Internationalisierung im Einzelhandel - Carrefour
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Internationalisierung im Einzelhandel 3
2.1 Definition des Begriffs der Internationalisierung 3
2.2 Entwicklung im Einzelhandel 4
2.3 Vorherrschende Internationalisierungsstrategien 4
3 Die Carrefour Gruppe 7
3.1 Das Modell des Hypermarché 10
3.2 Internationalisierungsentwicklung der Carrefour Gruppe 13
3.3 Status quo der Internationalisierung von Carrefour 14
3.4 Auswirkungen von Großformaten auf regionale EH-Strukturen. 16
Fazit 17
Literaturverzeichnis. 18
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Internationalisierung im Einzelhandel - Carrefour
1) Einleitung
Internationaler Handel existiert im weitesten Sinne bereits seit Jahrhunderten. So unterhielten die niederländischen und eng
der Industrialisierung Exportaktivitäten und tätigten Direktinvestitionen in Form von Handelsrepräsentanzen oder Auslandsniederlassungen. Die heutige Internationalisierung moderner Einzelhandelsunternehmen ist dagegen eingebunden in diverse Strategien der globalen, multinationalen und transnationalen Unternehmenstätigkeit (SCHWARZ 2009, S. 1). Die Internationalisierung spiegelt quasi eine international verteile Konfiguration bzw. Koordination der Wertschöpfungsaktivitäten unter Einbeziehung vielfältiger Transaktionsformen wieder (SCHWARZ 2009, S. 1). Ein Unternehmen, welches bereits seit 1973 international tätig ist und seit den 1990er Jahren einen sehr dynamischen Internationalisierungsprozess widerspiegelt ist die Groupe Carrefour. Anhand dieses Unternehmens soll Internationalisierung im Einzelhandel beispielhaft dargestellt werden.
2) Internationalisierung im Einzelhandel 2.1 Definition des Begriffes der Internationalisierung
Eine gängige Definition der Internationalisierung lautet wie folgt Der Begriff der Internationalisierung deckt das gesamte Feld von Unternehmenstätigkeiten ab, welche sich mindestens auf einen ausländischen Markt richten und dabei regelmäßig erfolgen (AHLERT 2004, S. 305). Aufgrund der Unternehmenstätigkeiten kommt es zu internationalen Transaktionen, welche in diversen Koordinationsformen durchgeführt werden können (AHLERT 2004, S. 305). Dabei sollten die Koordinationsformen jeweils den unterschiedlichen Anforderungen der abzuwickelnden Transaktionen möglichst effizient entsprechen (AHLERT 2004, S. 305).
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Internationalisierung im Einzelhandel - Carrefour
2.2 Entwicklung im Einzelhandel
Vergleicht man allerdings die Internationalisierungsentwicklungen in verschiedenen Branchen, so zeigen sich im Falle des Einzelhandels diverse Unterschiede. So begann die Internationalisierung im Einzelhandel erst sehr viel später als in anderen Bereichen der Wirtschaft (KNORR ET AL. 2003, S. 12). In Anbetracht der relativ geringen Größe ihres jeweiligen Heimatmarktes waren es vor allem europäische Einzel-handelsunternehmen, welche die Vorreiterrolle übernahmen (KNORR ET AL. 2003, S. 12). So wagten beispielsweise Carrefour und Aldi schon bereits vor ca. 30 Jahren mit spezifischen Vertriebsformaten Hypermärkte (Carrefour) und Hard discounting (Aldi) den Eintritt in ausländische Märkte (KNORR ET AL. 2003, S. 12). Trotzdem kann erst Mitte der 1980er Jahre von einer stattfindenden Internationalisierung im Einzel-handel gesprochen werden, welche in den 1990er Jahren eine erhebliche Beschleunigung erfährt (KNORR ET AL. 2003, S. 12).
Dessen ungeachtet spiegelt die Fachliteratur die Meinung wider, dass es weltweit nur eine Handvoll an Unternehmen gibt, welche als veritable internationale Einzelhändler bezeichnet werden können (KNORR ET AL. 2003, S. 12). Diese Unternehmen haben es geschafft, dass ein signifikanter Teil des Umsatzes außerhalb des Heimatlandes erzielt wird und dass eine erfolgreiche langfristige Präsenz in einer großen Zahl kulturell unterschiedlicher und / oder geographisch weit entfernter Länder aufgebaut werden konnte (KNORR ET AL. 2003, S. 12). Die meisten dieser Firmen sind in Westeuropa anzutreffen und neben Carrefour können z. B. die Metro Gruppe (DE), Tesco (GB), REWE (DE), Ahold (NL) und Auchan (FR) genannt werden.
2.3 Vorherrschende Internationalisierungsstrategien
Innerhalb des Internationalisierungsprozesses lassen sich verschiedene Internationalisierungsstufen von Unternehmen unterscheiden, welche sich durch unterschiedliche Grade der Auslandsaktivität und Kapital- bzw. Managementleistungen im In- bzw. Ausland unterscheiden (siehe Abb. 1).
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Abb. 1: Internationalisierungsstufen von Unternehmen (Eigene Abbildung
nach SCHIERENBECK 2008, S. 45)
Export
Der Export stellt die einfachste auslandsorientierte Unternehmenstätigkeit dar. Beim Exportvorgang werden Waren oder Dienstleistungen in das Ausland überführt. Kommt es dabei zu Warengeschäften mit ausländischen Kunden, spricht man von Exportgeschäften (WEBER 2006, S. 222). Lizenzierung
Durch eine Lizenzierung werden intangible (immaterielle) Vermögenswerte, wie z. B. Patente, Firmennamen, Urheberrechte, Warenzeichen oder technisches Know-How (Wissensgüter), auf Grundlage eines vertraglichen Abkommens, für eine bestimmte Zeitspanne dem ausländischen Lizenznehmer zur Verfügung gestellt (WEBER 2006, S. 222). Im Gegenzug zahlt der Lizenznehmer Lizenzgebühren für die Inanspruchnahme dieser immateriellen Vermögenswerte (WEBER 2006, S. 222). Dadurch wird eine Übertragung der Leistungserstellung vom In- ins Ausland ermöglicht, ohne Kapital, Personen oder Vermögen ins Ausland zu transferieren (WEBER 2006, S. 222).
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Internationalisierung im Einzelhandel - Carrefour
Franchising
Im Gegensatz zur Lizenzierung werden dem ausländischen Franchisenehmer hierbei keine immateriellen Vermögenswerte oder Wissensgüter zur Verfügung gestellt, sondern ein unternehmerisches Gesamtkonzept (WEBER 2006, S. 223). Größtenteils handelt es sich dabei um ein umfangreiches, seit langem etabliertes und erprobtes Beschaffungs-, Absatz., Organisations- und Managementkonzept, welches dem Franchisenehmer mit umfassenden Weisungs- und Kontrollrechten übergeben wird (WEBER 2006, S. 223). Strategische Allianz
Eine strategische Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehreren Unternehmen wird als strategische Allianz bezeichnet. Innerhalb dieser Allianz definieren die Allianzpartner, in welchen Bereichen sie zukünftig kooperieren wollen (WEBER 2006, S. 223). Das Ziel der strategischen Allianz ist die Bündelung der Stärken sowie der Ausgleich der Schwächen der einzelnen Mitglieder, um letztendlich eine Verbesserung der Wettbewerbsposition zu erreichen. Auf eine gegenseitige Kapitalbeteiligung wird jedoch verzichtet (WEBER 2006, S. 223). Joint Venture
Ein Joint Venture beschreibt die Kooperation eines ausländischen Unternehmens mit einem einheimischen Partner (WEBER 2006, S. 223). Dabei wird eine grenzüberschreitende, auf Dauerhaftigkeit ausgelegte Zusammenarbeit vereinbart, welche auf gegenseitiger Kapitalbeteiligung basiert (WEBER 2006, S. 223). Da sich Joint Ventures auf alle Wertschöpfungsstufen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Forschung) beziehen können, geben normalerweise die beteiligten Partner ihre Unabhängigkeit in bestimmten Bereichen zum Vorteil von koordinierten Verhaltens auf (WEBER 2006, S. 223). Auslandsniederlassung
Niederlassungen, Filialen und Repräsentanzen sind rechtlich unselbstständige Unternehmen im Ausland (WEBER 2006, S. 224). Tochtergesellschaften
Sie stellen rechtlich selbständige Engagements inländischer Unternehmen im Aus-land dar und stehen am Ende der langen Entwicklung der Auslandsaktivitäten von Unternehmen (WEBER 2006, S. 224).
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Arbeit zitieren:
Peer Bittner, 2010, Internationalisierung im Einzelhandel: Das Beispiel Carrefour, München, GRIN Verlag GmbH
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