Vorbemerkung Vorbemerkung Vorbemerkung Vorbemerkung
Im Folgenden wird der Einfachheit halber ausschließlich von der Mutter als Bezugsperson die Rede sein. Mir ist aber durchaus bewusst, dass diese Rolle auch vom Vater oder jedem anderen Erziehungsberechtigten eingenommen werden kann.
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Das Höllische Das Höllische Paradies Das Höllische Paradies Das Höllische Paradies Paradies
Von Von Von guten und bösen Von guten und bösen Müttern und der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit Müttern und der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit in der in der guten und bösen guten und bösen Müttern und der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit Müttern und der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit in der in der
psychischen Realität und psychischen Realität und im Märchen psychischen Realität und im Märchen psychischen Realität und im Märchen im Märchen
Inhalt :
Vorbemerkung Vorbemerkung Vorbemerkung Vorbemerkung 1 1 1
1. Einleitung Einleitung: Der Archetyp der Großen Mutter nach C.G. Jung 3 3 Einleitung Einleitung 3
2. Der Weg vom Paradies Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück durch die Hölle und zurück 4 4 Der Weg vom Paradies Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück durch die Hölle und zurück 4
2.1 Das Paradies Das Paradies: Selbstverständliche Geborgenheit 4 4 Das Paradies Das Paradies 4
2.2 Die Hölle Die Hölle: Lähmende Enge und verschlingende Übermacht 5 5 Die Hölle Die Hölle 5
2.3 Der Der Held(inn)en Held(inn)enkampf kampf kampf kampf: Gefahr der völligen Abgrenzung und Isolation 8 8 Der Der Held(inn)en Held(inn)en 8
2.4 Die Wiedergeburt Die Wiedergeburt: Entdeckung und Integration des kreativen Potentials 10 10 Die Wiedergeburt Die Wiedergeburt 10
3. Zusammenfassung Zusammenfassung: Von der Bedeutung des Individuationsprozesses 12 12 Zusammenfassung Zusammenfassung 12
Literatur Literatur Literatur Literatur 15 15 15
Illustration Illustration Illustration Illustration 15 15 15
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1. Einleitung Einleitung: Der Archetyp der Großen Mutter nach C.G. Jung Einleitung Einleitung
Der Archetyp der großen Mutter hängt stark zusammen mit der allgemeinen Vorstellung vom Unbewussten als etwas Dunklem, Unbekanntem, etwas, worin geheimnisvolle Dinge verborgen sind, dem Ursprung von allem.
Dies beschreibt vor allem auch die Symbolik des Gefäßes, nach Neumann das „Kernsymbol des Weiblichen“ (Neumann, 1997, S.51ff.). Das Gefäß ist ebenfalls innen dunkel, es verbirgt etwas, man kann aber auch etwas hinein geben oder etwas heraus nehmen; aus dem Körper als Gefäß kann etwas geboren werden. Dabei ist das Muttergefäß nährend und schützend für seinen Inhalt, sein Inneres kann sich völlig darauf verlassen, ist darin geborgen - aber auch völlig abhängig. Und darin liegt die Antinomie des Mütterlichen:
So, wie es Schutz und Nahrung bietet, kann dies auch Enge, Leere, Dunkelheit und Schmerz bedeuten, für das wehrlose Wesen, welches darin gefangen ist. Es ist allen Stimmungen und Launen der Mutter hilflos ausgesetzt, die Mutter bestimmt über Wärme und Kälte, Nahrung und Gift - so wie sie Leben schafft, kann sie auch den Tod bringen. Deshalb ist die Große Mutter im Märchen nicht nur die gute, weise Alte. Sie kann ebenso die menschenfressende Hexe, ein gefährlicher Drache oder auch eine dunkle Teufelsgrotte sein. Denn so wie ein Nest, ein Ei oder eine Baumhöhle Leben enthalten und gebären, so kann es in den Tiefen der Hölle oder des Meeres wieder verschlungen werden.
Deshalb muss es früher oder später zu einer Auflehnung gegen das Mütterliche kommen und damit auch gegen das Unbewusste. Es ist die Phase, in der sich das Ich herausgebildet hat und sich nun abzugrenzen versucht, um sich selbst finden zu können, der eigenen Entwicklung nachzugehen.
Diese Phase der Abneigung gegen das Mütterliche bzw. gegen das Weibliche im Allgemeinen möchte ich im Folgenden näher betrachten.
Was geschieht beispielsweise, wenn die reale Mutter es nicht zulassen kann, dass sich ihr Kind (hier insbesondere im Falle eines Mädchens) von ihr abzugrenzen versucht? Wenn sie es nicht ertragen kann, dass das geliebte Töchterchen eigene Wege geht und sich dabei scheinbar immer weiter von der Mutter entfernt?
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Dieser Problematik der erschwerten Ablösung, verknüpft mit dem Bild des Heldinnenkampfes, werde ich mich besonders widmen und dazu sowohl entsprechende Märchenthemen wie auch verschiedene Erkenntnisse aus dem Bereich der Analytischen Psychologie einbeziehen.
Im Gesamten möchte ich dabei auch die natürliche, erstrebenswerte Ich-Entwicklung von der Entstehung des Selbst bis hin zur Integration des Weiblichen aufzeigen und dafür Jungs Idee des Individuationsprozesses einbeziehen.
2. Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück
2.1 Das Paradies Das Paradies: Selbstverständliche Geborgenheit Das Paradies Das Paradies
Dass die Mutter als „Lebensgefäß“ (Neumann, 1997, S.54) dem ihr Innewohnenden in erster Linie Schutz und Wärme bietet, habe ich bereits angesprochen. Sowohl in der Gebärmutter wie auch in einem Nest, einem Ei oder einem Kokon soll das Leben ungestört heranreifen können. Es bekommt von der Mutter alles, was es braucht und ist so eng mit ihr verbunden, das zunächst alles eins zu sein scheint: Das Geschöpf ist noch symbiotisch verwachsen mit Mutter und Umwelt, begreift sich selbst noch nicht als einzelnes Wesen und die Mutter nicht als ein anderes. Mario Jacoby (2002) spricht
bezugnehmend auf Neumann von einer „Einheitswirklichkeit“ (§13) des Säuglings, einem „vorbewussten Zustand […], in dem das ‚Ich’ als Zentrum menschlichen noch nicht wirksam ist“ (§16.), welcher aber nicht nur das Kind im Mutterleib betrifft, sondern auch nach seiner Geburt noch einige Zeit andauert (Neumann, 2005, S.5ff.). 4
Arbeit zitieren:
Jenny Gösche, 2008, Das Höllische Paradies, München, GRIN Verlag GmbH
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