Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG. - 1 -
2 GRUNDLAGEN. - 2 -
2.1 Marktvolumen. - 2 -
2.2 Magisches Dreieck der Kapitalanlage - 3 -
2.3 Referenzzinssätze - 5 -
3 SPAR- UND ANLAGEFORMEN BEI BANKEN - 6 -
3.1 Tagesgeld - 6 -
3.2 Termingeld. - 7 -
3.3 Spareinlagen. - 8 -
3.4 Bausparer - 11 -
4 SCHLUSSBEMERKUNG. - 15 -
LITERATURVERZEICHNIS ..................................................................... - 16 -
- 1 - 1 Einleitung
Seit fast zwei Jahren steht schon die Finanzmarkt- bzw. (Welt-) Wirtschaftskrise im Mittelpunkt des wirtschaftlichen Tagesgeschehens. Deren Auswirkungen spüren alle Marktteilnehmer immer intensiver, jeder auf seine Art. Die Ertragskraft der deutschen Banken ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken und ein Wachstum ist, wenn überhaupt, im Moment nur gebremst möglich. 1 Die privaten Haushalte spüren die Krise z.B. durch Verluste aus Aktien und Fonds, steigenden Preisen oder zunehmenden Schwierigkeiten einen Kredit zubekommen. Deshalb rückt bei den privaten Haushalten die Krise und deren Auswirkungen immer mehr ins Bewusstsein bei der Frage: „Wie kann ich meine Ersparnisse in diesen Zeiten noch risikolos und zu guten Zinskonditionen anlegen?“.
In der Bundesrepublik Deutschland ist die Sicherheit der Anlageprodukte bei den Bundesbürgern seit einiger Zeit wieder oberstes Gebot - natürlich verstärkt unter dem Eindruck der Finanzmarktkrise. 2 So sind die Klassiker der Geldanlage heute wieder stark gefragt, wie z.B. das Sparbuch oder als Sonderform der Bausparer. Auch die Kreditinstitute reagieren auf diesen Trend und entwickeln ihre bisherigen Sparkontenformen weiter um in Zeiten knappen Geldes möglichst viele Anleger für ihr Haus zu gewinnen bzw. von der Konkurrenz abzuwerben.
Die vorliegende Arbeit soll einen ersten systematischen Überblick über die grundlegenden Spar- und Anlageformen bei Banken geben und stellt deswegen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im ersten Teil werden zunächst die Grundlagen definiert, welche auf das Marktvolumen eingehen, die drei Eckpfeiler der Kapitalanlage aufzeigen und die den Anlageprodukten zugrunde liegenden Referenzzinssätze kurz erläutern. Der zweite Abschnitt der Arbeit stellt einige ausgewählte Spar- und Anlageformen (Tagesgeld, Termingeld, Spareinlagen, Bausparer) bei Banken vor, geht auf deren Eigenarten ein und zeigt „Einsatzmöglichkeiten“ auf.
1 Vgl. Marlene Kück: „Die Krise im Bankensektor“, Berlin 2004, S. 47
2 Vgl. Postbank AG: „Anlagewelt - Das Magazin für SELECT-Kunden“, 01/2009, S. 7
- 2 - 2 Grundlagen
2.1 Marktvolumen
Im folgenden Abschnitt soll die Geldvermögenssituation bzw. -bildung der privaten Haushalte (incl. Organisationen ohne Erwerbszweck) dargestellt werden. Laut des Monatsberichts der deutschen Bundesbank vom Januar 2009 beträgt das Geldvermögen im zweiten Quartal 2008 1643,5 Mrd. Euro 3 in Bargeld und Einlagen (Sicht-, Termin- und Spardepositen). Dies entspricht einem Anstieg von rund 5% gegenüber dem gleichen Quartal 2007. Weiterhin ist ein leichter Anstieg (gegenüber dem Vorjahr) bis Ende 30. Juni 2008 bei den Rentenpapieren zu verzeichnen, welche einen Betrag von 396,5 Mrd. Euro 4 haben. Ansprüche aus Geldmarktpapieren, Aktien, Investmentzertifikaten, Pensionsrückstellungen sowie gegenüber
Versicherungen sind nahezu unverändert geblieben bzw. verbuchen einen leichten Rückgang. Saldiert man diese einzelnen Größen ist das Ergebnis das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte, welches im zweiten Quartal 2008 einen Betrag von 4563,9 Mrd. Euro 5 auswies.
Der Wert des Geldvermögens in Bargeld und Einlagen setzt sich aus folgenden Beträgen zusammen: Bargeld und Sichteinlagen: 647,8 Mrd. Euro 6 Termineinlagen: 359,7 Mrd. Euro 7 Spareinlagen (Sparbuch & Sparbrief): 636 Mrd. Euro 8
Laut des statistischen Bundesamtes ist zurzeit mehr als jeder dritte angelegte Euro (ca. 37%) in Termin und Spareinlagen zu finden. Dies ist auch Ausdruck der Finanzkrise, denn diese Form der Einlagen gewährt nicht
3 Monatsbericht Deutsche Bundesbank Januar 2009, S. 133
4 Siehe 3.
5 Siehe 3.
6 www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen. (Zugriff am 16.02.2009 um 15:33 Uhr)
7 Siehe 6.
8 Siehe 6.
- 3 - nurSicherheit sondern auch Transparenz und Verständlichkeit - was von (Kredit-) Derivaten nicht behauptet werden kann. 9
Diese Flucht in sichere, verständlichere und transparentere Termineinlagen macht auch folgende Grafik von der Postbank AG klar erkennbar:
Ebenso macht diesen Umstand die Netto-Sparquote deutlich, welche im Jahr 2008 bei rund 11,5% lag. Also eine Pro-Kopf-Ersparnis von ca. 1.800,-Euro. 11
2.2 Magisches Dreieck der Kapitalanlage
Bevor auf die drei Eckpfeiler der Kapitalanlage eingegangen wird, soll zunächst kurz der Unterschied zwischen dem Geld- und dem Kapitalmarkt genannt seien.
9 Postbank AG: „Anlagewelt - Das Magazin für SELECT-Kunden“, 01/2009, S. 7
10 www.plantor.de/wp-content/uploads/515_termingeld_postbank.jpg (Zugriff am 16.02.2009
um 8:05 Uhr)
11 Siehe 9.
- 4 - Aufdem Geldmarkt werden kurzfristige Geldanlagen gehandelt, um die Wirtschaft mit dem notwendigen Bestand an Zahlungsmitteln zu versorgen (Liquiditätsmanagement). Dem entgegengesetzt werden auf dem Kapitalmarkt langfristige Wertpapiere (mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten) gehandelt. Es werden sozusagen die Ersparnisse der Bevölkerung angeboten und von den Sektoren der Wirtschaft nachgefragt, um die zur Finanzierung von Investitionen benötigten Finanzmittel zu beschaffen. 12
Auf diesen beiden Märkten agieren eine Vielzahl von Wirtschaftssubjekten. Die Zentralbank(-en), Geschäftsbanken, Versicherungen, der Staat (Bund, Länder, Gemeinden), Unternehmen und private Haushalte. Jeder der einzelnen Akteure berücksichtigt bei seiner Kapitalanlage das „Magische Dreieck“ und verfolgt unterschiedliche Ansätze bestehend aus:
Es gibt nun unterschiedliche Neigungen und Einstellungen von privaten Haushalten zu diesen Punkten. Viele Sparer bevorzugen eine sichere Verzinsung, mit der sie ihre Erträge schon vorher genau berechnen können. Einige wollen dabei finanziell flexibel bleiben, um im Bedarfsfall schnell wieder über ihr Erspartes verfügen zu können. Andere wiederum möchten in Kombination mit einem soliden Basiszins dennoch von größeren Zins-Chancen profitieren. 13
Da meist die Erreichung eines der drei Ziele auf Kosten eines der anderen Ziele geht (z.B. führt eine schnellere Liquidierbarkeit zu sinkendem Zinssatz und damit zu sinkender Rendite), nennt man diese drei Komponenten „Magisches Dreieck der Kapitalanlage“. Es sollte also nach der Devise gehandelt werden: „So liquide wie nötig, so rentabel und sicher wie möglich“. Dieser Kompromiss muss immer auf der Basis unsicherer
12 Vgl. Baßeler, Heinrich, Utecht: „Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft“, Stuttgart
2002, S. 469 und 470
13 Postbank AG: „Anlagewelt - Das Magazin für SELECT-Kunden“, 01/2009, S. 7
Arbeit zitieren:
Dipl.-Betriebswirt (FH) Felix Merz, 2009, Finanzdienstleistungen für private Haushalte, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Bank, Börse, Versicherung: Finanzdienstleistungen für private Haushalte ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Bank, Börse, Versicherung: neuer Titel erschienen: Finanzdienstleistungen für private Haushalte
Felix Merz hat einen neuen Text hochgeladen
Markt- und nichtmarktmäßige Aktivitäten privater Haushalte
Mikrotheorie, Mikrodaten, Mikr...
Joachim Merz
Rechentraining für Finanzdienstleister 1
Altersvorsorge - Sparpläne - F...
Bernd W. Klöckner, Werner Dütting
0 Kommentare