Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung - Intention und Aufbau der Hausarbeit 2
II. Handlungsorientierte Kartenarbeit im Geschichtsunterricht 3
Der Alexanderzug
1. Hellenismus 3
2. Alexanders Feldzug 4
a) Die Ausgangslage
b) Der Feldzug
Handlungsorientierung und Kartenarbeit
1. Handlungsorientierung 6
a) Begründungen
b) Merkmale und Möglichkeiten
c) Grenzen und Probleme
2. Kartenarbeit im Geschichtsunterricht. 11
Fachdidaktische Ausarbeitung
1. Lehrplanbezug und didaktisches Potential des Themas 12
2. Umsetzungsvorschlag für den Unterricht. 13
III. Fazit - Handlungsorientierung und Kartenarbeit als Chance 16
Anhang 17
1. Literaturverzeichnis
I. Einleitung - Intention und Aufbau der Hausarbeit
„Denken und Tun, Tun und Denken, das ist die Summe aller Weisheit, […]“ 1 . Schon Goethe betonte die Wichtigkeit der Interdependenz zwischen dem menschlichen Denken und dem praktischen Tun. Nur wenn man eine Vorstellung vom Handeln hat, kann man das Handeln auch in die Praxis umsetzen und somit mit entsprechender Weisheit handeln. Der Mensch erschließt sich seine Welt also durch kognitive Prozesse und dem anschließenden realen Handeln.
Ähnlich sollte es sich auch in der Schule verhalten. Dies fordern zumindest Vertreter der neuen Lernkultur. Denn für sie ist eines der Grundpostulate die Handlungsorientierung im Unterricht. Schüler sollten also nicht nur eine passive Rolle im Unterricht übernehmen, sondern aktiv Aufgaben übernehmen und Probleme selbst und eigenständig erarbeiten. Das wäre insofern schon wichtig, als dass rein deklaratives Wissen für die spätere Berufslaufbahn wenig Bedeutung hat. Vielmehr benötigt es entsprechendes prozedurales Wissen, also Wissen das auf Handlungsabläufe zielt, um gewisse Kompetenzen und Schlüsselqualifikation zu erlangen. Diese Forderung kann dementsprechend in verschiedenen Situationen im Geschichtsunterricht realisiert werden. Dabei kann beispielsweise die Arbeit mit historischen Quellen oder mit modernen Medien im Vordergrund stehen. Eine andere Möglichkeit ist die Arbeit mit historischen Karten. Denn Kartenarbeit im Geschichtsunterricht ist in den letzten Jahren leider immer mehr zur Ausnahme geworden. Grund dafür ist zumeist die fehlende Kompetenz bei Schülern und Lehrern mit Karten sach-und schülergerecht umzugehen.
Daher kann es sinnvoll sein, das Unterrichtsprinzip Handlungsorientierung mit der Kartenarbeit zu verbinden. Die folgende Arbeit soll aufzeigen, wie handlungsorientierter Geschichtsunterricht mit aktiver Kartenarbeit stattfinden kann. Dazu wurde das Thema „Alexander der Große und sein Feldzug“ gewählt, dass sich durch seine geographischen Ausprägungen hervorragend für eine Arbeit mit Karten eignet. Dazu soll zunächst ein fachwissenschaftlicher Überblick über Alexanders Feldzug gegeben werden, um dann nach der fachdidaktischen Analyse des Themas Handlungsorientierung und Kartenarbeit einen Umsetzungsvorschlag für eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit im Fach Geschichte zu aufzuzeigen.
1 Goethe: Denken und Tun
II. Handlungsorientierte Kartenarbeit im Geschichtsunterricht
Der Alexanderzug
1. Der Hellenismus
Die politische Herrschaft Alexanders kann der Epoche des Hellenismus zugeordnet werden. Diese Zeit zwischen 336 bis 30 v. Chr. war vor allem eine Zeit von griechischer Expansion und der Synthese der griechischen mit der orientalischen Kultur als Folge der Eroberung des Perserreichs durch Alexander dem Großen. 2
Der Anfang des Hellenismus kann grob mit dem Regierungsantritt Alexanders gleichgesetzt werden. Zwar zeichneten sich schon in den Jahren zuvor eine stark expansive Phase und Akkulturation Griechenlands mit Staaten aus Kleinasien ab, jedoch begann die entscheidende Phase der Expansion erst mit Alexanders Feldzugideen. Dabei ist aber zu beachten, dass es sich beim Hellenismus nicht nur um eine bloße Übernahme griechischer Kultur handelte. Vielmehr entwickelte sich durch Akkulturation verschiedener Kleinstaaten eine neue Kultur, die Richtung Osten und selbst auf den Westen zurückwirkte. Diese Kultur lebte von Literatur, Religion und Kunst. Stadtgründungen, wie die Gründung von Alexandria, schufen kulturelle Hochburgen, die auch von dem florierenden Welthandel profitierten. Größen, wie Euklid, Archimedes und Heron von Alexandria bestimmten die Wissenschaft. 3 Der Hellenismus ist also vor allem ein kulturelles Phänomen, das nicht unbedingt mit einem genauen Zeitpunkt als beendet gilt. Die kulturellen Prozesse halten demnach weit in die römische Kaiserzeit hinein an. Allerdings erfuhr die hellenistische Staatenwelt immense Rückschläge, so dass der eigentliche Hellenismus mit dem Eingliedern Ägyptens in das römische Imperium als beendet angesehen werden kann. Die Wirkung, die der Hellenismus und vor allem auch die Eroberungszüge Alexanders, hinterlassen haben, darf aber nicht unterschätzt werden. Denn letztendlich griff auch das römische Imperium auf die Kultur der alten Griechen zurück. 4
2 Vgl. Gehrke 2006, S. 195
3 Vgl. MSN Encarta: Hellenismus
4 Vgl. Gehrke 2006, S. 197
2. Alexanders Feldzug
a) Die Ausgangslage
Der Aufstieg Alexanders und dessen Feldzug war eines der einschneidenden Ereignisse im antiken Griechenland. Dabei war die Ausgangslage, die für den Aufstieg Alexanders verantwortlich war, entscheidend. Denn letztendlich war es der Mord an Alexanders Vater Philipp II. von Makedonien, der ihm die Macht über Makedonien verlieh. 5
Die erste Aufgabe Alexanders bestand also zunächst in der Sicherung der Thronfolge. Dabei ging der damals Zwanzigjährige mit entsprechendem politischen Geschick und Kalkül zur Machterhaltung und Expansion über, in dem er versprach Rache auszuüben und politische Gegner und Rivalen zu beseitigen. Außerdem hielt er an den Feldzugplänen seines Vaters, die gegen Persien gerichtet waren, fest und erneuerte im Zuge dessen auch den Korinthischen Bund mit Griechenland, der ihm quasi die Macht über sämtliche griechische Staaten verlieh. 6
b) Der Feldzug
Alexanders Versprechen und die Ankündigung, die Pläne seines Vaters zu verwirklichen, machten einen Feldzug Richtung Persien also unumgänglich und auch notwendig. Alexander konnte rund 37500 Mann um sich scharren, die ihn auf dem Feldzug begleiteten. Dies war eine immense Anzahl an Kriegern, die allerdings noch nicht einen so gewaltigen Eroberungszug erahnen ließ, zu dem sich dieser Feldzug im Lauf der Jahre entwickeln würde. Im Mai 334 kam es zu ersten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Alexanderherr und der persischen Streitmacht. Der persische König Dareios III. ließ hierbei vor allem seine Gouverneure die Abwehr übernehmen, während Alexander charakteristisch für sein Kampfethos in die Offensive ging und die Schlacht am Fluss Granikos somit erfolgreich beendet. 7 Mit diesem Sieg konnten im weiteren Verlauf die Ostgriechen von der persischen Herrschaft befreit und weitere Gebiete in Kleinasien erobert werden. Dabei nutzte Alexander die innere Krise der Perser aus, um die griechischen Städte im Osten für frei zu erklären und ihnen die alten Rechte zurückzugeben. 8
5 Vgl. Gehrke 2006, S. 197
6 Vgl. Lauffer 1993, S.38 ff.
7 Vgl. Gehrke 2006, S. 200
8 Vgl. Lauffer 1993, S. 58 ff.
Arbeit zitieren:
Karsten Golze, 2009, Handlungsorientierte Kartenarbeit im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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