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Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis II
1. Einführung 1
2. Das Phänomen Tourismus 2
2.1 Definition des Tourismus 2
2.2 Tourismus als System 4
2.3 Der Tourismusmarkt: Tourismusangebot -nachfrage 4
3. Tourismus Nachhaltigkeit 6
3.1 Leitbild der Nachhaltigkeit 6
3.2 Marketing im Nachhaltigen Tourismus 8
4. Südafrikas Tourismussektor 9
4.1 Südafrikas Tourismus als ökonomischer Wachstumsfaktor 10
4.2 Sozialverträglicher Tourismus in Südafrika 11
4.3 Ökologischer Tourismus in Südafrika 12
5. Fazit 14
Quellenverzeichnis III
/// Abkürzungsverzeichnis
BEE: Black Economic Empowerment KNP: Krüger Nationalpark SANParks: South African National Parks SMME: Small, Medium and Micro Enterprises UNCED: United Nations Conference on Environment and Development (Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung) UNWTO: World Tourism Organization (Welttourismusorganisation) WTTC: World Travel & Tourism Council
1. Einführung
Der Ursprung des Reisens geht auf mehrere Jahrhunderte zurück. So begann das Reisen bereits mit der Vertreibung aus dem Paradies. Der heutigen Tourismuslehre zufolge gehören Reisende der damaligen Zeit jedoch nicht der Gruppe der Touristen an, da meist kein Vergnügen im Vordergrund stand und die Reise meist Mittel zum Zweck war, wie z. B. Handels- und Geschäftsreisen, Entdeckungs-und Eroberungsreisen sowie Bildungs- und Glaubensreisen. Der eigentliche heutige Tourismus findet seinen Anfang in der Mitte des 19. Jahr-hunderts. So wurde die erste Pauschalreise, eine Bahnfahrt mit Verpflegung und Unterhaltung von Leicester ins zehn Meilen entfernte Loughborough in England und wieder zurück, am 05. Juli 1841 von Thomas Cook veranstaltet. In Großbritannien kam es zu einer rasanten Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges. Es folgten Reisen nach ganz Europa (vgl. Freyer 2006, 13).
In Deutschland hingegen entwickelte sich der Tourismus erst etwas später, da die meisten Arbeiter finanziell und organisatorisch nicht über die erforderlichen Mittel und Möglichkeiten zum Reisen verfügten. So blieben Vergnügungsreisen in der Regel zunächst den Beamten und Angestellten vorbehalten. Gedämpft durch den ersten und zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Tourismus danach hingegen rasant weiter und schnell konnte sich auch die arbeitende Bevölkerung dem Reisen widmen.
Heute gehört der Tourismus zu einen der wichtigsten Wachstumsbranchen auf der ganzen Welt. Nach Angaben des World Travel & Tourism Council (WTTC) fanden im Jahr 2009 mehr als 74 Millionen Menschen direkte Beschäftigung im Tourismus. Betrachtet man auch die indirekt Beschäftigten, so kommt man auf eine Gesamtzahl von über 220 Millionen Menschen. Das entspricht etwa 7,6 Prozent der Jobs weltweit (Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung 2010). Somit gilt der Tourismus nicht nur als eine der wichtigsten, sondern auch als eine der größten internationalen Wirtschaftszweige.
Diese Arbeit soll zunächst einen groben Einblick in den allgemeinen Tourismus gewähren. Nach einer ausführlichen Definition erfolgt demnach eine Betrachtung des Systems Tourismus sowie eine Beschreibung des Tourismusmarkts mit Tourismusangebot und -nachfrage.
Im dritten Kapitel wird der Tourismus mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit verknüpft. Das Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung mit seinen drei Dimensionen wird hierbei für den Tourismus konkretisiert. Dabei wird auch auf das Marketing im Nachhaltigen Tourismus eingegangen. Die theoretischen Erkenntnisse werden dann im vierten Kapitel am Beispiel Südafrika näher analysiert. Es folgt eine Darstellung der ökonomischen, sozialen und ökologischen Komponente des Tourismus in Südafrika. Eine abschließende Gesamtbetrachtung sowie ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung finden sich im fünften Kapitel.
2. Das Phänomen Tourismus
Wie bereits einführend erwähnt, kommt dem Tourismus eine große Bedeutung in der Wirtschaft zu. Schon seit Jahrzehnten existieren wissenschaftliche Schriften und Analysen über dieses Phänomen. Viele Begriffe werden synonym zum Tourismus gewählt. So ist oftmals die Rede von Reiseverkehr, Fremdenverkehr oder Touristik. Diese Begrifflichkeiten werden jedoch seit den 80er Jahren zunehmend vom Überbegriff Tourismus abgelöst (Freyer 2006, 8). Die genaue Bedeutung dieser Bezeichnung soll nun im folgenden Abschnitt näher betrachtet werden.
2.1 Definition des Tourismus
Der Begriff Tourismus findet seinen Ursprung im französischen Wort „le tour“, was soviel bedeutet wie die Reise oder Ausflug. Generell ist der heutige Tourismus klar definiert. Jedoch kommt es in einzelnen Bereichen immer wieder zu Problemen. So bestehen bei regionalen Projekten beispielsweise oft Unsicherheiten, wer denn nun als Tourist aufgefasst werden soll und wer nur ein ortsansässi- ger Freizeitgast ist (Bieger 2004, 33).
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen angebotsseitigen und nachfrageseitigen Tourismusdefinitionen. Angebotsseitiger Tourismus bezeichnet eine Industrie, die aus den Unternehmen besteht, die Leistungen für die Bedürfnisse und Anliegen von Touristen erbringen (Bieger 2004, 33). Nachfrageseitiger Tourismus bezieht sich auf die Frage, wer überhaupt als Tourist gilt. So ist ein Tourist eine Person, die eine Reise außerhalb seines gewohnten Arbeits- und Lebensumfelds unternimmt. (Bieger 2004, 34). Die World Tourism Organization (UNWTO) unterscheidet außerdem zwischen Touristen, die zumindest eine Nacht auswärts übernachten, und Ausflüglern, die nicht am Zielort übernachten (Bieger 2004, 35). Heute gilt als grundlegende Abgrenzung des Tourismus die Definition der UN-WTO vom Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) von 1992 in Rio de Janeiro:
„Tourismus umfasst die Aktivitäten von Personen, die an Orte außerhalb ihrer
gewohnten Umgebung reisen und sich dort zu Freizeit-, Geschäfts- oder be-
stimmten anderen Zwecken nicht länger als ein Jahr ohne Unterbrechung auf-
halten“ (UNWTO 1993).
Je nach Betrachtungsweise gibt es immer wieder geringe Unterschiede in den verschiedenen Definitionen. Aus allen Definitionen lassen sich aber bestimmte, allgemein gültige Merkmale des Tourismus ableiten. Demnach beinhaltet der Tourismus sowohl Geschäfts- als auch Vergnügungsreisen, solange diese sich außerhalb des normalen Arbeits- und Lebensumfelds befinden. Desweiteren umfasst der Tourismus nicht nur Angebote wie Hotels und Freizeitanlagen sowie Märkte und Mittler wie Reiseveranstalter, sondern auch die indirekten Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Umwelt. Somit können auch kulturelle Veränderungen einer Nation Folgen des Tourismus sein. Letztlich ist der Tourismus nicht nur ein Zweig der Wirtschaft, sondern auch ein wichtiger Lebensbereich. Schließlich verbringt Studien zufolge der moderne Mensch einer westeuropä- ischen Nation etwa 12-15 Prozent seines Lebens als Tourist (Bieger 2004, 37).
Arbeit zitieren:
Michael Fehrenz, 2011, Nachhaltiger Tourismus in Südafrika, München, GRIN Verlag GmbH
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