Einleitung 3
Kapitel I - Grundbegriffe 4
I.1 Freihandel und Freihandelszone 4
I.2 Protektionismus 5
I.3 Zölle 5
I.4 Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) 6
Kapitel II - Die Nachkriegssituation in Europa 6
II.1 Die North Atlantic Treaty Organization (NATO) 8
II.2 Der Warschauer Pakt (WVO) 9
II.3 Die Westeuropäische Union (WEU) 10
Kapitel III - Die Entstehung der Europäischen Gemeinschaften 11
III.1 Der Beginn des Integrationsprozesses (1951-58) 11
III.2 Die Übergangszeit (1958-69) 12
III.3 Ansätze zur Politikintegration und erste Erweiterung (1970-80) 12
III.4 Die Vertiefung und die zweite Erweiterung der EG (1989-90) 13
Kapitel IV - Die European Free Trade Association (EFTA) 14
IV.1 Die Stockholmer Konvention 15
IV.2 Die Ziele der EFTA 16
IV.3 EFTA - Warum? 17
Kapitel V - Die besondere Rolle Frankreichs 18
V.1 De Gaulles Erbe 18
Zusammenfassung 20
Quellen - und Literaturnachweis 22
2
Einleitung
Die europäische Integration ist auch dieser Tage wieder ein großes Thema. Derzeit wird über die Öffnung des Arbeitsmarktes für Bürger aus den östlichen Mitgliedsstaaten der EU diskutiert. Es wird viel über die Vor- und Nachteile, über Gefahren und Risiken und über die Auswirkungen auf die ökonomische Strukturen der Zuwanderungs- und Abwanderungsstaaten gesprochen. Der Startschuss für die Arbeitnehmerfreizügigkeit fällt am 01. Mai 2011.
Niemand kann vorhersagen ob es zu einer Bewegung der Arbeitnehmer aus den Mitgliedsstaaten kommt und wenn ja in welchen Dimensionen. Die Voraussetzungen sind durch die entsprechenden Gremien der Europäischen Union (EU) geschaffen worden. Doch auch heutzutage wird dieser Schritt des Integrationsprozesses mit Argwohn betrachtet. Dies geschieht teils aus Informationsmangel, Angst und Skepsis wie auch einer gewissen Machtlosigkeit, wenn denn der Ball ins Rollen gebracht wurde und die nachfolgenden Ereignisse scheinbar wenig beeinflussbar sind. Begonnen hat dieser europäische Integrationsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg. Man hatte aus den Fehlern gelernt, die nach dem Ersten Weltkrieg gemacht wurden. Deutschland wurde vormals in die Isolation gedrängt und mit Reparationen belegt worden, die nicht bezahlbar waren um die Wirtschaft des Landes klein zu halten. Aufgrund dieser Situation und einiger anderer Ereignisse wie zum Beispiel der Weltwirtschaftskrise von 1929 keimte ein neuer Nationalismus in Deutschland auf. Adolf Hitler führte Deutschland und Europa mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in eine soziale wie auch ökonomische Katastrophe, deren Folgen bis in die 1970er Jahre auf Westblockseite ökonomisch und bis in die 1990er Jahre auf gesamteuropäischer Seite politisch durch den Kalten Krieg spürbar waren.
Doch wie kam es zu diesem Prozess der Europa heute so geschlossen erscheinen lässt, trotz verschiedener Differenzen? Wie konnte die Einung Europas erfolgen und die paneuropäische Idee von Richard Nikolaus von Coudenhove-Kalergi, wenn auch anders im Aufbau, erfolgen? Wie entwickelten sich neue Wirtschaftsbeziehungen nach den einschneidenden Erlebnissen der vorangegangen Jahre?
In dieser Arbeit soll als Teil des Integrationsprozesses die European Free Trade Association (EFTA) in ihrer Entwicklung gegenüber der Betrachtung der Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften (EG). Im ersten Kapitel werden Grundbegriffe erläutert, die zum Verständnis von Handel und Freihandel dienen. Das Kapitel II
3
beschreibt die Situation in Europa allgemein und im Kapitel III wird die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften dargestellt, mit besonderem Augenmerk auf die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). In ähnlicher Weise beschäftigen sich Kapitel IV der Entstehung der EFTA . Das Kapitel V soll Auskünfte über die wesentlichen die besondere Rolle Frankreichs in der Europapolitik unter Charles de geben.
Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen und der aktuellen Situation.
Damit die Unterschiede zwischen EWG und EFTA besser verstanden werden können und die damit einhergehenden Prinzipien, ist es wichtig einige Grundbegriffe zu erklären. Es werden im Folgenden also die Begriffe Freihandel und Freihandelszone, Protektionismus, Zölle und der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) dargestellt.
I.1 Freihandel und Freihandelszone
Der Freihandel ist ein Grundsatz des Liberalismus und besagt im Kern, dass „[...]der Wohlstand aller Länder am größten ist, wenn staatliche Beschränkungen des internationalen Handels beseitigt sind[...].“ 1 Der Güteraustausch ist also weder mit Zöllen, nicht tarifären Handelshemmnissen oder Devisenbewirtschaftung belegt. Zu den nicht tarifären Handelshemmnissen zählen die Lohnkosten, welche die Produktionskosten maßgeblich beeinflussen. Devisenbewirtschaftung bezeichnet die Beschränkung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs durch Mengenbegrenzung oder Zwecke. Laut den Prinzipien des Liberalismus kann nur ein unbehinderter Handelsverkehr und freier Wettbewerb zu optimalen Ergebnissen für und zwischen den Volkswirtschaften entstehen. Der Markt soll sich von selbst regulieren und die Beeinflussung des Marktes durch Akteure soll unterbleiben.
1 Pollert, Achim; Kirchner, Bernd; Polzin, Javier Morato: Das Lexikon der Wirtschaft. Grundlegendes
Wissen von A bis Z. Bd. 1022, aktualisierte Aufl.; Bonn (2009): Bundeszentrale für politische
Bildung; S. 225.
4
Inder Praxis führt dies zum Beispiel zu Freihandelsabkommen oder anderen Formen wie einer Wirtschafts- und Währungsunion. Als Beispiel für eine Wirtschafts- und Währungsunion dient natürlich die Europäische Union (EU) seit der Einführung des Euro am 01. Januar 2002.
In einer Freihandelszone schließen sich mehrere Staaten zu einem einheitlichen Zollgebiet zusammen. Verschiedene Volkswirtschaften werden auf regionaler Ebene integriert. Beispiele hierfür sind die European Free Trade Association (EFTA) und das North American Free Trade Agreement (NAFTA). Die Binnenzölle innerhalb dieser Zone, sowie Mengenbeschränkungen werden schrittweise abgebaut. Allerdings können die Außenzölle von jedem Mitglied souverän geregelt werden.
I.2 Protektionismus
Beim Protektionismus greift der Staat als Akteur in den Handelsablauf ein um inländische Erzeuger und Waren vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Als protektionistische Maßnahmen wertet man alle Formen von Handelshemmnissen wie Zölle, Mengenbeschränkungen und Devisenbewirtschaftung. Ein Ziel des Protektionismus kann der Schutz eines neuen Industriezweiges sein. Als Beispiel kann hier das protektionistische Verhalten Großbritanniens zu Zeiten der industriellen Revolution angeführt werden.
Wie aus den Erklärungen zu entnehmen ist, stehen sich Freihandel und Protektionismus gegenüber.
I.3 Zölle
Als Zoll oder Zölle werden Abgaben an einen Staat bezeichnet, „[...] die beim Übergang über die Zollgrenze oder eines Zollgebietes zu entrichten sind.“ 2 Früher sollten Zölle in erster Linie als Einnahmequelle für den Staat dienen.
Man spricht hier von Finanzzöllen. Gleichwohl konnte die Wirtschaftsstruktur mit Hilfe von Schutzzöllen entsprechend beeinflusst werden. Zölle werden nach der Art der Warenbewegung unterschieden. Dabei wird nochmals zwischen Mengenzoll (Stückzahl, Gewicht, Länge), auch spezifischer Toll genannt und nach Wertzoll (Handelswert) Der Zoll ist eine indirekte Steuer, also ein tarifäres Handelshemmnis und ist nur auf Importgüter zu entrichten.
2 Pollert, Achim; Kirchner, Bernd; Polzin, Javier Morato: Das Lexikon der Wirtschaft. Grundlegendes
Wissen von A bis Z. Bd. 1022, aktualisierte Aufl.; Bonn (2009): Bundeszentrale für politische
Bildung,; S. 249.
5
I.4 Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR)
Der vertraglich vereinbarte Zusammenschluss von EFTA und EU zum europäischen Binnenmarkt wird als Europäischer Wirtschaftsraum bezeichnet. Dieser Vertrag ist seit dem 01. Januar 1994 in Kraft. Die drei EFTA-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein (seit 01. Mai 1995) und 15 EU-Staaten bilden den EWR. Daher gelten die 'Vier Freiheiten' des Europäischen Binnenmarktes auch für die EFTA-Mitglieder. Diese Freiheiten sind Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrsfreiheit. Desweiteren gibt es eine Kooperation in den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Umwelt, Verbraucher- und Sozialpolitik. Außenhandelsbeziehungen, Regionalpolitik und Landwirtschaft werden weiterhin differenziert in EU und EFTA behandelt. Einerseits sind an die Unterschiede zwischen EU und EFTA an den Arbeitsbereichen erkennbar und andererseits kann man daran auch den Fortschritt des Europäischen Integrationsprozesses ablesen.
Doch wie dieser Fortschritt vonstattenging wird nun in den nächsten Kapiteln aufgezeigt beginnend mit der EWG.
Wie in der Einleitung bereits kurz angedeutet war die Situation in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg katastrophal. Große Teile Europas lagen in Schutt und Asche und das Misstrauen der Westalliierten Frankreich, Großbritannien und der USA gegenüber dem Bündnispartner UdSSR wuchs. Das Bündnis der Alliierten hielt nur solange, wie der gemeinsame Feind Deutschland unter Adolf Hitler noch nicht besiegt war. Nach der Kapitulation Deutschlands am 07. Mai 1945 in Reims und der Beendigung des Krieges in Europa kam es zu erneuten Problemen. Die Beschlüsse der Konferenz von Jalta sollten nun umgesetzt werden und an der Verteilung der Zonen ließ sich eine erste Tendenz erkennen, der schrittweise Beginn des Ost-West-Konflikts. Trotz allem war die Furcht der Westmächte, besonders der USA vor dem Kommunismus sehr groß. Aus dieser Angst resultierte das 'long-telegram' von George F. Kennan und die Truman-Doktrin. Diese Einstellung belasteten die Verhandlungen zwischen den USA und der UdSSR sehr und somit den Wiederaufbau Europas. Am 05. Juni 1947 stellt der amerikanische Außenminister George C. Marshall das European
6
Arbeit zitieren:
Alexander Reden, 2011, Der europäische Integrationsprozess am Beispiel der EFTA, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geschichte - Weltgeschichte - Moderne Geschichte: Der europäische Integrationsprozess am Beispiel der EFTA ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Geschichte - Weltgeschichte - Moderne Geschichte: neuer Titel erschienen: Der europäische Integrationsprozess am Beispiel der EFTA
Alexander Reden hat einen neuen Text hochgeladen
Die NATO im Kalten Krieg 1949-1975 Band 1
Die Geschichte des Nordatlanti...
Lothar Schröter, Verena Gajewski
Die NATO im Kalten Krieg 1979-1991 Band 2
Die Geschichte des Nordatlanti...
Lothar Schröter, Verena Gajewski
Studien zum Kalten Krieg 4
Bernd Greiner, Christian Th. Müller, Claudia Weber, Felix Kurz
Der Drahtzieher. Vernon Walters - ein Geheimdienstgeneral des Kalten K...
Klaus Eichner, Ernst Langrock
0 Kommentare