Zeit nicht alle Menschen gleich, darum wird im folgenden Abschnitt von den Autoren eingegangen:
Interessent zu sehen ist, dass sie der Ansicht sind, dass die Ungleichheit unter den Menschen eingeführt worden sei, d. h. sie sei nicht einfach entwicklungsbedingt entstanden. Scheinbar gehen die Autoren davon aus, dass es irgendwann während der Entwicklung der Menschheit einen Punkt gab, an dem irgendjemand beschloss, die Menschen einzuteilen: In Obere und Untergebene; so, dass eine Ungleichheit unter ihnen besteht. Dementsprechend muss es eine Zeit gegeben haben, in der alle Menschen gleich waren. Die Einführung einer Ungleichheit zwischen den Menschen sei jedoch nur zu deren Vorteil geschehen, so sollen die Menschen dadurch besser an ihr Ziel, das Erstreben nach möglichst viel Glück, gelangen können. Nach Aussage der Autoren macht der Tod schließlich alle Menschen wieder gleich. Dieses Denken ist auch in der heutigen Zeit noch verbreitet, so gibt es zum Beispiel ein Sprichwort, welches diesen Aspekt behandelt: „Arm oder reich, der Tod macht alle gleich.“
Im Folgenden kommen die Autoren zu der Aussage, dass doch alle Menschen gleich sind: Ein Oberer hätte gar nicht das Recht, ein Oberer zu sein, schließlich habe er doch weder eine höhere Selle, noch einen höheren Verstand. Dieser Obere habe eine hohe Verpflichtung, so müsse er in ganz besonderem Maße zum Wohle der anderen, seiner Untertanen, handeln. Er müsse zum Besten aller wirken, nicht jedoch nur zu seinem Besten. Dieser Lexikoneintrag wurde zur Zeit des Absolutismus in Frankreich verfasst. Zu dieser Zeit waren die Menschen nicht gleich: es gab einen Oberen. den König, und viele Untertanen. Die Autoren betonen, dass ein Oberer mit einem Untertanen gleichzusetzen ist, diese Aussage könnte man als Kritik gegenüber dem herrschenden König auffassen, da dieser die uneingeschränkte Macht besitzt. Seine Untertanen haben sich nach ihm zu richten. Sofern es einen Oberen gibt, müsse dieser so handeln, dass es allen zugutekommt, dass alle Menschen glücklich werden können. Dies war zum damaligen Zeitpunkt nicht gegeben. Vielmehr mussten der Adel und die Kirchenmänner keine Steuern bezahlen, das Volk, welches ca. 98 Prozent der Bevölkerung ausmachte, jedoch enorm hohe Steuern. Die Autoren verurteilen dieses Verhalten und fordern gegenseitige Achtung. Steuerzahlungen sollten nicht nur auf dem Rücken des Volkes ausgetragen werden. Deshalb kann man diesen Lexikonartikel als Aufruf zur Veränderung verstehen: Der Kö- nig muss so handeln, dass alle Menschen, auch die mit wenig Einkommen, die dennoch
Arbeit zitieren:
Tim Blume, 2009, d’Alambert und Diderot: « Société » ‒ eine Interpretation, München, GRIN Verlag GmbH
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