Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
2 Alfred J. Ayer. 2
2.1 Der Wiener Kreis und das Prinzip der Verifikation. 2
2.2 Unbeantwortbare Fragen. 3
2.3 Menschliche Zwecke und große Zwecke. 3
3 Walter T. Stace. 4
3.1 Phänomenalismus und Mystizismus. 5
3.2 Der Mensch in der Finsternis. 6
4 Vergleich. 7
5 Fazit 9
Der Sinn des Lebens scheint ein Thema zu sein welches, so die Vermutung, schon seit Beginn des refexiven Denkens der Menschen in den Köpfen der selbigen zu fnden ist. Wir fnden Hinweise auf Überlegungen zum Sinn des Lebens schon bei Aristoteles und Platon aber auch bei Glaubensvertretern wie Buddha und dem Apostel Johannes. Auch wenn die Frage nach dem Sinn des Lebens nach der kopernikanischen Wende neu gestellt werden musste, so scheint sie an Wertgkeit nicht minder wichtg geworden zu sein. Im Gegenteil: Der moderne, wissenschafliche Blick lässt neue Faceten und damit auch Probleme entstehen. Im Folgenden sollen sehr neue Denkrichtungen als Beweis für diese These untersucht werden. Als Beispiele für diese Denkrichtungen dienen uns zwei Texte von Alfred Jules Ayer und Walter T. Stace, deren Texte Mite des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Beide befassen sich, mal mehr, mal weniger, mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Um eine Flut an Vermutungen und Zusammenhängen zu vermeiden werden wir spezifsche Fragestellungen bearbeiten und uns auf die Leitargumente der Autoren zu ebendiesen konzentrieren: Wie kommen Denker unterschiedlicher Strömungen zu ihren Ergebnissen? Finden wir, auch bei unterschiedlichen Ansatzpunkten, Gemeinsamkeiten in der Argumentaton der Autoren? Führen vielleicht sogar unterschiedliche Argumentatonsmuster zu ein und dem selben Ergebnis? Wenn wir unserer Intuiton glauben sollen, wäre davon auszugehen, dass wir mit unterschiedlichen Sichtweisen auch unterschiedliche Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens erhalten sollten.
Eine einfache Gliederung genügt für unser Vorgehen: Eingangs wird ein Blick auf den wissenschaflichen Hintergrund Alfred J. Ayers geworfen um nachfolgend seine Texte “Unbeantwortbare Fragen“ und “Menschliche Zwecke und große Zwecke“ mit den nötgen Kenntnissen betrachten zu können. Im Anschluss werden Walter T. Stace und sein philosophischer Werdegang dargestellt um sein Essay “Der Mensch in der Finsternis“ mit dem richtgen Kontextwissen näher zu beleuchten. Der nachfolgende Teil dieser Arbeit wird dann die Texte auf ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersuchen und falls nötg auch noch einmal auf die theoretschen Ansätze in der Betrachtung verweisen. Im Fazit werden wir dann abschließende Überlegungen anstellen und die Untersuchung zusammenfassen um unserem Anspruch an die Fragestellung gerecht zu werden.
Der 1910 in London geborene Alfred Jules Ayer gilt als einer der wichtgsten Vertreter des logischen Empirismus (auch Neopositvismus) und populärer Verfechter des Prinzips der Verifkaton. Durch seinen frühen Kontakt zum Wiener Kreis im Alter von gerade einmal 22 Jahren konnte Ayer Beziehungen zu führenden Persönlichkeiten des logischen Empirismus aufauen. Zehn Jahre nach der Veröfentlichung seines Hauptwerks “Language, Truth & Logic“ berief das University College seiner Heimatstadt London ihn von 1946 - 1959 als Professor für die Philosophie des Geistes und der Logik ein. Bis zu seinem Tod 1989 arbeitete Ayer weiterhin an philosophischen Essays und Büchern.
2.1 Der Wiener Kreis und das Prinzip der Verifkaton
Seine Einstellung gegenüber dem Wiener Kreis um Rudolf Carnap und Moritz Schlick beschreiben Kunzmann, Burkard und Wiedmann (2005, S. 219) wie folgt: „A. J. AYER […] teilt mit dem Kreis das Verständnis von Philosophie als Sprachanalyse und die Ablehnung der Metaphysik.“ Diese Ablehnung ist bei Alfred Ayer schon früh ausgeprägt: Das erste Kapitel seines Buches Language, Truth & Logic, benannt „The Eliminaton of Metaphysics“ nimmt sich der Problematk von metaphysichen Aussagen an.
Um zu verstehen warum diese Art von Aussagen ein Problem darstellen, ist es vorerst wichtg auf das oben genannte Prinzip der Verifkaton einzugehen. „A simple way to formulate it would be to say that a sentence had literal meaning if and only if the propositon it expressed was either analytc or empirically verifable“ (Ayer 1946). Analytsch verifzieren lässt sich eine Aussage wenn der Gegenstand der Betrachtung in kleinere Teile zerlegt werden kann um daraufin die Zusammenhänge schlüssig zu erklären. Im Gegensatz hierzu lassen sich direkte Beobachtungen, Experimente, Erfahrungen, etc., also direkte Sinneseindrücke, empirisch verifzieren. Um also eine gehaltvolle Aussage zu machen, bedarf es der Möglichkeit diese analytsch oder empirisch zu verifzieren. I Ist dies nicht möglich, dann liegt eine metaphysische Aussage vor - nach Ayer gehaltlos und damit für Erkenntnisgewinn nicht geeignet. Als populäres Beispiel für eine metaphysische Aussage gilt die Existenz von Got, welche von Alfred Ayer bestriten wird da sie nicht beweisbar ist.
I Die gebräuchliche Übersetzung von „literal meaningful“ ist
sinnvoll.
Da
Sinn
in dieser Untersuchung aber auch im nicht-wissenschaftlichen Rahmen verwendet wird, sprechen wir beim „meaning (of live)“ von Sinn und im linguistisch-analytischen Feld von
gehaltvoll
bzw.
gehaltlos.
Arbeit zitieren:
Kevin Potschien, 2011, Zum Sinn des Lebens, München, GRIN Verlag GmbH
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