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Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 3
2. Begriffe und Definitionen 4
2.1. Sportmotorische Testverfahren 4
2.2. Testgütekriterien 4
3. Auswahl und Durchführung des „Deutschen Motorik-Tests 6-18“
5
3.1. Auswahlkriterien des Testverfahrens 5
3.2. Vorstellung und Beschreibung 5
3.3. Durchführung des „Deutschen Motorik-Tests 6-18“
8
4. Auswertung und Interpretation der erhaltenen Daten 10
4.1. Ordnen und Darstellen der Messwerte durch Normierung 10
4.2. Erstellung der Testprofile und Bildung der Gesamtwerte 11
4.3. Analyse der Testprofile 12
4.3.1. Vergleich der männlichen-und weiblichen Probanden 12
4.3.2. Vergleich des vereinslosen Probanden mit den Vereinsmitgliedern 13
4.3.3. Vergleich verschiedener Testprofile 13
5. Résumé 15
6. Anhang 16
7. Literaturverzeichnis 17
8. Abbildungsverzeichnis 18
- 3 - 1.Vorwort
Die Optimierung der sportlichen Leistungsfähigkeit ist kein geradliniger Prozess, sondern erfolgt durch einen ständigen Wechsel von Diagnose und Verhaltensänderung. Hierbei bauen die einzelnen Entscheidungen zur Änderung des Trainings auf den Ergebnissen der vorhergehenden Diagnose auf. Daher ist die Kenntnis verschiedener In-formationen zum Leistungsstand des Trainierenden und zur Wirkung von Trainingsmaßnahmen eine Grundvoraussetzung zur Ermöglichung eines systematischen und planmäßigen Trainings. Außerdem sollte die Bewertung des absolvierten Trainings nicht nur mittels der Ergebnisse aus der Wettkampfperiode erfolgen, sondern auch mit Hilfe von bereits in den vorangehenden Etappen der sportlichen Entwicklung definierten Zwischenzielen, die einer regelmäßigen Prüfung unterliegen müssen. Diese komplexen Vorgänge der Planung, der zielorientierten Durchführung sowie der Überprüfung und Auswertung des Trainings, einschließlich der daraus möglicherweise resultierenden Korrekturen des Trainingsplans, werden in der Sportwissenschaft als Trainingssteuerung bezeichnet.
Nachdem Änderungen im Trainingsplan nicht nur von den subjektiven Beobachtungen von Trainer und Athlet abhängen sollten, werden hierfür objektive Leistungskontrollen benötigt. Als Leistungskontrolle wird dabei „das Erfassen von Leistungen einzelner Sportler durch Messen, Zählen, Beobachten und Bewerten in einer Sportart oder Sportdisziplin mit dem Ziel, die Trainingswirkung einzelner Belastungen oder den Trainings-zustand eines einzelnen Sportlers festzustellen“ (Harre 1976, 24) bezeichnet. Diese Forderung nach einem Leistungskontrollverfahren, welches objektive Informationen zum gegenwärtigen Leistungsstand und zur Wirkung von Trainingsmaßnahmen eines Sportlers liefert, auf Grund derer der Trainingsplan festgelegt und gegebenenfalls korrigiert wird, wird im Besonderen von sportmotorischen Testverfahren erfüllt (vgl. Neumaier 1983, 11ff.).
- 4 - 2.Begriffe und Definitionen
2.1. Sportmotorisches Testverfahren
„Ein sportmotorischer Test (SMT) ist ein unter standardisierten Bedingungen durchführbares Routineverfahren zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch abgrenzbarer Merkmale des individuellen sportmotorischen Fähigkeits- und Fertigkeitsniveaus. Das Testergebnis soll eine möglichst quantitative Aussage über den relativen Grad der individuellen (oder gruppenspezifischen) Merkmalsausprägung zulassen“ (Neumaier 1983, 27).
2.2. Testgütekriterien
Wie jede wissenschaftliche Messmethode muss auch ein sportmotorisches Testverfahren bestimmten Gütekriterien genügen. Hierbei unterscheidet man die Hauptgütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität und die Nebengütekriterien Ökonomie, Normierung und Nützlichkeit. Die Objektivität beschreibt den „Grad der Unabhängigkeit der Testergebnisse gegenüber Einflüssen seitens des Testleiters, Auswerters und Beurteilers“ (Neumaier 1983, 151). Unter der Reliabilität eines Testes versteht man den „Grad der Genauigkeit, mit dem er ein bestimmtes Persönlichkeits- oder Verhaltensmerkmal misst, gleichgültig, ob er dieses Merkmal auch zu messen beansprucht“ (Lienert 1969, 14). Im Gegensatz dazu gibt die Validität „den Grad der Genauigkeit an, mit dem der Test dasjenige Merkmal, das gemessen werden soll, auch tatsächlich misst“ (Lienert 1969, 16ff. u. 255ff.).
Ein Test gilt als ökonomisch, wenn er eine kurze Durchführungszeit benötigt, wenig Testmaterial und Geräteaufwand verlangt, einfach zu handhaben ist, als Gruppentest durchgeführt werden kann und ohne größeren Rechenaufwand auswertbar ist (vgl. Neumaier 1983, 191). Liegen Angaben zur Einordnung der Testergebnisse vor, beispielsweise Vergleichsdaten aus empirischen Studien, so gilt der Test als normiert. Nützlichkeit bedeutet bei einem sportmotorischer Test, dass er eine sportmotorische Fähigkeit oder Fertigkeit misst, für deren Kenntnis ein praktisches Bedürfnis besteht und die nicht mit anderen Testverfahren besser untersucht werden könnte.
- 5 - 3.Auswahl und Durchführung des „Deutschen Motorik Tests“
3.1. Auswahlkriterien des Testverfahrens
Bei der Auswahl des geeigneten Testverfahrens war neben den oben erwähnten Hauptgütekriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität im Besonderen das Nebengütekriterium der Ökonomie von großer Wichtigkeit, da im Schulunterricht naturgemäß nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen und die Testdurchführung innerhalb von 90 Minuten ablaufen sollte. Bei allen in Frage kommenden sportmotorischen Tests mussten daher einige Übungen zwecks Durchführbarkeit gestrichen werden. Unter den zur Verfügung stehenden sportmotorischen Tests erfüllt besonders der „Deutsche Motorik-Test 6-18“ in vielerlei Hinsicht diese Kriterien:
So wurden sowohl eigene Studien als auch Expertenbefragungen zur Überprüfung der teststatistischen Hauptgütekriterien für den „Deutschen Motorik-Test 6-18“ durchgeführt, die in ihrer Gesamtheit einen hohen Grad an Testgüte und Praktikabilität belegen (vgl. Bös 2009, 41ff.). Außerdem benötigt der „Deutsche Motorik-Test 6-18“ eine rela- tivkurze Durchführungszeit, ist als Gruppentest durchführbar und einfach verständlich, verlangt wenig Testmaterial und Geräteaufwand und kann ohne größeren Rechenauf-wand ausgewertet werden, so dass ein hoher Grad an Ökonomie erreicht wird.
3.2. Vorstellung und Beschreibung
Der „Deutsche Motorik-Test 6-18“ wurde vom ad-hoc-Ausschuss der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, in der sieben renommierte Experten verschiedener sportwissenschaftlicher Teildisziplinen vertreten waren, unter der Leitung von Prof. Dr. Bös erstellt. Die Testbatterie, die aus sieben Testaufgaben besteht, ermöglicht es, die motorischen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit zu messen, die zusammenfassend als körperliche Leistungsfähigkeit bezeichnet werden. Hierbei erfolgt die Überprüfung dieser Fähigkeiten mittels einfachstrukturierter motorischer Fertigkeiten wie z.B. Laufen oder Springen, wobei sportartenspezifische Fertigkeiten (z.B. Ball spielen, Schwimmen, Turnen) ausgeklammert werden. Somit ermöglicht der Test das Messen des aktuellen Leistungsstandes und eignet sich zur Beschrei- bung von Leistungsveränderungen (vgl. Bös 2009, 11).
Arbeit zitieren:
Christopher Langhans, 2010, Der sportmotorische Test: praktische Anwendung und statistische Auswertung, München, GRIN Verlag GmbH
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