Städten (1921-1927) Seite 16
4. Massaker von Shanghai und Zerschlagung der KP (1927) Seite 17
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VI. Maos These der “Neuen Demokratischen Revolution Seite 17
1. Basisaufbau in den Ländlichen Gebieten Seite 17
2. Langwieriger Volkskrieg (1927-1935) Seite 18
3. Endsieg der KPCh (1935-1949) Seite 21
VII. Literaturverzeichnis Seite 22
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Einführung
Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts, nach weniger als 100 Jahren, berufen sich revolutionäre Parteien fast in ganz Asien auf das von Marx und Engels verfasste Kommunistische Manifest und erobern in den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt die Macht. 1
Wie kommt es, dass das Kommunistische Manifest, das eigentlich für die industriell am meisten entwickelten Länder der Welt bestimmt war, in einer kurzen Zeit in ganz Asien als Revolutionsprogramm akzeptiert wird?
Welche politischen und wirtschaftlichen Veränderungen auf der internationalen Ebene führten dazu, dass das Programm des Kommunistischen Manifests, Leitsätze der Revolutionären Parteien der Kolonien und Halb-Kolonien wurde? Diese Hausarbeit beabsichtigt, anhand von Revolutionstheorien der marxistischen Tradition, die Gründe dieser neuen Entwicklung vor allem in China herauszuarbeiten. Dabei wird vor allem auf die Revolutionstheorien von Marx-Engels, Lenin und Mao eingegangen.
Es wird hauptsächlich auf die politischen Zustände im 20. Jahrhunderts eingegangen; vor allem wird die politische Entwicklung des chinesischen Kaiserreichs, die Gründung und der Aufbau der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) näher untersucht.
I. Das Zeitalter des Kolonialisierung (1700-1870)
1. Der Aufstieg des Bürgertums
Die wissenschaftliche und industrielle Entwicklung revolutionierte die politischen und gesellschaftlichen Zustände dermaßen, dass das aufsteigende Bürgertum in vielen Ländern West Europas die politische Macht durch Revolutionen (1640-1688 England, 1789-1871 Frankreich und 1848’er Revolutionen in ganz Europa) oder durch Reformen eroberte. Somit wurde der politischen Macht der Monarchien bzw. des Adels ein Ende gesetzt. Dadurch konnte in allen Bereichen des Lebens eine Demokratisierung eingeleitet werden; die Wirtschaft blühte; die Forderungen der Gesellschaft und der Binnenmärkte wurden gesättigt.
1 Lucien Bianco (Hrsg.), Das Anschwellen des Kommunismus, in: Das Moderne Asien, Fischer
Weltgeschichte, 1969 Frankfurt, S. 100 ff.
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2. Kolonialisierung der Welt
Durch die Industrialisierung angehäuftes Kapital drang nun nach neuen Absatzmärkten. Im Laufe des 19. Jahrhundert war die ganze Welt von den europäischen Mächten weitgehend kolonialisiert. Es blieben nur noch einige Länder übrig, welche die Begierde der westlichen Mächte erweckten: das Kaiserreich China, das Osmanische Reich und das Balkangebiet.
II. Das Zeitalter des Imperialismus (1870-1920)
1. Monopolisierung der Wirtschaft
Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Europa ein Überschuss an Güter und Kapital. Dadurch konnten nicht nur Waren, sondern auch das überschüssige Kapital exportiert werden.
Sehr früh entdeckten viele Politiker, dass die ausländischen Absatzmärkte nicht nur für wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Landes, sondern auch für die gesellschaftliche Stabilität notwendig waren. 2 Der Konkurrenz im In- und Ausland führte zur Monopolisierung in der Wirtschaft.
Durch die Monopolisierung der Industrie geriet der Staat völlig unter den Einfluss der Monopole. Die Beziehung der Politik und der Wirtschaft wurde dadurch noch enger. Ab 1870 versuchten europäische Groß- und Mittelmächte, ihr Herrschaftsgebiet durch gezielte imperialistische Politik auf Übersee-Territorien auszudehnen. Die Zeit zwischen 1870-1920 wurde als „Zeitalter des Imperialismus“ 3 bezeichnet. Die imperialistische Ausdehnung war vornehmlich durch wirtschaftliche und politische Interessen motiviert. 4 Später auch zunehmend von national-strategischer Konkurrenz der imperialistischen Mächten geprägt.
Der in dieser Zeit betriebene formelle Kolonialismus - vor allem in Afrika - ist dabei nur ein Teilaspekt des Imperialismus, der auch informelle machtpolitische und wirtschaftliche Durchdringung (etwa in China und dem Osmanischen Reich) umfasst.
2 Joseph Chamberlain, als Kolonialminister Großbritanniens hielt zwei sehr offenherzige Reden bzgl. der
Rolle der Kolonialisierung für Großbritannien, in: Lothar Gall/Rainer Koch (Hrsg.) Der europäische
Liberalismus im 19. Jh. Texte zu seiner Entwicklung, Dritter Band, Ullstein Ver., Frankfurt 1981, S. 153 ff.
3 Iring Fetscher, Einleitung in: W.I. Lenin, Theorie, Ökonomie, Politik, Ausgewählte Texte und Werke,
Kröner Ver., Stuttgart 1974, S. 23 ff.
4 Joseph Chamberlain, ebd. S. 165.
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2. Teilung der Welt in zwei großer Lager
Die Kolonialisierung und Aufteilung der Welt unter den imperialistischen Großmächten war am Anfang des 20. Jahrhunderts im großen und ganzen abgeschlossen. Es blieben nur noch einige Länder, wie das Kaiserreich China, das Osmanische Reich und das Balkangebiet übrig. Um diese Länder als Absatzmärkte zu erobern oder um sie zu kolonialisieren, entbrannte unter den Großmächten eine vernichtende Konkurrenz, die schließlich zwangsläufig zum I. Weltkrieg führte.
Durch die neue wirtschaftliche und politische Entwicklung war die Welt praktisch in zwei große Lager geteilt. Auf der einen Seite die imperialistischen Mächte, die nach Kolonialisierung der ganzen Welt strebten und auf der anderen Seite die unterentwickelten Länder, welche Ziel der Kolonialisierung wurden.
3. Zustände in den Kolonien und Halb-Kolonien
Der Mangel an materiellen Mitteln in den Industrieländern war gegen Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend beseitigt. Die politische und gesellschaftliche Lage stabilisierte sich; die Regierungen machten den Werktätigen weitgehende Zugeständnisse, und die innergesellschaftlichen Widersprüche hatten sich entschärft. Aber dafür verschärfte sich die Lage in den Kolonien und Halb-Kolonien. Dort erfolgte eine Verelendung der Massen. Die imperialistische Kanonenpolitik entfremdete viele einheimische Völker, die zuerst an den politischen Geschehnissen kein Interesse zeigten. 5 Aber die Überschwemmung der einheimischen Märkte durch die Billigprodukte aus den Industrieländern, verbunden mit Erniedrigung des Nationalgefühls, 6 „brachte die einheimische Bevölkerung auf die Barrikade.“
Auf dieser Basis rückten unterschiedliche Klassen der Kolonien und Halb-Kolonien zusammen. 7 Auf der internationalen Ebene beobachtete man sogar die Solidarität aller fortschrittlichen Kräfte. 8 Alle einheimischen Klassen fühlten sich mit dem gleichen Schicksal verbunden.
Man beobachtete auch, wie sich das Zentrum der Revolution nach Osten verlagerte. Es entstanden in allen Ländern Asiens revolutionäre Arbeiter und national-bürgerliche
5 Diese Tendenz konnte man am Anfang des 20 Jahrhunderts im Osmanischen Reich und Persien und vor
allem China feststellen.
6 David Priestland, Weltgeschichte des Kommunismus, Von der Französischen Revolution bis Heute,
Siedler Ver., Hamburg 2009, S. 298 ff.
7 Vor allem in der Türkei, in China, Indien, im Persien und auf dem Balkan rückten die kommunistische
und die bürgerlich-nationalistische Bewegungen zusammen.
8 Ebd. S. 291 ff.
Arbeit zitieren:
Sadik Usta, 2011, Kommunistisches Manifest und Aufstieg des Sozialismus in Asien, München, GRIN Verlag GmbH
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