Alkohol am Arbeitsplatz: Status und Maßnahmen Oliver Ulrich
In nh ha al lt ts sv ve er rz ze ei ic ch hn ni is s I
1. Einleitung 1. Einleitung. 3
2. Status von Alkohol am Arbeitsplatz 2. Status von Alkohol am Arbeitsplatz 3
3. Gesetzliche und betriebliche Regelungen 3. Gesetzliche und betriebliche Regelungen 3
4. Gründe für Alkohol am Arbeitsplatz 4. Gründe für Alkohol am Arbeitsplatz. 4
6. Auswirkungen von Alkohol am Arbeitsplatz 6. Auswirkungen von Alkohol am Arbeitsplatz. 5
7. Folgen für den Arbeitnehmer 7. Folgen für den Arbeitnehmer. 6
8. Prävention und Maßnahmen 8. Prävention und Maßnahmen 7
9. Fazit und Schlusswort 9. Fazit und Schlusswort. 8
10. Quellenverzeichnis 10. Quellenverzeichnis. 9
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Alkohol am Arbeitsplatz: Status und Maßnahmen Oliver Ulrich
1. . E Ei in nl le ei it tu un ng g 1
Der Konsum von Alkohol wird uns täglich näher gebracht. Alkohol drängt sich durch die Einflüsse aus Werbung und Gesellschaft regelrecht auf. Jugendliche feiern auf Flat-Rate-Parties, andere trinken, um Ihre Probleme und Sorgen zu vergessen. Doch wie sieht es eigentlich bei den Arbeitnehmern aus? Auch in die Arbeitswelt hat der Alkoholkonsum bereits großen Einfluss genommen. Im Folgenden wird über das Vorkommen von Alkohol am Arbeitsplatz, Erkennungsmerkmale, Gründe und Gegenmaßnahmen berichtet.
2. . S St ta at tu us s v vo on n A Al lk ko oh ho ol l a am m A Ar rb be ei it ts sp pl la at tz z 2
Aktuell sind ca. 5 % der Arbeitnehmer in Deutschland alkoholkrank - das bedeutet circa 1,25 Millionen Menschen. Eine hohe Anzahl weiterer Arbeitnehmer ist bereits alkoholgefährdet und droht ebenfalls in eine Alkoholsucht abzurutschen. (vgl. o. V., 04.05.2009) Eine Studie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. belegt, dass 10 - 30 % der Arbeitsunfälle durch Beschäftige entstanden, die alkoholisiert waren. Desweiteren lässt sich feststellen, dass Arbeitnehmer, die unter Alkoholabhängigkeit leiden, bis zu 2,5 Mal häufiger krank sind und auch nach Arbeitsunfällen 1,5 Mal länger fehlen als Beschäftigte ohne Alkoholkrankheit. (vgl. Mader, 2000) Außerdem erkennt man oft, dass betroffene Arbeitnehmer eine bis zu 25 % reduzierte Arbeitsleistung im Vergleich zu den anderen Kollegen haben. Erschreckenderweise trinken 11 % der Arbeitnehmer täglich bei der Arbeit Alkohol und weitere 41 % gelegentlich. (vgl. o. V., 10.05.2009) Ob es gesetzliche oder betriebliche Vorgaben gibt, um dieses Problem einzuschränken, wird im folgenden Absatz betrachtet.
be et tr ri ie eb bl li ic ch he e R Re eg ge el lu un ng ge en n 3. . G Ge es se et tz zl li ic ch he e u un nd d b 3
Das Gesetz sowie die Unfallverhütungsvorschriften verbieten den Konsum von Alkohol am Arbeitsplatz nicht. Jedoch schränken die Unfallverhütungsvorschriften den Alkoholkonsum ein. So sagt § 38 Absatz 1 aus, dass durch Alkoholkonsum niemand gefährdet werden darf. In § 38 Absatz 2 wird verboten, dass Arbeitnehmer, die stark alkoholisiert sind, nicht mit Arbeitsaufgaben beschäftigt werden dürfen. (vgl. Janko, 16.05.2009) Der Arbeitgeber kann den Alkoholkonsum vor und während der Arbeitszeit durch Betriebsvereinbarungen sowie einzelvertraglich verbieten. (vgl. Odenbach/Alfter, 2002, S. 23)
Jedoch wird in den meisten Betrieben zum Beispiel bei einem Geschäftsessen, Jubiläum oder Geburtstag der Alkoholkonsum gestattet, solange er in Maßen ist - in der Regel ist ein Glas Sekt oder Bier in Ordnung und stellt keine Gefahr für den weiteren Arbeitsverlauf dar. (vgl. o. V.,
Alkohol am Arbeitsplatz: Status und Maßnahmen Oliver Ulrich
17.05.2009) Außerdem kann in der Betriebsvereinbarung eine unangekündigte Alkoholkontrolle festgelegt werden, um die Arbeitnehmer zu prüfen. (vgl. Rehwald/Reineke/Wiemann/Zinke, 2008 S. 189), Ein Alkoholtest durch den Arbeitgeber ist mitbestimmungspflichtig (vgl. Rehwald/Reineke/Wiemann/Zinke, 2008 S. 191), dass heißt, die Arbeitnehmer müssen durch den Betriebsrat ihre Erlaubnis dazu geben. (vgl. Däubler, 2006, S. 615) Im Folgenden sollen die Gründe für den Alkoholkonsum erläutert werden.
4. . G Gr rü ün nd de e f fü ür r A Al lk ko oh ho ol l a am m A Ar rb be ei it ts sp pl la at tz z 4
Einer Alkoholkrankheit liegen meist mehrere Ursachen in Kombination zu Grunde. Als Einzelursachen des Ganzen gelten zum einen Erbanlagen oder Neigungen. So haben bereits Vorfahren eine Alkoholsucht gehabt und somit wurde das Verhalten Alkohol zu konsumieren vererbt oder zumindest abgeschaut. (vgl. Jatsik, 17.05.2009) Desweiteren gibt es die beruflichen Ursachen, welche zum Beispiel das Feierabendbier einschließen. Aus einem Bier zur Entspannung kann so schnell eine richtige Sucht entstehen. Eine andere berufliche Ursache ist oft die Gratifikationskrise. Hierbei wird der Arbeitnehmer durch fehlende Karrierechancen und mangelnde Belohnung belastet. Ebenfalls kommt im beruflichen Bereich oft das Thema Mobbing vor. So kann ein Betroffener zum Beispiel von seinen Kollegen schikaniert werden und versucht sich deshalb mit Alkohol zu betäuben. (o. V., 17.05.2009) Eine weitere Ursache können Störungen in der psychosozialen Entwicklung des Einzelnen sein. Hier spielen Probleme mit der Freundin oder Familienmitgliedern eine tragende Rolle. Weitere Belastungen entstehen durch Ängste, bei einer Aufgabe zu versagen und Depressionen, durch die zuvor genannten Ursachen. (vgl. Cramer, 14.05.2009)
Der Suchtkranke trinkt, um diese Belastungen und Probleme auszuhalten und seine innere Anspannung damit zu verringern. Es entsteht eine Art Teufelskreis. (vgl. Sopp-Ehlting, 17.05.2009) Doch woran erkenne ich Mitarbeiter, die vor oder während der Arbeitszeit Alkohol konsumieren?
5. . E Er rk ke en nn nu un ng gs sm me er rk km ma al le e a al lk ko oh ho ol lk kr ra an nk ke er r M Mi it ta ar rb be ei it te er r 5
Man unterscheidet hierbei in drei Erkennungsmerkmale: Auffälligkeiten im Arbeitsverhalten, im Sozialverhalten und im äußeren Erscheinungsbild.
Zunächst zu den Auffälligkeiten im Arbeitsverhalten. Wie eingangs erwähnt, haben alkoholkranke Mitarbeiter oftmals eine höhere Anzahl an kurzen und häufigen krankheitsbedingten sowie unentschuldigten Fehltagen. Desweiteren sind die Arbeitsergebnisse oft fehlerhaft und konfus zusammengetragen. So beschäftigt sich der betroffene Mitarbeiter zum Beispiel mit vielen Aufgaben gleichzeitig, erreicht allerdings keine nachvollziehbaren Ergebnisse. Auch erkennt man,
Arbeit zitieren:
Oliver Ulrich, 2009, Alkohol am Arbeitsplatz: Status und Maßnahmen, München, GRIN Verlag GmbH
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