Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. 3
1. Einleitung. 4
2. Methodenwahl. 6
3. Entstehungsgeschichte der Pflegeexpertin in der Schweiz. 7
3.1. Etablierung der Höheren Fachausbildung in Pflege (HöFa II) 7
3.2. Aufgaben und Tätigkeitsfelder der HöFa II 8
3.3. Die Etablierung der Pflegewissenschaft in der Schweiz 11
4. Zukunftsperspektiven von Pflegeexperten in der Schweiz 13
4.1. Advanced Nursing Practice als neues Berufsprofil. 13
4.2. Ansatzpunkte von Advanced Nursing Practice in Deutschland. 16
5. Ergebnis. 19
6. Diskussion. 21
7. Literaturverzeichnis. 23
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Abkürzungsverzeichnis
APN -Advanced Practice Nurse
ANP -Advanced Nursing Practice
BSc Bachelor of Science
DBfK -Deutscher Verband für Pflegeberufe
DPR -Deutscher Pflegerat
HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaft
HöFa I/II -Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe I oder II
ICN -International Council of Nurses
IG Swiss ANP-Interessengruppe Schweiz Advanced Nursing Practice
KBV -Kassenärztliche Bundesvereinigung (Deutschland)
KVG -Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Schweiz)
MSc Master of Science
MSN Master of Science in Nursing
MSH Medical School Hamburg
PES -Vereinigung der Pflegeexpertinnen und -experten in der Schweiz
SGB -Sozialgesetzbuch (Deutschland)
SBK -Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner
WE’G -Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe in Aarau (CH)
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1. Einleitung
Die Veränderungen im Gesundheitswesen durch laufende Reformen und Restrukturierungen sind vielfältig. Schon seit Jahren sind demografische Tendenzen wie die älter werdende Bevölkerung, Zunahme chronischer Krankheiten, veränderte Familienstrukturen und ein Wertewandel in der Gesellschaft bekannt. Die Aufgaben der Pflege werden in diesem Zusammenhang immer komplexer, während die finanziellen Mittel und Ressourcen knapper werden. Es zeigte sich, dass mit herkömmlichen Ausbildungs- und Organisationsstrukturen den ehemaligen und zukünftigen Herausforderungen nur zum Teil entsprochen werden konnte. Neuartige Problemstellungen verlangten nach anderen Werten, Methoden und Instrumenten.
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Schweizer Bildungslandschaft in der Pflege 1983 begonnen, pflegespezifische Fachausbildungen in der Pflege zu etablieren, um somit der Pflegepraxis neues Wissen und Können zugänglich zu machen (PES 2001). Zum jetzigen Zeitpunkt stellen sehr unterschiedliche Fachausbildungen einen festen Bestandteil der Schweizer Pflegebildungslandschaft dar. Pflegende mit einer abgeschlossenen Fachausbildung gelten als die Spezialistinnen für klinische Pflege. Ungeachtet dieser fachlichen Anerkennung bedeutet die Rollenfindung im jeweiligen Praxisfeld für die meisten Absolventinnen solcher Weiterbildungen eine große Herausforderung. Ständig wechselnde Bedingungen des Gesundheitswesens und institutionellen Gegebenheiten bei der
Rollenanpassung müssen in deren Berufsbild mit einbezogen werden (PES 2001). Diese Literaturarbeit stellt die Entwicklung der Pflegeexpertinnen 1 in der Schweiz vor. Ziel der Arbeit ist es darzustellen, wie sich das Berufsprofil Pflegeexpertin entsprechend der pflegefachlichen Herausforderungen unter veränderten politischen Strukturen im Gesundheitswesen entwickelt hat. Ein Bezug der Tätigkeit von Pflegeexpertinnen in Deutschland wird hergestellt.
Folgende Frage leitet die Bearbeitung dieser Arbeit: Wie hat sich das Tätigkeitsprofil der Pflegeexpertinnen in der Schweiz unter den pflegerischen und gesundheitspolitischen Herausforderungen verändert?
Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit der Methodenwahl dieser Arbeit. Im darauf
1 Zur vereinfachten Lesbarkeit wird in dieser Arbeit nicht explizit das weibliche und männliche Geschlecht
genannt. Selbstverständlich sind immer beide Geschlechter gemeint.
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folgenden Teil erfolgt die Beschreibung der beruflichen Entwicklung der Pflegeexpertin in der Schweiz mit den jeweiligen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Er beinhaltet ebenfalls eine Beschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten der Pflegeexpertin. Im anschließenden Kapitel wird die zukünftige Ausrichtung der Expertentätigkeit beschrieben, wobei ein Bezug zu dieser in Deutschland folgt. Der Schlussteil umfasst das Ergebnis und Diskussion dieser Arbeit.
Wir werden den Schwerpunkt dieser Arbeit auf die Ausbildung und das Tätigkeitsfeld der Pflegeexpertin in der Schweiz legen, die als Voraussetzung eine Ausbildung in Höherer Fachausbildung Stufe II, einen Abschluss als Master in Nursing Science oder Ph.D. in Pflegewissenschaft vorweisen sollten.
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2. Methodenwahl
Die Fragestellung wurde mittels Literaturrecherche und -analyse untersucht. Die Literatursuche erfolgte in den Datenbanken Carelit, Ovid-Gateway, SBK-ASI Dokumentensystem, WE’G Bibliothek, Bibliothek Solothurner Spitäler AG und Google Scholar von 1990-2009. Suchbegriffe waren: Pflegeexperten, HöFa II, HöFa I, Höhere Fachausbildung Pflege, Advanced Practice Nurse, Master of Science in Nursing, Expert Nurse, Nurse Practioner. Die genannten Diplomarbeiten und Studien die von Pflegeexpertinnen durchgeführt wurden, sind nicht spezifisch ausgewählt sondern werden exemplarisch erwähnt. Das folgende Kapitel beschreibt nun die berufliche Entwicklung der Pflegeexpertin in der Schweiz.
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3. Entstehungsgeschichte der Pflegeexpertin in der Schweiz
Bis 1980 gab es in der Schweiz keine spezielle Fort- oder Weiterbildung für eine Fachexpertise in der direkten Patientenbetreuung. 1983 wurde eine Höhere Fachausbildung Stufe 1 entwickelt.
Im Reglement vom SBK (1999) wird die Zielausrichtung der Höheren Fachausbildung wie folgt beschrieben: „Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Pflegenden in der Lage, andere in komplexen Krankenpflege-Situationen zu beraten, zu fördern und zu unterstützen, wenn es um Fragen der individuell angepassten Pflege, der Schülerausbildung oder der Begleitung von Mitarbeitern geht“ (SBK-ASI, Reglement Höhere Fachausbildung Stufe 1, vom 10. Februar 1989, Stand 1. Juni 1999, S. 4).
Die Stundenanzahl des Unterrichts, der Praxis sowie der begleitenden Gespräche betrug mindestens 400 Stunden. In diesen berufsbegleitenden Weiterbildungen erwarben diplomierte Pflegepersonen mit Berufserfahrung erweiterte und vertiefte Kenntnisse der klinischen Pflege. Dies brachte die Praxis entschieden weiter, weil damit eine theoretisch fundierte und zugleich erfahrungsgeleitete Pflege praktiziert werden konnte.
Mitte der 80er Jahre zeigten sich steigende Anforderungen in komplexen Pflegesituationen, hohe Erwartungen an die Pflegequalität sowie eine zunehmende Notwendigkeit
interdisziplinärer Zusammenarbeit. Parallel dazu zeigte sich ein Rückgang finanzieller und personeller Ressourcen. In dieser Zeit begann sich die Pflegewissenschaft zu einem unverzichtbaren Bezugspunkt des pflegerischen Handelns und damit der Professionalisierung der Pflege zu entwickeln.
In diesem Zeitraum gab es in der Schweiz die ersten Pflegenden mit pflegewissenschaftlichen Masterabschluss respektive Doktorat, PhD Silvia Käppeli 1984 und PhD Annemarie Kesselring 1990. Beide Pflegewissenschaftlerinnen leisteten Pionierarbeit für die Weiterentwicklung der Pflegeexpertinnen in der Schweiz. Frau Käppeli hatte unter anderen von 1989-1994 die Leitung der Höheren Fachausbildung in Pflege Stufe 2 des Schweizerischen Berufsverbandes für Krankenschwestern (PES 2001). Frau Kesselring übernahm ab 2000 das Extraordinario sowie die Leitung der Lehre für das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Basel (Kesselring 2002).
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Arbeit zitieren:
Sabine Römmich, Gabriele Weydert-Bales, 2010, Advanced Nursing Practice - Die Pflegeexpertin in der Schweiz, München, GRIN Verlag GmbH
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