Indien und Pakistan
- Zwei verfeindete Nationen im Kalten Krieg -
1. Einleitung 3
2. Die Wurzeln des Konflikts. 4
3. Der Konflikt unter den Bedingungen des Kalten Krieges. 6
3.1. Die bipolare Welt und die Entzweiung des Subkontinents 6
3.2. Indien als Führer der Blockfreien und Freund der Sowjetunion. 6
3.3. Pakistan zwischen dem Westen und China 16
4. Ausblick und Vergleich - Das Erbe des Kalten Krieges in Indien und Pakistan. 23
4.1. Das Geschehen nach dem Untergang der UdSSR. 23
4.2 Nukleare Bewaffnung als konstituierendes Element des Kalten Krieges 24
4.3 Die Nuklearrüstung auf dem Subkontinent. 25
4. Fazit. 27
5. Literatur und Quellen 29
2
1. Einleitung
Nukleare Bewaffnung ist auch in der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges eine Frage von größter internationaler Bedeutung. Neben der aktuellen Diskussion um den Iran steht auch Indien in diesem Zusammenhang wieder im Lichte der Öffentlichkeit: Die umstrittene Quasi-Anerkennung des indischen Arsenals durch die USA belebt die Erinnerung an das Jahr 1998, als unmittelbar nacheinander sowohl Indien als auch Pakistan durch Tests ihre Fähigkeit zum Einsatz von Nuklearwaffen nachwiesen. Diese Handlungsweise erinnerte sehr an das aus dem Kalten Krieg bekannte Tit for Tat. Ist hier also ein neues Gleichgewicht des Schreckens entstanden?
Auch ohne solch dramatische Vergleiche lassen sich viele Entwicklungen zwischen den beiden Bruderstaaten nur aus der Realität der bipolaren Welt heraus verstehen, denn obwohl der Konflikt, der sich vor allem auch an der Kaschmirfrage entzündete, als indigene und regionale Auseinandersetzung begann, wurde er doch schnell in die Zusammenhänge des Kalten Krieges mit einbezogen. Nur so läßt sich erklären warum sich etwa der Krieg um die Teilung Pakistans, der 1971 zur Gründung Bangladeshs führte, zu einer Krise von globaler Tragweite entwickeln konnte oder warum ein Land wie Indien erst zum Führer der nonalignement-Bewegung avancieren, atomare Bewaffnung verurteilen und dann schließlich, befördert durch die Bedrohung durch China, trotzdem zur Nuklearmacht werden konnte. Nur so wird es auch verständlich wieso in Pakistan ausgebildete Glaubenskämpfer, nach dem Ende des Afghanistankrieges „arbeitslos“ geworden, seit den 90er Jahren an verschiedensten Konflikten teilnehmen, warum die USA wegsahen als die islamische Bombe entstand und warum die Diktatur des Militärs sich in dem muslimischen Staaten so hartnäckig bestand hat. Nur so wird nachvollziehbar, wie ein territorial begrenzter regionaler Konflikt sich in mehreren Kriegen immer wieder aufflammen und bis hin zu nuklearer Bewaffnung geführt, trotz eines, mindestens für Pakistan, ruinösen Wettbewerbs auch bis heute noch in seinem Bestand bestätigt werden konnte.
Ziel vorliegender Arbeit ist es, diesen Konflikt auf dem indischen Subkontinent, der, wie S. Mahmud Ali zu Recht bemerkt 1 , bisher in der Historiographie des Kalten Krieges zu wenig Beachtung gefunden hat, anhand einschlägiger Literatur und ausgewählter Quellen von seinem Beginn an darzustellen und dabei besonderes Augenmerk auf jene Strukturen zu legen, die sich aus den besonderen Konstellationen des Kalten Krieges ergeben haben. Es soll
1 Vgl. Ali, Mahmud S.: Cold War in the High Himalayas - The USA, China and South Asia in the 1950s,
Curzon Press, Richmond, 1999, S. vii.
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gezeigt werden, wie ein regionaler Konflikt durch die äußeren Bedingungen verändert und schließlich auch in die internationale Realität einbezogen wurde. Besonders wichtig erscheint es hier auch, eine Trennung zwischen indigenem Konflikt und exogenen Einflüssen zu vollziehen. Denn nur so kann beantwortet werden, welchen Einfluß der Kalte Krieg auf den Indien-Pakistan-Konflikt gehabt hat und wie dadurch sein Erbe auch in die heutige Welt getragen worden ist.
2. Die Wurzeln des Konflikts
Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan ist ebenso alt wie die beiden Nationalstaaten selbst. Pakistan selbst nämlich war bei seiner Gründung im Zuge der Auflösung der britischen Kolonialherrschaft 1947 ein historisches Novum auf dem Subkontinent. Der neue Staat, dessen Name ein Akronym aus den Namen der verschiedenen Regionen des Landes darstellt, sollte unter der Führung Mohammed Ali Jinnahs, des maßgeblichen Mannes des Gründungsprozesses, den Muslimen des Subkontinents eine Heimat bieten. Obwohl die Idee für ein Pakistan bereits seit den 30er Jahren kursierte, rang sich Jinnah, dem als Führer der Mulim Liga zunächst vor allem die Situation der in der sog. Diaspora lebenden Muslime des inneren Indiens am Herzen gelegen hatte, erst gegen Ende des Jahrzehnts zur Annahme der sog. Zwei-Nationen-Theorie durch. 2 Schließlich, so Rothermund, sei es Jinnah, wegen Ungeschicklichkeit Mahatma Gandhis und durch konstanten Druck auf die Briten, gelungen den Staat Pakistan durchzusetzen. 3
Ein britischer Richter wurde eingesetzt, der über die konkrete Ausführung des administrativen Akts entscheiden sollte. Er setzte die Konditionen für die Teilung, die vor allem auch eine Frage des Territoriums war. Problematischerweise wurden die genauen
Territorialverteilungen erst nach der Gründung der beiden Staaten am 14. und 15. August 1947 bekanntgegeben. 4 Ein weiteres Problem war, daß viele kleinere und größere Fürstentümer niemals direkt der britischen Kolonialherrschaft unterstanden hatten und deshalb auch nicht einfach von den Briten einem der beiden neuen Staaten zugesprochen werden konnten. Im wesentlichen blieb diesen Fürstentümern, die sich de jure hätten für unabhängig erklären können, de facto letztlich nichts anderes übrig, als sich der neu entstehenden indischen Union anzuschließen, waren sie doch oft von deren Territorium
2 Vgl. Rothermund, Dietmar: Geschichte Indiens - Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Beck, München, 2002, S.
90 ff.
3 Vgl. Ebenda, a.a.O., S. 92 ff.
4 Vgl. Ebenda, S. 95.
4
eingeschlossen. 5 Ausgerechnet Jammu und Kaschmir, wo ein hinduistischer Maharadscha über ein zu großen Teilen muslimische Bevölkerung herrschte, hatte jedoch eine günstige geographische Lage für den Versuch der Unabhängigkeit, war zugleich aber auch territorial gesehen Bestandteil sowohl zweier pakistanischer als auch einer indischen Provinz und so zögerte der Maharadscha, der sich seine herrschaftlichen Privilegien bewahren wollte. 6 Als dann in einer Teilprovinz Aufstände ausbrachen, die schließlich auch zu schweren Gewalttaten führten, nahmen die Pakistaner, für die die Gebiete in ihrem vitalen Interesse lagen - so ist ganz wörtlich Kaschmir ein integraler Bestandteil Pakistans, spiegelt es sich doch als Teil des Akronyms auch im Namen des Landes wieder - die Gelegenheit zum Einmarsch war. Jedoch unternahmen sie diesen nicht gänzlich offiziell sondern behaupteten, das es sich um irreguläre Freiheitskämpfer handele, was den Maharadscha aber nicht davon abhielt, Neu Delhi um Hilfe zu ersuchen. Mountbatten, der britische Generalgouverneur, riet den Indern in dieser Situation, daß sie keinen Einmarsch unternehmen sollten, bevor nicht Jammu und Kaschmir der Union beigetreten wären, da alles andere den Bruch der Neutralität bedeutet hätte. So mußte der Maharadscha sich schließlich doch entscheiden. 7 Indische Truppen landeten daraufhin in der Provinz, um die Freischärler zu vertreiben worauf Pakistan ebenfalls mit der Entsendung regulärer Truppen reagierte. Dies bedeutete schließlich den ersten Bruderkrieg der beiden Staaten des Subkontinents. 8 In einer Episode am Rande hatte noch ein junger englischer Major eine Rolle gespielt, der, vom Druck der Situation angetrieben bis zu seiner Ablösung durch einen Pakistani 1948 die heutigen northern territories für Pakistan eroberte. 9
Dieser erste Indien-Pakistankrieg sollte bis zum 1. Januar 1949 fortdauern, an welchem ein Waffenstillstand in Kraft trat. Zuvor hatte Indien den Konflikt erstmals internationalisiert, indem es bei der UNO Beschwerde gegen die pakistanische Aggression eingelegt hatte, woraufhin der UN-Sicherheitsrat die UNCIP, die United Nations Commission for India and Pakistan ins Leben gerufen hatte, die eine mediatisierende Rolle in dem Konflikt spielen sollte. 10 Rothermund bemerkt jedoch, daß die UNCIP sich im wesentlichen „mit allerlei letztlich nutzlosen Plänen“ 11 herumgeschlagen habe und das das bereits oben erwähnte Waffenstillstandsabkommen von Karachi für beide Staaten im Prinzip nur vorläufigen
5 Vgl. Bose: Sumantra: Kashmir - Roots of Conflict, Paths to Peace, Harvard University Press, Cambridge,
2003, S. 30.
6 Vgl. Ebenda, S. 30 ff.
7 Vgl. Ebenda, S. 33 ff.
8 Vgl. Ebenda, S. 36 f.
9 Vgl. Rothermund, Dietmar: Krisenherd Kaschmir - Der Konflikt der Atommächte Indien und Pakistan, Beck,
München, 2002, S. 30.
10 Vgl. Bose, a.a.O., S. 38 ff.
11 Rothermund, Krisenherd, a.a.O., S. 32.
5
Charakter gehabt habe, da beide nach wie vor auf den Besitz von Jammu und Kaschmir gepocht hätten und so die Waffenstillstandsgrenze nicht zu einer gültigen Grenze geworden sei, welche alle zukünftigen Konflikte hätte verhindern können. 12
Dies ist schließlich der verhängnisvolle Punkt, an dem der bis dato im wesentlichen indigene Konflikt zu einer latent schwelenden Bedrohung wurde, die im Laufe der Zeit auf mehr internationale Resonanz stoßen mußte, als dies das Eingreifen der UNCIP gewesen war, die schließlich gefordert hatte, daß der zukünftige Status Kaschmirs nur „[…] in accordance with the will of the people.“ 13 entschieden werden dürfe.
3. Der Konflikt unter den Bedingungen des Kalten Krieges
3.1. Die bipolare Welt und die Entzweiung des Subkontinents
Das Verhältnis der beiden Staaten im Rahmen der bipolaren Welt wurde also zunächst durch den lokalen Konflikt bestimmt. Das bedeutete, daß beide Staaten in ihrem Handeln innerhalb des größeren internationalen Zusammenhangs die Direktiven, die zu Entscheidungen führten, aus ihren regionalen Interessen zogen. Rothermund geht dabei sogar so weit, Pakistan als vom Militär getragenen „Gegenstaat“ zu Indien zu bezeichnen, der auch seine Außenpolitik entsprechend gestaltet habe. 14 In der Tat sollten sich Indien und Pakistan im Kalten Krieg auch global auf unterschiedlichen Seiten wiederfinden: Während Indien sein neu gewonnene Unabhängigkeit zunächst über die non-alignement-Bewegung zu bewahren suchte und zum Unwillen Chinas auch gute Beziehungen zur Sowjetunion unterhalten sollte, band sich Pakistan gleichzeitig stark in das westliche Bündnissystem von SEATO und CENTO ein und suchte stets die Nähe zu den USA, aber auch zu Indiens Konkurrenten, China. Im Folgenden soll nun die unterschiedliche Entwicklung beider Staaten, die letztendlich ähnlichen Wurzeln und Problemen entsprang, jeweils einzeln dargelegt und untersucht werden.
3.2. Indien als Führer der Blockfreien und Freund der Sowjetunion
Mindestens ebenso stark wie die Gegenwart der Welt des Kalten Krieges bestimmte die koloniale Vergangenheit die Politik Indiens in der Zeit nach der Staatsgründung. Die Unabhängigkeit war friedlich, aber dennoch lange und hart erkämpft worden und die junge
12 Vgl. Ebenda, S. 32 f.
13 Auszug der Resolution vom 21. April 1948, entnommen aus: Bose, a.a.O., S. 39.
14 Vgl. Rothermund, Geschichte, a.a.O., S. 98 f.
6
Nation war nicht bereit, diese zugunsten irgendwelcher Bündnisse wieder aufzugeben und in neue Abhängigkeiten zu geraten. 15
Festmachen läßt sich die indische Außenpolitik dieser Zeit vor allem an Jawaharlal Nehru, dem „[…] architect of modern India […]“ 16 wie ihn Narayan Datt Tiwari, der Chief Minister des indischen Teilstaates Uttar Pradesh in einem Vorwort von 1988 bezeichnet. Weiterhin bezeichnet er Nehru hierin auch als den Begründer der Politik des non-alignment. 17 Dies ist sicherlich sehr zugespitzt, floß doch, wie D. C. Pande beschreibt, auch das Erbe Gandhis in die bündnisfreien Konzepte ein, dessen Ziel es gewesen sei, Freiheit und Frieden auf Grundlage der Jahrtausendealten Werte der indischen Kultur, international zu verbreiten. 18 Dennoch hat Nehru solche Gedanken sicherlich kanalisiert und im Interesse seiner Politik genutzt. So war er nicht von den herrschenden Ideologien überzeugt. Zum einen, so Pande, sah er die reale Position beider Parteien des Kalten Krieges nicht so weit voneinander entfernt, wie es den Anschein machte und zum anderen glaubte er nicht an die Aufrichtigkeit, derer die sich die Ideologien auf die Fahnen geschrieben hatten sondern hielt diese vielmehr für eine Art Verschleierung tieferer Interessen. 19 Folgerichtig war Nehru nicht bereit sein Land irgendeinem anderen Land oder einer Gruppe zu unterstellen, die mit einer Ideologie untersetzt wurde. Dabei sah er es als hilfreich an, daß Indien, anders als andere Entwicklungsländer, potentiell eine große und mächtige Nation sei. Diese Position ermöglichte es Indien, sich je nach für und wieder, zur rechten Zeit für die eine oder andere Position zu entscheiden, ohne sich jedoch prinzipiell neutral zu verhalten. Nehru war, wie er 1947 äußerte, der festen Meinung, daß sich Indien nicht einschüchtern oder ängstigen lassen dürfe. 20 Obwohl also Indien durchaus Hilfen, in der Anfangszeit gerade auch von Großbritannien oder den USA, die damals auch die wichtigsten Handelspartner waren, anzunehmen bereit war 21 , wollte es sich dennoch nicht einseitig binden und schreckte auch nicht vor der militärischen Überlegenheit der Supermächte zurück. Nehru befürchtete, daß durch die Einmischung Indiens in den Kalten Krieg wichtige Ressourcen, die zur Entwicklung des Landes benötigt wurden, für einen dann entstehenden Militarismus verbraucht werden
15 Vgl. Pande, D.C.: India’s Foreign Policy as an Exercise in Non-Alignment (Nehru-Indira Period 1946-1976),
Gyanodaya Prakashan, Nainital, 1988, S. 92 f.
16 Ebenda, S. xvii.
17 Vgl. Ebenda.
18 Vgl. Ebenda, S. 99 f.
19 Vgl. Ebenda, S. 103.
20 Vgl. Sharan, Sarojini: Studies in Violence, National Integration and Non-Alignment, Commonwealth
Publishers, Neu Delhi, 1989, S. 148 f.
21 Vgl. Pande, a.a.O., S. 106 ff.
7
würden. Statt dessen förderte das Land unter seiner Regentschaft aktiv die Dekolonisation in Afrika und etwa auch in Indonesien. 22
Aus britischen Akten derselben Zeit, also der späten 40er und 50er Jahre, geht jedoch hervor, daß es ein wichtiges Anliegen des Westens gewesen ist, Indien nicht den sowjetischen Kommunisten zu überlassen. 23 Das hieß zwar nicht, daß Indien notwendigerweise auch auf westlicher Seite stehen mußte, dennoch war die natürlich ein wünschenswertes Ziel. Jedoch zeigt sich, daß gerade die Briten Indien insofern realistisch einschätzten, als das sie nicht glaubten, daß sich Indien auf die eigene Seite locken lasse sondern statt dessen konstatierten, daß bestenfalls indische Neutralität erreicht werden könne, da auch Nehrus Haltung bezüglich der Sowjetunion mißtrauischer geworden sei, was sich mit Blick auf oben genannte Äußerungen Nehrus sicher bestätigen läßt.
Nehru ging sogar noch über nicht-Neutralität hinaus und setzte sich für eine Art nuklearen Pazifismus ein, der von der Bewegung der non-aligned vorangetrieben und gefordert werden sollte. Hierbei standen Abrüstung und die Aufgabe von Atomtests im Vordergrund. Auf der Konferenz von Belgrad wurden diese Werte auch schriftlich fixiert und von mehreren Staaten unterzeichnet. 24 Wenige Jahre später auf der Konferenz von Lusaka rückten zusätzlich noch wirtschaftliche Fragen in den Mittelpunkt. Entwicklung und die Zurückdrängung von Armut rückten ins Gesichtsfeld der Teilnehmerstaaten. Dies stand natürlich stark im Zusammenhang mit der als ausbeuterisch wahrgenommenen kolonialen Erfahrung und Befürchtungen durch den Kalten Krieg in ähnliche Zusammenhänge zu geraten. So war es allgemeines Anliegen der Bündnisfreien sich den Konflikt der Supermächte nicht zu eigen zu machen und die Einordnung, oder vielmehr die Unterordnung in und unter die bipolare Welt zu vermeiden. 25 Das Forum das die non-alignment-Bewegung Staaten wie Indien oder Ägypten bot, so Sharan, erschien diesen geeignet um ihrem neu gewonnen Nationalismus Ausdruck zu verleihen und eine eigene, unabhängige Politik zu verfolgen. 26 Ihr Anliegen war es demnach, sich nicht gegen eine der Parteien sondern vielmehr gegen den Kalten Krieg als solchen zu positionieren. Mit dem Vehikel non-alignment konnte Indien zum einen seinen unabhängigen Status verteidigen und gleichzeitig politisches Prestige gewinnen. Indem sich Indien moralisch positionierte, konnte es vermeiden dies ideologisch zu tun und dennoch war non-
22 Vgl.Ganguly, Sumit: India: Policies, past and future,in : India and Pakistan - The first fifty years, Hrsg.:
Harrison, Selig S.: u.a., Cambridge University Press, Cambridge, 1999, S. 156.
23 Zins, Max-Jean: Cold War in South Asia: A Look at the British Archives on India, 1947-1971, in: India in the
Mirror of Foreign Diplomatic Archieves, Hrsg. Zins, Max-Jean/ Boquérat, Manohar, Neu Dehli, 2004, S. 82 f.
24 Vgl. Sharan, a.a.O., S. 152.
25 Vgl. Ebenda, S. 155 ff.
26 Vgl. Sharan, a.a.O., S. 156.
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Ullrich Müller, 2006, Indien und Pakistan – Zwei verfeindete Nationen im Kalten Krieg, München, GRIN Verlag GmbH
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