Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 3
2. Gender Mainstreaming 4
3. Grundlagen 6
4. Schulwesen 7
5. Entwicklung 10
6. Fazit 12
7. Literaturverzeichnis 13
2
1. Einführung
Das Thema Gleichberechtigung beschäftigt die Gemüter. Was hat die bisherige Förderung der Schülerinnen im Zuge des Feminismus gebracht? Wie stehen die Schüler heute da? Wie steht es um die Gleichberechtigung in der Schule? Wie steht es um die Geschlechterkompetenz der Lehrkräfte? Die Wirksamkeit von politischen Maßnahmen ist gerade in der Schule besonders groß und riskant, da sich die Schüler noch in einer Prägungsphase befinden. Deswegen bedarf es bei der Umsetzung jeglicher Maßnahmen einer besonderen Vorsicht. In der vorliegenden Arbeit soll die politische Maßnahme des Gender Mainstreaming untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem ihre wissenschaftliche Haltbarkeit, ihre möglichen Auswirkungen, ihre Ziele und die Möglichkeiten der Umsetzung. Des Weiteren soll das mögliche Wirken von Gender Mainstreaming als willkürliche politische Ideologie untersucht werden. Außerdem stellt sich die Frage, ob Gender Mainstreaming wirklich zur Gleichberechtigung/Gleichstellung beitragen kann, oder ob diese Maßnahme in der Realität erneut diskriminierend wirkt. Zunächst soll das Konzept Gender Mainstreaming vorgestellt werden. Anschließend sollen die real existierenden biologischen und sozialen Grundlagen der Geschlechter untersucht werden. Danach folgen die Möglichkeiten der Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Schule und die momentane Entwicklung. Abschließend folgt das Fazit.
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2. Gender Mainstreaming
„Es ging und geht noch, politisch wie theoretisch, um das soziale Gewordensein von Geschlecht (ganz im Sinne des berühmten Mottos von de Beauvoir „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“; 1992, S. 265), und um die sozial gemachten Strukturen systematischer Positionierungen, Diskriminierungen und Exklusionen auf der Basis von Geschlecht.“ 1
Mit dem Begriff „Geschlecht“ sind im Alltag meist biologisch fixierte Unterschiede gemeint, welche im Englischen im Gegensatz zu Gender als sex bezeichnet werden. Heute soll das Geschlecht mehrdimensional verstanden werden. Der Begriff Gender soll signalisieren, dass das Geschlecht keine natürliche Gegebenheit ist. Gender beschreibt das Zusammenspiel aus biologischen Faktoren wie dem Chromosomensatz, historischen und sozialen Faktoren wie der geschlechtlichen Arbeitsteilung, kulturellen Faktoren wie Kleidung oder Haarschnitt oder die Art, Menschen zu adressieren, und rechtliche bzw. politische Faktoren wie die Namensgebung, die nach deutschem Recht eine eindeutige Zuordnung zu einem erzwingt. 2 Geschlecht „Der Begriff Gender wird in der aktuellen
Geschlechterforschung im Sinne des sozialen Geschlechts genutzt. Damit grenzt sich Gender gegen ein essentialistisches Verständnis von Geschlecht (Sex) ab (vgl. Wesely, 2000, S. 31ff.). Dieses soziologische Verständnis impliziert, dass Gender interaktional ausgehandelt und (re-)produziert wird. Die Festlegungen von Gender werden zum größten Teil nicht bewusst vorgenommen und ergeben zwei Ausprägungen, die als Weiblichkeit und Männlichkeit beschrieben werden.“ 3 Das Ziel von Gender Mainstreaminmg ist die Erreichung der Gleichstellung von Frauen und von Männern im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 Grundgesetz.
1 Markus Schroer (Hrsg.), Kneer Georg, Handbuch Soziologische Theorien. Wiesbaden, 2009, S. 113
2 http://www.genderkompetenz.info/genderkompetenz-2003-2009/gendermainstreaming, abgerufen am 5.10.2010.
3 Elke Gramespacher, Gender Mainstreaming in der Schul(sport)entwicklung. Freiburg im Breisgau, 2006/2007, S. 16
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Arbeit zitieren:
Dominik Tröber, 2010, Bildungsideologien - Gendermainstreaming im Schulwesen, München, GRIN Verlag GmbH
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