INHALTSVERZEICHNIS:
1.BEGRIFFSERKL ÄRUNG. 3
1.1. Talent 3
1.2. Talentauswahl. 3
1.3. Talentförderung und Talententwicklung. 3
2. Allgemeine Bemerkungen zur Talentförderung 4
3. Schulen mit leibeserziehlich-sportlichem Schwerpunkt. 5
3.1. Sporthauptschulen 5
3.2. Höhere und mittlere Schulen mit sportlichem Schwerpunkt. 5
3.3. Schulen für Leistungssportler. 6
4.Die Zusammenarbeit von Schule und Verein. 8
4.1. Allgemeine Überlegungen. 8
4.2. Die Zusammenarbeit von Schule und Verein im Handball 8
4.2.1 Allgemeines 8
4.2.2. Konkrete Beispiele für die Zusammenarbeit von Schule und Handballverein in Österreich 9
4.3. Aufgabenstellungen an Schule und Verein im Rahmen einer Kooperation. 11
5.Auswahlverfahren 13
5.1. Probleme von Auswahlverfahren. 13
6. Literaturverzeichnis. 16
2
1. BEGRIFFSERKLÄRUNG
1.1. Talent
Für alle nicht intellektuellen Begabungsformen wie Sport, Musik usw. wird an Stelle des Begriffes “Begabung” der Begriff Talent verwendet.
“Talent besitzt oder: ein Talent ist, wer auf der Grundlage von Dispositionen, Leistungsbereitschaft und den Möglichkeiten der realen Lebensumwelt über dem Altersdurchschnitt liegende (möglichst im Wettkampf nachgewiesene) entwicklungsfähige Leistungsresultate erzielt, die das Ergebnis eines aktiven, pädagogisch begleiteten und intentional durch Training gesteuerten Veränderungsprozesses darstellen, der auf ein später zu erreichendes
hohes (sportliches) Leistungsniveau zielstrebig ausgerichtet ist.” 1
1.2. Talentauswahl
Die Entscheidung über die Aufnahme eines Sportlers in einen Trainings- oder Wettkampfkader kann oft über den weiteren Verlauf einer Karriere entscheiden und ist dementsprechend schwierig. Die Probleme die bei Auswahlverfahren auftreten werden zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Arbeit noch genauer beschrieben werden.
1.3. Talentförderung und Talententwicklung
Unter Talentförderung versteht die FIFA für SOS Kinderdörfer: „Die Kinder an ihren Stärken wachsen lassen. Wenn sie ihre Talente ausleben können, gewinnen junge Menschen
Selbstvertrauen.“ 2
1 J. Weineck, Optimales Training, S. 119
2 FIFA für SOS Kinderdörfer, aus www.sos-kd.org/fifa/talent/deu.htm
3
“Talententwicklung ist ein aktiver, pädagogisch begleiteter Veränderungsprozess, der intentional durch Training gesteuert wird und das Fundament für ein später zu erreichendes hohes
(sportliches) Leistungsniveau bildet.” 3
2. Allgemeine Bemerkungen zur Talentförderung
Sportliches Talent alleine reicht nicht aus, um in der heutigen Zeit im Leistungssport Erfolge zu haben. Das Vorhandensein günstiger Vorraussetzungen ist zwar eine notwendige, keineswegs aber eine hinreichende Bedingung für hervorragende Leistungen. Leistungsfördernde Umweltbedingungen wie Anregung, Unterstützung und Ausbildung durch Eltern, Lehrer und Trainer sowie die Sicherung der materiellen und organisatorischen Vorraussetzungen sind ebenfalls erforderlich. Außerdem dürfen Sport und sportliches Training eine umfassende Entwicklung des Kindes auf keinen Fall be- oder gar verhindern, sondern sollten diese im besten Fall sogar noch fördern.
„Aus bildungspolitischer Sicht sind dazu Schulstrukturen erforderlich, die eine besondere
Förderung sportlich begabter Kinder und Jugendlicher ermöglichen.“ 4 Hier wären wir schon bei einem sehr wichtigen Aspekt der Talentförderung: die Trainingspläne. Eine Überprüfung der vorhandenen Trainingspläne der Kinder sollte eine der Prioritäten der Talentförderung sein. Man muss genau prüfen welchen Umfang und welche Intensität sie haben muss und haben darf, um die gewünschten Ziele erreichen zu können. Möglicherweise sind die hohen Drop-out-Raten (Aussteiger aus dem Leistungssport) im Jugendalter auf zu hohe oder falsche Belastungen zurückzuführen. Es gilt also auch zu prüfen ob die Trainingsinhalte noch zeitgemäß sind. Für die Einzelentwicklung falsche Inhalte und unfunktionelle oder unphysiologische Übungen sind unbedingt zu vermeiden. Die Forderung, die besten Trainer im Nachwuchsbereich zu beschäftigen ist zwar vermutlich undurchführbar, wäre aber ideal.
3 J. Weineck, Optimales Training, S. 119
4 S. Westphal, K. Wojciechowski, Schulische Talentförderung im Sport, S 10
4
Talentförderung hat aber auch die außersportliche Entwicklung zu begleiten und abzusichern. Gerade deshalb ergibt sich auch aus Sicht der Kinder die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit von Schule und Sportverein.
3. Schulen mit leibeserziehlich-sportlichem Schwerpunkt
All “jene Schulformen, Schulgattungen oder Schulversuche zusammengefasst, die oft auch unter dem wohlklingenden und kürzeren Begriff Sportschule und Sportgymnasium aufscheinen. Schulische Organisationsformen sowie organisatorische und (oder) pädagogische Maßnahmen, die zur qualitativen und (oder) quantitativen Intensivierung der schulischen Leibeserziehung und
des Schulsports dienen, sind Schulen mir leigbeserziehlich-sportlichem Aspekt." 5
3.1. Sporthauptschulen
Diese Sporthauptschulen sind Sonderformen, die eine besondere Förderung des Leistungssports für Schüler vorsehen. Man unterscheidet Skihauptschulen (alpin und nordisch) und allgemeine Sporthauptschulen mit Schwerpunktsetzung, welche allerdings nicht durch die Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Schulautonomie ersetzte werden können.
3.2. Höhere und mittlere Schulen mit sportlichem Schwerpunkt
Durch die Neuordnung der Reifeprüfungsordnung und die Herausgabe eines neuen Lehrplanes für Leibeserziehung kam es zu einer Anhebung der Qualität der Ausbildung. In der praktischen Vorprüfung zur Reifeprüfung ist das praktische Können aufzuzeigen. Ziel dieser Schulen ist eine breite sportliche Ausbildung und eine gemäßigte Schwerpunktsetzung. Diese Schulen sollen somit eine Basis für den Zugang sportlich interessierter junger Menschen zum Hochschulstudium bieten.
5 H. Ertl, Schulversuche, S. 10
5
Arbeit zitieren:
Magister Rainer Hofmann, 2011, Welchen Beitrag leisten sportlich orientierte Schulen zur Förderung des Talents?, München, GRIN Verlag GmbH
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