Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Einleitung 3. Problembeschreibung 4. Theorien:
5. Hypothesen
6. Bewegung und heilpädagogisches Reiten 7. Trainingskonzept 8. Ziele
9. Methodisch-didaktische Prinzipien 10. Heilpädagogische Erfassung der Personen 11. Beschreibung des Prozessverlaufes 12. Reflexion 13. Beschreibung der Institution 14. Quellenangaben und Hilfsmittel:
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1. Vorwort
Warum die Wahl meines Themas gerade auf das vorliegende gefallen ist, lässt sich im folgenden erklären:
Seit Februar 2010 arbeite ich in der vollstationären „Wohngemeinschaft“ Ch. M. Haus in den soz. ther. Gem. WW. e.V, einer anthroposophisch orientierten Einrichtung. Dort habe ich Kontakt zu 8 Männern im Alter von 20 bis 45 Jahren, Menschen mit geistiger Behinderung und teilweise psychischer Erkrankung. Beim Kennenlernen dieser Menschen erinnerte ich mich spontan folgendes in meiner Vergangenheit gelesen zu haben:
"Die Körperhaltung zeigt den Mangel an Spannkraft, das schlaffe Bedürfnis nach möglichster Ruhe und stabilem Gleichgewichte; der Kopf ist gesenkt, der Rücken gebeugt und der ganze Körper nach dem Gesetze der Schwere in sich zusammengesunken. Die Sprache ist gewöhnlich leise und zögernd; die Bewegungen geschehen langsam und ohne Kraft. Bisweilen bildet sich die lähmende Willenlosigkeit zu einer förmlichen „Bettsucht“ aus." (Kraepelin, 1896) "Die Bewegungen werden mühsam, langsam, kraftlos. Die Glieder sind schwer „wie Blei“. Bewegungen kosten eben soviel Anstrengung wie das Denken." (Bleuler, 1916)
Beschreibungen von psychomotorischen Besonderheiten. Mir stellte sich die Frage nach dem Zusammenhang dieser Beschreibungen und dem Erscheinungsbild der von mir mit zu betreuenden Menschen. Auch wenn man mit offenen Augen und Ohren durch eine Stadt geht kann man dort manchmal den Eindruck psychomotorischer Besonderheiten beim Beobachten von Menschen gewinnen. Ebenso decken sich die genannten Beobachtungen mit vielfältigen Erfahrungen, die ich gemacht habe in meiner Arbeit mit zu betreuenden Menschen jeglichen Alters in Heim und Sonderschule. Zum Erwerb und zur Verbesserung körperlicher Fitness wurden in den letzten Jahren verstärkt Programme und Kurse z.B. bei Krankenkassen oder Volkshochschulen angeboten. Es wurde dabei aber kaum berücksichtigt die Gruppe der Menschen mit Hilfebedarf oder mit Doppeldiagnose geistige Behinderung und psychische Erkrankung.
Wie kann ich diesen Menschen mit psychomotorischen Besonderheiten ein Angebot machen das sie hinführt zu mehr körperlicher Aktivität und damit zur Steigerung ihrer körperlichen Gesundheit?
In Folge meiner Beobachtungen und Erfahrungen habe ich in meiner Arbeit mit dem Pferd den praktischen Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit gebildet, denn Tiere spielen in meinem Leben seit meiner Kindheit eine große Rolle.Durch den Einsatz von Tieren in meiner pädagogischen Arbeit konnte ich schon oft eine positiv fördernde Wirkung von Tieren auf den Menschen initiieren.
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2. Einleitung
Auch bei mir selbst stellte und stelle ich ab und an Bewegungsprobleme fest. Vor allem die Motivationshürde zu nehmen, in Bewegung zu kommen fällt mir hin und wieder schwer. In bestimmten Situationen kann ich dann mein depressives Temperament regulieren durch Licht, Luft, gesunde Ernährung und vor allem Bewegung in der Natur und mit meinen Tieren. Und diesen Aspekt will ich mir genauer anschauen.
Ebenso hat der Austausch mit jemandem, der mich in professioneller Weise beraten konnte dazu beigetragen, dass ich solche für mich schwierigen Situationen gut meisterte.
Deshalb ist es mir ein Anliegen, theoretische Kenntnisse und eigene Erfahrungen, die sich auf meine persönliche Bewegungskompetenz positiv ausgewirkt haben, an Menschen mit Hilfebedarf/Doppeldiagnose weiterzugeben. Vor allem an solche, die sonst vermutlich nicht die Möglichkeit haben diese Informationen zu erhalten.
Bewegungsprobleme könnten aber meines Erachtens durch das Erlernen und die Integration in den Alltag von Grundkenntnissen über Bewegung und Gesundheit zum Teil vermieden oder zumindest eingeschränkt werden. In mir wuchs die Frage immer mehr: „Wie kann ich gerade Menschen mit heilpädagogischen Hilfebedarf unterstützen Kräfte aufzubauen, die sie befähigen mit ihren auffälligen Verhaltens- und Erlebensweisen umzugehen“. Über das Lesen von Theunissen: „ Depression und geistige Behinderung “ Heilpädagogik online 01/05 stieß ich auf das Krankheitsbild der Depression. Hier schreibt Theunissen: „....Depression bei Menschen mit geistiger Be-hinderung die häufigste psychische Störung“.
Des weiteren weißt er darauf hin, dass unter bestimmten Bedingungen z. B. „totale Institution“ (Goffmann), übermäßige Beanspruchung und dem Wegfall von sozialen Ressourcen Personen in eine psychische Krise geraten und depressive Störungen entwickeln können.
Gerade Menschen mit geistiger Behinderung zeigen oftmals auffällige Verhaltens- und Erlebensweisen die auf den ersten Blick nicht auf eine Depression schließen lassen, hinter denen sich aber dennoch depressive Inhalte verbergen können. Z.B. aggressive Verhaltensweisen, Vereinnahmungstendenzen, Beschimpfungen und Beschuldigungen.
Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch das Potenzial Belastungen und Lebenskrisen bewältigen zu können in sich trägt. Sowie die Fähigkeit zu flexibler Anpassung an Lebensveränderungen oder kritische Situationen. Den Glauben an die Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens als Herausforderung für persönliches Wachstum wahrzunehmen und damit einen gesunden Lebensoptimismus und Realismus, ein positives Selbstwertgefühl und Selbstkonzept, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen ist meiner Meinung der Grundstock auch für körperliche Gesundheit.
In der vorliegenden Arbeit greife ich zunächst zwei für das Thema relevante theoretische Ansätze auf: Zum einen die theoretischen Grundlagen zum
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Krankheitsbild Depression. Zum anderen die bewegungsbezogenen Grundlagen, die explizit auf die Veränderung bewegungsbezogenen Verhaltens eingehen. Anfangs wird erklärt was sich hinter dem Ausdruck der Depression verbirgt. Danach werden dann die verschiedenen Formen der Depression dargestellt. Des weiteren werden die Merkmale, Symptome sowie Erklärungsansätze der Depression erläutert. Weiterhin werden besonders die zwei großen Säulen zur Behandlung einer Depression erläutert, zum einen die medikamentösen Be-handlungsmöglichkeiten, mit einigen Beispielen, die zur Dämpfung depressiver Symptome beitragen. Und zum anderen werden einige Beispiele der Psychotherapie erläutert. Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit den bewegungsbezogenen Grundlagen. Vor allem geht es hier um die Wirkung von körperlicher Aktivität auf depressiv erkrankte Menschen. Dann zeige ich die verschiedenen reittherapeutischen Ansätze auf und lege mein Konzept dieses Trainings dar. Danach stelle ich die Menschen vor, mit denen ich mein Bewegungstraining mit dem Pferd durchführe, und beschreibe die Durchführung desselben. Nach einer ausführlichen Reflexion wird die Arbeit mit daraus folgernden visionären Ideen abgerundet.
3. Problembeschreibung
Die Depression, ist eine multifaktorielle ernst zunehmende seelische Erkrankung, die es schon seit dem Altertum gibt. Für nicht betroffene Menschen ist es nur schwer vorstellbar, wie sich ein depressiv erkrankter Mensch fühlt. Natürlich kennt jeder Mensch das Gefühl von Trauer oder Niedergeschlagenheit. Jeder kennt und hat Stimmungsschwankungen oder auch mehrere Stimmungstiefs im Laufe seines Lebens, doch sie beeinflussen einen nur geringfügig. Bei depressiv erkrankten Menschen kann ein Stimmungstief ein andauernder Zustand von Monaten bis Jahren hinweg sein. Dieser Zustand kann im Laufe der Erkrankung soweit führen, dass depressiv erkrankte Menschen sich völlig aus ihrer Umgebung zurück ziehen. Das heißt die Depression betrifft nicht nur den einzelnen erkrankten Menschen, sondern auch Familie, Freunde und Wohngruppe, die dann oft nicht wissen wie sie mit dem erkrankten Menschen umgehen sollen.
Der Ausdruck Depression lässt sich von dem lateinischen Begriff „deprimere“ ableiten, was man als niederdrücken übersetzt. Schon im Altertum war die Depression bekannt, damals nannte man diese aber noch Melancholie (Microsoft Encarta, 2007). Die Depression gilt heute als eine der häufigsten Erkrankungen, wahrscheinlich die häufigste Erkrankung überhaupt. “Sie hat in den letzten Jahrzehnten so zugenommen, dass von ihr als der Krankheit der Epoche gesprochen wird. Wegen ihrer Häufigkeit, nennt man die Depression auch den Schnupfen unter den psychischen Störungen” (Nuber, 1993, S. 10).
Immer mehr Menschen leiden unter einer Depression und die Zahl der Erkrankten steigt beständig. In der heutigen Leistungsgesellschaft gibt es viele verschiedene Auslöser, die zu einer Depression führen können, unter anderem Stress, Frustration, Verlust eines geliebten Menschen, Einsamkeit,......
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“…Nach Schätzung der WHO leiden etwa 3 - 5 % der Weltbevölkerung an Depressionen - annähernd 200 Millionen Menschen…” ( Huber, 1990, S. 1; nach Kielholz, 1981, 116).
Heutzutage wird das Wort Depression viel zu oft benutzt um Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit auszudrücken, das liegt wahrscheinlich daran, dass viele Menschen nicht wissen, was sich genau hinter dem Begriff Depression verbirgt. Die Depression ist jedoch nicht nur eine kurz anhaltende Verstimmung, sondern eine ernst zunehmende Erkrankung.
Grundlegend gibt es bei der Behandlung einer Depression zwei große Säulen, zum einen die medikamentöse Behandlung und zum anderen die Psychotherapie.
Es gibt aber noch weitere Behandlungsformen die man nicht außer acht lassen darf, wie zum Beispiel die Lichttherapie, Elektrokrampftherapie und vor allem die körperliche Aktivierung.
Mir stellt sich in dieser Arbeit die Frage, inwieweit sich körperliche Aktivität auf depressiv Erkrankte auswirkt. Ist körperliche Aktivität eine alternative Behandlung neben der medikamentösen Behandlung?
Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass körperliche Aktivität in der heilpädagogischen Begleitung mit dem Pferd eine geeignete Maßnahme ist, um depressiv erkrankten Menschen zu helfen, ihre Symptome zu lindern.
4. Theorien
Depression:
Definition:
Es ist schwer zu beschreiben, was sich hinter dem Begriff der Depression verbirgt, das hat mehrere Gründe:
Es gibt nicht nur eine Form der Depression, sondern viele verschiedene, die alle andere Ursachen haben können. Symptome, die bei einer Depression auftauchen, können zum Teil bei vielen psychischen und körperlichen Erkrankungen vorkommen. Hinzu kommt, dass Depressionen oftmals mit Trauer oder Niedergeschlagenheit verwechselt werden. Doch hinter einer Depression verbirgt sich eine schwere psychische Erkrankung und nicht nur eine kurz anhaltende Stimmungsschwankung (Stange, 1999, S.12). Die Depression ist eine psychische Erkrankung. Deshalb zählt man sie zu den affektiven Störungen. Menschen mit affektiven Störungen leiden an einer dauerhaften Stimmungslage, bei der es zu Störungen des üblichen Verhaltens und Erlebens kommt. Von dieser bestimmenden Stimmungslage, werden beinahe alle Handlungen diktiert (Comer, 1995, S. 281). Symptome:
Es gibt fünf Hauptbereiche, in denen sich die Symptome einer Depression äußern. Symptome machen sich bemerkbar im emotionalen Bereich, im motivationalen Bereich, im somatischen Bereich und sowohl im kognitiven Bereich als auch im Verhalten.
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Emotionale Symptome:
Hier beschreiben betroffene Personen, dass ihnen Freude und Humor abhanden gekommen sind. Sie fühlen sich leer und ganz unten. Viele äußern ihre Stimmung durch Weinen. Motivationale Symptome:
Hierzu zählen Symptome wie Antriebsverlust, ein Mangel an Spontanität oder auch der Mangel an Unternehmungslust. Somatische Symptome:
Häufige Symptome die hier auftreten sind Verstopfung, Kopfschmerzen, unangenehme Empfindungen in der Brust oder auch Benommenheit. Weitere Symptome wie Schlafstörungen, Appetitstörungen und Müdigkeit sind ebenfalls verbreitet. Kognitive Symptome:
Menschen die an einer Depression erkranken haben ein negatives Selbstbild. Sie fühlen sich nicht begehrenswert, unzulänglich oder auch minderwertig. Für viele negative Ereignisse beschuldigen sich depressiv erkrankte Menschen selbst, wobei sie überhaupt nichts mit ihnen zu tun haben. Sie glauben fest daran, es würde nie besser werden. Viele Erkrankte klagen über eine Verschlechterung ihrer geistigen Fähigkeiten. Verhaltenssymptome:
Das Aktivitätsniveau depressiv erkrankter Menschen sinkt dramatisch ab. Oft verbringen sie viel Zeit im Bett und sind alleine ( Comer, 1995, S. 286 - 289 ).
Formen der Depression:
Körperlich erklärbare Depressionen:
Die körperlich erklärbaren Depressionen, werden auch als somatogene Depressionen bezeichnet, dabei sind die organischen und die symptomatischen Depressionen zu unterscheiden. Tritt die Depression als Folgeerscheinung von bereits vorhergehenden Erkrankungen auf, spricht man von einer symptomatischen Depression. Erkrankungen wie Aids, Multiple Sklerose, Rheuma, Hepatitis, Herzerkrankungen, Infektionskrankheiten oder auch Morbus Parkinson können eine Depression auslösen.
Auch Medikamente wie Antibiotika, Psychopharmaka oder Medikamente gegen Krebs können zu einer Depression führen.
Von einer organischen Depression spricht man hingegen, wenn diese durch ein Schädelhirntrauma, Hirnhautentzündungen oder Hirntumore ausgelöst wird (Stange, 1999, 58 ff.; Nuber, 1993, S. 28). Endogene Depressionen:
Die endogene Depression kann in zwei Unterformen unterteilt werden. Einerseits die bipolare Form, bei der manische und depressive Phasen vorkommen, die meist im Wechsel auftreten. Und andererseits die unipolare Form. Bei dieser Form der Depression erlebt der Erkrankte ausschließlich depressive Phasen (Nuber, 1993, S. 29).
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Psychogene Depressionen:
Die psychogene Depression tritt meist als Reaktion von einwirkenden Umweltereignissen auf. Man nennt sie auch die “leichteste” Form der Depression, da die Symptome weniger massiv sind als bei der endogenen Depression. Anders als bei der endogenen Depressionsform, bei der das Schwergewicht auf der Behandlung mit Psychopharmaka liegt, werden bei dieser Art von Depression, die psychotherapeutischen Maßnahmen bevorzugt (Nuber, 1993, S. 30). Lebensgeschichtlich negative Vorerfahrung: z.B. belastete Kindheit durch Verluste, Traumata oder bestimmte Charaktereigenschaften z.B. überhöhter Anspruch an die eigene Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit, wie z.B. nicht „nein“ sagen können bei gleichzeitig geringem Selbstbewusstsein. Soziale Belastungen: nach Lebenskrisen, Verlusten, nach Durchschreiten von Lebensphasen. Saisonale Depressionen:
Die saisonale Depression ist eine jahreszeitliche Veränderung von Aktivität und Stimmung. Diese tritt in den Winter- und Herbstmonaten auf (Stange, 1999, S. 68). Merkmale einer Depression:
Für alle depressiven Zustände gibt es fünf Merkmale die miteinander in Verbindung stehen: Innere Leere, Selbstmitleid, Energieverlust, Aufgeben und Schwarzmalerei (Gillett, 1988, S. 20). Depressive Menschen versuchen ihr Leid vor anderen zu verstecken, dennoch zeigen die meisten Symptome, die sich auf das Erleben und die Gefühlswelt der Erkrankten auswirken. Sie spüren eine innere Leere, sind bedrückt oder trostlos. Häufig leiden depressive Menschen an mangelndem Selbstwertgefühl, Minderwertigkeitsgefühl und negativer Selbsteinschätzung, das heißt der Gefahr des ständigen Versagens. Ein weiteres Symptom, ist die Hoffnungslosigkeit. Alles wird negativ bewertet, Freude ist ihnen fremd oder erscheint ihnen wertlos, der Glaube an das Gute schwindet. Alle Ziele die man einst hatte sind verschwunden oder werden als sinnlos erkannt (Stange, 1999, S. 39 ff). Durch Abnehmen des Leistungsvermögens wird die Hoffnungslosigkeit immer mehr bestärkt. Umso weniger aktiv ein Mensch ist, umso schlechter geht es ihm (Gillett, 1988, S. 22). Depressiv erkrankte Menschen fehlt der Antrieb, die Initiative Dinge zu tun. Dinge die sie früher gerne gemacht haben, werden nun als lästig oder müh-sam empfunden. Sie fühlen sich schwach, kraftlos und erschöpft (Stange, 1999, S.39 ff). Sie verlieren ihr Interesse an gewohnten Aktivitäten. Für manche depressiv erkrankte Menschen stellt der Suizid den letzten Ausweg und somit die endgültige Flucht der Belastungen des Lebens dar (Comer, 1995,S. 288). Der Gedanke an den Tod stellt für Betroffene oft eine Erleichterung dar. Manche fühlen sich so krank, dass sie meinen der Tod drohe ihnen ohnehin (Gillet, 1988, S. 30). “…Schätzungen zufolge nehmen sich zwischen sieben und 15 Prozent der Menschen, die an einer Depression leiden, das Leben…” (Comer, 1995, S. 288; nach Coryell und Winokur, 1992; Tsuang, 1978).
Alles was um einen herum passiert ist schwarz egal ob Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.
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Arbeit zitieren:
Angelika Brück, 2010, Heilpädagogische bewegungsorientierte Begleitung mit dem Pferd bei an Depression erkrankten Menschen mit Assistenzbedarf, München, GRIN Verlag GmbH
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