Entwicklung , Gründung und Aufbau eines Windparks
Inhalt
1. Einleitung 4
2.1. Strukturelle-und Technische Voraussetzungen. 5
2.2. Planungsvoraussetzungen 6
2.3. Realisierung und Betrieb. 7
2.4. Besondere Problempunkte 8
2.5. Betriebswirtschaftliche Kosten 9
3. Bauteile der Windkraftanlage. 10
3.1. Das Fundament 10
3.2. Der Turm. 10
3.3. Die Gondel 11
3.4. Der Rotor 11
3.5. Die Blätter. 11
3.6. Die Nabe. 12
3.7. Der Triebstrang. 12
4. Transport und Aufbau 13
4.1. Transport 13
4.2. Ablauf des Aufbaus. 13
5. Netzeinspeisung 14
5.1. Dänisches Konzept 14
5.2. Erweitertes dänisches Konzept (Asynchronkonzept) 14
5.3. Synchronkonzept. 15
6. Errichtung eines Windparks 15
7. Entwicklung 16
7.1. Nachhaltigkeit 16
7.1.1. Definition 16
7.1.2. Nachhaltigkeitsentwicklung 17
7.2. Entwicklung von Windkraftanlagen 17
7.2.1. Repowering. 17
7.2.2. Entwicklung von Onshore- zu Offshore Anlagen 19
8. Staatliche Förderung von Windkraftanlagen 21
9. Vorstellung zweier Firmenprofile. 22
2
Entwicklung , Gründung und Aufbau eines Windparks
9.1. Vestas 22
9.2. Nordex. 23
10. Vorstellung zweier Windparks 24
10.1. Deutschlands größter Windpark 24
10.2. Ausländischer Windpark 24
11. Fazit. 25
3
Entwicklung, Gründung und Aufbau eines Windparks
1. Einleitung
Seit Beginn der 80’er Jahre konnte man einen Boom in der Nutzung der Windenergie verzeichnen. Es wurden damals jedoch nur einzelne Windkraftanlagen in der Nähe von windreichen Regionen und Küsten-und Gebirgsgebieten aufgebaut. Heutzutage werden Windparks als Standorte für den Aufbau von Windkraftanlagen genutzt, indem mehrere Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe aufgestellt, logistisch verbunden und zu ganzen Windparks zusammengefasst werden. Diese Vereinigung von mehreren Windkraftanlagen zu ganzen Windparks bringt natürlich logistische Vorteile wie bei der Wartung der Anlagen, oder die geringere negative Beeinflussung der Landschaften der betroffenen Regionen. In der heutigen Zeit geht der Trend sogar dahin, Windparks auf der offenen See zu bauen. Bei der Errichtung von sogenannten Offshore-Windparks ergeben sich natürlich wieder erhebliche Vorteile im Gegensatz zu Onshore-Windparks (vgl. http://www.solarenergie-windenergie.de/wind/windenergie-in-der-praxis-windparks-als-standorte-fur-denaufbau-von-windkraftanlagen.php, 12.10.2009).Gründung
Um die erfolgreiche Gründung eines Windparks sicherzustellen, bedarf es zahlreicher Planungsschritte, die im Vorfeld natürlich geklärt werden müssen. Ich möchte in diesem Abschnitt lediglich einmal kurz die wesentlichen Planungspunkte ansprechen, welche ich dann im Folgenden genauer erläutern werde.
Bei der Planung eines Windparks kommt es als erstes auf die Bewertung des Windenergieprojektes- bzw. Konzeptes an, wie z.B. die Anforderungen, das Budget und die Zielprioritäten. Es folgt die geeignete Standortwahl, dabei bedarf es behördlicher Auflagen, es muss auf lokale politische Rahmenbedingungen geachtet werden, wie auch auf die Wetterbedingungen, die Infrastruktur und die Zugänglichkeit vor Ort. Bei der darauf folgenden Windenergieanlagenwahl kommt es auf die individuellen Bedingungen und Anforderungen an. Daraufhin wird der Standort vorbereitet, der Windpark installiert und in Betrieb genommen. Auch die Überwachung des Windparks sowie die Wartung und Instandhaltung der Windenergieanlage während der gesamten Lebensdauer muss bei der Planung beachtet werden, um einen optimalen Betrieb mit möglichst geringen Ausfällen zu gewährleisten (vgl.
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http://www.vestas.com/de/de/windenergiel%C3%B6sungen/planungsschritte.aspx, 12.10.2009).
2.1. Strukturelle-und Technische Voraussetzungen
Bei der Planung eines Windparks wird das gesamte Projekt in mehrere Aufgabenbereiche gegliedert.
Als erstes wird eine Standortanalyse vorgenommen, bei der darauf geachtet werden muss, dass die lokalen Rahmenbedingungen des Standortes erfüllt werden. Mindestabstände von der Windkraftanlage zu Häusern in Bezug auf die Nachbarschaft, Straßen, Naturschutzgebiete, Gewässer und Wälder spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Abstände sind abhängig von der Höhe der Windkraftanlage, noch dazu sind die gesetzlichen Vorgaben für die Abstände von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Zusätzlich gibt es einzuhaltende Werte für Schattenwurf und Schallimmission, auf die ich aber später noch eingehen werde. Darüber hinaus ist auch auf Flugplätze, Militärstützpunkte, Radarzonen oder sogar Denkmalgebiete zu achten. Der Erreichbarkeit kommt ebenfalls eine wichtige Rolle zu, damit die Infrastruktur geregelt ist und somit LKW, Kräne und sonstige Fahrzeuge zum Errichtungsstandort gelangen können. Sehr wichtig ist natürlich auch die Netzanbindung des Windparks, um die Energieeinspeisung der Windkraftanlagen sicherzustellen. Energieeinspeisung bedeutet, dass die Windkraftanlage ihre erzeugte Energie in das Stromnetz einspeist bzw. abgibt. Voraussetzung dafür ist, dass eine regionale oder überregionale Verteilungsnetzlinie in unmittelbarer Nähe des Windparks zu finden ist. Weiterhin sind die Möglichkeiten der Fundamentierung zu prüfen, d.h. es sind Bodengutachten nötig, die über die Sicherheit der Windkraftanlage und die Dimensionierung des Fundaments Aufschluss geben. Mit der Verfügbarkeit des Netzes sowie des Zuganges kann schon mal eine erste kleine Prognose über die zu installierende Leistung abgegeben werden.
Nun ist ein sogenanntes Micrositing notwendig, also eine Abschätzung der Windverhältnisse und die optimierte Anpassung der Windkraftanlagen an die Bedingungen des Standortes. Die Abschätzung der Windverhältnisse ist von äußerster Bedeutung, da schon eine geringe Fehlabschätzung der Windgeschwindigkeit eine höhere Minderleistung der gesamten Anlage zur Folge hat. Um eine genaue Abschätzung der Windverhältnisse zu erreichen, sollten ermittelte Winddaten über Geschwindigkeit, Häufigkeit oder Windrichtung herangezogen werden, die aus
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Wetterstationen, einem Windatlas oder eigenen Messungen stammen können. Außerdem ist eine Überprüfung der Geländetopografie, der Bodenrauigkeit sowie der Bodenhindernisse für eine sorgfältige Ermittlung des Einflusses auf die Windverhältnisse unabdingbar
(vgl. http://www.wind-energie.de/de/technik/projekte%5Cplanung/, 12.10.2009).
2.2. Planungsvoraussetzungen
Nach den vorangegangen Ermittlungen können nun potentielle Windkraftanlagen miteinander verglichen werden. Um den passenden Hersteller und die passende Anlage für das Projekt zu finden, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Liefermöglichkeiten der Hersteller festzustellen. Als nächster Schritt sollte die installierte Leistung und der Energieertrag abgeschätzt werden. Die installierte Leistung, welche ihren Ausdruck in der Anzahl und Größe der Windkraftanlagen findet, ist abhängig von der Fläche, der Finanzierung sowie dem Netzzugang, wohingegen der Energieertrag der Anlagen von den lokalen Windverhältnissen abhängt. Es können darüber hinaus die Gesamtkosten, also die Investitions-und Betriebskosten, berechnet werden, worauf ich später noch näher eingehen werde. Auch die Finanzierungsalternativen müssen geklärt werden. Wird Eigen- oder Fremdkapital eingesetzt, werden Kredite herangezogen, soll eine Betreibergesellschaft gegründet werden, oder wird das Projekt durch einen Privatinvestor finanziert? Ein Investitions-, Finanzierungs- sowie Liquiditätsplan stellen zusammen alle wichtigen finanziellen Aspekte einer Investition dar. Bezüglich der Finanzierung des gesamten Windparkprojektes sind grundsätzlich eigene liquide Mittel in Höhe von ca. 20-30% der Investitionssumme notwendig. Investitionszuschüsse sind mittlerweile eher selten. Fremdfinanzierungen basieren weitestgehend auf beantragten Darlehen, diese können beispielsweise eingeholt werden aus dem Europäischen Umweltprogramm (ERP), aus der deutschen Ausgleichsbank (DtA) oder aus der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Kreditanträge werden über ein Kreditinstitut eingereicht, dieses haftet dann gegenüber der Dta oder der KfW für das wirtschaftliche- und finanzielle Risiko. Durch Sicherungsübereignungen der Windparks, der Abtretung von Erlösen aus der Energieeinspeisung oder Versicherungsleistungen werden diese Kredite dann abgesichert (vgl. http://www.energieroute.de/wind/wind3.php, 18.10.2009). Nachdem man nun die Energieerträge und die Gesamtkosten der verschiedenen
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Windkraftanlagen verglichen hat, wird als nächstes die zu installierende Windkraftanlage konkret ausgewählt. Daraufhin kommt es zum Entwurf des Windparklayouts. Die gesamte Infrastruktur des Parks, also die Anlagen, die Straßen, die Kräne und die Stationen werden optimal auf dem Baugelände angeordnet, noch dazu ist der Windparkeffekt zu berücksichtigen, d.h. die Einflüsse der Windkraftanlagen untereinander (vgl. http://www.wind-energie.de/de/technik/projekte%5Cplanung/, 13.10.2009).
2.3. Realisierung und Betrieb
Um das ganze Windparkprojekt zu realisieren bedarf es zahlreicher Genehmigungen. Diese müssen für die Errichtung des Windparks beantragt werden, zusätzlich bedarf es der Einhaltung mehrerer Gesetze. Die Genehmigungsinstanzen können der Bund, die Bundesländer oder die Gemeinden sein. Es geht dabei beispielweise um Baugenehmigungen, Höhenbegrenzungen oder Abstandregelungen. Auch die Verträge hinsichtlich Finanzierung, Einspeisung und Kauf müssen von allen Projektbeteiligten unterschrieben und abgesegnet werden. Ist dies getan, ist das Projekt durchgebracht und es kann mit dem Transport und Aufbau begonnen werden.
Nach der Transport-und Aufbauphase wird der Windpark in Betrieb genommen, die erzeugte Energie bzw. der erzeugte Strom wird über Verteilungsnetzlinien in das öffentliche Netz eingespeist. Während der Betriebszeit werden natürlich Reparaturen und Wartungen notwendig, die in der finanziellen Planung mit eingeschlossen werden müssen. Auch der Rück- bzw. Abbau des Windparks sollte in der Gründungsplanung geklärt worden sein, da dann auch die Möglichkeit des Repowerings (vgl. http://www.wind-energie.de/de/themen/repowering/: „Repowering meint den Ersatz von älteren Windenergie-Anlagen der ersten Generation durch neue, leistungsstärkere Maschinen. Ziel ist eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Standorte, die Erhöhung der installierten Leistung bei gleichzeitiger Reduktion der Anzahl der Anlagen.“, 13.10.2009) besteht (vgl. http://www.wind-energie.de/de/technik/projekte%5Cplanung/, 13.10.2009).
Arbeit zitieren:
Oliver Ulrich, Patrick Kevin McGibney, 2009, Entwicklung, Gründung und Aufbau von Windparks, München, GRIN Verlag GmbH
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