Das Vietnam-Syndrom I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Einführung in die amerikanische Kriegsgeschichte. 2
2.1 Der Vietnamkrieg. 2
2.2 Der Irakkrieg. 3
3 Die politischen Fehlentscheidungen und die Auswirkungen
auf die Vereinigten Staaten von Amerika. 5
3.1 Der Vietnamkrieg und die Auswirkungen auf die USA. 5
3.2 Der Irakkrieg. 8
Das Vietnam-Syndrom - Ist der Irakkrieg das neue
4
Vietnam?.............................................................................................. 12
4.1 Das Vietnam-Syndrom. 12
4.2 Das Irak-Syndrom. 14
4.3 Ist der Irak das neue Vietnam? 15
5 Persönliche Meinung. 18
6 Fazit. 20
7 Literatur- und Quellenverzeichnis 21
Das Vietnam-Syndrom
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Antikriegsbwegung.
Abb. 2: Motto Make love - not war
Abb 3: Kriege und militärische Inventionen der USA
Das Vietnam-Syndrom III
Abkürzungsverzeichnis
f./ff. folgende S. Seite vgl. vergleiche Zit. zitiert Abb. Abbildung ebd. ebenda Aufl. Auflage o.V. ohne Verfasser o.J. ohne Jahr z.B. zum Beispiel bzw. beziehungsweise Bd. Band ca. Circa u.a. unter anderem et al. et alli etc. et cetera d.h. das heißt usw. und so weiter Hrsg. Herausgeber Zit. Zitiert Ders. Derselbe USA United States of America US United States UDSSR Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Jr. Junior z.T. zum Teil UN United Nations NLF National Front for the Liberation of South Vietnam FNL Nationale Front für die Befreiung Südvietnams George W. Bush George Walker Bush
Das Vietnam-Syndrom 1
1 Einleitung
„Wie keine andere militärische Auseinandersetzung im 20. Jahrhundert
hat der Vietnamkrieg die öffentliche Meinung in den USA polarisiert und
die Bevölkerung gespalten. Kein anderes außenpolitisches Problem
nach 1945 hat sich derart lähmend auf die politische Kultur und die Ge-
staltungder auswärtigen Beziehungen gelegt.“ 1
Die USA gilt als eine Weltmacht. Allerdings gab es ein einschneidendes Ereignis, dass die Glaubwürdigkeit dieser Weltmacht schwinden ließ. Der Vietnamkrieg verlief für die USA nicht erfolgreich und ging in die Geschichte ein als der Krieg, den die USA verloren hat und eine Narbe zurückgelassen hat. Die US-Regierung schwor sich, dass ein solches Debakel nie mehr passieren würde. Doch seit dem 11. September 2001 scheint sich Vietnam zu wiederholen. Der US-Präsident Bush startete aufgrund der Anschläge auf das World Trade Center einen Krieg im Irak und schwor, den Terror zu besiegen. Allerdings scheint auch dieser Krieg in einem Debakel zu enden. Man spricht von einem zweiten Vietnam.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem so genannten Vietnam-Syndrom, dass den USA zu Lasten gelegt worden ist nach der einschneidenden Niederlage im Vietnamkrieg. Zunächst einmal wird eine Einführung in die Kriegsgeschichte gegeben und sowohl der Vietnam- als auch der Irakkrieg kurz beschrieben. Danach werden die politischen Fehlentscheidungen in beiden Kriegen beleuchtet und die Auswirkungen auf die USA aufgezeigt. Der Hauptteil besteht darin, das Vietnam-Syndrom näher zu beschreiben und es wird erklärt, was man genau darunter versteht. Aus diesem Syndrom, dass die USA seit dem Vietnamkrieg belastet und nicht mehr loslässt, ent-stand ab dem Jahr 2003, als der Irakkrieg durch Bush begonnen wurde, das vergleichbare Irak-Syndrom. Dieses wird näher beleuchtet und geklärt, ob Parallelen zwischen den beiden Kriegen bestehen. Die Frage, ob man den verlorenen Vietnamkrieg mit dem folgenden Debakel im Irakkrieg vergleichen kann, wird deutlich und aufgezeigt, was die Gründe für solche Vergleiche sind.
Zuletzt wird noch die persönliche Meinung offengelegt und im Fazit zusammengefasst, wie die Zukunft für den Irakkrieg und auch die USA aussehen könnte.
1 Wölfl 2005, S. 11.
Das Vietnam-Syndrom 2
2 Einführung in die amerikanische Kriegsgeschichte
2.1 Der Vietnamkrieg
„Der Vietnamkrieg war die längste militärische Auseinandersetzung des
20. Jahrhunderts. Er begann als Konflikt zwischen der Kolonialmacht
Frankreich und der nationalistisch-kommunistischen Bewegung der Viet
Minh während des Zweiten Weltkrieges.“ 2
Der Vietnamkrieg bezeichnet grundsätzlich die militärische Auseinandersetzung in Indochina zwischen 1945 und 1975. 1954 kam es zum Rückzug Frankreichs und somit zur Teilung des Landes Vietnam in ein kommunistisch regiertes Nordvietnam mit der Hauptstadt Hanoi und eine Militärdiktatur in Südvietnam mit der Hauptstadt Saigon. 3 So entstand ein erbitterter Krieg zwischen Nord- und Südvietnam und endete letztendlich in einer internationalen Auseinandersetzung. Die USA unterstützte den Südvietnam mit militärischen Truppen, Waffen und Ausrüstung sowie etwa 40 andere Länder. Die UDSSR und China gaben Nordvietnam und den Vietkong seine Unterstützung. 4
„Die strikt antikommunistische Orientierung der USA führte zunächst zu
einem graduellen, seit 1964 zu einem z.T. massiven militärischen Enga-
gement (Napalmeinsatz, chemische Entlaubung und Entvölkerung gan-
zer Landstriche, Bombardement nordvietnamesischer Städte), das zwar
einen Sieg Nordvietnams verhindern, den eigenen Sieg aber nicht er-
zwingenkonnte.“ 5
Zunächst trafen 400 US-Soldaten in Saigon ein und ein Jahr danach zählte man bereits eine US-Armee von 11.000 Soldaten in Vietnam. Bei diesem Krieg war es nicht so, dass man ihn mit großen Armeen führen konnte. Der Vietkong verstand sich darin, in kleinen Gruppen anzugreifen und so schnell wie möglich wieder in der Wildnis zu verschwinden. Im August 1964 begann der Krieg zu eskalieren, als zwei US-Zerstörer attackiert wurden. Daraufhin befahl der US-amerikanische Präsident Johnson Luftstreitkräfte nach Nordvietnam, um gegen diese vorzugehen. 6 „Im Februar 1965 begann die US-Airforce mit dem regelmässigen bombardieren von Nordvietnam. Im Mai wurden diese kurz unterbrochen, da man die Hoffnung auf Friedensverhandlungen hegte.“ 7 Zur gleichen Zeit vergrößerte die USA ihre Truppen in Südvi-
2 Frey 1999, S. 9.
3 Vgl. o.V. o.J.a.
4 Vgl. o.V. o.J.b.
5 O.V. o.J.a.
6 Vgl. o.V. o.J.b.
7 Ebd.
Das Vietnam-Syndrom 3
etnam und im Juni 1966, nachdem die US-Streitmacht immer mehr wuchs, begann man größere Ziele in Hanoi und den Hafen Haiphong zu bombardieren. 1968 betrug die US-Truppenstärke mittlerweile eine halbe Million Mann. Nach weiteren gescheiterten Übereinstimmungen kam es 1968 letztendlich doch zu einem Friedensgespräch zwischen den USA, Nord- sowie Südvietnam und Vietkong, welches leider scheiterte. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Krieg zu Gunsten Nordvietnams. 8
„Nach 1969 zogen sich die USA praktisch zurück. Zwar gab es 1972
nochmals schwere Bombenangriffe auf Hanoi, faktisch aber fand eine
Vietnamisierung des Krieges (Norden gegen Süden) statt. Der Krieg en-
dete am 30.4.1975 mit der Kapitulation Südvietnams.“ 9
2.2 Der Irakkrieg
„Fast gleichzeitig hatten 19 al-Qaida-Terroristen vier Passagier-
Flugzeuge entführt und auf Ziele in den USA zugesteuert. Um 8:45 rast
eines der Flugzeuge in den nördlichen Turm des World Trade Centers in
New York. Noch gehen Presse und Sicherheitsbehörden von einem Un-
fall aus. Doch als um 9:05 Ortszeit ein zweites Flugzeug in den Südturm
des Gebäudes einschlägt, ist klar, dass es sich um einen terroristischen
Anschlag handelt. US-Präsident George W. Bush spricht vor der Presse
von einer ‚nationalen Tragödie‘ und einem ‚offensichtlichen terroristi-
schenAnschlag‘.“ 10
Ein drittes Flugzeug stürzt fast 30 Minuten später über dem Pentagon ab und beschädigt Teile des US-Verteidigungsministeriums. Der amerikanische Präsident Bush kündigt an, gegen die Schuldigen vorzugehen. 11 „Der Irakkrieg ist ein Sieg im Krieg gegen den Terror, der am 11. September 2001 begon- nenhat und noch nicht zu Ende ist.“ 12 Nach den Anschlägen auf die USA hat man „den Irak als die größte Gefahr für die internationale Sicherheit nach der Terrororganisation Al Qaida von Osama bin Laden bezeichnet.“ 13 Man versucht, dem Irak nachzuweisen, dass dieser über verbotene B-Waffen und C-Waffen verfüge und Verbindung zur Terrororganisation Al Qaida habe. UN-Waffeninspekteure werden in den Irak geschickt, um monatelang nach diesen zu suchen ohne Ergebnis. Bush bezeichnet den Irak vermehrt als Gefahr und kündigt eine härtere Gangart gegen das Land an, da Sanktionen nichts
8 Vgl. o.V. o.J.b.
9 O.V. o.J.a.
10 O.V. 2008a.
11 Vgl. ebd.
12 George W. Bush, 1. Mai 2003. In: o.V. 2004.
13 O.V. 2003a, S. 1.
Das Vietnam-Syndrom 4
bringen und bereits 16 UN-Resolutionen ignoriert wurden. Auch Hussein, der irakische Präsident, wird vermehrt von Bush angegriffen und als mörderischen Tyrann bezeichnet. In einer Rede appelliert Bush zunehmend an die Vernunft aller, seinem Kurs zu folgen, und stellt klar, welche Gefahr von Hussein, Al Qaida und dem Irak ausgehe. Der US-Präsident erhält die Vollmacht für einen Feldzug. 14 Während die USA immer mehr damit rechnet gegen den Irak kriegerisch vorzugehen, bevorzugen Deutschland, Frankreich und Russland unter dessen eine friedliche Lösung mit Hilfe von mehr Waffeninspektionen. „‚Es gibt noch eine Alternative zum Krieg‘, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung [...]“ 15 und man warnt vor schwer wiegenden Konsequenzen. Allerdings erkennt man die Entschlossenheit auf Seiten der USA, wenn nötig auch gewaltsam im Irak die Entwaffnung vorzunehmen. 16 Bush stellt Saddam ein Ultimatum, sein Land innerhalb 48 Stunden zu verlassen. Eineinhalb Stunden nachdem dieses abgelaufen war und Saddam nicht auf die Forderungen eingegangen ist, spitzt sich der Irak-Konflikt letztendlich zu und der Krieg beginnt am 20. März 2003. Die USA eröffnet gegen die Landeshauptstadt Bagdad Luftangriffe. 17 „Im Rahmen der ‚Operation Iraqi Freedom‘ begann [...] der Vormarsch der britischen und amerikanischen Bodentruppen auf Bagdad. Mehr als 270.000 alliierte Soldaten zogen gegen Irak in den Krieg.“ 18 Man erklärt Saddams Herrschaft für beendet, entdeckt ihn im selben Jahr in einem Bunker und nimmt ihn fest. 19 „Nachdem eines der Kriegsziele erreicht war, und das Regime von Saddam Hussein gestürzt ist, erklärte US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003 die großen Kampf- Operationenfür beendet.“ 20 „Die als Kriegsgrund angegebenen Massenver- nichtungswaffensind allerdings nicht aufgetaucht. Die Lage im Irak ist nach Ende des ‚offiziellen Krieges‘ chaotisch und eine Nachkriegsordnung erfordert große Anstrengungen.“ 21 Die US-Truppen bringen eine Toteswelle über den Irak. Fünf Millionen Iraker werden als Flüchtlinge bezeichnet, zahlreiche Tote und Verletzte auf beiden Seiten sprengen jede Vorstellungskraft und auch die Kosten für den Irakkrieg sind enorm. 22
14 Vgl. o.V. 2003a, S. 1ff.
15 O.V. 2003b, S. 1.
16 Vgl. ebd., S. 1f.
17 Vgl. o.V. 2003a, S. 1.
18 O.V. 2003c, S. 2.
19 O.V. 2008b, S. 1.
20 Campagner 2003, S. 1.
21 Ebd.
22 Vgl. Pietke 2008, S. 1f.
Arbeit zitieren:
Tanja Weizemann, 2009, Vietnam-Syndrom, München, GRIN Verlag GmbH
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