Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Nachhaltiger Konsum 2
3. Bestandsaufnahme (status quo) 4
4. Überfischung der Meere 9
Gr ünde für Überfischung. 9
Ma ßnahmen gegen Überfischung 11
5. Die Speisefischzucht als spezieller Fall. 13
6. Bedenkliche und unbedenkliche Speisefische 17
Zertifikate 18
7. Fazit 20
Abbildungsverzeichnis II
Literaturverzeichnis III
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1. Einleitung
Brana Crncevic (*1923), serb. Aphoristiker
Fisch ist in und das sagen nicht nur die Verkaufszahlen. Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein der Menschen und das Propagieren der
gesundheitsfördernden Funktion von Omega-3-Fettsäuren, der Aufwärtstrend
Bestand der wilden Fische aus. Die
Tendenzen besagen außerdem, dass der Konsum sogar weiter steigen wird. Zur Wichtigkeit dieses Themas sei gesagt, dass weltweit viele Menschen vom Fischereigewerbe und vom Fisch selbst ernährt werden.
Doch die Meere sind fast hoffnungslos überfischt. Die Bestände vieler Arten sind teilweise bis an ihre Existenzgrenzen gebracht worden und drohen auszusterben. Was tun also um das zu verhindern und trotzdem noch Fisch genießen zu
in dieser Arbeit auf den Meeresgrund gehen.
Einleitend möchte ich etwas über nachhaltigen Konsum im Allgemeinen erläutern. Darauf folgt eine ausführliche Analyse der momentanen Sachlage die Darstellung des status quo in Sachen Fischbestände, Konsumausmaße, Problematiken und Tendenzen. Anschließend wird die Überfischung der Meere genauer unter die Lupe genommen. Es werden sowohl Gründe als auch Maßnahmen gegen die Überfischung genannt. Da Zucht von Wildtieren immer eine besondere Herausforderung darstellt, wird im Anschluss der Fischzucht, Aquakultur genannt, Aufmerksamkeit beigemessen. Nachdem anfangs die konventionelle Aquakultur beschrieben wird, wird danach ein erstes biologisches Zertifikat, speziell in punkto Aquakultur portraitiert. Nachdem bis dahin die Grundlagen erläutert wurden, wird im Folgenden eine Wertung von bedenklichen sowie unbedenklichen Fisch-Produkten vorgenommen und zum Abschluss Zertifizierungsmaßnahmen erklärt, die eine
umweltverträgliche und bestandsregulierende Funktion inne haben. Haben unsere Enkel theoretisch eine reelle Chance in den Genuss eines Stückes Scholle oder einer Thunfischpizza zu kommen?
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2. Nachhaltiger Konsum
Nachhaltiger Konsum wird auch ökologischer oder ethischer Konsum genannt. Im Kontext von Nachhaltigkeit und dem Konsum-Begriff gilt diese Begriffs-Kombination als Teil einer nachhaltigen Lebensweise. Sprich, dass die wesentlichen Eigenschaften eines Systems erhalten bleiben, nicht verzehrt und aufgebraucht werden und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann. Man kann also bei nachhaltigem Konsum von einem Verbraucherverhalten reden. Ziel ist es, Umwelt- und sozialverträgliche Produkte zu kaufen und zu konsumieren, um so als Verbraucher Einfluss auf globale Problemlagen nehmen zu können. Hierbei ist die Kaufentscheidung ausschlaggebend. (Lexikon der Nachhaltigkeit, 2009)
Zur Entstehung des Begriffs ist zu sagen, dass noch keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition des Begriffs bekannt ist. Gemeinhin kann man allerdings folgendes postulieren: leben können. Überall a (Zukunftsrat Hamburg) Eine andere gewährleisten, dass die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse zu beeinträchtigen (Lexikon der Nachhaltigkeit)
Die Vereinten Nationen haben im Jahr 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro die Agenda 21 ins Leben gerufen. Diese spricht eben auf dieses Prinzip der Nachhaltigkeit an. Seitdem erwähnt man in der ganzen Welt, wenn man über das zukunftsfähige Leitbild der Menschen spricht, den Begriff Nachhaltigkeit. Das so genannte Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit, welches in Abbildung 1 graphisch erläutert wird ist auch als magisches Dreieck der Nachhaltigkeit bekannt und fand in diesem Zuge Verbreitung. Demnach ist Nachhaltigkeit die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination." (Institut für partizipatives Gestalten)
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3. Bestandsaufnahme (status quo)
Fisc . Das ist wohl, trotz der katastrophalen Lage, in der sich viele Fischbestände befinden, und trotz aller Warnungen von Umweltverbänden der unumstößliche Trend in Deutschland. So erhöhte sich der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von 15,5kg im Jahre 2007 um 100g auf 15,6kg im Jahre 2008. In der Summe sind das 1,28 Millionen Tonnen Fisch. Vor allem Seefisch, wie der Alaska- (siehe Abbildung 2), der eigentlich eine
Dorsch-Art ist und seinen Namen lediglich als gut klingende Handelsmarke inne hat, hat in Sachen Fischkonsum in Deutschland die Nase vorn. Rund 12 % des Fisches kommt als Frischfisch auf den Markt, etwa je ein Drittel wird tiefgekühlt oder zu Konserven verarbeitet und 6 % werden geräuchert. Eine Angabe zu Mengenverhältnissen, in Tonnen ausgedrückt, befindet sich in Abbildung 3. (Gesellschaft zur Rettung der Delphine)
Die Fischfangmethoden sind heutzutage immer noch katastrophal. Das größte Problem für den gesamten Lebensraum Meer ist die enorme Menge an unerwünschtem sogenannten Beifang. So werden pro Kilo Shrimps fünf bis zehn Kilo andere Meerestiere tot, wie Müll wieder über Bord geworfen. Von vielen Fischarten sind nur noch kümmerliche Restbestände übrig. Bis zu 90 Prozent der großen Raubfische wie Tunfisch, Kabeljau und Heilbutt sind bereits durch Menschenhand aus den Meeren verschwunden. Ein ähnlicher Zustand herrscht bei anderen Arten vor. Vom europäischen Aal ist beispielsweise nur noch ein Prozent des Ausgangsbestandes übrig. Trotzdem liegt er noch in der Supermarkttheke. Die gesetzlich vorgeschriebene Rückverfolgbarkeitspflicht reicht für
verantwortungsvolle und richtige Konsumentscheidungen nicht aus. Denn aus welchem Bestand und mit welcher Methode ein Fisch gefangen wurde, ist bislang für den Konsumenten oft nicht ersichtlich. Darüber hinaus sind Produkte in Konserven oder in klein gehäckselter Form erhältlich, die keine Kennzeichnungspflicht besitzen. (Greenpeace, 2007) Im offenen Ozean, das heißt den internationalen Gewässern außerhalb der Hoheitsbereiche von Küstenländern, sind die Fangmengen in den letzten Jahrzehnten auf 13% gestiegen. Fast ein Drittel davon waren Tiefseearten, wie man in Abbildung 4 sehen kann. Abbildung 4: Ozeanische Hochseefänge
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Arbeit zitieren:
Christian Röse, 2010, Nachhaltige Fischindustrie - Ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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