Wenn du dich sicher fühlen willst,
dann tu, was du schon immer konntest.
Aber wenn du wachsen willst, dann gehe
Bis zum äußersten Ende deiner Kompetenz:
Und das heißt, dass du für kurze Zeit
Deine Sicherheit verlierst.
Wann immer du also nicht genau weißt,
was du gerade tust,
weißt du, dass du wächst.
(Project Adventure, 1995)
Dieser Spruch versucht kurz und prägnant das Konzept der Abenteuer- und Erlebnispädagogik zu erklären. Es geht hier vor allem um Wachsen, Lernen und um die Möglichkeit Risikos oder Wagnisse einzugehen. Die Abenteuerpädagogik versucht dies zu ermöglichen. Sie versucht die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Umsetzung des alltäglichen Verhaltens in neues Verhalten, das vielleicht besser, vielleicht schlechter, vielleicht genauso gut oder schlecht ist. Wobei es sicher nicht im Sinne der Abenteuerpädagogik ist, etwas als gut oder schlecht zu bewerten.
Jede/r geht seinen eigenen Weg und erkennt seine eigenen Probleme und wenn es gut wird ihm/ihr auch der Weg der Gruppe klarer.
Das Wort Erlebnis und Abenteuer erscheint in den Medien und damit unserer Gesellschaft in letzter Zeit immer öfter. Definitionen dafür gibt es zwar, aber wie sinnvoll diese sind ist fragwürdig. Bedeuten nicht gerade diese Worte für jeden Menschen ganz unterschiedliche Dinge? Die Assoziationen zu diesen Begriffen sind wahrscheinlich unglaublich vielfältig und
2
interessant. In der Abenteuerpädagogik geht es nun vielleicht gerade darum, dass jeder Mann oder jede Frau seine oder ihre eigenen Abenteuer besteht. Wie weit es die Leitung wirklich schafft, die passenden Abenteuer für Mann oder Frau zu ermöglichen ist vielleicht auch viel Glückssache, aber auch eine große Portion Erfahrung mit Gruppen und Menschen. Genauso ist auch der Umgang mit diesen Abenteuern und die Frage danach, wie viel jede/r einzelne für sich sozusagen ‚mit nach Hause nimmt‘. Viele kritisieren, dass man eben gerade das Ergebnis nicht beweisen, nicht untersuchen, nicht mit Zahlen aufdecken kann. Diese Forderung nach der empirischen Untersuchung mit klaren Ergebnissen ist eine rein (natur)wissenschaftliche und enthält nicht einen winzigen Teil der Geisteswissenschaften in sich. Wie weit man Pädagogik (was ist das überhaupt?) tatsächlich belegen kann, wäre paradoxerweise selbst eine Untersuchung wert. Die Verantwortung für das eigene Handeln trägt man/frau immer selbst.
Wie weit die Abenteuerpädagogik oder Erlebnispädagogik ‚funktioniert’ wird vielleicht nie beantwortet werden können, aber man muss doch alles einmal versucht haben, oder?
3
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 2
Inhaltsverzeichnis:...................................................................................................................... 4
1. Begriffsklärung: 5
1.1 Der Begriff Kooperation: 5
1.2 Der Begriff Abenteuer: 5
1.3 Unterschiedliche Spielefasen: 6
2. Herkunft der kooperativen Abenteuerspiele: 6
2.1 Spielpädagogik 7
2.2. Erlebnispädagogik. 8
2.3. Gruppendynamik 10
3. Ziele: 11
3.1 Zielgruppen: 13
3.2 Merkmale und Anleitung von kooperativen Spielen. 13
4. Unsere praktischen Beispiele: 15
"Das Spinnennetz", „Der Säureteich“, „Fledermausspiel“ 15
4.1 Ich fange mit dem Abenteuerspiel Spinnennetz an. 15
4.2 Das Nächste Spiel ist das Abenteuerspiel Säureteich. 16
4.3 Das Nächste Spiel ist das Fledermausspiel. 16
4.4 Das Spiel Gipfelsturm. 13
4.5 Gesamtreflexion der Spiele: 18
5. Literaturverzeichnis. 19
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Kooperationfähigkeit heißt, den einzelnen in der Gruppe fördern: dabei wird Teamkultur entwickelt. Die vordringliche Haltung ist ‚winwin’: wenn alle gewinnen, fühl sich niemand ausgegrenzt. Die Mitglieder brauchen sich gegenseitig, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Das Mittel dazu ist die gegenseitige Unterstützung. Alle Teilnehmer sind am Erfolg der Gruppe beteiligt.
Kooperation bedeutet zunächst einmal Zusammenarbeit. Teamarbeit ist eines der bedeutendsten Merkmale der kooperativen Abenteuerspiele. Fast alle Spiele dieser Art zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur unter Zusammenarbeit aller TeilnehmerInnen (TN) zu bewältigen sind.
Das Wort Abenteuer lässt viele Assoziationen zu. Man denkt vielleicht erstmal an ein außergewöhnliches, gewagtes Unternehmen, an fremde Länder und spannende Erlebnisse. Eng mit Abenteuer assoziiert sind die Begriffe Risiko und Wagnis. Abenteuer bedeutet immer, einen Schritt in bislang unbekanntes Gebiet zu wagen. Bei den kooperativen Abenteuerspielen kann Abenteuer bedeuten „ (...) in der Auseinandersetzung mit Neuem und Unbekanntem einen Schritt über die bislang vertrauten Wahrnehmungs-, Denk- und
Verhaltensmuster hinauszugehen.“ 1
Des Weiteren sind Abenteuer nicht unbedingt genau vorhersehbar und nur begrenzt planbar und kontrollierbar. Auch dieser Aspekt scheint mir bei der Definition der kooperativen Abenteuerspiele wichtig.
Abenteurer sind dazu aufgefordert, eigene Lösungen für Probleme zu finden, die sich auf ihrem Weg stellen.
1 Aus Gilsdorf/ Kistner. Kooperative Abenteuerspiele, S.: 17
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Für die Definition der Kooperativen Abenteuerspiele „ (...) erscheint uns der Aspekt der
Selbsttätigkeit und Selbstbestimmtheit wichtig.“ 2
Die kooperativen Abenteuerspiele fordern ihre TN also vielfältig heraus: Sie präsentieren Aufgaben und Probleme, die eigenständige und gemeinsame Lösungen erfordern.
Für kooperative Abenteuerspiele sind von Bedeutung:
Kennenlernspiele, Warming up- Spiele, Wahrnehmungsspiele, Vertrauensspiele, Kooperationsspiele, Initiativ-und Problemlösespiele, Abenteueraktionen und Reflexionsübungen.
Diese lassen sich in Spieleketten aneinanderhängen. Denn kooperative Abenteuerspiele stellen hohe Anforderungen an eine Gruppe. Deswegen ist es wichtig erst entsprechende Gruppenprozesse in Gang zu setzen.
Bestimmte Voraussetzungen müssen für die Anwendung von kooperativen Abenteuerspielen in der Gruppe gegeben sein (Kennen lernen, gewisses Vertrauen, „warm“ miteinander geworden sein...).
Bei den kooperativen Abenteuerspielen werden die Begriffe Spiel, Abenteuer und Kooperation in einen neuen und eher ungewöhnlichen Kontext gebracht. Dies geschieht auf dem Hintergrund dreier pädagogischer Strömungen: Die Gruppendynamik, die Erlebnispädagogik und die Spielpädagogik. Im Folgenden werden nun alle drei Strömungen kurz dargelegt und die wichtigsten Gesichtspunkte genannt. Dabei erscheinen vor allem folgende Aspekte für die kooperativen Abenteuerspiele bedeutsam:
2 Aus Gilsdorf/ Kistner. Kooperative Abenteuerspiele, S.: 17
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Arbeit zitieren:
Magister Rainer Hofmann, 2005, Theorie und Praxis der Abenteuerspiele, München, GRIN Verlag GmbH
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