B äumer: Android - Grundlagen, Anwendungsentwicklung und mögliche Verdienstformen. eCommerce-Seminar
Inhalt
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1. Android - Nur ein Betriebssystem? 5
2. Grundlagen. 6
2.1 Motivation 6
2.2 Hard- und softwareseitige Merkmale 7
2.3 Einsatzgebiet 8
3. Entwicklung 9
3.1 Java und SDK 9
3.2 Entwicklungsalternative 10
3.3 Zusammenfassung 11
4. Mobile-Commerce. 12
4.1 Abgrenzung und Definition 12
4.2 Bedeutung von Android für den -MCommerce 13
4.3 Merkmale von -MCommerce 14
4.4 Zusammenfassung 17
5. Verdienstmöglichkeiten 18
5.1 Vertrieb von Anwendung auf dem Android Market 18
5.1.1 Grundlagen 18
5.1.2 Verdienstmöglichkeiten 20
5.1.3 Entwicklung 20
5.1.4 Aktuelle Probleme 21
5.2 Werbefinanzierte Anwendungen 21
5.3 Spendensysteme 24
6. Fazit und Perspektive 24
7. Literaturverzeichnis 26
8. Verzeichnis zitierter Internetquellen 27
2
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung Titel Seite Abb. 1 Android Architektur 8 Abb. 2 Android SDK Emulator 10 Abb. 3 Browserumgebung zur Gestaltung und Positionierung der
Steuerelemente auf der GUI. 11
Abb. 4 ebay.de App. für Android 14
Kontextrelevante Werbung am Beispiel von „Google Maps“ Abb. 5 23
3
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Abkürzungsverzeichnis
4
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1. Android - Nur ein Betriebssystem?
Als Google im August 2005 1 die Übernahme der erst 2003 gegründeten Softwareschmiede Android 2 bekannt gab, war dies vor allem in Kombination mit einer weiteren Übernahme brisant: Bereits im Mai 2005 hatte Google das mobile soziale Netzwerk Dodgeball 3 übernommen. Google erweiterte damit sein Produktportfolio um zwei wichtige Produkte und sorgte in den kommenden Jahren für viel Wirbel auf dem mobilen Werbemarkt, sowie dem Markt für mobile Endgeräte. Dies ist unter anderem durch die starken Partner von Google möglich.
Die Entwicklung von Android wird seit Beginn an von der Open Handset Alliance übernommen, der neben Google auch Internet-, Hardware und Softwareunternehmen wie eBay, T-Mobile, China Mobile, Texas Instruments HTC, LG Electronics, Motorola und Samsung angehören. 4 Weitere sind in der vergangenen Zeit beigetreten. Schon nach zwei Jahren kann Android einen Marktanteil von 18% vorweisen und gehört mit insg. 100.000 Anwendungen 5 und einem Wachstum im Anwendungsmarkt von 19% zu den größeren Wettbewerbern auf dem Mark. Damit ist Android neben einem attraktiven Betriebssystem insbesondere eine für Entwickler attraktive, neue Softwareplattform.
Android wird somit zu einem Zeitpunkt populär, in dem mobile Endgeräte durch einen hohen Leistungsstandard neue Arten und Umfang in der Anwendung ermöglichen, aber auch in der Benutzung an Komfort gewinnen und so ein größeres Publikum ansprechen. Auch wird durch die zunehmende Vernetzung insbesondere mit sozialen Netzwerken der (subjektive) Bedarf und Nutzen dieser mobilen Endgeräte größer. Der (genutzte) Funktionsumfang 6 geht weit über das klassische Telefonieren und Schreiben von Kurznachrichten hinaus.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser die Grundlagen und die Motivation hinter Android zu erläutern, einen Überblick über die Entwicklungsformen und deren Besonderheiten zu geben, sowie die Bedeutung für den mobilen Commerce darzustellen. Im Besonderen wird auf die möglichen Verdienstmöglichkeiten eingegangen. Somit richtet sich diese Arbeit auch an Unternehmen, die Androidgeräte vertreiben oder dafür entwickeln wollen.
1 Hashimi, et al., 2010, S. 3
2 Businessweek, 2010, Online
3 Der Dienst ist derzeit unter dem Namen Google Latitude nutzbar
4 Open Handset Alliance, 2010, Online
5 “One hundred thousand apps in Android Market.”; Twitter, 2010, Online
6 Dies zeigt sich auch durch eine Vielzahl von Vorinstallierten Anwendungen für verschiedenste Einsatzbereiche
5
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2. Grundlagen
2.1 Motivation
Will die Motivation hinter der Entwicklung von Android verstanden werden, muss die Aufmerksamkeit auf die Entwickler, allen voran Google, gelenkt werden. Die Frage lautet: Warum investiert ein Unternehmen erhebliche finanzielle Mittel in ein kostenloses, quelloffenes Produkt? Android ist nicht das erste Produkt, welches von Google auf diese Weise auf den Markt gebracht wird. Es ordnet sich in eine ganze Reihe von kostenlosen Anwendungen ein. Dabei erscheint es neben Größen wie Google OS, ein auf Linux basierendes Betriebssystem für Desktop-Computer 7 , Google Chrome, ein eigener Internetbrowser oder Google Maps, ein Kartendienst. Schnell wird deutlich, dass Google keine (primären 8 ) Einnahmen durch die Entwicklung dieser Produkte erwirtschaftet. Am Beispiel von Google Maps lässt sich erklären, welche Motivation für Google hinter Android steckt. Wie im Kapitel 5.2 genauer erläutert, erwirtschaftet Google den Gewinn vor allem durch Werbung, die in diesen Karten bezogen auf ein Suchwort aber auch auf die Position angezeigt werden kann. Diese Intention, Werbung auf möglichst vielen Wegen an die Internetnutzer zu bringen und dabei auch Personalisierung zu ermöglichen, spielt auch bei Android eine Rolle. Das Betriebssystem ist kostenlos, findet somit schnelle Verbreitung durch die Unterstützung von Hardwareanbietern, die wiederrum durch die wegfallenden Lizenzgebühren angelockt werden. Ferner bietet sich die Möglichkeit für Google, sich einerseits als Standardsuchmaschine auf diesem Betriebssystem zu etablieren, als auch die hauseigenen Produkte wie Google Maps auf dem System zu platzieren. Weiterhin sind neue Einnahmequellen wie der Android Market lukrativ. Ein weiterer wichtiger Aspekt wird aus folgendem Zitat vom Google CEO Erik Schmidt im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ersichtlich. „Der offensichtlich größte Bereich für Online-Werbung ist das mobile Internet. Jeder
Deutsche hat ein Mobilfunkgerät. Nehmen Sie einmal den Erfolg des Iphone: Es ist
das erste Gerät mit einem wirklich überzeugenden Webbrowser auf einem mobilen
Endgerät - und viele andere werden noch kommen. [...] Mit diesen Geräten wird die
Online-Werbung gezielter werden. Da diese Geräte persönliche Geräte sind. So ist
gezielte Online-Werbung möglich. Und dies bedeutet, dass der Wert der Werbung
steigt. Der nächste große Trend der Online-Werbung ist das mobile Internet.“ 9
Die Anzahl an Mobilfunkgeräten überschreitet in Deutschland die Zahl der Einwohner. 10 Weiterhin befindet sich zumeist ein Gerät im täglichen Gebrauch, ist personalisiert und
7 i.S.v. Arbeitsplatzrechner
8 z.B. die Suchtechnologie sowie die Office-Anwendungen sind für kommerzielle Kundne käuflich zu erwerben
9 Mosemann, et al., 2009, S. 14 f. zitiert nach FAZ, 26.05.2008
10 Vgl. BITKOM, 2007, Online
6
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somit wertvoller, da gezielter Werbung geschaltet werden kann. Techniken wie Standortbestimmung etc. unterstützen diesen Trend. Ein attraktiver Markt, der, aus der Sicht von Google, nicht kampflos den Konkurrenten wie Microsoft oder Apple überlassen werden soll.
Es wird deutlich, dass es sich bei Android um ein kostenloses Betriebssystem handelt, das zum Großteil durch die Effektivierung von Werbung refinanziert wird. Die Motivation hinter Android ist demnach in erster Linie, wie auch bei anderen Betriebssystemen, das Erwirtschaften von Profit.
2.2 Hard- und softwareseitige Merkmale
Android basiert auf Linux in der Kernelversion 2.6. Diese Grundschicht beinhaltet neben Kernsystemservices wie Sicherheits-, Netzwerk- und Speichermanagement auch die hardwarerelevanten Treiber 11 (vgl. Abbildung 1) und stellt somit die grundlegende Kommunikation zwischen Hard- und Software sicher. Dieser Grundbau ist es auch, der Android als ein flexibles System erscheinen lässt. Gerätespezifische Änderungen lassen sich schnell und mit vergleichsweise wenig Aufwand ausführen. 12 Auf dieser Schicht aufbauend kommen die verschiedenen Bibliotheken wie z.B. „FreeType“ 13 oder WebKit zum Einsatz. WebKit ist z.B. zuständig für die Verarbeitung und Darstellung von HTML im Android-Browser. 14 Auf derselben Schicht befinden sich auch wesentliche Kernbibliotheken von Android. Diese enthalten den Großteil der Kernfunktionen von JAVA. 15
Unter dem „Application Framework“ wird eine Schicht verstanden, die der darauf aufbauenden Anwendungsschicht grundlegende Funktionen bietet. Hier ist unter Android die Besonderheit anzumerken, dass Drittanwendungen dieselben Funktionen des Frameworks im vollen Umfang (wie die Kernanwendungen) nutzen dürfen. So können Anwendungen z.B. auf Hardware zugreifen, Hintergrundprozesse starten und Nachrichten verschicken. 16
11 Vgl. Mosemann, et al., 2009, S. 6
12 Vgl. Android, 2010a, Online
13 Bibliothek zum rendern von Bitmap-Grafiken und Vektor-Schriftarten.
14 Vgl. Mosemann, et al., 2009, S. 7
15 Vgl. Android, 2010a, Online
16 Vgl. Android, 2010a, Online
7
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Abbildung 1 - Android Architektur
Hardwareseitig ist eine Minimalkonfiguration für Android ausreichend 17 . Beim Android Market (vgl. Kapitel 5.1) allerdings, wird die Hardwarekonfiguration als Grundlage zur Anzeige von kompatiblen Programmen genutzt 18 . Fehlt beispielweise eine Kamera in dem Endgerät, werden sämtliche Kameraanwendungen etc. nicht im Market angezeigt. Die Anforderungen einer Anwendung stehen in einer sogenannten Manifest-Datei, die jeder Anwendung beizufügen ist 19 .
2.3 Einsatzgebiet
Durch die hohe Flexibilität ist Android auf einer Vielzahl von Endgeräten einsetzbar. So finden sich neben Versionen für Smartphones auch Portierungen für Netbooks und Desktop-Computer 20 . Zwar findet der Einsatz auf Tablet-Computern schon statt, seitens
17 „Die Mindestanforderungen für eine Android-Handy sind 32 MB RAM, 32 MB Flash Speicher sowie eine 200
MHz CPU.“ vgl. IT Republik, 2010, Online
18 Vgl. Android, 2010b, Online
19 Vgl. Hashimi, et al., 2010, S. 250 f.
20 z.B. „Live Android“
8
Arbeit zitieren:
Frederik Bäumer, 2011, Android - Grundlagen, Anwendungsentwicklung und mögliche Verdienstformen., München, GRIN Verlag GmbH
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