INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG. 3
2. THEORETISCHER HINTERGRUND. 5
2.1 Die Krise der 70er Jahre
2.2 Sozioökonomischer Wandel und die Sonderstellung Deutschlands
2.3 Neue Märkte - Neue Konkurrenz
2.4 Institutionelle Abhängigkeiten
2.5 Neue Unternehmensstrategien
2.6 Zwischenresümee:
2.7 Hypothesen
3. DATEN UND METHODEN. 14
4. EMPIRISCHE ANALYSEN. 17
4.1 Produktionssektor und Befristung
4.2 Übergang zu Arbeitslosigkeit
4.3 Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen
5. ZUSAMMENFASSUNG/RESÜMEE. 27
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1. EINLEITUNG
Immer wieder wird in TV- oder Printmedien von Massenentlassungen bei bekannten Industrieunternehmen berichtet. Ob OPEL, BMW, BASF oder Bremer Vulkan, jedes dieser Unternehmen hat in den letzten Jahren teilweise tausende von Arbeitnehmern freigesetzt, da aufgrund von Umstrukturierungen, Rekordverlusten, Konkursen oder der Übernahme defizitärer Unternehmen in anderen Ländern eine Reduzierung der Kosten notwendig geworden war. Gerade in Deutschland werden von Arbeitgeberverbänden die im internationalen Vergleich verhältnismäßig hohen Lohnnebenkosten und unflexiblen, geschützten Beschäftigungsverhältnissen moniert, die es deutschen Unternehmen erschwerten, auf internationalen Märkten mit internationalen Konkurrenten erfolgreich tätig zu sein. Aber gerade die Fähigkeit im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein wird, in einer stark exportorientierten Volkswirtschaft, wie dies bei Deutschland der Fall ist, zu dem Überlebensfaktor für Unternehmen, neue globale Märkte als potentielle neue Absatzmärkte werden zu Schlüsselindikatoren einer internationalen Expansionsstrategie. Der Kampf um die beste Positionierung auf einem neuen Markt und die Gewinnung neuer Konsumenten wirkt als Motor eines zunehmenden globalen Güterhandels. Schon wird China als potentieller Markt für Handy´s, PKW´s und Unterhaltungselektronik gesehen. Eine Milliarde Chinesen wirken nahezu als Magnet für internationale Großkonzerne, nationale Regierungen tun ihr möglichstes, um den jeweiligen Unternehmen eine gute Ausgangsposition zu ermöglichen. Doch nicht immer werden die Erwartungen auf hohe Gewinne durch eine
Internationalisierungsstrategie erfüllt. Scheitert sie und werden Verluste statt prognostizierter Gewinne verbucht, sei es aufgrund einer Erhöhung der Verbraucherzinsen in den USA oder veränderten Konsumverhaltens aufgrund eines Attentats, zu geringer Handynachfrage in China etc., gilt es schnell zu handeln. Von Veräußerung der verlustbringenden Nebengeschäfte, Konzentration auf das Kerngeschäft, Umstrukturierungen und Neuorientierung auf dem Weltmarkt wird dann hektisch gesprochen, Folge ist eine Reduzierung der Arbeitnehmerzahl.
Die Ausweitung des globalen Handels und die Anpassung an die Konkurrenten entscheiden über Gewinn und Verlust, wer nicht in der Lage ist schnellstens auf eine veränderte Nachfragesituation oder globale Wirtschaftsentwicklung mit dem richtigen Mittel zu reagieren, könnte morgen schon von seinem Konkurrenten übernommen werden.
Aus dieser erforderten Flexibilität ist ein erhöhtes Arbeitslosenrisiko oder auch eine Zunahme prekärer, d.h. befristeter Beschäftigung zu erwarten, durch die die Unternehmen in der Lage sind, ihre Strategien flexibel auf die veränderten Bedingungen anzupassen und die Zahl der Beschäftigten der Nachfrage nach bestimmten Produkten anzugleichen und dadurch international wettbewerbsfähig zu bleiben.
Doch gerade nationale Besonderheiten, in Deutschland die hohen Lohnnebenkosten oder das duale Bildungssystem, können unterschiedlich auf die Flexibilitätsanforderungen Einfluss nehmen, die auf die Unternehmen durch den globalen Wettbewerb wirken.
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Ziel dieser Analyse ist es, die besondere Situation der Berufseinsteiger im Produktionssektor/Producer Service Sektor unter der Berücksichtigung der deutschen Besonderheiten im Bildungssystem und Arbeitsmarkt hinsichtlich des Wohlfahrtsregimes zu untersuchen. Gerade in Deutschland wirkt das duale Ausbildungssystem mit einem hohen Maß beruflicher Spezialisierung für diejenigen schützend (z.B. vor Arbeitslosigkeit/prekärer Beschäftigung), die bereits im Arbeitsmarkt integriert sind, während diejenigen, die am Anfang ihrer Berufskarriere stehen, den Berufseinstieg noch schaffen müssen. Der Schwerpunkt der Analyse liegt dabei in der Betrachtung des Produktionssektors, einerseits weil der Trend zu einer Dienstleistungswirtschaft ungebrochen scheint und andererseits da ich davon ausgehe, dass in diesem Sektor die globale Konkurrenz am schärfsten ist. Daher sind die unternehmerischen Entscheidungen in diesem Sektor in hohem Grade von Unsicherheit bestimmt. Als Folge könnten auch die Arbeitnehmer, insbesondere die Berufseinsteiger, in diesem Sektor einer besonders großen Unsicherheit ausgesetzt sein. In einem ersten Schritt werde ich daher die Beschäftigungsverhältnisse der Berufseinsteiger analysieren, ob tatsächlich eine vermehrte Betroffenheit von prekären Arbeitsverträgen im Produktionssektor zu beobachten, oder insgesamt ein Trend zu befristeten Verträgen zu beobachten ist? In einem zweiten Schritt werde ich dann der Frage nach dem Übergang zu Arbeitslosigkeit nachgehen: Sind Beschäftigte in anderen Sektoren tatsächlich einem geringen Arbeitslosenrisiko ausgesetzt? Welche Rolle spielt Bildung bei dem Risiko der Arbeitslosigkeit und inwiefern schützt ein bestimmtes Bildungsniveau im Produktionssektor eher vor Arbeitslosigkeit?
Ich werde meine Arbeit wie folgt gliedern: Nachdem ich in einem ersten Teil Annahmen darüber erläutern werde, in welcher Weise sich globaler Wettbewerb entwickelt hat und in welchen Entwicklungen die Ursachen globaler Konkurrenz liegen könnten, als auch, weshalb Unternehmen des Produktionssektors, d.h. sowohl Beschäftigte als auch Unternehmer, in einem besonderen Maße von diesen Veränderungen betroffen sein könnten, werde ich dann charakterisieren, inwiefern globaler Wettbewerb beeinflussend auf unternehmerische und politische Entscheidungen gewirkt hat und damit auch auf die Beschäftigungsverhältnisse abhängiger Arbeitnehmer. Danach entwickle ich die Hypothesen darüber, aus welchen Gründen Berufseinsteiger im Produktionssektor/Producer Service Sektor beim Berufseinstieg auf der einen Seite von einem prekären Beschäftigungsverhältnis und auf der anderen Seite durch Arbeitslosigkeit betroffen sein könnten. Diesen Überlegungen folgend, werde ich dann auf Daten und Methoden eingehen und die Ergebnisse der empirischen Analysen zur Verteilung prekärer Beschäftigung im Produktionssektor/Producer Service Sektor beim Berufseintritt und des Übergangs zur Arbeitslosigkeit nach dem ersten Beruf vorstellen und die Ergebnisse der Analysen im Hinblick auf die entwickelten Hypothesen diskutieren. In dem letzten Abschnitt werde ich dann in einem Resümee die Ergebnisse abschließend diskutieren.
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2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 DIE KRISE DER 70ER JAHRE
Mit dem Wirtschaftswunder in den 60er Jahren wurde ein nahezu ungebremstes Wirtschaftswachstum suggeriert. Erst der Wirtschaftseinbruch in den 70er Jahren und der drohende Produktionseinbruch, der vor allem durch die Ölkrise ausgelöst worden war, zeigten ein Ende dieses Wirtschaftswachstums. 1 Für Unternehmen in Deutschland wurde nach nahezu 20 Jahren des Produktivitätswachstums und der Vollbeschäftigung eine Neuorientierung der Unternehmensstrategien auf diese Veränderungen notwendig. Diese Neuorientierung ist sowohl in einem vermehrten Einsatz neuerer Kommunikations- und Informationstechnologien als auch in einem Wandel der Organisationsstruktur abzulesen. Castells sieht als Ursache der Fortdauer der Krise der 70er Jahre vor allem die Unfähigkeit der Unternehmen, neue Märkte mit neuen Absatzmöglichkeiten zu finden und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen. 2
Die Erschließung neuer Absatzmärkte erforderte hohe Investitionen und die Erweiterung der Kommunikationskapazitäten, die in den 80er Jahren aufgebaut wurden. Vor allem die Finanzdienstleister konnten aufgrund des frühen Aufbaus eines Kommunikationsnetzwerks mit der Verknüpfung der wichtigsten Handelsplätze/Börsen (USA -> Europa -> Asien) miteinander kommunizieren, und waren als erste in der Lage, über nationale Grenzen hinweg Dienstleistungen in Echtzeit anzubieten. 3
2.2 SOZIOÖKONOMISCHER WANDEL UND DIE SONDERSTELLUNG DEUTSCHLANDS
SOZIOÖKONOMISCHER WANDEL
Tendenziell wird seit Mitte der 70er Jahre, z.T. gleichzeitig mit der Krise der Wirtschaft, ein sozioökonomischer Wandel der fortgeschritteneren Gesellschaften (G7) zu einer postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft deutlich. 4 Dieser Strukturwandel zu einer postindustriellen Gesellschaft (1970-1990) zeichnet sich dadurch aus, dass es in der überwiegenden Zahl der G7-Staaten zu einer Verringerung der industriellen Beschäftigung kommt und eine generelle Zunahme der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich einsetzt.
„The high productivity in agriculture and manufacturing allows for economic growth and rising national and per capita income, which in turn stimulates a rising demand for various kinds of services.” 5
1 Vgl.: Castells [2001, S.90]
2 Vgl.: Castells [2001, S.102]
3 Vgl.: Kaufmann [1998; S.1-10]
4 Vgl.: Geißler [1996]
5 Vgl.: Singelman J. & Browning, H.L.[1978, S.485]
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DIFFERENZIERUNG DES DIENSTLEISTUNGSSEKTORS
Singelmann und Browning haben bereits in den 70er Jahren auf das Problem verwiesen, dass es notwendig sei, den Dienstleistungsbereich zu differenzieren, da er sehr heterogene Bereiche beinhaltet, die nicht der Landwirtschaft oder Produktion zugeordnet werden können.
„However, in recognition of the importance of within-sector variation, the six sectors are broken down into thirty-seven more detailed industries. The major Change from the previous model is a differentiation of the tertiary sector into more homogeneous units: four separate sectors replace the single tertiary sector.” 6
Castells hat daraufhin in Anlehnung an die Singelmann´sche Einteilung von 1970 die neueren Bedingungen seit den 70er Jahren an diese Einteilung angepasst:
„Die gesamte Beschäftigung wird nach dem jeweiligen Platz einer bestimmten Tätigkeit in der Zusammenhangskette aufgeteilt, die mit dem Produktionsprozess beginnt. So erfassen distributive Dienstleistungen sowohl Kommunikations- und Transporttätigkeiten und ebenso kommerzielle Verteilungsnetzwerke im Groß-und Einzelhandel. Produktionsbezogene Dienstleistungen sind solche, mit denen entscheidend wichtige Beiträge zur Wirtschaft geleistet werden ... . Soziale Dienstleistungen umfassen einen großen Bereich der Staatstätigkeit als auch Arbeiten, die mit dem kollektiven Konsum zu tun haben. Personenbezogene Dienstleistungen beziehen sich auf den individuellen Konsum, von der Unterhaltung bis zur Gastronomie.“ 7
DIE SONDERSTELLUNG DEUTSCHLANDS
Deutschland kommt allerdings in diesem Strukturwandel eine Sonderstellung innerhalb dieses Wandels zu, da in Deutschland nur ein moderater Rückgang des sekundären Sektors auf hohem Niveau (von 36,00% (1970) auf 27,00% (1993)) feststellbar ist. 8 Dieser moderate Rückgang ist darin begründet, dass es sich bei der deutschen Wirtschaft eher um eine industriell- und exportorientierte Wirtschaft handelt. Eine weitere Ursache dieser Entwicklung liegt in der geringen Ausgliederung produktionsbezogener Dienstleistungen aus dem Produktionsprozess, d.h. einer engeren Verbindung des Dienstleistungsbereichs mit dem Produktionsprozess als dies in anderen G7 Staaten festzustellen ist.
Der Produktionssektor ist deswegen gerade für Deutschland ein insgesamt sehr wichtiger Wirtschaftsbereich, dem bei der Betrachtung der Entwicklung der Berufs-/ und Beschäftigungsstruktur in Deutschland eine zentrale Stellung zukommt. 9
6 Singelmann, J. & Browning, H.L. [1978, S. 477f]
7 Castells [2001, S.236]
8 Vgl.: Giarinni, O.Liedtke, P.M [1997]
9 Vgl.: Giarinni, O.Liedtke, P.M [1997, S.180f)
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2.3 NEUE MÄRKTE - NEUE KONKURRENZ
Castells geht davon aus, dass technische Innovationen und der Ausbau der Kommunikationsstruktur in den 80er Jahren eine Deregulierung bestimmter Märkte erreichten, d.h.: Rückzug des Staates aus marktwirtschaftlichen Prozessen, Globalisierung des Kapitals und der Unternehmen, die von dieser Deregulierung betroffen waren. 10 Der sprunghafte Anstieg der Produktivität und Rentabilität der Unternehmen, die auf den deregulierten Märkten agierten, führte dazu, dass zunehmend mehr Industriebranchen von dieser Rentabilitäts- und Produktivitätssteigerung profitieren wollten. 11 Dadurch, dass immer mehr Unternehmen und Branchen auf den neuen Absatzmärkten aktiv werden wollten, nahm der Wettbewerb unter den beteiligten Unternehmen beständig zu. Neben den aus nationalen Wettbewerb bekannten Konkurrenten wurden die Unternehmen infolge der Ausweitung ihrer Aktivitäten auf bisher unbekannten, neuen Märkten auch mit neuen Konkurrenten konfrontiert, was die Wettbewerbssituation noch verschärfte.
IMPORT- UND EXPORTENTWICKLUNG
Die Entwicklung des Exports-, Imports-, und Außenhandelvolumens weist für den Zeitraum 1970 bis 1990 für die G7 Staaten auf eine deutliche Zunahme aller drei Volumina hin, auch wenn in den 80er Jahren eine kurze Zeit der Stagnation zu beobachten ist.
Insgesamt lässt dies also auf eine Zunahme grenzüberschreitender Handelsströme schließen, die die Denationalisierungsentwicklung des Güterhandels bestätigt. 12 Beisheim verdeutlicht an der Entwicklung des Gütertransports via Luftfracht, das die geflogenen Fracht-Tonnen-Kilometer stetig gewachsen sind und dieser Wachstum in Deutschland sogar exponentielle Züge trägt. 13
10 Vgl.: Castells [2001, S.111]
11 Vgl.: Castells [2001, S.104]
12 Vgl.: Beisheim, M. [1999, S.267ff]
13 Vgl.: Beisheim, M. [1999, S.274]
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Beides, sowohl die Steigerung der Export-, Außenhandels- und Importraten als auch die Zunahme des Gütertransports verdeutlichen, inwiefern der Austausch von Gütern eine wachsende Bedeutung für Volkswirtschaften als Ganzes und für die Unternehmen im speziellen, erfahren hat.
Dieses Entwicklung wird durch Untersuchungen des IWD Köln auch für die neueste Vergangenheit bestätigt, so ist der „internationale Handel .. fulminant ins neue Jahrtausend gestartet: Nur selten stieg die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen so stark wie im Jahr 2000“ 14 . Der Dienste-Handel expandierte dabei allerdings nur halb soviel wie der Warenhandel.
Diese Skizzierung der jüngsten Entwicklungen weist nochmals auf die wachsende Bedeutung des grenzüberschreitendenden Austauschs von Waren und Dienstleistungen hin, auch wenn Dienstleitungen wesentlich langsamer steigen als der Güteraustausch. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des grenzüberschreitenden Austauschs sind Unternehmen, insbesondere güterproduzierende, in einem immer stärkeren Maße als auf rein nationalen Märkten dazu gezwungen, organisatorische- und innovative Strukturen (z.B. Downsizing, Enthierarchisierung, Lean Produktion, Einsatz neuer Technologien, Produktentwicklung etc.) zu optimieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und damit am Markt bestehen zu können. Wissenserzeugung und technologische Kompetenz sind damit zu Schlüsselinstrumenten im Wettbewerb zwischen Unternehmen und Organisationen zum Zwecke der Innovationsfähigkeit geworden. 15
2.4 INSTITUTIONELLE ABHÄNGIGKEITEN
DIREKTE UND INDIREKTE BETROFFENHEIT
Die Globalisierung der Märkte, die einerseits aufgrund einer steigenden Produktivität und andererseits durch die Suche nach neuen Absatzmärkten auf Basis einer neuen Infrastruktur entstehen konnte, hat neben Auswirkungen (Wettbewerb, Konkurrenz) auf die aktiv Tätigen auf diesen Märkten auch Auswirkungen auf nicht direkt betroffene Bereiche, wie national agierende Unternehmen oder Binnenmärkte, aber auch Arbeitnehmer und Beschäftigte. Diese nicht direkt Betroffenen werden dadurch zu Betroffenen, da sie von einem institutionellen Kontext abhängig sind, in dem durch politische Instanzen ein maximaler Wettbewerbsvorteil für diejenigen Unternehmen angestrebt wird, die in ihrem Machtbereich und im globalen Wettbewerb stehen, um so die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Wirtschaft im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften zu fördern. Gleichzeitig dienen diese Unternehmen als Legitimation für Regierungen, um bestehende Gesetzesgrundlagen zu verändern z.B. Beschäftigungsförderungsgesetz u.ä.. 16 Die Funktion der Regierungen ist in den Bereichen entscheidend, in denen es darum geht, menschliche Ressourcen
bereitzustellen, also Erziehung und Bildung auf allen Qualifikationsebenen, sowie eine
14 Vgl.: IWD Köln Ausgabe 50/2001 S.6
15 Vgl.: Castells [2001, S.105]
16 Vgl.: Castells [2001,S.105]
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Arbeit zitieren:
Tim Bischoff, 2002, Globaler Wettbewerb und Unsicherheiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag GmbH
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